Retroartikel: Lizenzen für Spielhalle erschleichen

Spielothek: Der Trick mit den Lizenzen

In Deutschland gibt es strikte Vorgaben bei der Vergabe von Lizenzen für Spielotheken-Inhaber. So dürfen zum Beispiel in jeder Spielhalle nicht mehr als 12 Automaten aufgestellt werden. Daran sollte man sich als Betreiber unbedingt halten, da sonst das strenge Ordnungsamt etwas auszusetzen hat.

Doch mit einem einfachen Trick, kann diese Regelung umgangen werden. Die Rechtsprechung ermöglicht es nämlich, gleich mehrere Spielhallen nebeneinander zu eröffnen. In letzter Zeit landen zunehmend Anfragen von Betreibern auf den Schreibtischen der Beamten, die auf einen Schlag gleich mehrere Lizenzen für Spielhallen erwerben möchten. Nicht selten sind diese später in einem einzigen Haus untergebracht, was ja auch rechtlich möglich ist.

Dafür gibt es allerdings Auflagen:  So muss jede Spielhalle einen eigenen Namen tragen, außerdem dürfen die einzelnen Hallen – in denen jeweils maximal zwölf Geräte erlaubt sind – nicht durch Türen miteinander verbunden sein. Dafür bietet sich als zentraler Raum zum Beispiel die Theke (Bar) für das Personal an. Von dort aus können dann die Spieler die Türen benutzen.

Nicht selten gibt es jetzt schon riesige Spielotheken, oder sagen wir besser, richtige Casinos mit 4-6 angeschlossenen Spielhallen, wo dann eben 48-72 Geldspielgeräte aufgestellt werden können. Tendenz solcher Anlagen ist steigend und sicherlich für die Betreiber ein sehr lohnendes Geschäft.

Die Zukunft: In Dortmund ist bereits eine Zehnfach-Spielhalle in Betrieb, in Oberhausen wird demnächst gar eine Zwölffach-Spielhalle eröffnet. Doch wer plant, sollte sich beeilen, denn so soll ab 2012 eine neue Verordnung zwischen Spielhallen mit bis zu zwölf Geräten ein Abstand von 1000 Metern regulieren. Alle bis dahin gebauten Großraum-Casinos sind von dieser Regelung nicht betroffen.

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