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Schlagwort: Glücksspiel (Seite 1 von 7)

Glücksspiel Star Wars Battlefront 2

In der Nacht vor dem Release hat man nach Kritik nun die Reißleine gezogen. So kündigte man in einem Statement an, sämtliche Zahlungen im Spiel zu entfernen – allerdings nur vorläufig. Sie sollen wieder implementiert werden, nachdem das System überarbeitet wurde. Vielen Star Wars Fans ist das nicht genug, da sie befürchten, dass auf diese Weise nur die Einbrüche in den Verkaufszahlen verhindert werden sollen und die Zahlungen wie bisher erfolgen, sobald die kritische Phase nach dem Verkaufsstart durchgestanden ist. Die Boykott-Aufrufe gehen weiter, so berichtete der Stern.

In Belgien werden aktuell die Lootbox-Systeme von Star Wars: Battlefront 2 und Overwatch untersucht, ob es sich dabei möglicherweise um Glücksspiel handelt. Vielleicht sollte man nun einfach über eine USK 18 nachdenken. Doch da würde man die eigentliche Zielgruppe leider auch nicht erreichen.

Prof. Dr. Marc Liesching: „Nichts ist klar im Glücksspielrecht!“

Glücksspiel hierzulande nicht illegal, sondern grau

Nachdem die Tagesschau erneut deutlich über das Ziel in Sachen Paradise Paper und Online Casinos hinaus geschossen ist, klärt Professor Liesching, Professor für Medienrecht und Medientheorie mal die Gesetzeslage in Deutschland auf. Demnach gibt es hierzulande (außer Schleswig-Holstein) keine gesetzliche Regelung nach EU-Recht. 

Den für die Regulierung des Glücksspielrechts zuständigen Bundesländern ist es bis heute nicht gelungen, eine kohärente Glücksspielgesetzgebung auf den Weg zu bringen, welche den Schwarzmarkt einer effektiven Regulierung zuführt. Das GlüStV-Konzessionsmodell für Sportwetten im Internet unter Beteiligung der Glücksspielkommission ist von der Rechtsprechung als rechtswidrig erachtet worden. Zudem hat die EU-Kommission mehrfach Zweifel an der EU-Rechtskonformität geäußert.
Der mühsam erarbeitete Entwurf eines zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrags, welcher sich schon auf minimale Änderungen beschränkte, wird aufgrund fehlenden Konsenses aller Bundesländer nicht umgesetzt werden. Auf Antrag der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und den Abgeordneten des SSW (SH LT-Drs. 19/165) hat das Land Schleswig-Holstein sich gegen den 2. GlüÄndStV gestellt und gefordert, das Glücksspielrecht europarechtskonform auszugestalten und damit eine tragfähige, transparente und diskriminierungsfreie Glücksspielregulierung in Deutschland zu schaffen.
Der Vorstoß Schleswig-Holsteins postuliert auch eine Aufhebung des Totalverbots für Online-Casinospiele und Online-Pokerspiele, um endlich eine europarechtskonforme regulatorische Gleichbehandlung von Online-Sportwetten einerseits sowie Online-Casino- und Online-Pokerspielen andererseits zu erreichen.
Die in dem Tagesschau-Beitrag als „illegal“ bezeichneten Internet-Casinos verfügen in der Regel in anderen EU-Staaten über eine gültige Glücksspielerlaubnis. Insoweit ist die Dienstleistungsfreiheit zu beachten, die nach der Rechtsprechung des EUGH grundsätzlich auch für EU-ausländische Lizenznehmer gilt, die über keine Konzession im Inland verfügen (EuGH, Urt. v. 8.9.2010 – C-46/08).
Vor diesem Hintergrund ist erst recht nicht geklärt, ob zahlungsabwickelnde Banken gegen Glücksspielrecht „verstoßen“, wie es in dem Beitrag der Tagesschau heißt. Die Landesregierung Baden-Württemberg stufte Finanzdienstleister schon 2012 eher als „Nichtstörer“ ein, bei denen Maßnahmen allenfalls „ausnahmsweise innerhalb der Grenzen der Verhältnismäßigkeit und der Zumutbarkeit“ möglich seien (LT-Drs. Ba-Wü 15 / 1707, S. 12 f.). Hieraus erklärt sich auch, warum weder die Bundesfinanzmarktaufsicht Bafin noch die Glücksspielaufsicht bisher gegen Bankinstitute vorgegangen ist.
(beck.de)

DDR Glücksspiel Verbot brachte nichts

Glücksspiel in der DDR

Die Leute lassen sich das Glücksspiel nicht verbieten. Das mussten auch die Funktionäre in der ehemaligen DDR zur Kenntnis nehmen. Obwohl es im DDR Fernsehen offiziell nur das staatliche Tele Lotto (6 aus 49) gab, wurde aber auch sonst überall gespielt, was das Zeug hielt. Nun hatte sich der MDR auch mal wieder diesem Thema gewidmet: 

Gespielt wurde Roulette, Poker, die Würfelspiele „Die Goldene Sechs“ und „Grüne Wiese“ oder auch das Kartenspiel „Meine Tante, Deine Tante“. Man konnte viel Geld verdienen – aber auch verlieren. Glücksspiel war in der DDR zwar unerwünscht aber nicht verboten. Im Dezember 1968 verabschiedete die Volkskammer das neue DDR-Strafgesetzbuch. Hier wurde nun auch gesetzlich verankert, dass privates Glücksspiel nicht mehr explizit verboten war. Die Lücke im Gesetz sprach sich schnell herum. mdr.de

Video – Zocken in der DDR:

Ich kann mich damals persönlich noch ganz gut an die Goldene Sechs vor der Pferderennbahn in Leipzig erinnern. Das war ein Würfelspiel, was auf einer Art Bauchladen gespielt wurde. Da flogen die Scheine nur so durch die Kante. Ab und zu kam die Polizei vorbei, doch nach kurzer Pause ging es dann auch schon wieder weiter. Ansonsten wurde zu Hause und Kneipen bei uns immer hoch gepokert und 17 und 4 gespielt. Auch „Häufeln“ war hin und wieder in privaten Runden angesagt. Letzteres war meist tödlich, zumal ja oft Alkohol dazu kam. Da hatte man auch schon schnell mal tausend Ostmark bzw. später sein Auto oder Motorrad gesetzt. Echter Wahnsinn, wenn man sich daran zurück erinnert.  😆

Meist wurde aber ganz offiziell Skat und Ganze oder Halbe in der Stammkneipe um die Ecke gespielt. Auch das Bierlachs (Abwandlung von Skat) war ebenfalls sehr beliebt. Ansonsten ging es auch mit Max oder Schwindel-Max (beliebtes Würfelspiel) um Geld oder eben nur die nächste Bierrunde. Langweilig war es zumindest niemals.

Beste Glücksspiel Aktien

Aktien auf Glücksspiel Unternehmen stehen im Trend

Online Glücksspiel boomt kräftig. Der Internet Markt wächst schier unaufhaltsam und steigert seine Bruttoerträge seit mehreren Jahren ständig. Und ganz besonders sind es eben aber die privaten Glücksspielportale, welche nicht ohne Grund momentan wie Pilze aus dem Boden schießen.

Das sind die besten Glücksspiel Aktien hierzulande:

Bet at Home: Seit 2013 etwa 1100 % gesteigert! Tendenz weiter steigend.

 

Lotto24: Seit 2013 etwa 220 % gesteigert! Tendenz weiter steigend.


-Chart bereitgestellt von finanzen.net

 

Unibet: Seit 2003 etwa 300% gesteigert! Tendenz weiter steigend.


-Chart bereitgestellt von finanzen.net

 

Gute Aussichten also für alle Zockerfreunde, welche nun auch auf der Glücksspiel Plattform Börse an das schnelle Geld wollen. Denn viel anders als beim echten Glücksspiel, geht es an der Wallstreet bzw. in Frankfurt auch nicht zu. Dass man allerdings nicht immer mit Glücksspiel Aktien gewinnen kann, zeigt zum Beispiel die Mybet Aktie. Da konnte man nämlich im gleichen Zeitraum auch mal eben 96% verlieren, wie der nachfolgende Chart seit 2012 deutlich zeigt.


-Kurs von finanzen.net

 

Wann sollte man Glücksspiel Aktien kaufen?

Gute Geschäfte mit Aktien erreicht man, wenn die Kurse im Keller sind. Das bedeutet in der aktuellen DAX Situation, dass wir gerade maximale Höchststände durch die Niedrigzins-Politik der EZB miterleben dürfen. Dies wird allerdings nicht ewig zu halten sein, da die Inflation doch merklich im Hintergrund steigt. So sollte man sich demnächst auf eine Kurskorrektur an der Börse vorbereiten. Dies wäre dann eine gute Möglichkeit, um in das Aktiengeschäft einzusteigen.

Im obigen Beispiel Mybet könnte man auf eine Übernahme spekulieren, was den aktuell niedrigen Kurs sicherlich kräftig anheben würde. Das ist aber alles reine Spekulation, oder besser gesagt Glücksspiel. Und um langfristig damit Geld zu verdienen bzw. mit steigenden Kursen gewinnbringend zu handeln, müsste man schon echter Insider sein. Von daher ist immer Vorsicht geboten. Übrigens macht die Arbeit an der Börse wohl genau so süchtig wie Casino , Bingo oder Lotto.

Glücksspiel: Deutsches Rechts vs. Europäisches Recht

Bundesverwaltungsgericht entscheidet weiter für deutsches Glücksspiel Gesetz

Online Casino-spiele, darunter auch die beliebten Spielautomaten sind nach deutschem Recht untersagt – nach europäischem Recht sind sie aber sehr wohl erlaubt und sogar lizenziert. Letzteres ist höheres Recht, welches durch die europäische Dienstleistungsfreiheit gestützt wird. Somit sind die hiesigen Verwaltungsgerichte in allen Instanzen nicht mehr als nur Makulatur. Hin und wieder hört man trotzdem etwas aus der Richtung – 

Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)

By Manecke (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.0 de], via Wikimedia Commons

27. 10. 2017: Das Bundesverwaltungsgericht hat das bestehende Verbot für Casino-, Rubbellos- und Pokerspiele im Internet bestätigt. Mit Ausnahme von Sportwetten und Lotterien sei das Veranstalten von Glücksspiel im Netz illegal, teilte das Gericht in Leipzig am Freitag mit. (Az.: BVerwG 8 C 14.16 und 8 C 18.16)

Nix Neues also hierzulande. Der geänderte Glücksspielstaatsvertrag wird im Januar durch Schleswig-Holstein gestoppt, die privaten Glücksspiel-Portale im Internet bleiben „illegal“ und werden trotzdem weiterhin rasant wachsen. Und alles natürlich ohne Einnahmen aus Glücksspiel im Internet durch unseren Fiskus. Das ist deutsche Politik anno 2017 – ein absolutes Trauerspiel. Mehr gibt es dazu leider nicht zu sagen. Oder doch? Es muss endlich eine echte Regulierung nach geltendem EU-Recht her!

Strafanzeige gegen die Landesdirektion Sachsen

Landesdirektion Sachsen erneut im Fokus

Was ist da bloß los in Sachsen? Staatliche Willkür und Nichteinhaltung von europäischen Gesetzen scheint mittlerweile auf der Tagesordnung der LDS stehen. Nun gibt es sogar Strafanzeigen gegen mehrere Mitarbeiter dieser bundesländlichen Institution. Wir lassen diese Meldung einfach mal an dieser Stelle unkommentiert und denken uns lieber unseren Teil…

(…) Strafanzeige gegen mehrere Mitarbeiter der Landesdirektion Sachsen (LDS) wegen des Verdachts auf Rechtsbeugung gem. StGB. § 339

Ein Artikel von Günter Utikal

StGB. § 339 Rechtsbeugung
Ein Richter, ein anderer Amtsträger oder ein Schiedsrichter, welcher sich bei der Leitung oder Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum Nachteil einer Partei einer Beugung des Rechts schuldig macht, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft.
Aufgrund des dringenden Verdachts der Beugung des höherrangigen EU-Rechts zum Nachteil von Spielhallenbetreibern hat ein Automatenaufsteller aus dem südlichen Hessen Strafanzeige gegen die Mitarbeiter „Z“, „Schm“ und „Sch“ der Landesdirektion Sachsen gestellt.

Hintergrund der Strafanzeige ist die nachgewiesene absichtliche Weigerung dieser Mitarbeiter, in glücksspielrechtlichen Konzessionsverfahren das höherrangige Unionsrecht zu beachten.

Den Mitarbeitern war unmissverständlich mehrfach mitgeteilt worden, dass das EU-Recht, also insbesondere die Grundfreiheiten sowie das daraus folgende Transparenzgebot einschließlich der umfangreichen Rechtsprechung des EuGH, auch in Sachverhalten Anwendung findet, die auf den ersten Blick keinen grenzüberschreitenden Bezug haben (…)

Kompletten Text lesen: [isa-guide.de]

Willkür der LDS auch gegen Spielhallen

Landesdirektion Sachsen willkürlich gegen Spielhallen

Dass man in Sachsen willkürlich gegen Online Glücksspiel bzw. deren Werbung weitgehend erfolglos vorgeht, ist bereits bekannt. Europäisches Recht steht eben über nationalem Recht! Die Verwaltungsgerichte allerdings halten sich zu diesem Umstand bei den Einsprüchen gegen diese Willkür seitens der LDS bedeckt. Drei Jahre Bearbeitungszeit bisher sprechen dazu ihre eigene Sprache!

Spielbank Magdeburg

By Esp1982 (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

So versucht man nun das staatliche Monopol in Sachen Glücksspiel (Spielbanken und Lotto) mit Schließung privater Spielhallen zu sichern. Doch auch da beißen die Beamten ebenfalls auf Granit: 

(…) Rechtsanwalt Rolf Karpenstein, spezialisiert auf das Europarecht sowie den Bereich der Sportwetten und des Glücksspiels sieht die Rechtslage anders als die Landesdirektion. Er wirft der LDS Willkür und die vorsätzliche Missachtung des vorrangigen EU-Rechts vor: „Spielhallen dürfen nach EU-Recht in Sachsen mit der gewerberechtlichen Konzession ohne sogenannte glücksspielrechtliche Konzession betrieben werden. Ein zusätzlicher und an Mindestabstände zu Schulen oder zu anderen Spielhallen geknüpfter Erlaubnisvorbehalt darf von den Behörden und Gerichten in Sachsen nicht angewendet werden. Der Verstoß des Freistaates Sachsen und der LDS gegen die höherrangigen Verbotsnormen könnte auch nicht legitimiert werden.“ Die Beschränkungen durch einen an Mindestabstände gebundenen zusätzlichen Erlaubnisvorbehalt seien weder zwingend erforderlich noch verhältnismäßig. Auch fehle eine systematische und kohärente Glücksspielpolitik. Die Bundesländer selbst werben anreizend und ermunternd für staatliche Glücksspielangebote. Genauso wie zum Beispiel Lotto Hamburg und Lotto Niedersachsen versuche auch der Freistaat Sachsen, seine Einnahmen aus Glücksspiel durch Spielbanken mit Hunderten von Geldspielern sowie durch Lotto-Sachsen zu maximieren, so der Anwalt (…) [sz-online.de]

Glücksspielstaatsvertrag ist rechtswidrig!

(…) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute in seinem Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) mit klaren Worten entschieden, dass die deutsche Rechtslage im Bereich der Sportwetten nicht mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar ist. Damit ist nicht nur das seit vier Jahren ergebnislos laufende Sportwettenkonzessionsverfahren hinfällig, sondern die gesamte gesetzliche Grundlage für Glücksspiele in Deutschland reformbedürftig (…) [ostfussball.com]

Aber auch die neuerlichen Änderungsversuche beim Glücksspielstaatsvertrag ab 2018 sind bereits längst wieder Makulatur. So steigt das Bundesland Schleswig-Holstein aus dem Papier aus, andere Länder wie Hessen oder NRW könnten folgen. Und auch in Sachsen wird man dies endlich akzeptieren müssen.

Schleswig-Holstein steigt aus dem Glücksspiel-Staatsvertrag aus

Good bye Glücksspielstaatsvertrag!

Er war bereits eine Totgeburt – nun wurde er auch offiziell begraben. Die Rede ist vom neuerlichen Anlauf eines Glücksspielstaatsvertrages in Deutschland. Die Bundesländer hatten zuletzt mit dem vermeintlichen Änderungsvertrag erneut ein EU-widriges Papier auf den Weg gebracht, welches das staatliche Monopol schützen sollte. Dies wurde allerdings in 2016 bereits zum dritten Mal durch den EuGH bemängelt  und das Gesetz somit für ungültig deklariert.

Landtag-Kiel
By UphoffHe [Copyrighted free use], via Wikimedia Commons

(…) Jetzt ist es sicher: Schleswig-Holstein wird dem zweiten Glücksspiel-Änderungsstaatsvertrag nicht zustimmen. Zudem wird sich die Landesregierung für eine rechtlich verankerte Ausstiegsoption aus dem Vertrag einsetzen. Der Beschluss erfolgte mit breiter Mehrheit, lediglich die SPD stimmte dagegen. Kernpunkt: CDU, Grüne, FDP, AfD und SSW wollen insbesondere die Online-Glücksspiele stärker in den Vertrag einbeziehen. Zudem soll die Vergabe von Konzessionen stärker mit den Richtlinien des Jugend- und Spielerschutzes sowie der Bekämpfung des kriminellen Schwarzmarkts verknüpft werden. „Dieser Glücksspiel-Staatsvertrag ist nicht europarechtskonform und unterstützt nicht unsere Ziele“, machte Hans-Jörn Arp (CDU) für die Antragsteller deutlich. Man müsse sich nun auf den Weg machen, gemeinsam mit den anderen Bundesländern einen neuen staatlichen Rahmen zu schaffen. Auch Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) wies auf den wachsenden Schwarzmarkt im Glücksspielsektor hin. „Wer an den Zielen der Glücksspielregulierung festhalten will, muss neue Wege finden, um das auch zu erreichen“, so Grote (…) [Landtag SH]

Fazit: Deutschland (außer Schleswig-Holstein) bleibt weiter in der Grauzone. Eine echte Glücksspiel Regulierung nach EU-konformen Regelungen gibt es daher nur im nördlichstem Bundesland.  Andere Länder, wie Hessen und NRW könnten ebenfalls noch aussteigen. Wenn es weiterhin keine einheitliche Regulierung nach EU Recht gibt, bleiben die Steuereinnahmen bzw. die Arbeitsplätze weiter im Ausland. Ein nicht hinnehmbarer Zustand, der endlich auch als rechtlichen Gründen abgeschafft werden muss!

Klage-welle von Gauselmann gegen „Glücksspieländerungsvertrag“

Gauselmann klagt wegen Schließung seiner Spielhallen

Das staatliche Glücksspiel-Monopol hat einen neuen Feind. Da man im Internet nur sehr schwer gegen die private Konkurrenz aus Gründen der europäischen Dienstleistungsfreiheit ankommt, versucht man es nun bei den privaten Spielhallen. Neu Gesetze sollen nämlich die Zahl der Spielhallen in Deutschland drastisch reduzieren. Nutznießer dieser „Säuberungsaktion“ wären im Endeffekt die staatlichen Spielbanken.

Merkur Spielothek

By Graf Foto (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

(…) Grundsätzlich soll die Zahl der bundesweit etwa 18.000 Spielhallen kräftig reduziert werden – unter anderem durch den Erlass von Mindestabständen zwischen den Standorten und ein Verbot von Mehrfachkonzessionen, die mehr als zwölf Spielgeräte unter einem Dach erlauben.

Niedersachsen hatte seine Ausführungsbestimmungen zum Glücksspielrecht früher erlassen als NRW und steckt mitten in der Klagewelle. Allein in Niedersachsen habe Gauselmann mehr als 100 Verfahren angestrengt, um sich gegen Schließungsverfügungen zu wehren, sagte Hoffmeister. Kommunen hatten dort teils im Losverfahren entschieden, welche Spielhalle schließen muss (…) [nw.de]

Dass sich dies Branchenprimus Gauselmann (Merkur Spielothek) nicht so einfach gefallen lassen wird, sollte dabei JEDEM klar sein. Und die Chancen für eine positive gerichtliche Entscheidung stehen dabei auch gar nicht schlecht. Denn genau wie im Internet besteht in jedem europäischen Land die europäische Dienstleistungsfreiheit auch für Spielhallen und Spielotheken. Alles andere stellt eine Diskriminierung dar, auch wenn das momentan die Verwaltungsgerichte teilweise natürlich nicht so sehen.  Doch spätestens vor dem EuGH sollten dann die privaten Betreiber von Spielhallen und Spielotheken ihr Recht bekommen.

Zumal das vermeintliche Ziel, die Spielsucht einzudämmen nur ein vorgeschobenes Argument darstellt. Spieler wandern einfach ins Internet oder eben in die Illegalität ab. Arbeitsplätze gehen verloren, wirtschaftliche bzw. steuerliche Einbußen in Millionenhöhe für Gemeinden und Fiskus sind vorprogrammiert. So konfrontiert das staatliche Glücksspiel nicht nur mit der freien Marktwirtschaft, sondern sägt auch am Ast der dringend notwendigen Vergnügungssteuer der Kommunen sowie Einnahmen für das Finanzamt. Ganz zu Schweigen über die Kosten für die neuen Arbeitslosen sowie die finanziellen Auslagen vor dem EU-Gericht, sollte man dort verlieren. Und bemängelt wurde der deutsche Glücksspielstaatsvertrag übrigens aus Brüssel im Februar 2016 bereits zum dritten Mal.

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Neues Spielhallengesetz wackelt schon bei ersten Klagen

 

Weniger Spielhallen – weniger Steuern, weniger Arbeitsplätze

 

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Perverse Werbung für Glücksspiel

Glücksspiel Werbung durch Fake News

Pinnochio (8686708312)

By Grand Parc – Bordeaux, France from France (Pinnochio) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Meldungen über vermeintliche Gewinne sollen User zum Spielen animieren:

(…) Laut der Behörde in England wird Spielern mit den „News“ vermittelt, dass Glücksspiel eine Lösung für finanzielle Probleme sei. Eine Fake-Meldung erzählt von „William“, der mit 130.000 Pfund (rund 144.000 Euro) verschuldet war, nachdem er sein Haus verkaufen musste, um die Behandlung seiner Frau zu finanzieren (…)

und weiter…

(…) Viele Wett-Unternehmen greifen auf Affiliates zurück, um Spieler auf ihre Websiten zu locken. Die Agenturen, die bezahlt werden, um potenziellen Kunden das Glücksspiel schmackhaft zu machen. Affiliates sehen sich mit wachsender Kritik konfrontiert. Denn diese Art anonymer Werbung zieht in vielen Fällen die Profiteure aus der Verantwortung. Doch während die vier Glücksspiel-Unternehmen jegliche Beteiligung von sich weisen, sieht Watson die Schuld trotzdem bei ihnen: „Auch wenn diese Werbungen von Affiliates vertrieben werden, liegen sie ausschließlich in der Verantwortung der Wettfirmen, deren Produkte sie verkaufen.“ (…) [pressetext.de]

Es gibt natürlich immer wieder schwarze Schafe, auch unter so genannten Affiliates, welche mit allen Mitteln versuchen, neue Spieler zu ködern. Das große Geld lockt dabei wohl offensichtlich zu stark. Aber das ist natürlich nicht der Durchschnitt. Die meisten Casino News Webseiten arbeiten ohne Fake News und verdienen damit auch nicht schlecht. Daraus jetzt mit dem Finger auf eine ganze Branche zu zeigen, ist ebenso absolutes Bildzeitungs Niveau und gehört dann auch in die Sparte Fake News.

Was sind Affiliates?

Sie betreiben Werbung für Glücksspiel und verdienen in Form von verschiedenen Provision-Modellen.  Das kann ein monatlicher Festbetrag, eine einmalige Vermittlungsgebühr, anteilige Provision oder eine Bezahlung von Klicks darstellen. In Deutschland sind die größten Affiliates zum Beispiel die Fußballverbände (DFL und DFB) und deren Vereine der 1.-3- Profi-Ligen. Danach sind es die großen Verlagshäuser mit ihren Online-angeboten (Springer). Es gibt aber auch zahlreiche kleinere Webseiten, welche sich mit Textlinks oder Banner-Werbung etwas dazu verdienen. Meist sind das einfache Vergleichs, – bzw. Testseiten zum Thema Online Casino, wo über Bonuse sowie Aktionen berichtet wird. Auch bei sozialen Netzwerken  wie Youtube und Facebook kann man sie finden.

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