Novoline, Merkur und Bally Wulff

Online Casinos, Online Automaten, Spielautomaten in Spielhallen

Schlagwort: Spielotheken (Seite 1 von 5)

In die Spielhalle kacken – Trend, Challenge?

Notdurft direkt vor den Spielautomaten verrichtet

Das scheint ja nun mittlerweile ein neuer Trend, oder gar eine aktuelle Challenge zu sein. Denn schon wieder sch***t ein Spieler mitten in der Spielhalle vor die Automaten – aus Empörung über die Glücksspiel-Misere! Der Ort des Geschehens ist diesmal mitten im schönen Bayern. So berichtet die Volkspolizei Oberfranken: 

Schon zuletzt haben wir ein Video einer Überwachungskamera veröffentlicht, wo ein spiel-süchtiger Mensch direkt vor die Automaten in einer Spielothek gekackt hatte, um dann schnell weiter zu spielen können. Anders als in dem spektakulärem Video, soll es aber diesmal aus Ärger über die schlechte Auszahlung passiert sein.

Sollte daraus nun wirklich ein echter Trend in den sozialen Netzwerken werden, möchten wir natürlich unbedingt dabei sein. Unsere neuen Hashtags: #automatenkacken #spielhallescheissen können gerne von anderen Usern bzw. Lesern geteilt werden.

Staat verdient Milliarden an der Spielsucht

Spielsucht ist Nebenwirkung der Steuereinnahmen des Staates

So viel Steuern zahlen Spielhallen und Spielotheken:

Der Studie zufolge waren 2017 bundesweit 255 000 Geldspielgeräte aufgestellt, an denen ein Nettoumsatz von 7,16 Milliarden Euro erwirtschaftet wurde. Insgesamt wurden 1,8 Milliarden Euro an Umsatzsteuer, Vergnügungssteuer und Gewerbesteuer abgeführt. Unter Einschluss der geräteherstellenden Unternehmen und der branchenspezifischen Dienstleister kann laut Studie inklusive der Ertragssteuern und Sozialabgaben von einem Abgabenvolumen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro für die gesamte Branche ausgegangen werden.
automatenmarkt.de

Falsch! Es zahlen zwar im Endeffekt die Spielhöllen des Landes, aber kassiert wird dieses Geld von den spiel-süchtigen Spielern hierzulande. Ganz nebenbei werden für diese wichtigen Einnahmen des Staates teilweise ganze Familien in den Ruin getrieben. In Berlin macht man immer mehr Kasse – 570.000 Euro täglich verspielen die Hauptstädter täglich. Gut, im Gegensatz zu den Online Casinos generiert man wenigstens Einnahmen. Für den Online Bereich gibt es aufgrund der unfähigen Politik allerdings nix, niente, nada!

Trotzdem schimpfen sich die Moralapostel in den staatlichen Behörden als Wächter des Spieler, – bzw. Altersschutz. Nur mit ihnen könnte dies optimal gelingen, so zumindest sie selbstherrlich. Nichts können sie! Denn über 600.000 Spielsüchtige hierzulande sprechen da eine ganz andere Sprache. Wirklich schlimm zu sehen, wie das Staatsversagen in Deutschland mittlerweile auf allen Ebenen Einzug gehalten hat. Ein Hauch von Sozialismus/Kommunismus raunt wieder durch die Straßen. Etwas was nun wirklich niemand mehr braucht!

Fazit: Gutes oder böses Glücksspiel gibt es nicht! Beide fördern die Spielsucht, beide treiben Menschen massenweise in den Ruin. Will man etwas verbieten, sollte dies für alle gelten. Ansonsten sollte man die Leute einfach selber entscheiden lassen, ob sie spielen wollen oder nicht. Und einen neuen Nanny-Staat ala DDR samt Angela Merkel ist ja nun das letzte, was wir wollen. Was wir wollen ist Freiheit!

Glücksspiele machen arm

Spieler verlieren 12,4 Milliarden in 2014

So war der Verlust in 2014, diese Zahlen steigen allerdings weiterhin exorbitant. Paul Gauselmann, Träger des Bundesverdienstkreuz: “Spielsucht – das kann man uns nicht anlasten” und Chef der staatlichen Spielbank Hamburg: “1000 Euro Verlust pro Stunde – das ist so vorgesehen”.

*80% der Einnahmen in Spielhallen und Spielbanken kommen von Spielsüchtigen. Nur der Rest sind laut der ARD (extra3) Sendung Gelegenheitsspieler. Der Staat nimmt also bewusst seine Einnahmen aus dem Glücksspiel von Spielsucht kranken Menschen.

Euer Ehren, wir haben keine weiteren Fragen…

Schnapsidee Spielhallen Schließung

Niedersachsen vernichtet Arbeitsplätze und Steuergelder

Unfähige Politiker verursachen im Namen des staatlichen Lotto nicht nur Arbeitslosigkeit, sondern vernichten auch noch unser hart erwirtschaftet Steuergeld. In Niedersachsen sind das nun rund 1 Million Euro – noch nicht eingerechtet ist dabei der Schadenersatz für die betroffenen Gewerbetreibenden. Jörg Bode von der FDP kritisiert in diesem Zusammenhang die Unfähigkeit der SPD:

„Die Schnapsidee der Landesregierung, Spielhallen per Losverfahren zu schließen, haben nicht nur rund 3 000 Beschäftigte mit ihren Arbeitsplätzen bezahlt, sie kommt auch die Steuerzahler noch teuer zu stehen. Da die Weisung an die Kommunen rechtswidrig war, klagten viele Spielhallenbetreiber erfolgreich gegen die Schließungen und das Land ist verpflichtet, den Kommunen dadurch entstehende Gerichtskosten zu erstatten. Man rechnet offenbar mit rund einer Million Euro. Nach Aussagen des Wirtschaftsministeriums im Landtagsausschuss ist noch völlig offen, in welcher Höhe von den Betreibern Schadenersatz geltend gemacht wird. Auch dieser wäre vom Land zu tragen. Das ist viel Geld, das an anderer Stelle sinnvoller hätte investiert werden können“, so Bode. automatenmarkt.de

Also mal ehrlich, wer auf solche Ideen der Umsetzung von Gesetzen kommt, gehört eigentlich selbst vor den Kadi. Jeder Arbeiter in einem Betrieb würde hochkant auf die Straße fliegen, wenn er solch einen Schaden für seinen Brötchengeber verursacht hätte. Aber leider sind in diesem Land die behördlichen Strukturen schon so festgefahren, dass so etwas nicht bestraft wird. In Deutschland hilft diesbezüglich leider nur noch eine echte Säuberungsaktion ala Erdogan in der Türkei. Weg mit den verdorbenen Leuten aus den Behörden, Politik, Gerichten und Justiz und dann ein richtiger Neuanfang. Und das muss dann auf Länder, – bzw. Bundesebene geschehen.

Sieg für Spielhallen vor dem Verwaltungsgericht

VG Aachen entscheidet gegen das eigene Glücksspielgesetz

Die Versagung der Erlaubnis sei verfassungsrechtlich bedenklich, so das VG Aachen. Sie dürfte sich weder mit dem Grundrecht auf Gewährung effektiven (Eil-) Rechtsschutzes ( Art. 19 Absatz 4) noch mit der Berufsfreiheit (Art. 12 GG) dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vereinbaren lassen.

Quelle: vg-aachen.nrw.de/

Spielbank Magdeburg
By Esp1982 (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

“Die Dienstleistungsfreiheit ist eine der vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes neben der Personenfreizügigkeit, der Warenverkehrsfreiheit und der Kapitalverkehrsfreiheit. Ebenso wie diese hat sie die Beseitigung von Handelshemmnissen innerhalb der Union zum Ziel. Da sie die vorübergehende Tätigkeit in einem Mitgliedstaat regelt, kann sie auch zu den Personenverkehrsfreiheiten gezählt werden.”

Na wer hätte das gedacht? Was kommt nun als Nächstes? Ja richtig – Schadenersatzforderungen allerorts. Für die klammen Kassen der Städte und Kommunen sicherlich eine Mammut-Aufgabe.  Nachdem schon zuletzt das VG München das staatliche Lotteriemonopol in Deutschland als verfassungsrechtlich bedenklich eingestuft hatte, nun eine weitere Schlappe für die hiesige Politik. Gut, das sind jetzt sicherlich nicht gravierendsten Fehler der politischen Bühne in Deutschland, aber sie werden überall dilettantisch inszeniert.  In diesem Sinne, schöne Weihnachten allen Lesern…

Versteckte Kamera in der Spielothek – Experiment

Video Report aus der Spielhalle

YouTube: Wie reich werde ich beim Glücksspiel? – Selbstexperiment Spielothek

Kommentar unter dem Video: Auf Knopfdruck das schnelle Geld machen. Beim Glücksspiel ist das vermeintlich möglich. Allerdings bietet das auch ein hohes Suchtpotential. Ich begebe mich in die Welt der Spielotheken und mache das Selbstexperiment: Wie reich kann ich durch Glücksspiel werden? Ausserdem spreche ich mit einem ehemals Glücksspielsüchtigen und einem Experten über das Thema.

Also mal ganz ehrlich. Wer glaubt in einer Spielothek oder Spielhalle reich zu werden, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Diese Geräte in den Hallen sollten lediglich eine kurze Unterhaltung für die Besucher bieten, nicht mehr. Nur leider sind die eben die Nebenwirkungen solcher eigentlich harmlosen Sessions eben verheerend. Und die fiese Spielsucht ist nicht zu verharmlosen! Klar, nicht jeder ist dafür anfällig aber mittlerweile sind es hierzulande fast 500.000 Menschen. Viele davon können sich das Spielen an den Automaten eigentlich gar nicht leisten. Sie sind auf soziale Stütze (ALG und Hartz 4) angewiesen und verspielen in den ersten Tagen des Monats dieses Geld. Nicht wenige “Flüchtlinge” gehören ebenfalls dazu. Sie sind laut aktuellen Studien besonders anfällig für die schlimme Sucht. Doch das eigentliche Schlimme an der Angelegenheit ist, dass ich mich hierzulande in Spielotheken oder Spielhallen noch nicht einmal selbst sperren lassen kann. Online geht dies in lizenzierten Casinos mit nur wenigen Klicks.

Aber auf die eigentliche Frage an dieser Stelle zurück zukommen: Man kann schon durch Glücksspiel reich werden. Die Chance dazu ist allerdings sehr gering. In Spielhallen mit einem Maximalgewinn ist das natürlich nicht möglich. Doch dazu müsste man schon einen großen Jackpot in einem der zahlreichen Online Casinos im Internet knacken.

Migranten Spielsucht

Besonders betroffen von der Spielsucht – Migranten

Sie kommen als so genannte Flüchtlinge nach Deutschland, erhalten ihre sozialen Zuwendungen… und bringen dieses Geld (wohlgemerkt vom deutschen Steuerzahler) anschließend in die Glücksspiel-Tempel. Und nein, das sind keine Einzelfälle – ganz im Gegenteil, junge muslimische Migranten sind von der Spielsucht besonders betroffen.

(…) Unter Spielsüchtigen haben auffällig viele junge Männer türkischen oder arabischen Migrationshintergrund. Experten vermuten geringen Bildungsstand und wenig Perspektive auf dem Arbeitsmarkt als Ursachen. Es ist jedoch nicht so, dass Spielen unter Muslimen salonfähiger wäre als in der Kneipe zu trinken. Glücksspiel ist im Islam so verboten wie das Trinken und unter Muslimen auch in der Praxis gleichermaßen verpönt.

In Deutschland gibt es etwa 9000 Spielotheken und über 300.000 Spielautomaten. Zum Vergleich: Die Anzahl aller Geldautomaten in Deutschland liegt bei knapp 60.000. Das Aufstellen von Glücksspielgeräten ist theoretisch streng geregelt. Ein Automatencasino soll maximal zwölf Automaten aufstellen dürfen. Aber die Gesetze werden umgangen, indem die Betreiber Räume als baulich getrennt ausweisen und so mehrere Konzessionen erhalten. Und auch sonst ist der sogenannte Spielerschutz nicht sehr wirksam, auch dank sehr erfolgreicher Lobbyarbeit der Automatenindustrie (…) [deutschlandfunk.de]

Eid Ahwaz

Ahwaz at the English language Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Schade, in der ARD Mediathek ist der Beitrag leider schon wieder verschwunden. Doch wer sich schon selbst ein Bild von dem Spielsucht Drama in den Spielhallen und Spielotheken gemacht hat, wird zustimmen, dass dieses Elend tatsächlich dem absoluten Normalzustand hierzulande (schlimmer in Westdeutschland)  entspricht. Noch schlimmer, denn nicht nur die Aufsteller kassieren an der Spielsucht – nein auch Vater Staat langt kräftig in Form von Steuern und Abgaben mit hin. Gut, nun könnte man sagen, da fließt das Geld wieder zurück und die Wirtschaft wird damit angekurbelt. Aber bitteschön – wie pervers ist das denn? Wäre es nicht besser, keine Sozialleistungen mehr auszuzahlen und die ausländischen Leute in Lohn und Brot zu bringen oder noch besser – endlich zur Heimreise zu bewegen?  Die soziale Hängematte im Mekka Deutschland ist wohl das größte Übel.

Weitere interessante Themen zu Migranten Spielsucht:

Zu spät – jetzt kommen die Migranten!

Migranten rauben, schlagen und demolieren Automaten

Flüchtlinge: Geld ist gut angelegt

Spielhallen: Los Entscheidung rechtswidrig

Niedersachsen kippt Los Entscheidung zur Schließung von Spielhallen

Und auch in Stuttgart freut man sich darüber:

(…) Bei den Automatenaufstellern knallen die Sektkorken. Grund ist ein Urteil des Landgerichts Lüneburg. Demnach darf nicht das Los entscheiden, welche Spielhalle in der Innenstadt weichen muss. Im Land Niedersachsen hatten die Kommunen versucht, auf diese Weise die seit Juni 2017 geltende Landesglücksspielverordnung durchzusetzen, wonach zwischen zwei Spielcasinos mindestens 500 Meter Abstand sein müssen. Durch das Urteil sind rund 3000 Schließungsbescheide in Niedersachsen rechtswidrig geworden (…) [stuttgarter-nachrichten.de]

Merkur Spielothek

By Graf Foto (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Mal ehrlich: Wie konnte man überhaupt solch einer geplanten Regelung positiv gegenüber stehen? Ein Gericht soll per Los entscheiden, welche Spielhallen geschlossen werden müssen. Wegen einem Gesetz was zudem gegen alle liberalen Werte der EU-Richtlinien verstößt? Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

Und ganz nebenbei werden durch die Schließung nicht nur tausende Arbeitsplätze in der Branche vernichtet, sondern auch noch an den eigenen wichtigen Steuer-einnahmen gedreht. In Zeiten wo Städte und Kommunen in Deutschland extrem verschuldet sind und nicht wissen woher man das Geld für Investitionen bzw. Bildung usw. nehmen soll. Echt irre oder?

 

Willkür der LDS auch gegen Spielhallen

Landesdirektion Sachsen willkürlich gegen Spielhallen

Dass man in Sachsen willkürlich gegen Online Glücksspiel bzw. deren Werbung weitgehend erfolglos vorgeht, ist bereits bekannt. Europäisches Recht steht eben über nationalem Recht! Die Verwaltungsgerichte allerdings halten sich zu diesem Umstand bei den Einsprüchen gegen diese Willkür seitens der LDS bedeckt. Drei Jahre Bearbeitungszeit bisher sprechen dazu ihre eigene Sprache!

Spielbank Magdeburg

By Esp1982 (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

So versucht man nun das staatliche Monopol in Sachen Glücksspiel (Spielbanken und Lotto) mit Schließung privater Spielhallen zu sichern. Doch auch da beißen die Beamten ebenfalls auf Granit: 

(…) Rechtsanwalt Rolf Karpenstein, spezialisiert auf das Europarecht sowie den Bereich der Sportwetten und des Glücksspiels sieht die Rechtslage anders als die Landesdirektion. Er wirft der LDS Willkür und die vorsätzliche Missachtung des vorrangigen EU-Rechts vor: „Spielhallen dürfen nach EU-Recht in Sachsen mit der gewerberechtlichen Konzession ohne sogenannte glücksspielrechtliche Konzession betrieben werden. Ein zusätzlicher und an Mindestabstände zu Schulen oder zu anderen Spielhallen geknüpfter Erlaubnisvorbehalt darf von den Behörden und Gerichten in Sachsen nicht angewendet werden. Der Verstoß des Freistaates Sachsen und der LDS gegen die höherrangigen Verbotsnormen könnte auch nicht legitimiert werden.“ Die Beschränkungen durch einen an Mindestabstände gebundenen zusätzlichen Erlaubnisvorbehalt seien weder zwingend erforderlich noch verhältnismäßig. Auch fehle eine systematische und kohärente Glücksspielpolitik. Die Bundesländer selbst werben anreizend und ermunternd für staatliche Glücksspielangebote. Genauso wie zum Beispiel Lotto Hamburg und Lotto Niedersachsen versuche auch der Freistaat Sachsen, seine Einnahmen aus Glücksspiel durch Spielbanken mit Hunderten von Geldspielern sowie durch Lotto-Sachsen zu maximieren, so der Anwalt (…) [sz-online.de]

Glücksspielstaatsvertrag ist rechtswidrig!

(…) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute in seinem Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) mit klaren Worten entschieden, dass die deutsche Rechtslage im Bereich der Sportwetten nicht mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar ist. Damit ist nicht nur das seit vier Jahren ergebnislos laufende Sportwettenkonzessionsverfahren hinfällig, sondern die gesamte gesetzliche Grundlage für Glücksspiele in Deutschland reformbedürftig (…) [ostfussball.com]

Aber auch die neuerlichen Änderungsversuche beim Glücksspielstaatsvertrag ab 2018 sind bereits längst wieder Makulatur. So steigt das Bundesland Schleswig-Holstein aus dem Papier aus, andere Länder wie Hessen oder NRW könnten folgen. Und auch in Sachsen wird man dies endlich akzeptieren müssen.

Klage-welle von Gauselmann gegen “Glücksspieländerungsvertrag”

Gauselmann klagt wegen Schließung seiner Spielhallen

Das staatliche Glücksspiel-Monopol hat einen neuen Feind. Da man im Internet nur sehr schwer gegen die private Konkurrenz aus Gründen der europäischen Dienstleistungsfreiheit ankommt, versucht man es nun bei den privaten Spielhallen. Neu Gesetze sollen nämlich die Zahl der Spielhallen in Deutschland drastisch reduzieren. Nutznießer dieser “Säuberungsaktion” wären im Endeffekt die staatlichen Spielbanken.

Merkur Spielothek

By Graf Foto (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

(…) Grundsätzlich soll die Zahl der bundesweit etwa 18.000 Spielhallen kräftig reduziert werden – unter anderem durch den Erlass von Mindestabständen zwischen den Standorten und ein Verbot von Mehrfachkonzessionen, die mehr als zwölf Spielgeräte unter einem Dach erlauben.

Niedersachsen hatte seine Ausführungsbestimmungen zum Glücksspielrecht früher erlassen als NRW und steckt mitten in der Klagewelle. Allein in Niedersachsen habe Gauselmann mehr als 100 Verfahren angestrengt, um sich gegen Schließungsverfügungen zu wehren, sagte Hoffmeister. Kommunen hatten dort teils im Losverfahren entschieden, welche Spielhalle schließen muss (…) [nw.de]

Dass sich dies Branchenprimus Gauselmann (Merkur Spielothek) nicht so einfach gefallen lassen wird, sollte dabei JEDEM klar sein. Und die Chancen für eine positive gerichtliche Entscheidung stehen dabei auch gar nicht schlecht. Denn genau wie im Internet besteht in jedem europäischen Land die europäische Dienstleistungsfreiheit auch für Spielhallen und Spielotheken. Alles andere stellt eine Diskriminierung dar, auch wenn das momentan die Verwaltungsgerichte teilweise natürlich nicht so sehen.  Doch spätestens vor dem EuGH sollten dann die privaten Betreiber von Spielhallen und Spielotheken ihr Recht bekommen.

Zumal das vermeintliche Ziel, die Spielsucht einzudämmen nur ein vorgeschobenes Argument darstellt. Spieler wandern einfach ins Internet oder eben in die Illegalität ab. Arbeitsplätze gehen verloren, wirtschaftliche bzw. steuerliche Einbußen in Millionenhöhe für Gemeinden und Fiskus sind vorprogrammiert. So konfrontiert das staatliche Glücksspiel nicht nur mit der freien Marktwirtschaft, sondern sägt auch am Ast der dringend notwendigen Vergnügungssteuer der Kommunen sowie Einnahmen für das Finanzamt. Ganz zu Schweigen über die Kosten für die neuen Arbeitslosen sowie die finanziellen Auslagen vor dem EU-Gericht, sollte man dort verlieren. Und bemängelt wurde der deutsche Glücksspielstaatsvertrag übrigens aus Brüssel im Februar 2016 bereits zum dritten Mal.

Weitere interessante Artikel zum Thema:

Neues Spielhallengesetz wackelt schon bei ersten Klagen

 

Weniger Spielhallen – weniger Steuern, weniger Arbeitsplätze

 

Glücksspielstaatsvertrag, Spielhallengesetz am Ende?

Ältere Beiträge