Novoline, Merkur und Bally Wulff

ONLINE SLOTS, CASINOSPIELE UND SPIELAUTOMATEN

Schlagwort: Glücksspiel (Seite 1 von 9)

In England von 100 auf 2

Die britische Regierung reduziert radikal den Höchsteinsatz bei Spielautomaten

Klingt jetzt auf den ersten Blick ganz vernünftig:

Unter dem Druck einer überparteilichen Parlamentsmehrheit reduziert die britische Regierung den Höchsteinsatz bei Spielautomaten von 100 auf 2 Pfund. Den radikalen Schritt – eine Reduzierung von umgerechnet 115 Euro auf 2,29 Euro – gab der für Glücksspiel zuständige Kulturminister Matthew Hancock am Mittwoch in London bekannt.

Auf den zweiten Blick allerdings katastrophal:

Mark Stebbings von der Wettfirma Betfred Arbeitsplatzeinbußen für rund 20.000 Menschen voraus. Die Maßnahme werde viele Wettbüros zur Schließung zwingen und dem Pferderennsport massiven Schaden zufügen. Die Kurse einschlägiger Firmen wie William Hill und GVC Holding sackten an der Londoner Börse ab. Glücksspiel ist eine wichtige Branche für die britische Volkswirtschaft. Die Bruttoeinnahmen der beteiligten Firmen lagen im Kalenderjahr bis Ende März 2017 bei 15,8 Milliarden Euro und damit um 1,8 Prozent über den Erlösen des Vorjahres. Etwas mehr als 106.000 Mitarbeiter arbeiteten in 146 Kasinos und gut 9000 Wettbürofilialen, aber auch für den wachsenden Anteil der rund 340 Internetanbieter mit ihren etwa 2000 Webseiten.

fr.de

Auf der anderen Seite kann man nun in den USA ( größter Markt) durch das Urteil des Verfassungsgericht sehr viel Geld verdienen. Die englischen Glücksspiel Aktien beflügelt diese Meldung natürlich wieder. Im Sommer soll eventuell sogar die Regulierung in Deutschland kommen. Naja wenn das nichts ist. Und die Laune lassen wir uns von den Engländern ohnehin nicht verderben…

Glücksspiel in den USA: Jetzt geht es erst richtig los!

Oberster Gerichtshof kippt Wettverbot

Ausgerechnet im Land der vermeintlich größten Freiheit der Welt wurden deren Bürger mit Verboten zum Glücksspiel genötigt! Zu Unrecht, wie nun der Supreme Court feststellte:

Die wichtigste Zahl vorneweg: 150 Milliarden Dollar. So viel wetten die Amerikaner einer Schätzung der American Gaming Association zufolge pro Jahr auf den Ausgang von Sportereignissen. Die zweitwichtigste Zahl: 95 Prozent. Das ist, glaubt man den Berechnungen der Vereinigung amerikanischer Wettanbieter, der Anteil illegal abgeschlossener Sportwetten. Die erste Zahl soll nun möglichst groß bleiben, die zweite so klein wie möglich werden: Der Oberste Gerichtshof hat am Montag das seit 1992 bestehende staatliche Wettverbot für verfassungswidrig erklärt und damit für ein immenses Beben in zahlreichen Branchen gesorgt, die nun von diesem Urteil profitieren wollen. sueddeutsche.de

Gut so! Denn wenn Amerika wirklich freiheitlich bzw. libertär sein möchte, darf es keine Verbote oder Einschränkungen für seine Bürger geben. Jeder sollte wirklich frei darüber entscheiden können, ob man spielen möchte oder nicht. Und natürlich muss es dafür auch strenge Regulierung und einen Schutz der Spieler geben. Unabhängige Institutionen sollten den gesamten Ablauf beim Glücksspiel streng überwachen. Etwas, was auch hierzulande endlich notwendig wäre, aber von der staatlichen Connection aus eigenen Monopol-gründen immer noch vehement unterbunden wird. Ein Zustand, welcher uns Millionen-Verluste an Steuereinnahmen jährlich einbringt.

Glücksspiel Hörspiel

Hörspiel zum Thema Glücksspiel

Es gab mal Zeiten, da habe ich mir tatsächlich Hörspiele angehört – lange ist es her. Und ich dachte doch tatsächlich, diese Art von medialer Unterhaltung wäre längst ausgestorben. Denkste! denn jetzt habe ich bei Youtube ein Hörspiel gefunden, noch dazu zum Thema Glücksspiel. Das Ganze ist so eine Art Krimi und versucht spannend zu sein. Aber bitte hört doch einfach selber mal rein:

Die Idee ist ganz gut, aber ich glaube in der heutigen Zeit kommen solche Hörspiele einfach nicht mehr so gut bei der Smartphone-Generation an. Schade eigentlich…

Glücksspiel Urteil wird auf Verfassungsmässigkeit geprüft

Urteil des Bundesverwaltungsgericht steht Verfassungsbeschwerde ins Haus

888 sieht in dieser Entscheidung einen Verstoß gegen geltendes EU-Recht, insbesondere gegen die EU-Dienstleistungsfreiheit. 888 Holdings legt Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ein:

Insgesamt zeichnet sich damit aber schon jetzt ab, dass das Urteil ein ähnliches Schicksal erleiden wird wie viele andere höchstrichterliche Urteile der Vergangenheit im Bereich des Glücksspielrechts. Ihre Wirkung verpuffte, weil sie der Prüfung an höherrangigem Recht nicht standhielten oder tatsächliche Befunde verkannten:

In rechtlicher Hinsicht hat es sich über zehn Jahre hinweg als geradezu prägend für das Glückspielrecht der Länder erwiese, dass ober- oder gar höchstrichterliche Beurteilungen immer wieder durch das Bundesverfassungsgericht oder den Europäischen Gerichtshof widerlegt wurden:

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 28.03.2001 (6 C 2/01) wurde obsolet durch die Verwerfung des Sportwettmonopols durch das Bundesverfassungsgericht am 28.3.2006 (BVerfGE 115, 276). Dieses griff dabei namentlich auf tatsächliche Besonderheiten des Vertriebs und der Werbung zurück, denen das Bundesverwaltungsgericht keine Aufmerksamkeit schenkte.

Die Eilrechtsprechung der Oberverwaltungsgerichte, die in den Jahren 2003 und 2004 den Vollzug bestimmte, wurde vom Bundesverfassungsgericht immer wieder verworfen, weil sie Unionsrecht verkannte (BVerfG, B.v. 26.8.2004 – 1 BvR 1446/04 -; B.v. 15.12.2004 – 1 BvR 2495/04 -; Beschluss vom 27.4.2015 – 1 BvR 223/05 -), was schließlich zum Erliegen des Vollzuges führte.

Die Übergangsregelung des Bundesverfassungsgerichts aus dessen Urteil vom 28.3.2006 erwies sich als unionsrechtswidrig durch das EuGH-Urteil i.S. Winner-Wetten vom 8.9.2010.

Die Rechtsprechung fast der gesamten verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung zur Sportwette für die Folgerechtslage des Glücksspielstaatsvertrages ab dem 1.1.2008 wurde ihrerseits widerlegt durch die Urteile des Europäischen Gerichtshofs vom 8.9.2010 i.S. Markus Stoß und Carmen Media,

um nur ein paar Beispiele zu nennen.

isa-guide.de

Bet365 – verantwortungsvoller Umgang mit Glücksspiel

Email Info von Bet365

Diese Information haben wir gestern via Email vom Anbieter Bet365 erhalten, nachdem wir uns dort angemeldet hatten. Eigentlich wollten wir ja die Finanzwetten testen, doch die sind plötzlich gar nicht mehr beim Anbieter verfügbar. Schade eigentlich…

Behalten Sie mit diesen Optionen die Kontrolle über Ihr Spielverhalten:
Einzahlungslimits 
Sie haben die Möglichkeit, die Geldmenge, die Sie innerhalb von 24 Stunden, 7 Tagen oder 30 Tagen auf Ihr Konto einzahlen können, zu beschränken.
Aktivitätsbenachrichtigungen 
Um Ihnen dabei zu helfen, die Zeit, die Sie beim Spielen bei bet365 verbringen, im Auge zu behalten, können Sie Benachrichtigungen für Ihr Konto einstellen. Somit wird eine Pop-up-Nachricht erscheinen, um Sie ggf. daran zu erinnern, dass Sie bereits über den von Ihnen festgelegten Zeitraum in Ihr Konto eingeloggt sind.
Auszeit 
Wenn Sie eine kurze Pause beim Wetten und Spielen einlegen wollen, können Sie unsere Auszeit-Option für einen Zeitraum von 24 Stunden, 48 Stunden, 7 Tagen oder 30 Tagen nutzen.
Selbsteinschätzung 
Falls Sie sich Sorgen machen, dass Glücksspiel für Sie zu einem Problem geworden ist, könnte es Ihnen helfen, unseren Selbsteinschätzungstest auszufüllen.
Selbstsperre 
Wenn Sie über einen längeren Zeitraum eine Pause beim Spielen einlegen wollen, sollten Sie von unserer Selbstsperren-Option Gebrauch machen.
Blockieren von Webseiten 
Sie können den Zugang zu Glücksspielseiten überwachen und beschränken, indem Sie Software wie GamBlock oder Betfilter verwenden.

Zum Glücksspielurteil des Bundesverwaltungsgericht

Glücksspiel Urteil des Bundesverwaltungsgericht nicht haltbar?

Von Rechtsanwalt Dr. Ronald Reichert
Fachanwalt für Verwaltungsrecht nimmt dazu Stellung:

Wie aufgezeigt beruht das aktuelle Urteil in tatsächlicher Hinsicht auf Prämissen, die sich bei Überprüfung als nicht haltbar erweisen und ist rechtlich mit der einschlägigen Rechtsprechung des Gerichtshofs in zentralen Hinsichten unvereinbar.

Für die Politik sollte das Urteil daher vor allem eines sein, nämlich ein Weckruf dazu, sich endlich auf eine verfassungs- und unionsrechtskonforme gemeinsame Glücksspielpolitik zu verständigen, die auch Wirkung zeigt. Daher müssen für die Überarbeitung des Staatsvertrages Fakten und Evidenz zur Kenntnis genommen werden, wenn über die Zulassung der Onlinecasinoangebote entschieden wird. Denn die Fachwelt weiß nur zu gut, dass es nicht darum geht, ob der deutsche Verbraucher darauf zugreifen kann, sondern nur darum, ob er dabei geschützt wird. Schließlich existiert das Verbot des Onlinespiels und namentlich von Onlinecasinoangeboten nicht erst seit gestern, sondern seit zehn Jahren. Dennoch blieb es stets wirkungslos, obwohl Gerichte der Vollziehung des Verbotes fast nie im Wege standen. Auch an Versuchen, dem Internetangebot mit Untersagungen zu begegnen, hat es nicht gefehlt. Durchgesetzt haben sie sich dennoch nie. Dem angestrebten Verbraucherschutz hat daher keine dieser Bemühungen je genutzt. Soweit vereinzelt Webseiten vom Netz verschwunden sein mögen, tauchten andere an ihrer Stelle auf. Zeit also vielleicht, den Prohibitionsansatz zu überdenken und sich den Vorbildern einer wirksamen Onlinecasinoregulierung zuzuwenden, um dem Auftrag und den Zielen gerecht zu werden, denen sich die Länder mit dem Glückspielstaatsvertrag verschrieben haben.

Bonn, den 9. März 2018 isa-guide.de

Schwere Verkennung der revisionsrechtlichen Kompetenzen des Bundesverwaltungsgerichts

Bundesverwaltungsgericht in Schweigen

Keine Begründung, reine Willkür Ende Oktober 2017 u.a. zur Rechtssache BVerwG 8 C 18.16? Leben wir noch in einer Demokratie? Was zählt das EU Recht hierzulande noch, bzw. die Grundrechte der Bürger dieses Landes? Fragen über Fragen, was wahrscheinlich nur noch das Verfassungsgericht beantworten kann. Diesbezüglich haben wir ein interessantes Interview gefunden:

Vorliegend werden aber seitens des Bundesverwaltungsgerichts überhaupt keine Umstände dargelegt, geschweige denn bewertet, welche auch nur im Ansatz eine taugliche Entscheidungsgrundlage für eine plausible Schlüssigkeitskontrolle der tatsächlichen Kohärenzlage hätten darstellen können! Es stellt sich nämlich vordringlich die Frage, ob ein vollständiges Verbot von Online-Poker und Online-Casinospiele wirklich dazu führen kann, dass entsprechend spielinteressierte Personen stattdessen dann Lotto spielen oder Pferdewetten abgeben, wovon der Gesetzgeber auszugehen scheint. Das geht aber völlig an der Realität vorbei, was die tatsächliche Marktsituation in Deutschland eindrücklich belegt. Das Bundesverwaltungsgericht hat dies alles schlicht mit Schweigen weggebügelt.

TLN: Das klingt in der Tat nach einer schweren Verkennung der revisionsrechtlichen Kompetenzen des Bundesverwaltungsgerichts. Was können die hiervon betroffenen Anbieter in rechtlicher Hinsicht tun?

Koenig: Wie bereits gesagt, hätte das Bundesverwaltungsgericht zwingend das Verfahren an die Vorinstanz zur umfassenden Aufklärung in rechtstatsächlicher Hinsicht zurückverweisen müssen. Indem das Bundesverwaltungsgericht stattdessen in der Sache selbst entschieden hat und nicht einmal im Ansatz die tatsächliche Eignung der vom Gesetzgeber erwünschten Kanalisierungseffekte bezüglich des Vertriebswegs Internet anhand von belastbaren Daten erörtert und bewertet hat, hat das Gericht willkürlich den betroffenen Anbietern den gesetzlichen Tatsachenrichter entzogen. Es ist deshalb den Betroffenen dringend anzuraten, eine Urteilsverfassungsbeschwerde wegen willkürlichen Verstoßes gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG einzulegen. isa-guide.de

Telekomregulator TKK in Österreich

Finanz will gegen illegales Onlineglücksspiel vorgehen

So die Überschrift einer Meldung aus Österreich im ORF. Und weiter…

Derzeit sind schätzungsweise 2.000 illegale Glücksspielseiten von Österreich aus im Internet zugänglich – der Staat hat derzeit keine wirkliche Handhabe gegen diese Angebote. Künftig soll der Telekomregulator TKK entsprechende Seiten schnell sperren können. Ziel ist es, unter anderem den Spieler- und Jugendschutz zu erhöhen und die teilstaatliche Monopolistin Casinos Austria sowie andere heimische Anbieter von Automatenspiel in den Bundesländern – etwa Novomatic – zu schützen orf.at.

Besser kann man seine Maske mit solchen Aussagen nicht fallen lassen! Und da haben wir uns gleich mal auf deren Webseite mit dem fulminanten Namen Telekomregulator TKK umgeschaut  (wer kommt eigentlich immer auf solche tolle Bezeichnungen?) …und mussten gleich etwas schmunzeln. Denn da steht doch tatsächlich schwarz auf weiß in der Überschrift geschrieben:

WIR STEHEN FÜR WETTBEWERB UND MEDIENVIELFALT

.rtr.at/

Ja nee ist klar. Die sollen nun im Auftrag der dortigen Regierung die private Konkurrenz im Internet aussperren, um die  “teilstaatliche Monopolistin Casinos Austria sowie andere heimische Anbieter von Automatenspiel in den Bundesländern – etwa Novomatic – zu schützen”. Das nennt sich dann Wettbewerb und Medienvielfalt. Leute, Leute, macht doch einfach diesen sinnlosen EU-Laden dicht, denn ob in Österreich oder Deutschland pfeift man doch auf die Grundrechte der Menschen. Altgenosse Erich Honecker wäre auf jeden Fall stolz auf euren neuen Sozialismus und eure so genannte “Demokratie”. Amen.

 

Nein zu Bevormundung und Zensur

Nein zu einer Zensur im Internet und damit zum neuen Geldspielgesetz.

In der Schweiz gibt es aktuell ein Referendum gegen Zensur im Internet und damit zum neuen Geldspielgesetz. Nun hat der Vorstandsausschuss von Economiesuisse hat die Parolen zu zwei weiteren Abstimmungsvorlagen gefasst. Einer davon ist dieser, welcher sich klar gegen Versuche, das Internet zu zensieren, ausspricht:

MARKTABSCHOTTUNG HOCH PROBLEMATISCH
Das neue Geldspielgesetz (BGS) will mit technischen Barrieren den Zugang von Schweizerinnen und Schweizern zu Online-Geldspielen von ausländischen Anbietern verhindern. Solche Netzsperren würden aber ein gefährliches Präjudiz bezüglich weiteren, wirtschaftlich weitaus bedeutenderen Sachverhalten darstellen. Davon wäre der Onlinehandel betroffen, aber auch grenzüberschreitende, im Internet angebotene Dienstleistungen. Für eine international ausgerichtete, digitale Wirtschaft ist eine solche Marktabschottung jedoch hoch problematisch. Aus diesem Grund hat economiesuisse die Netzsperren bereits im parlamentarischen Prozess bekämpft und der Verband sagt nun auch Nein zum neuen Geldspielgesetz.

Zur Vollgeld-Initiative und zur No-Billag-Initiative hatte economiesuisse bereits 2017 die Nein-Parolen beschlossen.

Vor zirka einem Jahr hatten wir diese Meldung veröffentlicht:
Ja sie haben es wirklich getan. Die Politik in der Schweiz versucht mit Netzsperren für Online Casinos ihre Monopolstellung in Sachen Glücksspiel zu sichern. Dass solche Maßnahmen ein fatales Zeichen in Sachen Meinungsfreiheit sind, sollte den werten Politikern bekannt sein. Doch nicht nur das ist ziemlich dumm, denn die so genannten Netzsperren sind auch für Laien mit nur wenigen Klicks zu umgehen. spielotheka

Stasi 2.0 auf der IFA 2007
By AK Vorrat, CCC (http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/IFA) [CC SA 1.0], via Wikimedia Commons

Ein unglaublicher Vorfall in einer Demokratie, welcher sofort Gegenwirkung in der Schweiz zeigte. Aber auch in Deutschland versuchen es Feinde der Demokratie, die Freiheit im Internet immer mehr einzuschränken. Und das ominöse NetzwerkDG eines gewissen Herrn Heiko Maas von der SPD ist das beste Beispiel, dass wir auch hierzulande jeden Tag gegen solche abstrusen Versuche der Meinungseinschränkung bzw. Bevormundung ankämpfen müssen.

Glücksspiel FIFA 18

EA mit FIFA 18 als Glücksspiel?

Glücksspielsucht nun auch im FIFA 18 Spiel von Elektronik Arts. “In-Game-Käufen” und “Ultimate Team” sollen dabei unterstützen, dem Spieleherstellen via so genannten Lootboxen zu weiteren Einnahmen zu verhelfen. Auf Youtube wurde nun der Test gestartet, wie viel Geld man benötigt um ein echtes starkes Team zu erkaufen. Das ernürchternde Fazit – für läppische 5600 Euro waren aber Ronaldo und Messi noch nicht mal dabei.

(…) Ein Experiment wagte er in dem Video “What does spending 5000 Pounds (umgerechnet etwa 5600 Euro, Anm. d. Red.) on Fifa 18 Packs get you?” (“Was es dir bringt, 5000 Pfund in Fifa-18-Packs zu investieren?”). Er selbst investierte die nicht gerade kleine Summe und zog am Ende statt der erhofften Spielern nur ein erschreckendes Fazit. Nach mehreren hundert Packs, die er geöffnet hatte, befanden sich zwar mehrere Weltklasse-Spieler wie Pogba oder Gareth Bale in seiner Mannschaft, die großen Fische á la Lionel Messi und Cristiano Ronaldo suchte er allerdings vergeblich (…) [stern.de]

Im Gegensatz zu Automaten Sucht kann man bei Fifa 18 lediglich auf virtuelle Anreize hoffen. Kein Geld, kein Gold oder ähnliches kann gewonnen werden. Das Ganze ist eher eine Sammel-sucht, wie wir sie von Sticker oder Fußball-karten kennen. Also sozusagen noch nicht mal mit richtiger Gegenleistung. Im Prinzip ist dabei aber auch nichts auszusetzen, wenn da nicht die Altersbeschränkung wäre. Die USK hat nämlich das beliebte Game mit 0 Jahren eingestuft, also ohne jegliche Altersbeschränkung. Und da unsere deutsche Gesetzgebung in allen Bereichen überall noch Jahre der neuen digitalen Welt hinterher hinkt, ist das auch wieder hierzulande alles nur Grauzone…

Ältere Beiträge