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Kategorie: Spielerschutz

Weniger Spielhallen – weniger Steuern, weniger Arbeitsplätze

Verschärfte Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag für Spielhallen

So soll die Glücksspielsucht bekämpft werden. Doch die Nebenwirkungen sind übel – weniger Steuereinnahmen, Verlust von Arbeitsplätzen, Abwanderung der Spieler in das Internet. So berichtet die Stadtzeitung, was eigentlich schon alle wussten: 

(…) In Zahlen würde dies bedeuten, dass bundesweit schätzungsweise 37.000 Beschäftigte in den Spielhallen in Vollzeit, Teilzeit oder als Minijob direkt betroffen wären, darüber hinaus aber auch noch mal bis zu 20.000 Beschäftigte aus der Zulieferindustrie um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen. Gemäß der Studie von Smartcon würde aber auch der Staat selbst zu den großen Verlierern dieser Entwicklung gehören. Denn allein bei der Vergnügungs-, und Umsatzsteuer erwarten Experten nach Inkrafttreten der neuen Regelungen Verluste für den Staat in Milliardenhöhe. Dass die gesamte Glücksspielbranche jetzt in dieses Fahrwasser gerät, ist keine neue Entwicklung, denn bereits im Jahre 2011 hatten die Ministerpräsidenten der Bundesländer Änderungen auf dem Weg gebracht, welche zum Ziel hatten, die Glücksspielsucht effektiver zu bekämpfen (…) [sz.de]

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Und während nun die Spieler zu Tausenden in das Internet und deren Online Casinos abwandern werden, schauen der Fiskus bzw. die Städte und die Gemeinden bei dieser unnützen politischen Entscheidung komplett in die Röhre! Denn die Spielsucht wird auf jeden Fall nicht ausgebremst. Vielmehr wird sie nun nur verlagert. Im Endeffekt aber nur eine weitere fatale Entscheidung von vielen, welche zur Zeit in Deutschland von Politikern gefällt werden…

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Spielerschutz in Online Casinos bestens

Während es bundesweit in Spielotheken und Spielhallen keinen effektiven Spielerschutz in Form einer Selbstsperre für suchtgefährdete Spieler gibt, ist das online in den Casinos mit nur wenigen Klicks möglich. Vor zirka einem Jahr hatten wir uns zu Testzwecken online in einem Casino registriert und anschließend auf unbestimmte Zeit gesperrt. Nun haben wir einen weiteren Test diesbezüglich durchgeführt und versucht uns erneut anzumelden.  No Chance, denn die Online Casinos halten sich an ihre harten Regeln unter EU Lizenz.

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(Screenshot: Quasargaming )

Test Selbstsperre Spielerschutz: Selbst via Facebook wurde der Account sofort zugeordnet und ebenfalls der Zugang zum Automaten Angebot verwehrt. Unser Fazit daher –  besser geht es einfach nicht!

Nun wird man sicherlich das Argument anführen, dass man sich unter falschen Daten mit neuer IP trotzdem wieder im Online Casino anmelden kann. Das stimmt zwar, doch spätestens bei der ersten Einzahlung wird über die Kontodaten der Schwindel auffliegen. Weder Einzahlung noch Auszahlung können somit getätigt werden.

Zur rechtlichen Situation in Deutschland:

Nur in staatlichen Spielbanken besteht die Möglichkeit der Selbstsperre via Formular. Durch Kontrollen am Einlass kann dies auch effektiv kontrolliert werden. Für die gewerblichen Spielhallen gelten in den Bundesländern unterschiedlichen Regelungen: Während Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden- Württemberg zentrale Sperrsysteme eingerichtet haben oder noch einrichten wollen, besteht in anderen Bundesländern nur die Möglichkeit, sich in einzelnen Spielhallen sperren zu lassen. In Bayern und wenigen anderen Bundesländern besteht überhaupt kein Rechtsanspruch auf eine Spielsperre und eine entsprechende Verpflichtung der Spielhallenbetreiber. Einige Anbieter vergeben auf Wunsch und mit der Begründung einer Glücksspielsucht jedoch freiwillige Hausverbote.

Vergleich Selbstsperre Online Casinos, Spielbanken und Spielotheken:

  1. Online Casinos – Top
  2. Spielbanken – Sehr gut
  3. Spielotheken – Ungenügend

Städte und Kommunen vor dem Suizid

Spielhallen und Spielotheken werden geschlossen

… und aus Gründen des vermeintlichen Spieler-Schutz drehen sich so die klammen Städte und Kommunen den eigenen Geldhahn zu. 


*Für fünf Spielhallen in Hamm bedeutet der 30. November „Endspiel“: Sie werden keine Genehmigung für einen weiteren Betrieb ab dem 1. Dezember 2017 erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt das Ordnungsamt nach einer detaillierten Prüfung aller Betriebe.

Und das Ende vom Lied…

Das große Zocken geht natürlich weiter, denn die Spieler wandern in das un-regulierte Internet ab und verzocken nun dort ihre Kohle. Allerdings sind dort die Städte und Kommunen außen vor. Dann gibt es nämlich keine Steuereinnahmen mehr für die ohnehin klammen Gemeinden. Der eifrige Amtsschimmel sägt sozusagen an dem Ast auf dem er sitzt. Und das ist irgendwie momentan in allen Bereichen dieses Landes zu beobachten. Also weiter Kurs voraus – ohne nachzudenken.

Neues Spielhallengesetz wackelt schon bei ersten Klagen

Losverfahren darf nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden

So informiert das Verwaltungsgericht Osnabrück gestern via Pressemitteilung zum Thema Losverfahren gegen Spielhallenbetreiber –

(…) …habe die Beklagte kein ordnungsgemäßes Auswahlverfahren zwischen konkurrierenden Spielhallen durchgeführt, indem sie die Erlaubnisse generell im Losverfahren vergeben habe. Vielmehr hätte sie sachliche Auswahlkriterien – wie beispielsweise die persönliche Zuverlässigkeit der Spielhallenbetreiber, deren Vertrauensschutz, das Alter der Bestandsspielhallen, die örtliche Lage der Spielhallen in Bezug auf von Kindern und Jugendlichen besuchten Einrichtungen, die Qualität des Sozialkonzepts, die wirtschaftliche Bedeutung der Schließung für die Spielhallenbetreiber und die bestmögliche Ausschöpfung der Gebietskapazität – im Einzelfall prüfen müssen. Erst wenn sich mehrere in Konkurrenz stehende Spielhallen nach einer solchen einzelfallbezogenen Prüfung von Sachkriterien als gleichwertig erweisen sollten, hätte die Beklagte ein Losverfahren durchführen dürfen (…) [VG Osnabrück]

Was bringt das neue Spielhallengesetz im Endeffekt?

  • zirka 20.000 Arbeitsplätze gehen verloren
  • wirtschaftlichen Einbußen in Millionenhöhe
  •  Vergnügungssteuer für Kommunen halbiert (793,34 Mio. Euro)
  • Abwanderung in teilweise illegale  Online Casinos

Unterm Strich gibt es nur steuerliche und wirtschaftliche Verluste! Und durch Arbeitslosigkeit sogar noch zusätzliche Kosten.

Merkur Spielothek

Das eigentliche Ziel, der Spielerschutz bzw. Eindämmung der Spielsucht, wird mit dem neuen Spielhallengesetz (100 Meter Abstand zur nächsten Spielothek) keineswegs erreicht. Kranke Spieler (600.000 Menschen in Deutschland) werden weiter einen Weg finden, um an Glücksspielangebote zu kommen. Und dass der Glücksspielstaatsvertrag nicht mit EU Recht zu vereinbaren ist, sollte auch bekannt sein. Die europäische Dienstleistungsfreiheit hat oberste Priorität!

Was sollte man daher machen?

Entweder alle Glücksspielangebote verbieten oder alle eben zulassen. Da alle Glücksspiele verbieten aber nicht funktioniert, sollte man alle Glücksspiele freigeben. Der Mensch sollte selber entscheiden, ob er spielt oder nicht. Ein Bevormundung durch den Staat hat auch in der vergangenen Geschichte der Menschheit nichts gebracht. Und wer spielen will, der spielt auch trotz Verbot.

Selbstsperre – eigener Spielerschutz

Selbstsperre vor Spielsucht

Ein aktuelles Urteil zeigt, dass eine echte Selbstsperre zum eigenen Spielerschutz hierzulande in Spielhallen und Spielothek nicht möglich ist. So berichtet der Spiegel:

(…) Zwei Spielsüchtige sind vor Gericht damit gescheitert, zum Selbstschutz Sperren in Spielotheken zu erzwingen. Das Landgericht Bielefeld hat eine Klage der Männer gegen die Merkur-Spielotheken abgewiesen.Der Fachverband Glücksspielsucht (FAGS) hatte die Klage im Namen der beiden Spieler aus Bielefeld und Paderborn eingereicht. Merkur, das zum Gauselmann-Konzern gehört, lehnte die Hausverbote mit der Begründung ab, in Nordrhein-Westfalen fehle dafür die gesetzliche Grundlage. Das Unternehmen führte zudem an, der Datenschutz hindere die Spielhallen an einer lückenlosen Überwachung. Man könne sich nicht von jedem Spieler den Personalausweis zeigen lassen (…) [spiegel.de]

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Sicherlich ein weitere Grund den hervorragenden Spielerschutz inklusive Selbstsperre in Online Casinos an dieser Stelle zu erwähnen. So kann nämlich in allen europäisch-lizenzierten Casinos im Internet innerhalb von wenigen Klicks eine Selbstsperre erstellt werden, welche dann über eine bestimmte Zeit bzw. für immer erwirkt werden kann. So stellt man sich echten Spielerschutz vor! Und gerade in NRW hätte man sich doch zumindest auch etwas in diese Richtung gewünscht:

Etwa 40 000 Glücksspielsüchtige gibt es in NRW, schätzt Ilona Füchtenschnieder-Petry, Leiterin der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW. „Weitere 40 000 haben Probleme mit dem Glücksspiel und dazu kommen die Angehörigen, die erheblich leiden.“ Etwa 150 Patienten mit diesem Krankheitsbild behandelt die Johannesbad-Fachklinik als NRW-Schwerpunkt Einrichtung im Jahr. Dabei sei die Automaten-Sucht mit 70 bis 80 Prozent der Abhängigen weiterhin das größte Problem. (spielotheka.de)

Insgesamt sollen es nach Schätzungen über 600.000 Spielsüchtige hierzulande sein. Eine erschreckende Zahl, wenn man bedenkt, dass wir ja angeblich den allerbesten Spielerschutz durch eine hiesige staatliche Überwachung haben. Zumindest schreibt man sich das aus Monopol-gründen ganz fett auf die Fahnen. Eine Selbstsperre für Spielsüchtige wäre da zumindest ein Anfang gewesen. Doch auch diese Chance wurde einmal mehr wieder verpasst. Oder vielleicht gar nicht gewollt?

Gesichtskontrolle in Spielhallen – Face Check

Fotoabgleich direkt nach Eintritt in die Spielothek

Datenschützern wird diese Meldung wohl die Haare zu Berge stehen lassen. Und gerade in Zeiten, wo wirklich alles irgendwie gehackt wird, machen solche Meldungen wirklich Angst. Mit einem so genanntem Facecheck sollen spiel-süchtige und zu junge Spieler unter 18 Jahren gefiltert werden.

(…) Beim Jugend- und Spielerschutz wollen deutsche Spielhallen zunehmend auf elektronische Gesichtskontrollen am Eingang setzen. Beim „Face-Check“ sollen zu junge Spieler und gesperrte Spielsüchtige erkannt und dem Personal gemeldet werden, hieß es beim Start eines Pilotprojekts in einer Spielothek in Stuttgart. Die Daten würden nach 30 Sekunden gelöscht, versicherten die Entwickler (…)

Face detection

Gut bei manchen Leute wäre es sicherlich von Vorteil, wenn sie schon zu Hause die Türe öffnen,  sofort einen automatischen Riegel vorzuschieben. Doch um diese Leute soll es ja überhaupt nicht gehen. Vielmehr um die Spielsüchtigen gleich am Eingang zur Spielhalle herauszufinden – immerhin 600.000 sollen es ja schon nach letzten Schätzungen in Deutschland mittlerweile sein.

Fazit: Eine wirklich tolle Idee, denn sollte es funktionieren, wären wohl die zahlreichen Zockerbuden hierzulande plötzlich wie ausgefegt und der letzte Rest der Kundschaft auch noch ins Internet verschwunden. Und da soll ja bekanntlich vor 2018 erstmal gar nichts mehr in Sachen Regulierung passieren. Zumindest dort gibt es aber echten Spieler, – und Altersschutz in den eu-lizenzierten Online Casinos. Jeder muss mit Pass und Kreditkarte einen Alternachweis erbringen. Und eine Selbstsperrung dauert meist auch nur einen Klick.

Retroartikel: Weniger Gewinne – mehr Spielsucht

16
APR 2013
Weiterer Anstieg bei den Zahlen: Spielautomaten und Spielsucht auf Rekordhöhe

So berichtet AFP ganz aktuell:

In Deutschland waren im vergangenen Jahr rund 265.000 Geldspielautomaten – und damit so viel wie noch nie, aufgestellt. Die Aufsteller erzielten einen Rekord-Umsatz von über 4,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es nur 262.000 Automaten, in 2005 noch 183.000. Die ermittelten Daten gehen aus einem Gutachten hervor, das das Münchner ifo-Institut im Auftrag der deutschen Automatenwirtschaft hat.
Nach einer aktuellen Auflistung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen haben 2011 rund 16.800 Spielsüchtige Hilfe in ambulanten Beratungsstellen gesucht. Der Großteil war von Automatenspielsucht betroffen. Im Vergleich zum Jahr 2005 haben sich diese Zahlen verdreifacht.
Eigentlich sollten die politischen Maßnahmen (TR 4.1) seit Januar 2011 zu einer Eindämmung der Zahlen bei Neuaufstellungen von Spielautomaten sowie Spielsucht führen. Erreicht hat man aber mit dieser Fail-Aktion leider nur eins, nicht nur die Umsätze sondern auch die Gewinne der Betreiber sind auf Rekordniveau im vergangenen Jahr gestiegen – ergo daraus resultierend auch höhere Steuereinnahmen für den Fiskus. Der aufmerksame Beobachter wird dabei sehr schnell eine geplante Vorsätzlichkeit in Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik erkennen! Diese Scheinheiligkeit stinkt noch schlimmer als ein Fass fauler Fische!

Bezahlt haben die Zeche natürlich wieder einmal mehr die Spieler, denn mit der Einführung des Gewinn von maximal 1000 Euro bei gleichbleibenden Maximaleinsatz ist das geschäftliche Risiko für Betreiber deutlich reduziert wurden. Der Anreiz für neue Spielhallen und mehr Automaten wurde mit dieser Regelung natürlich angehoben und nicht reduziert. Aber auch die Auszahlungsbeschränkung von maximal 500 Euro pro Stunde ist mehr als fraglich. Und was soll eigentlich in puncto Spielsuchtbekämpfung erreicht werden, wenn ein spielsüchtiger Zocker weitere zwei Stunden bei der Auszahlung in der Spielhalle gehalten werden soll – richtig geraten?!

Retroartikel: Spielsucht bei Kindern und Jugendlichen

Laut Landesgesundheitsamt in Baden-Würtenberg gibt es dort offiziell 34 100 Spielsüchtige. Davon sind immer mehr Jugendliche und junge Menschen betroffen, warnen die Experten. Die Zahl der regelmäßigen Spieler zwischen 12 und 17 Jahren liege bei 40 Prozent.
Die angedachten Schutzmaßnahmen seitens der Politik seien bei weitem noch nicht ausreichend, so berichtet das Tagblatt. Die Rangliste der Glücksspiele führt aber immer noch der Geldspielautomat in Gaststätten und Bistros an. Auf den weiteren Plätzen folgen die Spielhallen und Online-Kasinos. Betroffen seien vor allem junge Männer und insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie sozial Schwächere.
Keine Ahnung, wie diese Zahlen zustande gekommen sind und wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart das überhaupt errechnen konnte? Ich finde die Zahl erschreckend hoch. Offiziell ist das Spielen am Geldspielgerät nämlich erst ab 18 Jahren erlaubt! Jedoch in Kneipen und Bistros sowie an Autobahn-Tankstellen ist es natürlich wirklich kein Problem für Kinder und Jugendlichen in Kontakt mit Spielautomaten zu kommen. Und nicht jeder Wirt schaut da schon genau hin, wenn er damit zusätzliches Geld verdienen kann.

In den Spielhallen jedoch gehe ich davon aus, dass dort intensiver kontrolliert wird und kaum Minderjährige die Möglichkeit haben um Geld an den Automaten zu spielen. Zumindest habe ich als gelegentlicher Besucher noch nie einen Zwölfjährigen in einer Spielothek spielen sehen. Die Strafen bis hin zum Konzessionsentzug wird wohl kein Aufsteller riskieren wollen. Von daher verstehe ich nicht, wie Spielhallen auf Platz 2 hinter Bistros und Kneipen geführt werden? Sicherlich gibt es Ausnahmen und gelegentliche Fälle von Mißachtung der Jugendschutzgesetze in Spielsaloons, aber das ist die Ausnahme.

Auch im Internet ist es kein Problem, dass diese Altersgruppe in Kontakt mit Online-Slots kommt – das stimmt. Jedoch geht es dort nur im kostenlosen Spielbetrieb, also ohne jegliche Geldgewinne. Um in den Online-Kasinos im Echtgeldmodus spielen zu können, muss zunächst der Altersnachweis mittels Kopie des Personalausweises sowie einer aktuellen Rechnung erbracht werden. Hier bestehen also kaum Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, diese Sperre zu umgehen. Meiner Meinung nach ist der Jugendschutz im Internet am besten gegeben.

Jugendschutz in Online Casinos

Online Casino Portale sind ab 18 Jahre

Und sie bedürfen daher einem besonderen Schutz für Kinder und Jugendliche. Das ist auch gut so, denn wer will schon, dass Minderjährige schon recht zeitig mit dem Glücksspiel konfrontiert wird.

So muss in Online Casinos vor dem Echtgeldspiel zunächst ein Alternsnachweis in Form einer Kopie des Pass oder Personalausweis digital beim Glücksspielanbieter vorgelegt werden. Zudem wird vom Spieler ein weiteres aktuelles Dokument, wie zum Beispiel eine Telefonrechnung, vor der ersten Auszahlung verlangt. Neben dem Spielerschutz wird so auch der Geldwäsche in Online Casinos entgegen gewirkt. Nach unserer Meinung ist dieser Schutz sehr wirkungsvoll und hält Kinder und Jugendliche vom unerlaubten Spiel ab.

Schlechter sieht es da bei Automaten in Kneipen, Tankstellen oder Cafes aus. Nicht nur, dass Minderjährige unbehindert Zugang erhalten, an solchen Geräten in dunklen Ecken kann auch von Minderjährigen an Spielautomaten gespielt werden. Aber auch Lotto oder Toto in den Annahmestellen in Supermärkten oder großen Einkaufspassagen bringen für die junge Generation bereits den ersten Kontakt mit dem Glücksspiel.

Spielsucht

Thema Spielsucht  – Fiskus verdient kräftig mit

(…) Verantwortlich sind zu einem großen Teil die 269.000 gewerblichen Geldspielautomaten in Spielhallen, Gaststätten und Imbissbetrieben (2.000 Geräte mehr als 2013), die 2014 allein 20,5 Mrd. Euro Umsatz erzielten und damit für ein Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sorgten. Die Geräte sind der mit Abstand größte Umsatzträger legaler Spielangebote in Deutschland. Ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug 59,2%. Den Aufstellern der Geldspielgeräte verblieb im Jahr 2014 ein Bruttospielertrag (Spieleinsätze abzüglich Gewinnauszahlungen, ohne Kostenanrechnung) von 4,7 Mrd. Euro, das sind 3,3% mehr als im Vorjahr (…) [psychologie-aktuell.de]

…und während man sich in vielen Bundesländern noch nicht mal für Spielotheken und Spielhallen sperren lassen kann, ist dies im Internet schon mit nur wenigen Klicks möglich. In puncto Jugendschutz, Alterschutz und Spielerschutz haben die privaten Online Casino Anbieter im Internet also deutlich die Nase vorn.