Verbot sorgt für Umsatzzuwachs der Online Casinos

Online Casinos sind hierzulande durch den Glücksspielstaatsvertrag verboten

So zumindest sehen dies die staatlichen Behörden, welche jedoch schon mehrfach für ihren angeblichen Spielerschutz zum Wohle des staatlichem Glücksspielmonopols durch den EugH in Brüssel gerügt wurden. Doch selbst das Verbot hat nichts gebracht – ganz im Gegenteil, denn so wurde die private Konkurrenz im Internet nur gefördert.

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(Screenshot: quasargaming.de)

(…) „Der von den Bundesländern erstmals veröffentlichte Jahresreport der Glücksspielaufsichtsbehörden bestätigt, dass das mit dem Glücksspielstaatsvertrag eingeführte Verbot von Casinospielen im Internet nicht funktioniert. Sechs Jahre nach der Einführung des Verbots ist der Markt für Online-Casinospiele inklusive Onlinepoker selbst nach amtlicher Einschätzung mehr als anderthalb mal so groß wie der Markt der kontrollierten Casinospiele in Spielbanken. Entgegen der Prognose der Länder spielen die Verbraucher nicht weniger im Internet, sondern werden weniger geschützt.“

Reeckmann fordert die Bundesländer erneut auf, die gebotenen Schlussfolgerungen aus den vorliegenden Daten zu ziehen und Verbraucherschutz auch bei Online-Casinospielen zu ermöglichen. Verbraucherschutz werde nicht durch wirkungslose Verbote gewährleistet, sondern durch Zulassung kontrollierter Glücksspiele unter effektiver Aufsicht

Im regulierten Markt (der die Glücksspielanbieter mit Erlaubnis deutscher Behörden umfasst) haben die Spielbanken 2014 einen Bruttospielertrag von 508,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Gleichzeitig konnten unzuverlässige Fremdanbieter im unregulierten Markt (der die Glücksspielanbieter ohne Erlaubnis deutscher Behörden umfasst) mit Online-Casinospiele und Onlinepoker ungehindert einen Bruttospielertrag von 884,5 Millionen Euro erzielen. Quelle: Jahresreport 2014 der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder vom 22. Dezember 2015 (…)

Quelle: Bundesverband deutscher Spielbanken gegr. 2008 als BupriS e.V.

Agiert die Landesdirektion rechtswidrig und willkürlich? Ja, denn eine echte gesetzliche Grundlage ist für den deutschen Glücksspielstaatsvertrag nicht vorhanden. Denn auch die Regelungen der einzelnen Bundesländer sind beim Europäischen Gerichtshof inzwischen auf dem Prüfstand, das Urteil hierzu wird am 4. Februar 2016 erwartet.

Wenn dann der Gerichtshof die gleiche Meinung haben sollte wie der Generalanwalt, was als sehr wahrscheinlich gilt, dann wäre es bereits die dritte Niederlage für die Länder hintereinander. Denn bereits 2006 und 2010 hatten das Bundesverfassungsgericht und auch der EuGH die beiden jeweiligen Vorgängerverträge für rechtswidrig erklärt. Somit kann derzeit auch nicht vorgegenagen werden, wie bsw. gegen Online Casinos von Novomatic / Novoline

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