Novoline, Merkur und Bally Wulff

Spielautomaten, Spielhallen und News aus der Zockerszene

Kategorie: Sponsoren

Die Merkur Arena

In Düsseldorf steht jetzt die Merkur Arena

Merkur, dieser Name steht für Spielautomaten, Spielhallen und Spielotheken in Deutschland. Ein Unternehmen, welches damit einen Umsatz in 2017 von 2,037 Milliarden EURO erwirtschaftet hat. Toll sagen zum einem die Wirtschaftsexperten, doch die Risiken und Nebenwirkungen dieser Automaten sind leider auch hierzulande teilweise verheerend.

Das Düsseldorfer Stadion heißt künftig „Merkur-Spielarena“. Das bestätigte der Vorstandssprecher der Gauselmann-Gruppe, zu der die Merkur-Spielotheken gehören, im Gespräch mit unserer Redaktion. Gauselmann zahlt dafür pro Jahr bis zu 3,75 Millionen Euro – je nachdem in welcher Liga, die Fußballer von Fortuna Düsseldorf antreten. Das Geschäft läuft über zehn Jahre. wz.de

Nun fragt man sich, fördert diese Werbung die Spielsucht?

SPD-Fraktionschef Markus Raub findet diese Kritik jedoch „an den Haaren herbeigezogen“. „Dass diese Werbung Spielsucht fördert, ist Quatsch. Wer die König-Pilsener-Arena sieht oder deren Werbung, wird ja auch nicht zum Alkoholiker.“ waz.de

Und formell ist Sponsoring für Geldgewinnspielgeräte erlaubt, so die Gesetze in Deutschland. Also alles perfekt. Zumindest was die Lobby Politik dazu meint, weil es ja auch sehr lukrativ für den Fiskus hierzulande ist. Moralisch ist es mindestens aber so verwerflich wie Mafia, Prostituition, Drogen, Alkohol oder Zigaretten. Letztere wurden ja übrigens mal verboten, obwohl diese Sucht wohl das kleinere Übel von allen darstellt.

Und echte Kritikpunkte  erzeugen solche Meldungen allerdings ohnehin nicht mehr – woher das Geld kommt spielt keine Rolle, Hauptsache es rollt, so Theo Zwanziger einst zum Engagement der Schalker mit Gazprom. Der Fußball braucht jede Menge Geld um die längst inflationären Spieler, – und Trainer – sowie Funktionäre-Gehälter zu finanzieren. Auch das riesige System, welches hinter diesem elendem Brot-und-Spiele-Zirkus steht, muss ebenfalls etwas vom großen Kuchen abhaben. Und solange die Leute weiterhin für horrende Summen weiterhin in die Stadien ziehen, rollt der Schinken weiter. Doch wehe, der Kreislauf bricht irgendwann zusammen…

Staatliches Glücksspiel fördert Knastis

Aktion Mensch und Fernsehlotterie unterstützen “offenen Vollzug”

…oder besser gesagt, wie ermöglicht man straffällig geworden jugendlichen Tätern während ihrer Strafe einen angenehmen Urlaub? Ganz einfach mit einem netten Hotel direkt am See, unweit von teuren Grundstücken mit Villen. Auf der Webseite von Seehaus Leipzig findet man zahlreiche Sponsoren, darunter auch das staatliche Glücksspiel.

Als Standort des sächsischen Seehauses war das Störmthaler Lutherstift von Beginn an eine Interimslösung. Eine dauerhafte Heimat soll das Seehaus am Nordufer des Hainer Sees (ca. 25 km südlich von Leipzig) finden. Der Gemeinderat Neukieritzsch hatte der Ansiedlung des Seehauses dort bereits 2013 zugestimmt. Für das Vorhaben musste ein Bebauungsplan erstellt werden. Dieser wurde bereits Anfang 2015 abschließend durch die Mitglieder des zuständigen Zweckverbandes geprüft. Sein formaler Beschluss wurde jedoch durch eine Initiative von Bürgern verhindert, die über ein erfolgreiches Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid erzwangen, der sich gegen das Seehaus richtete. Dieser Entscheid fand am 07. Juni 2015 in den Gemeinden Espenhain und Neukieritzsch statt. 2/3 der Abstimmenden sprachen sich gegen, 1/3 für die Ansiedlung des Seehauses am Hainer See aus. Aufgrund der Fragestellung des Bürgerentscheids galt er rechtlich als abgelehnt, so dass die Gemeinderäte in Espenhain und Neukieritzsch letztendlich noch einmal über die Seehaus-Pläne am Hainer See abstimmen mussten. Beide Gemeinderäte sprachen sich trotz des Bürgerentscheids für das Seehaus am Hainer See aus seehaus-leipzig.de

Na heute noch kein Los geholt? Oder vergeht ihnen dabei die Lust auf staatliches Lotto? Die Bürger, welche für teures Geld ihre Grundstücke und Häuser am neuen Kahnsdorfer See investiert haben, werden sich das wohl in Zukunft überlegen. Übrigens darf man sich dort auch über die so genannten UMAS freuen. Ja genau, das sind jene Jugendliche, welche wohl für das größte Problem in der Jugendkriminalität hierzulande stehen. Da kann man wohl jetzt nur noch viel Spaß und gute Unterhaltung wünschen…

Englischer Fußball: Kein Geld von Wettanbieter

Enfield Town verweigert Sponsorengelder aus dem Glücksspiel

Enfield Town's Queen Elizabeth Stadium 2017 (1)
By Katie Chan (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

So findet man aktuell folgende Meldung in den News:

Damit will sich Enfield Town gegen Spielmanipulationen und Spielsucht engagieren. Man werde kein Geld eines Wettanbieters annehmen, teilte der Klub mit. Jeder Betrag, der ihm aus dem Ligasponsoring zusteht, werde an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet, die gegen Spielsucht kämpfen. Außerdem hoffe man, dass die Liga ihre Zusammenarbeit mit einem Wettanbieter überdenkt. Der Geldgeber finanziert etwa Fair-Play-Preise oder Auszeichnungen für einzelne Spieler. deutschlandfunk.de

Ganz anders sieht es allerdings hierzulande aus! DFL, DFB und Bundesligavereine prostituieren sich förmlich an Glücksspielanbieter wie staatliches Lotto inkl Bingo oder Keno, Sportwetten sowie Online Casinos. Aber auch andere dubiose Firmen wie zum Beispiel Gazprom füttern den deutschen Sport.

Und da erstaunen solche Aussagen doch von Funktionären längst nicht mehr:

Echte Kritikpunkte  erzeugen solche Meldungen allerdings längst nicht mehr – woher das Geld kommt spielt keine Rolle, Hauptsache es rollt, so Theo Zwanziger (ehemals DFB) ostfussball.com

In Deutschland wirbt der derzeit am Stärkstem bei Verbänden und Clubs: Lotto, Tipico, Bwin, Sunmaker, Mybet
…obwohl das eigentlich in Deutschland verboten ist bzw. nicht eine einzige Lizenz bisher vergeben wurde! So zumindest liegt es uns ganz offiziell in schriftlicher Form vor 😉

Tipico Bundesliga

Sponsor der DFL Bundesliga – Tipico

So berichtet aktuell die News-Webseite Ostfussball:

(…) Die DFL-Tochtergesellschaft Bundesliga International und der Sportwettenanbieter Tipico haben eine Sponsoring-Vereinbarung mit Laufzeit bis einschließlich der Saison 2020/21 abgeschlossen. Die im Auftrag der DFL Deutsche Fußball Liga geschlossene Partnerschaft beinhaltet drei verschiedene Bestandteile und beginnt bereits im Januar 2018.

Tipico erhält ab sofort den offiziellen Partnerstatus und darf u.a. mit den Wettbewerbslogos der Bundesliga und 2. Bundesliga werben. Gleichzeitig erwirbt Tipico ab der Saison 2018/19 ein in den Medienverträgen der DFL verankertes Erstverhandlungsrecht und sog. „Matching Offer Right“ in Bezug auf bestimmte Sonderwerbeformen bei nationalen Lizenznehmern sowie Branchen-Exklusivität bei entsprechenden Buchungen. Und schließlich wird der neue Partner im Rahmen eines „Digitalpakets“ auf den medialen Plattformen der DFL eingebunden. Die werbliche Nutzung von Club-Rechten ist indes nicht Vertragsbestandteil (…) ostfussball.com

Und schon kommen die ewigen Nörgler aus ihren dunklen Löchern gekrochen! Transparency Deutschland, von denen ich bisher noch nie gehört hatte, bekommen sogleich eine Plattform in der Sportschau des Staatsfunk. “Solch ein Sponsoring zu betreiben, ohne Maßnahmen zur Bekämpfung von Spielmanipulationen auszuweiten und offensiv auf die Gefahren der Spielsucht – gerade auch für junge Fußballer – hinzuweisen, steht der von der DFL immer wieder betonten Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung entgegen”, erklärte Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei der Organisation, am Mittwoch (10.01.2018). sportschau.de

Tipico Unternehmenslogo
By MF178 / Tipico (Own work / Tipico) [Public domain], via Wikimedia Commons

Aber vielleicht sind die bösen Mächte auch schon wieder dran. Aktuell sind nämlich alle Webseiten von Tipico down und es kommt lediglich folgende Meldung. Waren es Hacker oder wird einfach Gesetz-konform umgebaut – Fragen über Fragen?!

Diese www.tipico.com-Seite wurde nicht gefunden

Für folgende Webadresse wurde keine Webseite gefunden: https://www.tipico.com/.

HTTP ERROR 404

Und übrigens: Das Sponsoring bezieht sich dabei ausschließlich auf das Marktsegment Sportwetten, der interne Casinobereich ist für deutsche User derzeit (noch) (wieder) gesperrt. Es ist hierzulande ein einziges Dilemma, und nicht nur in Sachen Glücksspiel!

Glücksspielanbieter BWIN und der DFB in Kooperation

Werbung der 3.Liga übernimmt BWIN

Na da schau her. Das bekannte Glücksspielportal BWIN ist nun Hauptsponsor der 3.Liga und wird somit überall im Umfeld dieser Liga präsent sein. Ein wahrliches Glück für den DFB – hoch die Tassen!

Der Vertrag läuft über zwei Jahre und umfasst die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Mit bwin haben die 3. Liga und ihre Vereine erstmals seit Gründung der Liga im Sommer 2008 einen Hauptpartner. Die Partnerschaft beinhaltet unter anderem, dass bwin im Rahmen der rechtlichen Vorgaben auf dem Trikotärmel der Drittligisten, in den Stadien sowie in den Publikationen und Onlineauftritten der Klubs werben kann. Außerdem wird bwin in allen Stadien der 3. Liga werblich sichtbar sein. In ihrer Eigenvermarktung bleiben die Vereine gleichzeitig frei.

Die zu erbringenden Rechte basieren auf dem DFB-Statut 3. Liga. In der Saison 2017/2018 sind Ausnahmen davon im Sinne der Klubs möglich. Aufgrund des kurzfristigen Einstiegs hängt der Umfang der Beteiligung in der Saison 2017/2018 von den noch freien Flächen der Vereine ab.

Ab der zweiten Saison greifen dann vollumfänglich die Vorgaben, die im DFB-Statut 3. Liga für den Fall des Einstiegs eines zentralen Vermarktungspartners verankert sind und zu den technisch-organisatorischen Voraussetzungen im Rahmen des Zulassungsverfahrens zählen. In der Wahl und Exklusivität ihrer eigenen Sponsoren werden die Vereine weiterhin nicht eingeschränkt sein. Dies gilt für die komplette Vertragslaufzeit, bwin fungiert als übergeordneter Ligapartner.

Quelle: dfb.de

(Screenshot: bwin.de)

Bwin bietet auf seinem Glücksspiel-Portal unter anderem Online Casino, Poker, Merkur Spiele (so genannte Slots), Live Casino, Live-wetten sowie auch Sportwetten an.  Im Prinzip sind derartige Angebote im Internet strengstens durch unsere staatlichen Behörden wie zum Beispiel die “renommierte” LDS verboten hierzulande – im Prinzip…