Schlagwort-Archive: Betrug

Manipulation von Spielautomaten

Manipulation von Spielautomaten häuft sich


Immer wieder gibt es Meldungen zum Thema Manipulation von Spielautomaten in Deutschland. Auffällig dabei ist, dass sich derartige Meldungen leider in letzter Zeit häufen. Verdienen die Aufsteller zu wenig? Sind die Steuern und Abgaben zu hoch? Oder was sind die Beweggründe für diese ansteigende Kriminalität in der Glücksspielbranche? Nun gibt es schon wieder eine aktuelle Nachricht dazu:

(…) In vielen Kneipen in Ludwigshafen stehen Spielautomaten. Für deren Aufsteller ist das ein lukratives Geschäft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen vier Leute aus der Branche. Der Verdacht: Die Apparate wurden manipuliert. So soll bei den Angaben über den Umsatz getrickst worden sein. Ferner sollen die Beschuldigten illegales Glücksspiel gefördert haben (…) [Spielautomaten]

Manipulation von Spielautomaten

In diesem aktuellen Fall geht es abermals um Betrug durch den Betreiber. Und während Vater Staat nur im großen Stil mit geballter Staatsmacht eingreift, wenn der Fiskus betrogen wurde, schauen die geprellten Spieler in die Röhre. Einen ähnlichen Fall von Manipulation von Spielautomaten gab es zuletzt in Leipzig.

(…) Im Zuge des kulturellen Umbruchs in der einst so friedlichen Stadt mit friedlicher Revolution gab es nun gestern eine großangelegte Razzia in der Stadt. Nicht wegen der hohen Kriminalitätsrate allgemein – Raub, Vergewaltigung, Einbrüche und Mord gehören zur allgemeinen Tagesordnung in der Metropole. Nein das Finanzamt hatte sich beschwert, dass wohl nicht alle Spielautomaten in der Stadt steuer-konform abgerechnet wurden. Und so kamen dann 500 schwer-bewaffnete Polizisten mit Sturmgewehren durchaus berechtigt zum Einsatz (…) [spielotheka.de]

Und auch ein so genannter Merkur Trick beim Spiel Casino Cairo wurde bekannt. Damit hatten Cheater innerhalb weniger Minuten bis zu 600 Euro auf dem Punktestand und nicht nur Betreiber, sondern auch ehrliche Spieler, betrogen. Insgesamt keine guten Meldungen für die gesamte Spielhallen-Branche. Zumal viele Spieler ohnehin die Spielotheken längst in Richtung Internet verlassen haben. Dort gab es bisher noch keine bekannte Manipulation von Spielautomaten oder Slots in den EU lizenzierten Online Casinos.

Black Jack Betrug bei BetOnline?

Black Jack Betrug: Michael Morgenstern filmte den Schwindel

…und stellte das Black Jack Betrug Video nun beim Videoportal Youtube ein. Wie man dabei sieht, der Live Dealer griff in den Kartenschlitten, zog jedoch nicht die oberste Karte, sondern die Karte darunter. Hier im aufgenommenen Video zu sehen bei Minute 14.54.

Hier das ganze Video zum ominösen Vorfall: 

Man kann dies deutlich in den Video erkennen! Für uns riecht das ganz klar Black Jack Betrug – noch dazu so offensichtlich? Einfach nur dumm! WTF – wir könne diese Aufregung des Spielers durchaus nachvollziehen.

Blackjacktisch

Und das sagt Wikipedia zur Kartenausgabe: Die Art der Kartenausgabe ist vielfach unterschiedlich, in den USA erhält der Croupier in der Regel seine zweite Karte unmittelbar nachdem alle Spieler ihre ersten beiden Karten erhalten haben – also nicht erst, nachdem alle Spieler sich erklärt haben und bedient sind. In diesem Fall wird die zweite Karte des Croupiers allerdings verdeckt gegeben und erst dann umgedreht, wenn der letzte Spieler bedient ist. Zeigt die erste Karte des Croupiers ein Ass oder eine Karte mit dem Wert zehn, prüft dieser, ob er einen Black Jack hat – dieses Verfahren hat für den Spieler den Vorteil, dass er bei einem Black Jack des Dealers in jedem Fall nur den einfachen Einsatz verliert und nicht den durch Teilen oder Verdoppeln erhöhten Einsatz. Dieser Unterschied ist jedoch praktisch völlig unerheblich, da man als Spieler ohnedies nur in wenigen Ausnahmefällen verdoppeln bzw. teilen sollte, falls der Dealer als erste Karte ein Ass oder eine Karte vom Wert zehn besitzt.

Update zum Vorfall bei Betonline:

BetOnline hat sich mittlerweile via Pressemitteilung gemeldet und bekannt gegeben, dass man sich von Global Gaming Labs (GGL), dem bisherigen Partner für das Live Casino, getrennt hat und zukünftig mit Visionary iGaming (ViG) zusammenarbeiten wird. Anscheinend hat man nun auf die Anschuldigungen seitens des Online Casinos reagiert.

Angela Merkel Gäste knacken Automaten – Flüchtlinge Spielhalle Italien

Youtube Video: Angel Merkel Flüchtlinge knacken Spielhallen Automaten Book OF RA ,JACKPOT ,POLIZEI FESTNAHME

Mit diesem lustigem Youtube-Video im Stil alter guter Italiano -Bud Spencer & Terence Hill Filme verabschieden wir uns über die Feiertage und wünschen allen Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest 2016 – sofern das bei all den apokalyptischen Ereignissen in Deutschland momentan überhaupt noch möglich ist.

Achtung, wir sind nicht für den gezeigten Inhalt des Videos verantwortlich. Wir fanden die Italo-Musik und den Inhalt einfach völlig Gaga und haben es deshalb auf unserer Webseite online gestellt.

 

Auszahlungsquote versus Gewinnquote

Einfluss von Auszahlungsquote und Gewinnquote auf die Spieler

Zu diesem Thema haben wir einen interessanten Artikel im Forum für Spielautomaten gefunden, welchen wir an dieser Stelle dokumentieren möchten. Was ist die Auszahlungsquote und was eigentlich der Unterschied zur Gewinnquote? Und warum gewinnen eigentlich Spieler an Spielautomaten immer weniger, obwohl die Auszahlungsquote angeblich höher als noch vor Jahren liegen soll?

Artikel aus dem Automaten Forum:

(…) Eine Mindestauszahlquote gibt es ja seit längerem nicht mehr. Diese Quote besagte früher, das der Automat mindestens 60% der Einsätze (durchschnittlich solange die Kiste in Betrieb ist) als „Gewinn“ wieder ausschütten musste. Laut den verantwortlichen Abgeordneten hat die Abschaffung dieser Regelung den positiven Effekt, dass der Spieler nicht mehr in die Hallen geht, wenn er nichts mehr „gewinnt“. Na ja, die rosarote Brille und auch die Spenden der Automatenindustrie waren wohl doch etwas zu groß, um die Realität zu sehen…

Die Auszahlquote war ja noch etwas zu verstehen – was die Berechnung anbelangt. Wenn auf den Automaten (Novoline) auf Seite drei der Info steht, dass es keine vorgeschriebene Auszahlquote mmehr gibt, diese jetzt aber weit über den früher vorgeschriebenen 60% liegt, fällt mir dazu eigentlich nichts mehr ein – außer, dass eben der „normale“ Spieler davon nicht profitiert. Das ist hier im Forum an anderer Stelle schon deutlich erklärt worden.

Viel interessanter als die Auszahlquote ist doch die Gewinnquote. Vor allem, wenn man die unterschiedlich hohen Einsätze zugrunde legt. In jeder Lotterie oder bei Verlosungen hat man bei höherem Einsatz zu jeder Zeit eine höhere Gewinnchance. Bei den Gelddruckmaschinen nicht! Da ist die Programmierung von Haus aus so, dass höhere Einsätze eine geringere Gewinnchance bedeuten. Okay, wenn mal eine „Gewinnlinie“ kommt, dann schon mal eine „Höherwertige“. Da Einsatz und „Gewinn“ allerdings immer korrelieren besteht keine erhöhte Gewinnchance – im Gegenteil. Höhere „Gewinnlinien“ kommen sowieso seltener. Sollte z.B. bei einem Einsatz mal ein Hunderter „gewonnen“ werden, sind mindestens 400 Nullrunden oder Runden mit 1 – 4 Euro „Gewinn“ gelaufen. Bei Einsätzen von 10 Cent sieht es ganz anders aus. Hier sind die Kisten etwas „großzügiger“ programmiert. Es besteht ja auch kaum die Gefahr, das sich jemand diese „Gewinne“ auszahlen lässt. Wer 10 Euro einwirft und auf 15 Euro hoch kommt, der spielt weiter. Und dann meist mit höherem Einsatz und – wie oben beschrieben – niedrigeren Gewinnchance. Bis alles wieder weg ist und der nächste Schein in den Automaten geht. Das ist ein Psychotrick, den ein Spieler weder erkennen noch umgehen kann. Das es keinerlei Hinweis in den Hallen oder an den Automaten gibt, dass höhere Einsätze einzige eine geringere Gewinchance bedeuten, ist in meinen Augen schon ein Betrug – zumindest eine gezielte Abzocke. Und hier werden Auszahlquote und Gewinnquote verwechselt.

Ich persönlich habe es schon gesehen, dass ein Spieler bis auf 200 Euro kam (durch nachwerfen von Geld und diverse „Gewinnlinien“. Anstatt sich das Geld auszahlen zu lassen, spielte er 2 Euro Einsatz. Es kam allerdings nicht eine einzige Gewinnlinie mehr, dafür aber die Polizei. Die Kiste war die nächsten 2 Tage „Warte auf Techniker“ gesperrt. Wie die Sache letztendlich ausging weis ich nicht. Nur, das ca. 2 Monate später die Halle den Besitzer gewechselt hat. Kann natürlich Zufall sein (…)

Hier gehts zum Beitrag im Spielautomatenforum

Retroartikel: Manipulation – Aus Cent werden Euro

23
APR 2013
Manipulation Spielautomaten: Aus Cent werden Euro

Schon wieder wurden Spielautomaten in Spielhallen und Spielotheken manipuliert, und zwar so dass sie statt kleinere Cent-Beträge plötzlich in Euro auszahlten –

(…) Zwei mutmaßliche Betrüger aus Berlin sollen über Monate hinweg Spielautomaten in Vorpommern manipuliert und so mehrere Tausend Euro Bargeld erbeutet haben. Die 46 und 54 Jahre alten Männer wurden am Mittwoch in Ueckermünde in der Nähe einer Spielhalle aufgegriffen, wie eine Polizeisprecherin in Anklam am Donnerstag sagte. Das Duo soll die Automaten in Ueckermünde und Eggesin mit speziellem Werkzeug so eingestellt haben, dass die Spielgeräte Euro- statt Centmünzen ausspuckten. Ob sie diese Masche auch in anderen Spielhallen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin angewandt haben, werde noch ermittelt.
Die Männer hätten die Taten zwar bestritten, in ihrem Kleinwagen sei aber einschlägiges Beweismaterial sichergestellt worden, sagte die Sprecherin. Das Duo soll seit Januar regelmäßig die rund 150 Kilometer in die Spielhallen gefahren sein. Am Mittwochvormittag hatte die Polizei einen Hinweis auf die Männer bekommen. Ihnen werde schwerer Diebstahl angelastet, sie seien aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ein Servicemitarbeiter der Spielhallen habe die Manipulationen inzwischen abgestellt (…) [DPA]
Und leider wieder ein Beweis, dass mein Entschluss solche Hallen nicht mehr zu besuchen, völlig richtig ist. Denn die Spielautomaten sind leider alles andere als sicher. Dabei spielt es auch keine Rolle ob geldgierige Aufsteller oder kriminelle Spieler an den Geräten manipulieren – nein derart negative Meldungen egal aus welcher Richtung schaden den ehrlichen Betreibern und Kunden. Ich für meinen Teil habe bereits vor Monaten meine Konsequenzen gezogen – ich spiele nur noch online, aber auch nur so lange wie ich den Online-Kasinos vertrauen kann…

Retroartikel: Spielautomaten Manipulation mit Draht und Funk

Spielautomaten Manipulation: Mit Fernbedienung und Draht

Mit Draht und Störsender (Fernbedienung) wurden im Raum Süddeutschland etliche Spielgeräte in Spielhallen und Spielotheken manipuliert und ausgeräumt. Eine achtköpfige Bande wurde dabei offensichtlich erwischt und jetzt von Amtsrichter in Augsburg zu Freiheitsstrafen zwischen sechs und 23 Monaten verurteilt.

Die Bande agierte zumeist in Zweier-Teams. Auf zweierlei Weise wurden die „einarmigen Banditen“ in den Spielcasinos manipuliert. Einmal griffen die Trickser per Fernbedienung mit einem Computerprogramm in die Software der Automaten ein und trieben so den Gewinn bis zur Höchstgrenze von 1000 Euro hoch. Am häufigsten aber führten sie einen speziellen Draht über das Geldscheinfach in das Gerät ein und lösten dort einen elektrischen Impuls aus, der die Zocker-Kasse klingeln ließ. So erbeuteten die Betrüger etliche Tausend Euro, darunter auch in einem Spielcasino in der Augsburger Innenstadt, so berichtet aktuell die Augsburger Allgemeine.
Der Trick mit dem Draht an den Novoline-Automaten hat unseres Wissens ziemlich einfach bis 2010 funktioniert. Ich konnte damals selber einen derartig-manipulierten Novoline 2 begutachten. Die Vorgehensweise war dabei wirklich sehr simpel und die Hopper an den Novomatic-Automaten konnten effektiv und schnell durch die Betrüger geleert werden. Heute geht das jedoch angeblich nicht mehr so einfach, auch findet man kaum noch Novoline 2-Geräte im Einsatz. Aber so wurde ja im oben beschriebenen Fall die elektronische Variante mit Chip über den Geldeinzug benutzt.

Die angeblichen Störsender für Merkur,- und Novomatic-Spielautomaten hatten jedoch im Einsatz versagt. Zumindest war uns bisher kein Fall bekannt, wo solche ominösen “Fernbedienungen” doch tatsächlich auf die Software der Geräte zugreifen konnte. Waren wir einfach nur zu schlecht informiert oder sollte es tatsächlich eine funktionierende Manipulations-Hardware auf dem Szenemarkt gegeben haben? Fragen über Fragen, die wir jedoch überhaupt nicht beantwortet haben wollen.

Das geheime Casino Trickbuch

Gewinnen ist auch in 2016 so einfach

Nein es handelt sich nicht um das geheime Buch des Präsidenten, aus dem Film mit Nikolas Cage, sondern um ein super tolles Buch, mit dem man quasi immer gewinnt. Glaubt ihr nicht? Dann geht es euch wie uns!

Das  Video hat  keinen sarkastischen Inhalt, es handelt sich um echte Abzocke. Wer geglaubt hatte, mit solchen Betrügerein konnte man vielleicht vor 10 Jahren irgendwelche Spielotheken Zombies übers Ohr hauen, hat sich geirrt. Der Schinken rollt immer noch. Ähnlich wie in einschlägigen Internetforen mit Aboangeboten, ist Youtube längst zum Umschlagplatz solcher „geheimen Casino Tricks“  von spiel süchtigen Kleinkriminellen geworden. Das sind leider die Nebenwirkungen der staatlich verordneten Fiskustherapie. Wir sagen, unbedingt Finger weg!

Retroartikel: Albanische Automaten Experten

Technischer Werkzeuge für Spielautomaten: Made in Albanien

Wollen wir mal heute nicht wieder nur auf unsere türkischen Freunde und Mitbürger schimpfen – nein für den letzten großen Coup in Ostdeutschland waren diesmal die Kulturbereicherer aus dem “wunderschönen” Albanien verantwortlich. So informiert die Polizei in Thüringen ganz aktuell über eine albanische Fachgruppe mit dem Spezialgebiet Spielautomaten-Manipulation:

In der letzten Woche des alten Jahres führte die Kriminalpolizei Jena mit Unterstützung der Thüringer Bereitschaftspolizei und sächsischer Kollegen umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen bei sechs Männern durch, die Mitglieder einer albanischen Tätergruppierung sind. Die Männer wohnen in Jena, Gera, Erfurt und im sächsischen Zwickau. Ihnen wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr im großen Stil Spielautomaten in Spielotheken manipuliert und weitere Eigentumsdelikte begangen zu haben. Die Tatorte erstrecken sich hierbei über die gesamte Bundesrepublik. Die Männer gingen dabei arbeitsteilig und auch in wechselnden Besetzungen vor. Sie veranlassten unter anderem mit Hilfe technischer Werkzeuge die Spielautomaten, unrechtmäßig Geld auszuzahlen. Mehrere Zehntausend Euro haben die sechs Männer im Alter zwischen 32 und 40 Jahren damit erbeutet. In den Wohnungen der Beschuldigten wurde umfangreiches Beweismaterial gefunden, das die technischen Eingriffe in die Automaten belegt. Alle Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen, sind aber nach ihren Vernehmungen wieder auf freiem Fuß, da sie sich teilweise geständig zeigten. Das sichergestellte Beweismaterial wird nun mit Hilfe von Sachverständigen ausgewertet. (Polizei Jena)
Natürlich sollten Menschen mit Migrationshintergrund nicht länger festgehalten werden als nötig, das verstehen wir durchaus – zumal sie ja auch alles sofort zugegeben haben. Und sie kommen ja einfach nur nach Deutschland, um hier endlich ein besseres Leben als im heimatlichen Kosovo zu führen. Und dazu benötigt man eben viel Geld, wobei eben die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung in Form von monatlichen Zahlungen für albanischen Schwager, Tanten, Onkel, Omas und Opas sowie die zehn Kinder und zahlreichen Urenkel, natürlich nicht ausreicht. Auch sehr lobenswert finde ich übrigens, dass sie auch noch “arbeitsteilig und sogar in wechselnden Besetzungen” ihrer bestimmt nicht einfachen beruflichen Tätigkeit in Deutschland nachgingen. Hut ab vor so viel gesellschaftlicher Integration und sozialem Arbeitsbewusstsein! Von solchen Leuten brauchen wir noch viel mehr…

Aluhut: Bezahlte Spieler in den Spielotheken?

Wird in den Spielhallen manipuliert? Ja!

Schon oft haben wir hier auf unserer Webseite über Manipulationen in Spielhallen an den Automaten berichten. Ob mit Systemfehlern oder mit manipulierter Software – die Liste ist lang. Doch gibt es auch bezahlte Spieler im Auftrag der Spielhallen, um dort abzukassieren? Vorteil wäre dabei für den Betreiber Steuern durch Verluste zu senken bzw. sogar steuerfrei durch Gewinne des bezahlten Spieler zu kassieren.

Aus dem Forum:

(…) Mir ist aufgefallen, dass in den meisten Spielhallen bei uns immer kurz vorm 1. und 15. eines Monats immer die gleichen Spieler „gewinnen“. Wenn man an bestimmten Automaten spielen will und diese frei sind und die Halle leer ist, kommt sofort die Aufsicht und sagt, dass der Automat reserviert ist. Dann wir der mit 20 bis 50 Euro aufgetankt. Kurz danach kommt der bestimmte Spieler, spielt 2 Euro Einsatz und gewinnt jedesmal und an jedem Automaten zwischen 800 und 2000 Euro. Geht das noch mit rechten Dingen zu?

Genauso oft habe ich schon erlebt, das auf einem Gerät ein Zettel liegt „warte auf Techniker“ oder so. Plötzlich wird der Zettel für einen bestimmten Spieler entfernt. Einsatz pro Spiel 2 €uro… Gewinn immer um die 1500 €….

Der „normale“ Spieler kann um den 1. und 15. eines Monats (wenn er Geld bekommen hat und höhere Einsätze tätigt) nicht gewinnen. Gewinnlinien nur auf Minimaleinsätzen. Nach einigen Tagen (Kohle ist verzockt, nur noch kleine Einsätze möglich…) ist es genau andersherum. Gewinnlinien nur auf hohen Einsätzen, niedrige Einsätze gehen leer aus.

Ist das alles normal so?

Warum sind in jeder Spielhalle – sei sie noch so klein – wenigstens 5 Kameras?

In früheren Zeiten gab es bei den Daddelautomaten 2 Modi, Kneipenmodus (geringere Gewinne) und Spielhallenmodus (etwas höhere Gewinne). Die Gewinnausschüttung konnte in gewissem Maße (60% Auszahlquote mussten durchschnittlich eingehalten werden) vom Aufsteller eingestellt werden. Wie das bei den neuen Geräten ist, weis ich leider nicht, denke aber, das sich das nicht geändert hat. Und da es ja keine Mindestauszahlquote mehr gibt, drängen sich da ja die o.g. Möglichkeiten förmlich auf.
Angeblich soll ja ein online – Zugriff nicht möglich sein. Wie weit ist das an der Realität dran?

Allem Anschein nach sind die Automaten auch untereinander vernetzt. Sollte ein Automat mal einen höheren Gewinn geben, scheinen sich die anderen mehr oder weniger abzuschalten – was Gewinnlinien angeht. Macht jedenfalls den Eindruck.

Leider gibt es noch immer keine Spielerkarte. Hier sollten Einsätze und „Gewinne“ für den Spieler ersichtlich sein. So manch einem würde wahrscheinlich übel werden, wenn er die Zahlen sieht…
Aber nicht nur das – er hätte auch einen Beleg in der Hand, wenn ein Hallenbetreiber mit miesen Tricks arbeiten und überführt werden sollte. Er könnte so Schadensersatz geltend machen. Derzeit ja nicht möglich. Ist übrigens ein Unding, das es bei den Umsätzen keinerlei Quittung für den Spieler gibt! Ein Kioskbetreiber wäre schon lange im Knast…(…) [spielautomatenforum.de]

Lustreisen-Spielerschutz : Westspiel vorbildlich

Der Spielerschutz hat oberste Priorität bei staatlichen Glücksspielangeboten

Und dazu gehören eben auch gelegentliche „Lustreisen“ an den Ort des eigentlichen Übel – nämlich nach Las Vegas. Genau dort wo das Glücksspiel diese schrecklichen Nebenwirkungen hervor bringt – gemeint sind die abertausenden Spielsüchtigen. Auch hierzulande sollen über 600.000 Menschen unter der Obhut der staatlichen Glücksspieler mittlerweile betroffen sein. 

So berichtet DerWesten:

(…) Die finanziell angeschlagene landeseigene Casino-Gesellschaft Westspiel soll mit teuren „Lustreisen“ öffentliche Gelder verschwendet haben. Nach Informationen unserer Zeitung haben Recherchen des NRW-Finanzministeriums ergeben, dass allein zwischen 2010 und 2015 knapp 100 000 Euro für Messe-Besuche ausgegeben wurden.

Teilweise sind über 20 Mitarbeiter zusammen nach London geflogen. Teuerste Tour war 2015 ein achttägiger Besuch von sechs Westspiel-Mitarbeitern bei der „Global Gaming Expo“ in Las Vegas, der allein mit über 17  000 Euro zu Buche schlug (…)

Fazit: Klasse, dass es die staatlichen Glücksspielanbieter so ernst mit dem Spielerschutz nehmen. Private Anbieter werden dazu seit Jahren mit staatlicher Willkür gehemmt und ausgebremst. Denn nur so kann auch zukünftig dieser vorbildliche Spielerschutz in Deutschland gewährleistet werden. Oberstes Gebot lautet – EU-Gesetze ignorieren, um das staatliche Monopol zu schützen.

Und auch die niedrigen Auszahlungsquoten an die Spieler von lediglich 35-40 Prozent bei Lotto, Glücksspierale oder Aktion Mensch sind ein wichtiger Garant, dass die staatlichen Glücksspiel-Konzerne auch in den kommenden Jahren noch so genannte Lustreisen in derartige Problemzonen durchführen können. Wie sollen sonst diese so wichtigen Bildungsreisen finanziert werden?