Zumindest die Verwaltungsgerichte sehen das bei Lottoland so!

Und die haben natürlich auch guten Grund… so haben sie doch (fast) den selben Geldgeber wie die staatlichen Glücksspielangebote. Denn wie sonst könnte man auf die seltene Idee kommen, dass es sich beim Spielen ohne Geldeinsatz um Glücksspiel handelt? Ein Schelm, wer das böses denkt.

Eigentlich steht das ja auch so im deutschen Glücksspielstaatsvertrag:

Ein Glücksspiel liegt vor, wenn im Rahmen eines Spiels für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt. Die Entscheidung über den Gewinn hängt in jedem Fall vom Zufall ab, wenn dafür der ungewisse Eintritt oder Ausgang zukünftiger Ereignisse maßgeblich ist. Auch Wetten gegen Entgelt auf den Eintritt oder Ausgang eines zukünftigen Ereignisses sind Glücksspiele

Um diese Werbung von Lottoland handelt es sich:

Die Verwaltungsgerichte in München und Berlin stützen die Position der Landesmedienanstalten, dass es sich bei der Werbung für “Lottoland.gratis” um Werbung für unerlaubtes Glücksspiel handelt und die Untersagung der Ausstrahlung der Spots wegen Verstößen gegen Rundfunkstaatsvertrag und Glücksspielstaatsvertrag somit rechtmäßig war. Die 17 betroffenen Sender hatten gegen diese Entscheidung Rechtsmittel eingelegt. Die Beschwerden der Sender Sport1, kabel eins und ProSieben wurden im Eilverfahren nun zurückgewiesen, weitere Verfahren anderer betroffener Sender sind allerdings noch offen. dwdl.com

Begründung des VG: “Dabei handle es sich aus Sicht der Aufsichtsbehörden zumindest mittelbar auch um Werbung für das entgeltliche und unerlaubte Glücksspiel “Lottoland”

Definition: mittelbar – indirekt, über Zwischenglieder, Mittelspersonen [bewirkt]

Okay, das mag vielleicht sein, aber den Beweis hat das VG ja nicht geliefert, lediglich eine Behauptung in den Raum geworfen. Und so eine rotzfreche Entscheidung werden sich die privaten Betreiber sicherlich nicht gefallen lassen…