Archiv der Kategorie: Spielsucht

Moslem Spielhallen in Österreich

Moslem Spielhallen

Österreichische Moslem Spielhallen? Während in Österreich die vermeintlich illegalen Spielautomaten weiter rückläufig sind, soll dies in muslimischen Gebäuden allerdings wohl in eine andere Richtung gehen. Dort sein das Glücksspiel mit Automaten weiter auf dem Vormarsch. Die dortige Polizei würde diese Entwicklung allerdings ignorieren. So berichtet der Kurier –  

„Das Automatenglücksspiel wird immer stärker zurückgedrängt“, stellt Studienautor Andreas Kreutzer fest. Er sieht eine Verlagerung. Österreichweit seien vor allem in islamischen Glaubenseinrichtungen und Kulturvereinslokalen neue Automaten hinzugekommen – auch weil dort die Finanzpolizei nicht hineingehen würde. „Unter den muslimischen Mitbürgern haben wir starke Spieler“, meint Kreutzer. (kurier.at)

Zwar streitet die Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ)  diese Vorwürfe vehement ab, doch bekannt ist, dass gerade unter muslimischen Migranten, die Glücksspiel-sucht sehr weit verbreitet ist. Ähnlich schlimm sieht es bei Alkohol oder Drogen aus, obwohl Allah sicherlich etwas dagegen hätte.  Etliche Studien hatten das bereits bewiesen. So genannte Moslem Spielhallen sind also daher durchaus denkbar.

„Jung, männlich und Migrationshintergrund, so war vor nicht all zu langer Zeit eine Studie zum Thema: „Wer ist besonders von der Spielsucht betroffen“ ausgefallen.  Schaut man sich etwas unter den  etwa einer Million Neuankömmlingen um, wird man schnell feststellen, dass etwa 80% diesem Beuteschema entsprechen. Und obwohl Muslime weder mit Glücksspiel – noch Alkohol zu tun haben dürfen, trifft das fernab ihres Propheten wohl eher nicht zu. Dafür gibt es aber 30 Euro gratis Taschengeld pro Woche vom deutschen Michel in die Hand gedrückt“. (spielotheka.de berichtete bereits)

moslem spielhallen

In Österreich leben derzeit rund 2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind bereits 25 % der gesamten Bevölkerung. Und die Tendenz ist weiter steigend, denn täglich kommen tausende Menschen aus Nordafrika über Italien hinzu. Meist sind dies junge Männer aus islamischen Staaten. Und nicht selten landen diese Leute dann, wie viele andere ihrer Glaubensbrüder, in der Spielsucht oder Alkohol, – bzw. Drogensucht. Ergo, sie werden dann in die Beschaffungskriminalität getrieben. Und sind es nicht Moslem Spielhallen, warten im Internet schon tausende Online Casinos auf ihre neuen Kunden…

Neues Spielhallengesetz wackelt schon bei ersten Klagen

Losverfahren darf nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden

So informiert das Verwaltungsgericht Osnabrück gestern via Pressemitteilung zum Thema Losverfahren gegen Spielhallenbetreiber –

(…) …habe die Beklagte kein ordnungsgemäßes Auswahlverfahren zwischen konkurrierenden Spielhallen durchgeführt, indem sie die Erlaubnisse generell im Losverfahren vergeben habe. Vielmehr hätte sie sachliche Auswahlkriterien – wie beispielsweise die persönliche Zuverlässigkeit der Spielhallenbetreiber, deren Vertrauensschutz, das Alter der Bestandsspielhallen, die örtliche Lage der Spielhallen in Bezug auf von Kindern und Jugendlichen besuchten Einrichtungen, die Qualität des Sozialkonzepts, die wirtschaftliche Bedeutung der Schließung für die Spielhallenbetreiber und die bestmögliche Ausschöpfung der Gebietskapazität – im Einzelfall prüfen müssen. Erst wenn sich mehrere in Konkurrenz stehende Spielhallen nach einer solchen einzelfallbezogenen Prüfung von Sachkriterien als gleichwertig erweisen sollten, hätte die Beklagte ein Losverfahren durchführen dürfen (…) [VG Osnabrück]

Was bringt das neue Spielhallengesetz im Endeffekt?

  • zirka 20.000 Arbeitsplätze gehen verloren
  • wirtschaftlichen Einbußen in Millionenhöhe
  •  Vergnügungssteuer für Kommunen halbiert (793,34 Mio. Euro)
  • Abwanderung in teilweise illegale  Online Casinos

Unterm Strich gibt es nur steuerliche und wirtschaftliche Verluste! Und durch Arbeitslosigkeit sogar noch zusätzliche Kosten.

Merkur Spielothek

Das eigentliche Ziel, der Spielerschutz bzw. Eindämmung der Spielsucht, wird mit dem neuen Spielhallengesetz (100 Meter Abstand zur nächsten Spielothek) keineswegs erreicht. Kranke Spieler (600.000 Menschen in Deutschland) werden weiter einen Weg finden, um an Glücksspielangebote zu kommen. Und dass der Glücksspielstaatsvertrag nicht mit EU Recht zu vereinbaren ist, sollte auch bekannt sein. Die europäische Dienstleistungsfreiheit hat oberste Priorität!

Was sollte man daher machen?

Entweder alle Glücksspielangebote verbieten oder alle eben zulassen. Da alle Glücksspiele verbieten aber nicht funktioniert, sollte man alle Glücksspiele freigeben. Der Mensch sollte selber entscheiden, ob er spielt oder nicht. Ein Bevormundung durch den Staat hat auch in der vergangenen Geschichte der Menschheit nichts gebracht. Und wer spielen will, der spielt auch trotz Verbot.

So ticken pathologische Spieler

Studie über pathologische Spieler veröffentlicht

Pathologische Spieler sitzen am liebsten an Spielautomaten, rauchen mindestens 1-2 Schachteln Zigaretten pro Tag und trinken gerne Bier oder anderen Alkohol. Meist leiden sie unter Depressionen und denken zuweilen auch mal über Selbstmord nach. So in etwa lautet fas ernüchterne Fazit einer Studie zum Thema pathologische Spieler –

Auszug aus der Pressemitteilung der Studie über pathologische Spieler:

(…) Ergebnisse der klinischen Untersuchungen
Zusammengefasst weist die Untersuchung an 515 Patienten die Automatenspiele mit 87 Prozent als die eindeutig präferierte Spielform auf, gleichzeitig fand sich eine hohe Belastung an substanzbezogenen Abhängigkeiten (Nikotin 80 Prozent, Alkohol 28 Prozent). Ebenfalls häufiger als in der „Normalbevölkerung“ waren Depressionen (16 Prozent) sowie Persönlichkeitsstörungen. Darüber hinaus berichteten 16 Prozent der Spieler von mindestens einem Suizidversuch. Auch bei erstgradigen Verwandten fand sich – verglichen mit den Verwandten der Kontrollgruppe – ein überraschend hohes Vorkommen an Alkoholabhängigkeit (27,0 Prozent vs. 7,4 Prozent) und pathologischem Glücksspiel (8,3 Prozent vs. 0,7 Prozent). Dies stützt die Annahme ähnlicher Ursachen, möglicherweise auch einer erhöhten genetischen Belastung, zwischen beiden Störungsbildern und spricht für die Einordnung der Diagnose in das Kapitel der Suchtkrankheiten. Je jünger die Patienten beim ersten Glücksspiel waren, desto ausgeprägter war der spätere Schweregrad der Erkrankung. Vor allem dieser Befund erscheint im Hinblick auf präventive Maßnahmen von hoher Bedeutung (…) [zi-mannheim.de]

Durchgeführt wurde die Studie in Kooperation mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, dem Therapiezentrum Münzesheim im Kraichgau, der AHG Klinik Münchwies im Saarland und 22 Beratungsstellen in Baden-Württemberg.

pathologische spieler

Ein Satz hat uns dann doch angeregt, noch ein paar Zeilen dazu zu kommentieren:

„Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages 2008 sind die Bedingungen für die Erforschung und Therapie des pathologischen Spielens deutlich verbessert worden.“

Natürlich sind sie das, denn die Zahl der pathologischen Spieler hat sich ja in Deutschland auch seit dem Jahre 2008 kräftig erhöht. Über 600.000 Menschen sollen angeblich deutschlandweit von Spielsucht in staatlichen Spielbanken und Spielhallen betroffen sein. Beste Voraussetzungen also, um hierzulande bei diesem Thema maximal zu forschen bzw. zu therapieren.

Spielsucht steigt – Einnahmen der Kommunen auch

Immer mehr Einnahmen für die Kommunen auf Kosten der Spielsucht

Das geht aus einer neuen Untersuchung des Arbeitskreises Spielsucht aus Unna hervor. Diese erfasst die Zahl der Glücksspielgeräte von insgesamt 1643 deutschen Kommunen mit über 10.000 Einwohnern. Viele Städte verdienen am Glücksspiel, so mit Vergnügungssteuer und Spielgerätesteuer. Wohin das Geld fließt? Natürlich in den allgemeinen Haushalt.

SpielerFinnland

(…) Das Untersuchungsgebiet umfasst alle 1.576 Kommunen der Bundesrepublik Deutschland mit über 10.000 Einwohnern sowie 56 Kommunen Nordrhein-Westfalens und 13 Kommunen des Saarlandes mit unter 10.000 Einwohnern. Diese beiden Länder sind mit insgesamt 396 (NRW) bzw. 52 (Saarland) Städten und Gemeinden kommunal überschaubar strukturiert und können somit in ihrer Gesamtheit dokumentiert werden. Insgesamt wurden 1.645 Kommunen vom Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. angeschrieben, von denen 1.643 bzw. 99,9% auswertbare Angaben machten. Der vom Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. dokumentierte Markt repräsentiert ausschließlich Spielhallen und Geldspielgeräte in diesen Kommunen und nicht den Gesamtbestand in Deutschland, denn:

9.448 Kommunen Deutschlands mit unter 10.000 Einwohnern können ob des Arbeitsaufwandes nicht erfasst werden. Selbstverständlich befinden sich auch in zahlreichen Kommunen dieser Größenklasse Spielhallen und Geldspielgeräte in gastronomischen Betrieben (…)

Die Ergebnisse der Untersuchung nach dem jeweiligen Bundesland kann man hier einsehen.

Fördert die Migration das Glücksspiel?

Oder so ähnlich lautet derzeit eine Studie der Uni Lübeck:

Die Universität zu Lübeck führt derzeit eine Studie zum Glücksspielverhalten von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund durch. Zur Teilnahme an der Studie werden noch Männer und Frauen gesucht, die in der letzten Zeit um Geld gespielt haben. In einem landesweit angelegten Projekt möchten die Forscher Risikofaktoren für problematisches Glücksspielen und mögliche Schutzfaktoren für gesunde Verhaltensweisen erforschen. Hierzu sollen auch Personen befragt werden, die zwar ab und zu Glücksspiel betreiben, aber kein Spielproblem haben.

Personen können an der Studie teilnehmen, wenn sie zwischen 16 und 30 Jahre alt sind und wenn sie in der letzten Zeit regel- oder unregelmäßig an Glücksspielen teilgenommen haben. Unter Glücksspielen verstehen die Forscher insbesondere Spielen an Automaten, Sport- oder Pferdewetten, Casinospiele oder Glücksspiel im Internet, Kartenspiele mit Geldeinsatz sowie das Kaufen von Rubbellosen.

Ein Mitarbeiter der Universität Lübeck führt mit Interessierten ein telefonisches Kurzinterview durch um festzustellen, ob sie für die Studie infrage kommen. Ist dies der Fall, wird ein Termin für ein ausführliches Telefongespräch vereinbart. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 0451/500-98759.

hl-live.de

Wer also etwas Geld für die nächste Session in der Spielhalle oder Spielothek benötigt, kann gerne mal bei der Telefonnummer an der Uni anrufen. Leider werden nur die Menschen ohne Migrationshintergrund es hier leider mitbekommen. Denn die vielen orientalischen und nordafrikanischen  Neubürger können meist weder lesen noch schreiben – und selbst wenn, sind sie leider fast immer nicht der deutschen Sprache mächtig. Schade also. Die neue Zielgruppe für das Glücksspiel in Deutschland wird leider schwer zu finden sein.

Retroartikel: Weniger Gewinne – mehr Spielsucht

16
APR 2013
Weiterer Anstieg bei den Zahlen: Spielautomaten und Spielsucht auf Rekordhöhe

So berichtet AFP ganz aktuell:

In Deutschland waren im vergangenen Jahr rund 265.000 Geldspielautomaten – und damit so viel wie noch nie, aufgestellt. Die Aufsteller erzielten einen Rekord-Umsatz von über 4,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es nur 262.000 Automaten, in 2005 noch 183.000. Die ermittelten Daten gehen aus einem Gutachten hervor, das das Münchner ifo-Institut im Auftrag der deutschen Automatenwirtschaft hat.
Nach einer aktuellen Auflistung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen haben 2011 rund 16.800 Spielsüchtige Hilfe in ambulanten Beratungsstellen gesucht. Der Großteil war von Automatenspielsucht betroffen. Im Vergleich zum Jahr 2005 haben sich diese Zahlen verdreifacht.
Eigentlich sollten die politischen Maßnahmen (TR 4.1) seit Januar 2011 zu einer Eindämmung der Zahlen bei Neuaufstellungen von Spielautomaten sowie Spielsucht führen. Erreicht hat man aber mit dieser Fail-Aktion leider nur eins, nicht nur die Umsätze sondern auch die Gewinne der Betreiber sind auf Rekordniveau im vergangenen Jahr gestiegen – ergo daraus resultierend auch höhere Steuereinnahmen für den Fiskus. Der aufmerksame Beobachter wird dabei sehr schnell eine geplante Vorsätzlichkeit in Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik erkennen! Diese Scheinheiligkeit stinkt noch schlimmer als ein Fass fauler Fische!

Bezahlt haben die Zeche natürlich wieder einmal mehr die Spieler, denn mit der Einführung des Gewinn von maximal 1000 Euro bei gleichbleibenden Maximaleinsatz ist das geschäftliche Risiko für Betreiber deutlich reduziert wurden. Der Anreiz für neue Spielhallen und mehr Automaten wurde mit dieser Regelung natürlich angehoben und nicht reduziert. Aber auch die Auszahlungsbeschränkung von maximal 500 Euro pro Stunde ist mehr als fraglich. Und was soll eigentlich in puncto Spielsuchtbekämpfung erreicht werden, wenn ein spielsüchtiger Zocker weitere zwei Stunden bei der Auszahlung in der Spielhalle gehalten werden soll – richtig geraten?!

Spielhalle voll – Hartzer und Arbeitslose

Es gab Geld – Spielhalle gut besucht

Achso, ich hatte vergessen. Gestern gab es mal wieder Kohle für all die Leute, welche irgendwie auf Staatskosten leben. Hartz 4 Empfänger, Arbeitslose und die Rentner bevölkern nämlich immer zwischen dem 31. des Monats bis maximal 3. des neuen Monats die Spielotheken und führen ihre Kohle brav an die Spielhallenbesitzer sowie das Finanzamt zurück. Jeden Monat die gleiche Leier…

Und ja, es stinkt in diesem miefigen Dreckloch vor den Automaten an diesen Tagen immer besonders. Nicht nur weil die staatlich geförderte Spielsucht hier so massiv ausgelebt wird, nein auch weil diese subventionierten Herren und Damen vor den Spielgeräten es wohl mit der täglichen Wäsche nicht so haben. Draußen sind dazu auch noch 30 Grad im Schatten und der Hauch von Schweiß, Urin und Fäkalien getränkter Unterwäsche lässt mich dann doch nicht länger als 5 Minuten in der Bude verweilen.

Eigentlich hatte ich Durst und wollte mir noch ein Glas kostenloses Mineralwasser runter kippen, doch alleine die Vorstellung, dass der Typ ohne Zähne neben mir gerade zuvor seine Lippen an diesem Glas hatte, lässt mich erschaudern. Nee nee lass mal sage ich noch zu der netten Dame am Tresen. Ich verzichte gern und trinke lieber zu Hause.  Nur raus aus dem Laden…

Bye Bye Spielothek, du wirst mich hier bis Mitte des Monats nicht mehr sehen…

Retroartikel: Spielsucht bei Kindern und Jugendlichen

Laut Landesgesundheitsamt in Baden-Würtenberg gibt es dort offiziell 34 100 Spielsüchtige. Davon sind immer mehr Jugendliche und junge Menschen betroffen, warnen die Experten. Die Zahl der regelmäßigen Spieler zwischen 12 und 17 Jahren liege bei 40 Prozent.
Die angedachten Schutzmaßnahmen seitens der Politik seien bei weitem noch nicht ausreichend, so berichtet das Tagblatt. Die Rangliste der Glücksspiele führt aber immer noch der Geldspielautomat in Gaststätten und Bistros an. Auf den weiteren Plätzen folgen die Spielhallen und Online-Kasinos. Betroffen seien vor allem junge Männer und insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie sozial Schwächere.
Keine Ahnung, wie diese Zahlen zustande gekommen sind und wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart das überhaupt errechnen konnte? Ich finde die Zahl erschreckend hoch. Offiziell ist das Spielen am Geldspielgerät nämlich erst ab 18 Jahren erlaubt! Jedoch in Kneipen und Bistros sowie an Autobahn-Tankstellen ist es natürlich wirklich kein Problem für Kinder und Jugendlichen in Kontakt mit Spielautomaten zu kommen. Und nicht jeder Wirt schaut da schon genau hin, wenn er damit zusätzliches Geld verdienen kann.

In den Spielhallen jedoch gehe ich davon aus, dass dort intensiver kontrolliert wird und kaum Minderjährige die Möglichkeit haben um Geld an den Automaten zu spielen. Zumindest habe ich als gelegentlicher Besucher noch nie einen Zwölfjährigen in einer Spielothek spielen sehen. Die Strafen bis hin zum Konzessionsentzug wird wohl kein Aufsteller riskieren wollen. Von daher verstehe ich nicht, wie Spielhallen auf Platz 2 hinter Bistros und Kneipen geführt werden? Sicherlich gibt es Ausnahmen und gelegentliche Fälle von Mißachtung der Jugendschutzgesetze in Spielsaloons, aber das ist die Ausnahme.

Auch im Internet ist es kein Problem, dass diese Altersgruppe in Kontakt mit Online-Slots kommt – das stimmt. Jedoch geht es dort nur im kostenlosen Spielbetrieb, also ohne jegliche Geldgewinne. Um in den Online-Kasinos im Echtgeldmodus spielen zu können, muss zunächst der Altersnachweis mittels Kopie des Personalausweises sowie einer aktuellen Rechnung erbracht werden. Hier bestehen also kaum Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, diese Sperre zu umgehen. Meiner Meinung nach ist der Jugendschutz im Internet am besten gegeben.

Retroartikel: Tatsächliche Zahlen der Spielsucht

Wie hoch ist der tatsächliche Anteil der Spielsüchtigen?

Wir erinnern uns alle noch an seine letzte Aussage bei Sandra Maischberger: „Sollte nur ein Prozent meiner Einkünfte von kranken Menschen stammen, würde ich sofort aufhören!“ Paul Gauselmann ist neben Hersteller von Merkur Spielautomaten auch zugleich Vorsitzender der Automatenindustrie und Lobbyist sowie Parteispender der FDP – eben eine echte deutsche Ikone…

Doch irgendwie scheint er mit solchen Aussagen nicht nur bei Spielern auf pures Unverständniss zu stossen, nein auch die Betreiber von Spielhallen halten nun ganz offen dagegen. So zum Beispiel Nicole Lucas, sie ist Geschäftsführerin der Firma Finesse Event in Neugersdorf, die 21 Casinos in ganz Sachsen betreibt, darunter auch eins der größten in Zwickau, das “Cash Casino” an der Äußeren Dresdner Straße. Lucas schätzt den Anteil der Süchtigen unter ihren Gästen auf etwa 50 Prozent. “Aber die richtig Süchtigen”, sagt sie, “sehen wir eigentlich nur einmal im Monat. Die kommen, verspielen ihr ganzes Geld und gehen wieder.”, so ganz aktuell in der Freien Presse.

Letztere Zahlen klingen da auf jeden Fall schon vernünftiger, obwohl dies wahrscheinlich auch noch etwas geschönt dargestellt wurde. Laut unseren Schätzungen besteht der Anteil von Spielsüchtigen bei mehr als 80 Prozent aller Besucher in Spielhallen. Schaut man sich dort um, trifft man Monat für Monat immer die gleichen Leute mit durchaus ausgeprägtem Spielverhalten. Einmal im Monat trifft man die Hartz 4 Empfänger – nämlich zum Geldtag und dann meist nicht mehr. Dieses wichtige Geld zum Lebensunterhalt wurde dann bereits am ersten Tag verspielt. Der Rest der werktätigen Suchtspieler benötigt dann doch ein paar Tage länger…

» by admin on 02/21/2013