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Novoline, Merkur und Bally Wulff Spielautomaten

Kategorie: Spielsucht (Seite 1 von 4)

Wenn Spielsucht perverse Züge annimmt

Kinder mussten draußen vor der Spielhalle auf Eltern warten

Man erlebt schon viel schlimme Sachen, wenn man etwas genauer in die Materie Spielsucht hinein blickt. Während im Internet doch alles ziemlich anonym abläuft, kann man in Spielhallen und Spielotheken das Leid der süchtigen Menschen jedoch noch tagtäglich miterleben. Und dort spielen sich regelmäßig echte Dramen ab.

(…) Am späten Donnerstagabend fielen Zeugen zwei Kinder auf, die vor der Tür eines Bad Mergentheimer Spielcasinos warteten. Sie alarmierten deshalb die Polizei. Als die Beamten gegen 21.45 Uhr vor dem Spielcenter eintrafen, hatten es sich die beiden acht und zwölf Jahre alten Mädchen auf den Treppenstufen vor dem Eingang gemütlich gemacht. Wie sich herausstellte, warteten die Kinder auf ihre Eltern, die an den Spielautomaten im Innenraum ihr Glück versuchten (…) [echo24.de]

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Dabei ist diese Meldung noch relativ harmlos und glimpflich ausgegangen. Den Kindern war zum Glück zu diesem Zeitpunkt nichts passiert. Da ich aber selber mal interessehalber als Aufsicht für 2 Jahre in einer Spielhalle gearbeitet habe, weiß ich was da alles so passieren kann. Abgebrannte Hartz 4 Spieler am zweiten oder dritten Tag – weinende Mütter, weil der Sohn das Haushaltsgeld verspielt hat – oder die Kreditkarten der Eltern leergeräumt bzw. tausende Euro von der Oma durchgebracht.

Das ist der ganz normale Wahnsinn in Deutschland. Und bis zu 600.000 sollen davon bundesweit betroffen sein. Eine schlimme Zahl, welche die Politik der vergangenen Jahre zu verantworten hat. Zwar versucht man nun mit neuen Gesetzen für eine gewisse Schadensbegrenzung zu sorgen, doch das Ganze hat weder Hand noch Fuß. Solange es online keine echte Regulierung nach EU Recht gibt, bringt das im Prinzip genau so „viel“, wie offene Grenzen für die innere Sicherheit. Nämlich überhaupt nichts!

Weniger Spielhallen – weniger Steuern, weniger Arbeitsplätze

Verschärfte Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag für Spielhallen

So soll die Glücksspielsucht bekämpft werden. Doch die Nebenwirkungen sind übel – weniger Steuereinnahmen, Verlust von Arbeitsplätzen, Abwanderung der Spieler in das Internet. So berichtet die Stadtzeitung, was eigentlich schon alle wussten: 

(…) In Zahlen würde dies bedeuten, dass bundesweit schätzungsweise 37.000 Beschäftigte in den Spielhallen in Vollzeit, Teilzeit oder als Minijob direkt betroffen wären, darüber hinaus aber auch noch mal bis zu 20.000 Beschäftigte aus der Zulieferindustrie um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen. Gemäß der Studie von Smartcon würde aber auch der Staat selbst zu den großen Verlierern dieser Entwicklung gehören. Denn allein bei der Vergnügungs-, und Umsatzsteuer erwarten Experten nach Inkrafttreten der neuen Regelungen Verluste für den Staat in Milliardenhöhe. Dass die gesamte Glücksspielbranche jetzt in dieses Fahrwasser gerät, ist keine neue Entwicklung, denn bereits im Jahre 2011 hatten die Ministerpräsidenten der Bundesländer Änderungen auf dem Weg gebracht, welche zum Ziel hatten, die Glücksspielsucht effektiver zu bekämpfen (…) [sz.de]

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Und während nun die Spieler zu Tausenden in das Internet und deren Online Casinos abwandern werden, schauen der Fiskus bzw. die Städte und die Gemeinden bei dieser unnützen politischen Entscheidung komplett in die Röhre! Denn die Spielsucht wird auf jeden Fall nicht ausgebremst. Vielmehr wird sie nun nur verlagert. Im Endeffekt aber nur eine weitere fatale Entscheidung von vielen, welche zur Zeit in Deutschland von Politikern gefällt werden…

Online Spielerschutz Casino Top

Spielerschutz in Online Casinos bestens

Während es bundesweit in Spielotheken und Spielhallen keinen effektiven Spielerschutz in Form einer Selbstsperre für suchtgefährdete Spieler gibt, ist das online in den Casinos mit nur wenigen Klicks möglich. Vor zirka einem Jahr hatten wir uns zu Testzwecken online in einem Casino registriert und anschließend auf unbestimmte Zeit gesperrt. Nun haben wir einen weiteren Test diesbezüglich durchgeführt und versucht uns erneut anzumelden.  No Chance, denn die Online Casinos halten sich an ihre harten Regeln unter EU Lizenz.

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(Screenshot: Quasargaming )

Test Selbstsperre Spielerschutz: Selbst via Facebook wurde der Account sofort zugeordnet und ebenfalls der Zugang zum Automaten Angebot verwehrt. Unser Fazit daher –  besser geht es einfach nicht!

Nun wird man sicherlich das Argument anführen, dass man sich unter falschen Daten mit neuer IP trotzdem wieder im Online Casino anmelden kann. Das stimmt zwar, doch spätestens bei der ersten Einzahlung wird über die Kontodaten der Schwindel auffliegen. Weder Einzahlung noch Auszahlung können somit getätigt werden.

Zur rechtlichen Situation in Deutschland:

Nur in staatlichen Spielbanken besteht die Möglichkeit der Selbstsperre via Formular. Durch Kontrollen am Einlass kann dies auch effektiv kontrolliert werden. Für die gewerblichen Spielhallen gelten in den Bundesländern unterschiedlichen Regelungen: Während Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden- Württemberg zentrale Sperrsysteme eingerichtet haben oder noch einrichten wollen, besteht in anderen Bundesländern nur die Möglichkeit, sich in einzelnen Spielhallen sperren zu lassen. In Bayern und wenigen anderen Bundesländern besteht überhaupt kein Rechtsanspruch auf eine Spielsperre und eine entsprechende Verpflichtung der Spielhallenbetreiber. Einige Anbieter vergeben auf Wunsch und mit der Begründung einer Glücksspielsucht jedoch freiwillige Hausverbote.

Vergleich Selbstsperre Online Casinos, Spielbanken und Spielotheken:

  1. Online Casinos – Top
  2. Spielbanken – Sehr gut
  3. Spielotheken – Ungenügend

Jahrbuch Sucht 2017

Aktuelle Zahlen aus dem Jahrbuch Sucht 2017

Sieht man sich das Jahrbuch Sucht 2017 an, ändert sich auch kaum was an den Zahlen, nur die Zahl stationärer Fälle hat sich erhöht. Bleibt also fraglich, ob striktere Regeln wirklich eine so große Wirkung haben…andererseits, was will man anderes tun? schwieriges Thema das Ganze. Und nebenbei ein kleiner Einwurf zum Namen des Threads – „Spielsucht, ein Thema, das uns alle betrifft“. Sehr gewagt. Mir ist klar, was gemeint ist, jeder kann in Gefahr geraten etc., aber trotzdem auch anders interpretierbar, es müsste jeder, der sich mal an einen Automaten gesetzt hat, in die Klinik. (Spielautomaten Forum)

Auszug aus dem Jahrbuch Sucht 2017:

Pathologisches Glücksspiel
Die Lebenszeit- und 12-Monats-Prävalenz der Teilnahme an Glücksspielen ist in der Bevölkerung seit 2009 von 87,1 % bzw. 53,8 % auf 77,6 % bzw. 37,3 % im Jahr 2015 zurückgegangen. Nach aktueller Studienlage ist in 2015 bei 0,42 % der bundesdeutschen Bevölkerung (241.000 Personen) ein problematisches Spielverhalten und bei 0,37 % (215.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten erkennbar.

Die ambulante Beratungsnachfrage von süchtigen Spieler/-innen hat sich wenig geändert. Ihr Anteil in den Suchtberatungsstellen lag, bezogen auf Einzeldiagnosen, bei 7,8 % (2014: 7,7 %), der Anteil der Hauptdiagnosen betrug unverändert 6,8 %. Eine Hochrechnung auf die Gesamtzahl der betreuten Spieler/-innen in ambulanten Suchtberatungsstellen verweist auf rund 23.600 Fälle mit der Einzeldiagnose „Pathologisches Spielen“ (Hauptdiagnose: 20.800), nach 24.000 im Jahr 2014. Spieler/- innen an Geldspielautomaten bilden mit 72,2 % nach wie vor mit Abstand die größte Gruppe. In stationären Einrichtungen ist nach den Einzel und Hauptdiagnosen der Anteil pathologischer Spieler/-innen an der Gesamtzahl der Patienten im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 % auf 5,3 % bzw. von 2,0 % auf 2,6 % gestiegen.

Die Umsätze auf dem legalen deutschen Glücksspiel-Markt sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % auf 40,3 Mrd. Euro gestiegen. Einen erneuten Anstieg des Umsatzes und Bruttospielertrags um 2,7 % auf 25,3 Mrd. Euro bzw. 5,8 Mrd. Euro verzeichneten die 267.000 aufgestellten gewerblichen Geldspielautomaten in Spielhallen und gastronomischen Betrieben. Seit der Novellierung der Spielverordnung im Jahr 2006, der Erhöhung der Spielanreize durch die Umgehung gesetzlicher Vorgaben und der Expansion des Angebots hat sich der Ertrag um 147 % erhöht.

alles lesen: dhs.de

Fazit: Zumindest der Umsatz hat sich gesteigert, was für höhere Gewinne für die Betreiber und natürlich auch für mehr Einnahmen bei den Steuern sorgt. Seit 2006 gar um stattliche 147% !!! Na dann, wirklich alles richtig beim staatlichem Spieler-Schutz gemacht…

Casino Junkies Dokumentation

Doku: Casino Junkies

Laut diesem Bericht sind angeblich Automatenspiele die gefährlichsten aller Glücksspiele. 60% der Casino Einnahmen kommen von spiel-süchtigen Menschen. Schuld an der Misere ist die staatliche Politik der vergangenen Jahre. Genau jene Leute, welche sich gerne als Moralapostel unserer Gesellschaft aufspielen und am fetten Topf dieser Einnahmen hängen.

*Casino Junkies – Spielsucht in Deutschland – Doku 2017 (NEU in HD)

Fazit: Ganz gute und auch sehr kritische Doku über die ausufernde Spielsucht in Deutschland. Über 600.000 Menschen sollen aktuell davon hierzulande betroffen sein. Ein Zustand, welcher dem Fiskus und Betreibern (Aufsteller und Hersteller) satte Millionen-Einkünfte sichert und dabei tausende Familien leider in den Ruin befördert hat.

Moslem Spielhallen in Österreich

Moslem Spielhallen

Österreichische Moslem Spielhallen? Während in Österreich die vermeintlich illegalen Spielautomaten weiter rückläufig sind, soll dies in muslimischen Gebäuden allerdings wohl in eine andere Richtung gehen. Dort sein das Glücksspiel mit Automaten weiter auf dem Vormarsch. Die dortige Polizei würde diese Entwicklung allerdings ignorieren. So berichtet der Kurier –  

„Das Automatenglücksspiel wird immer stärker zurückgedrängt“, stellt Studienautor Andreas Kreutzer fest. Er sieht eine Verlagerung. Österreichweit seien vor allem in islamischen Glaubenseinrichtungen und Kulturvereinslokalen neue Automaten hinzugekommen – auch weil dort die Finanzpolizei nicht hineingehen würde. „Unter den muslimischen Mitbürgern haben wir starke Spieler“, meint Kreutzer. (kurier.at)

Zwar streitet die Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ)  diese Vorwürfe vehement ab, doch bekannt ist, dass gerade unter muslimischen Migranten, die Glücksspiel-sucht sehr weit verbreitet ist. Ähnlich schlimm sieht es bei Alkohol oder Drogen aus, obwohl Allah sicherlich etwas dagegen hätte.  Etliche Studien hatten das bereits bewiesen. So genannte Moslem Spielhallen sind also daher durchaus denkbar.

„Jung, männlich und Migrationshintergrund, so war vor nicht all zu langer Zeit eine Studie zum Thema: „Wer ist besonders von der Spielsucht betroffen“ ausgefallen.  Schaut man sich etwas unter den  etwa einer Million Neuankömmlingen um, wird man schnell feststellen, dass etwa 80% diesem Beuteschema entsprechen. Und obwohl Muslime weder mit Glücksspiel – noch Alkohol zu tun haben dürfen, trifft das fernab ihres Propheten wohl eher nicht zu. Dafür gibt es aber 30 Euro gratis Taschengeld pro Woche vom deutschen Michel in die Hand gedrückt“. (spielotheka.de berichtete bereits)

moslem spielhallen

In Österreich leben derzeit rund 2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind bereits 25 % der gesamten Bevölkerung. Und die Tendenz ist weiter steigend, denn täglich kommen tausende Menschen aus Nordafrika über Italien hinzu. Meist sind dies junge Männer aus islamischen Staaten. Und nicht selten landen diese Leute dann, wie viele andere ihrer Glaubensbrüder, in der Spielsucht oder Alkohol, – bzw. Drogensucht. Ergo, sie werden dann in die Beschaffungskriminalität getrieben. Und sind es nicht Moslem Spielhallen, warten im Internet schon tausende Online Casinos auf ihre neuen Kunden…

Neues Spielhallengesetz wackelt schon bei ersten Klagen

Losverfahren darf nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden

So informiert das Verwaltungsgericht Osnabrück gestern via Pressemitteilung zum Thema Losverfahren gegen Spielhallenbetreiber –

(…) …habe die Beklagte kein ordnungsgemäßes Auswahlverfahren zwischen konkurrierenden Spielhallen durchgeführt, indem sie die Erlaubnisse generell im Losverfahren vergeben habe. Vielmehr hätte sie sachliche Auswahlkriterien – wie beispielsweise die persönliche Zuverlässigkeit der Spielhallenbetreiber, deren Vertrauensschutz, das Alter der Bestandsspielhallen, die örtliche Lage der Spielhallen in Bezug auf von Kindern und Jugendlichen besuchten Einrichtungen, die Qualität des Sozialkonzepts, die wirtschaftliche Bedeutung der Schließung für die Spielhallenbetreiber und die bestmögliche Ausschöpfung der Gebietskapazität – im Einzelfall prüfen müssen. Erst wenn sich mehrere in Konkurrenz stehende Spielhallen nach einer solchen einzelfallbezogenen Prüfung von Sachkriterien als gleichwertig erweisen sollten, hätte die Beklagte ein Losverfahren durchführen dürfen (…) [VG Osnabrück]

Was bringt das neue Spielhallengesetz im Endeffekt?

  • zirka 20.000 Arbeitsplätze gehen verloren
  • wirtschaftlichen Einbußen in Millionenhöhe
  •  Vergnügungssteuer für Kommunen halbiert (793,34 Mio. Euro)
  • Abwanderung in teilweise illegale  Online Casinos

Unterm Strich gibt es nur steuerliche und wirtschaftliche Verluste! Und durch Arbeitslosigkeit sogar noch zusätzliche Kosten.

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Das eigentliche Ziel, der Spielerschutz bzw. Eindämmung der Spielsucht, wird mit dem neuen Spielhallengesetz (100 Meter Abstand zur nächsten Spielothek) keineswegs erreicht. Kranke Spieler (600.000 Menschen in Deutschland) werden weiter einen Weg finden, um an Glücksspielangebote zu kommen. Und dass der Glücksspielstaatsvertrag nicht mit EU Recht zu vereinbaren ist, sollte auch bekannt sein. Die europäische Dienstleistungsfreiheit hat oberste Priorität!

Was sollte man daher machen?

Entweder alle Glücksspielangebote verbieten oder alle eben zulassen. Da alle Glücksspiele verbieten aber nicht funktioniert, sollte man alle Glücksspiele freigeben. Der Mensch sollte selber entscheiden, ob er spielt oder nicht. Ein Bevormundung durch den Staat hat auch in der vergangenen Geschichte der Menschheit nichts gebracht. Und wer spielen will, der spielt auch trotz Verbot.

So ticken pathologische Spieler

Studie über pathologische Spieler veröffentlicht

Pathologische Spieler sitzen am liebsten an Spielautomaten, rauchen mindestens 1-2 Schachteln Zigaretten pro Tag und trinken gerne Bier oder anderen Alkohol. Meist leiden sie unter Depressionen und denken zuweilen auch mal über Selbstmord nach. So in etwa lautet fas ernüchterne Fazit einer Studie zum Thema pathologische Spieler –

Auszug aus der Pressemitteilung der Studie über pathologische Spieler:

(…) Ergebnisse der klinischen Untersuchungen
Zusammengefasst weist die Untersuchung an 515 Patienten die Automatenspiele mit 87 Prozent als die eindeutig präferierte Spielform auf, gleichzeitig fand sich eine hohe Belastung an substanzbezogenen Abhängigkeiten (Nikotin 80 Prozent, Alkohol 28 Prozent). Ebenfalls häufiger als in der „Normalbevölkerung“ waren Depressionen (16 Prozent) sowie Persönlichkeitsstörungen. Darüber hinaus berichteten 16 Prozent der Spieler von mindestens einem Suizidversuch. Auch bei erstgradigen Verwandten fand sich – verglichen mit den Verwandten der Kontrollgruppe – ein überraschend hohes Vorkommen an Alkoholabhängigkeit (27,0 Prozent vs. 7,4 Prozent) und pathologischem Glücksspiel (8,3 Prozent vs. 0,7 Prozent). Dies stützt die Annahme ähnlicher Ursachen, möglicherweise auch einer erhöhten genetischen Belastung, zwischen beiden Störungsbildern und spricht für die Einordnung der Diagnose in das Kapitel der Suchtkrankheiten. Je jünger die Patienten beim ersten Glücksspiel waren, desto ausgeprägter war der spätere Schweregrad der Erkrankung. Vor allem dieser Befund erscheint im Hinblick auf präventive Maßnahmen von hoher Bedeutung (…) [zi-mannheim.de]

Durchgeführt wurde die Studie in Kooperation mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, dem Therapiezentrum Münzesheim im Kraichgau, der AHG Klinik Münchwies im Saarland und 22 Beratungsstellen in Baden-Württemberg.

pathologische spieler

Ein Satz hat uns dann doch angeregt, noch ein paar Zeilen dazu zu kommentieren:

„Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages 2008 sind die Bedingungen für die Erforschung und Therapie des pathologischen Spielens deutlich verbessert worden.“

Natürlich sind sie das, denn die Zahl der pathologischen Spieler hat sich ja in Deutschland auch seit dem Jahre 2008 kräftig erhöht. Über 600.000 Menschen sollen angeblich deutschlandweit von Spielsucht in staatlichen Spielbanken und Spielhallen betroffen sein. Beste Voraussetzungen also, um hierzulande bei diesem Thema maximal zu forschen bzw. zu therapieren.

Spielsucht steigt – Einnahmen der Kommunen auch

Immer mehr Einnahmen für die Kommunen auf Kosten der Spielsucht

Das geht aus einer neuen Untersuchung des Arbeitskreises Spielsucht aus Unna hervor. Diese erfasst die Zahl der Glücksspielgeräte von insgesamt 1643 deutschen Kommunen mit über 10.000 Einwohnern. Viele Städte verdienen am Glücksspiel, so mit Vergnügungssteuer und Spielgerätesteuer. Wohin das Geld fließt? Natürlich in den allgemeinen Haushalt.

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(…) Das Untersuchungsgebiet umfasst alle 1.576 Kommunen der Bundesrepublik Deutschland mit über 10.000 Einwohnern sowie 56 Kommunen Nordrhein-Westfalens und 13 Kommunen des Saarlandes mit unter 10.000 Einwohnern. Diese beiden Länder sind mit insgesamt 396 (NRW) bzw. 52 (Saarland) Städten und Gemeinden kommunal überschaubar strukturiert und können somit in ihrer Gesamtheit dokumentiert werden. Insgesamt wurden 1.645 Kommunen vom Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. angeschrieben, von denen 1.643 bzw. 99,9% auswertbare Angaben machten. Der vom Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. dokumentierte Markt repräsentiert ausschließlich Spielhallen und Geldspielgeräte in diesen Kommunen und nicht den Gesamtbestand in Deutschland, denn:

9.448 Kommunen Deutschlands mit unter 10.000 Einwohnern können ob des Arbeitsaufwandes nicht erfasst werden. Selbstverständlich befinden sich auch in zahlreichen Kommunen dieser Größenklasse Spielhallen und Geldspielgeräte in gastronomischen Betrieben (…)

Die Ergebnisse der Untersuchung nach dem jeweiligen Bundesland kann man hier einsehen.

Fördert die Migration das Glücksspiel?

Oder so ähnlich lautet derzeit eine Studie der Uni Lübeck:

Die Universität zu Lübeck führt derzeit eine Studie zum Glücksspielverhalten von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund durch. Zur Teilnahme an der Studie werden noch Männer und Frauen gesucht, die in der letzten Zeit um Geld gespielt haben. In einem landesweit angelegten Projekt möchten die Forscher Risikofaktoren für problematisches Glücksspielen und mögliche Schutzfaktoren für gesunde Verhaltensweisen erforschen. Hierzu sollen auch Personen befragt werden, die zwar ab und zu Glücksspiel betreiben, aber kein Spielproblem haben.

Personen können an der Studie teilnehmen, wenn sie zwischen 16 und 30 Jahre alt sind und wenn sie in der letzten Zeit regel- oder unregelmäßig an Glücksspielen teilgenommen haben. Unter Glücksspielen verstehen die Forscher insbesondere Spielen an Automaten, Sport- oder Pferdewetten, Casinospiele oder Glücksspiel im Internet, Kartenspiele mit Geldeinsatz sowie das Kaufen von Rubbellosen.

Ein Mitarbeiter der Universität Lübeck führt mit Interessierten ein telefonisches Kurzinterview durch um festzustellen, ob sie für die Studie infrage kommen. Ist dies der Fall, wird ein Termin für ein ausführliches Telefongespräch vereinbart. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 0451/500-98759.

hl-live.de

Wer also etwas Geld für die nächste Session in der Spielhalle oder Spielothek benötigt, kann gerne mal bei der Telefonnummer an der Uni anrufen. Leider werden nur die Menschen ohne Migrationshintergrund es hier leider mitbekommen. Denn die vielen orientalischen und nordafrikanischen  Neubürger können meist weder lesen noch schreiben – und selbst wenn, sind sie leider fast immer nicht der deutschen Sprache mächtig. Schade also. Die neue Zielgruppe für das Glücksspiel in Deutschland wird leider schwer zu finden sein.

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