Spielotheka.de: Spielautomaten News

Novoline, Merkur und Bally Wulff Spielautomaten

Kategorie: Spieler (Seite 1 von 2)

Lukas Podolski macht nun auch Sportwetten

Nach Oliver Kahm nun Lukas Podolski als Glücksspiel Botschafter

Der nette Spieler von nebenan, Lukas Podolski als Werbemensch für die Firma Gauselmann.

So unterzeichnete der Fußball-Weltmeister einen Vertrag mit dem zu
Gauselmann gehörenden Sportwettenanbieter XTip. „Lukas Podolski ist
sportlich ein Überflieger mit Bodenhaftung. Er passt perfekt zu uns.“

Und na klar passt er dazu. Persönlich könnte mir keinen besser vorstellen als Lukas Podolski! Warum, weil er einfach der einfache Typ ist, der von den Fans geliebt wird. Ich würde sogar behaupten, dass er besser als Oliver Kahn für Tipico passt. Leider wurde er zuletzt von den staatlichen Medien dafür massiv diskreditiert. Eine Art Staatspropaganda gegen das private Glücksspiel über die wir zuletzt berichteten.

Zocker wählen welche Partei?

Bundestagswahl 2017 Abstimmung

Wen würden denn die Spieler in den Spielhallen, Spielotheken,Spielbanken, Spielcasinos oder auch die Besitzer solcher Glücksspiel Tempel in Deutschland wählen? Laut offiziellen Umfragen wird Frau Merkel mit großer Mehrheit wieder Bundeskanzlerin, doch Abstimmungen fernab der Mainstream Medien sagen da vielerorts etwas anderes aus.

Aber auch die Tour von Angela Merkel wurde von Buh Rufen und lautstarken Pfiffen begleitet.  Da könnte sich also gewaltig etwas in unserem Land nach der Bundestagswahl 2017 ändern. Und bekanntlich hatte ja die CDU/SPD auch nicht viel politisch-sinnvolles in ihrer Amtszeit in Sachen EU-konformes Glücksspiel unternommen. Ganz im Gegenteil, um das staatliche Monopol samt ihrer großzügigen Gehälter zu halten, wurden private Anbieter eingeschränkt. Noch nicht mal die dreimalige Bemängelung hielt sie davon ab – zu stark der warme Geldregen aus dem prall gefülltem Lotto-säckel.

Wen sollte man nun eigentlich wählen, wenn man gerne selber entscheiden möchte, ob und wie viel man spielen möchte? Eigentlich ist das die liberale FDP die einzige Partei, welche gegen staatliche Bevormundung bzw. gegen Nanni Diktatur und Überwachung ist. Doch sie ist auch bekannt als Lobby Partei, und deshalb auch mit größter Vorsicht zu genießen. Wir wollen daher lieber keine Empfehlung zur Bundestagswahl geben.

So wählen Freunde des Glücksspiel – bitte teilnehmen: 

Bundestagswahl 2017

  • CDU - 0
  • SPD - 0
  • AFD - 4
  • FDP - 4
  • LINKE - 0
  • GRÜNE - 0
  • NPD - 0
  • ANDERE - 0
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So ticken pathologische Spieler

Studie über pathologische Spieler veröffentlicht

Pathologische Spieler sitzen am liebsten an Spielautomaten, rauchen mindestens 1-2 Schachteln Zigaretten pro Tag und trinken gerne Bier oder anderen Alkohol. Meist leiden sie unter Depressionen und denken zuweilen auch mal über Selbstmord nach. So in etwa lautet fas ernüchterne Fazit einer Studie zum Thema pathologische Spieler –

Auszug aus der Pressemitteilung der Studie über pathologische Spieler:

(…) Ergebnisse der klinischen Untersuchungen
Zusammengefasst weist die Untersuchung an 515 Patienten die Automatenspiele mit 87 Prozent als die eindeutig präferierte Spielform auf, gleichzeitig fand sich eine hohe Belastung an substanzbezogenen Abhängigkeiten (Nikotin 80 Prozent, Alkohol 28 Prozent). Ebenfalls häufiger als in der „Normalbevölkerung“ waren Depressionen (16 Prozent) sowie Persönlichkeitsstörungen. Darüber hinaus berichteten 16 Prozent der Spieler von mindestens einem Suizidversuch. Auch bei erstgradigen Verwandten fand sich – verglichen mit den Verwandten der Kontrollgruppe – ein überraschend hohes Vorkommen an Alkoholabhängigkeit (27,0 Prozent vs. 7,4 Prozent) und pathologischem Glücksspiel (8,3 Prozent vs. 0,7 Prozent). Dies stützt die Annahme ähnlicher Ursachen, möglicherweise auch einer erhöhten genetischen Belastung, zwischen beiden Störungsbildern und spricht für die Einordnung der Diagnose in das Kapitel der Suchtkrankheiten. Je jünger die Patienten beim ersten Glücksspiel waren, desto ausgeprägter war der spätere Schweregrad der Erkrankung. Vor allem dieser Befund erscheint im Hinblick auf präventive Maßnahmen von hoher Bedeutung (…) [zi-mannheim.de]

Durchgeführt wurde die Studie in Kooperation mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, dem Therapiezentrum Münzesheim im Kraichgau, der AHG Klinik Münchwies im Saarland und 22 Beratungsstellen in Baden-Württemberg.

pathologische spieler

By Alexander Blum ([1]) (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Ein Satz hat uns dann doch angeregt, noch ein paar Zeilen dazu zu kommentieren:

„Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages 2008 sind die Bedingungen für die Erforschung und Therapie des pathologischen Spielens deutlich verbessert worden.“

Natürlich sind sie das, denn die Zahl der pathologischen Spieler hat sich ja in Deutschland auch seit dem Jahre 2008 kräftig erhöht. Über 600.000 Menschen sollen angeblich deutschlandweit von Spielsucht in staatlichen Spielbanken und Spielhallen betroffen sein. Beste Voraussetzungen also, um hierzulande bei diesem Thema maximal zu forschen bzw. zu therapieren.

Wann spielen – wann nicht spielen?

Spielen am Spielautomat

Immer wieder gern gestellte Fragen sind: Wann es sich lohnt – und wann es sich eher nicht lohnt an Spielautomaten zu spielen. Dazu hatten wir ja bereits eine Gesamtstatistik der Tage auf unserer Webseite vor einiger Zeit veröffentlicht. Doch gibt es auch eine allgemeine Faustregel für das Bespielen von Automaten? Dazu haben wir in einem interessantem YouTube Video etwas gefunden.  Ob es stimmt? Keine Ahnung, aber es klingt zumindest auf den ersten Blick doch recht logisch. 

Grundregeln zum Spiel an Geldspielgeräten:

– Spielt nur dann, wenn andere nicht gerade vor den Geräten sitzen
– Zum Beispiel wenn andere Spieler schlafen
– Oder kein mehr Geld zum Spielen haben
– Das bedeutet, spielen sie immer zum Ende des Monats
– Oder alternativ zum Ende der ersten Monatshälfte
– Spielt bei schlechtem Besuch einer Spielhalle
– Das ist Nachts oder Morgens an Werktagen

– Vermeidet am Anfang des Monats zu spielen
– Oder wenn alle viel Geld in der Tasche haben
– Nicht in überfüllten Hallen zocken
– Auch nicht sollte man an Feiertagen spielen
– Nicht an Zahltagen, wie am 30. oder 15. des Monats
– Spielt nicht sofort mit hohen Einsätzen
– Niemals ohne Limit an den Automaten spielen

SpielerFinnland

By No machine-readable author provided. Plenz assumed (based on copyright claims). [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Fazit: Spiel ist immer auch reine Glückssache. Alle ernst gemeinten Tipps und Tricks zu Statistiken unterliegen daher dem Glück. Diese Anleitung zum Spiel (en) funktioniert daher auch nur bedingt und eben nicht zwingend. Grundsätzlich ist die Auszahlungsquote in Online Casinos höher als in Spielotheken. Daraus resultiert, dass man Geld eher in Casinos im Internet investieren sollte. Natürlich kann in Spielotheken auch gewonnen werden, doch die hohen Steuern und Abgaben sowie die vorgeschriebenene Gewinnbegrenzung verhindern satte Auszahlungen. Wer also gerne Merkur, Novoline oder am Bally Wulff spielt, findet in Online Casinos mit dieser Software bessere Alternativen. Was allerdings wiederum auch nicht bedeutet, dass man dort auch am Ende mehr gewinnt. Klingt wirklich verrückt, ist es auch…

Abzockerei in Spielhallen? Warum greift die Politik nicht ein

Spieler in Spielhallen haben immer öfter das Gefühl massiv abgezockt zu werden

Neue Beschränkungen, neue Einschränkungen, mehr Abgaben, mehr Steuern –  am Ende bleibt immer weniger für den Spieler in den Spielotheken. Viele Spieler haben die Spielhallen längst in Richtung Internet verlassen, doch der Stamm an spiel süchtigem Klientel sitzt immer noch vor den Automaten. Dazu haben wir wieder einmal einen interessanten Thread im Forum für Spielautomaten gefunden: 

(…) Wie man nicht nur hier im Forum lesen kann, ist es mit dem Vertrauen der Spieler in die Hallen nicht allzu weit her. Viele glauben an ein „manuelles Eingreifen“ der Hallenbetreiber – besser gesagt vieler Hallenbetreiber – in die Spielabläufe. Ob online, per getürkter Software oder wie auch immer. Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Gedanke sicherlich nicht. Auch viele Politiker haben einige Bedenken. Ich frage mich nur: Wie ist es angesichts dieser Tatsache überhaupt möglich, dass eine Spielerkarte in den Hallen noch immer nicht Pflicht ist. Angesichts der enormen Umsätze und dem mit Sicherheit nicht immer ganz ehrlichem Umgang mit Spielern und dem FA – Der Spieler ist – wenn ein Betrug mal auffliegen sollte – einmal mehr der Dumme. In jedem Laden bekommt er eine Quittung über seinen Kauf. In der Halle kann er nicht einmal beweisen, dass und in welcher Höhe er geschädigt wurde – wenn’s denn mal soweit ist.

Es wird von den Herstellern und Betreibern behauptet, dass eine Umrüstung nicht so schnell durchzuführen sei. Ich halte dagegen: Wenn mal jemand auf den Gedanken kommen würde, eine „einstweilige Verfügung“ gegen den Betrieb der Daddelhallen zu erwirken (weil es z.B. keine Belege für den Kunden gibt), wären innerhalb weniger Tage sämtliche Automaten umgerüstet. Neue Softwareupdates (zu Gunsten der Betreiber) sind auch innerhalb weniger Stunden überall aufgespielt. Wenn es zu Gunsten der Spieler wäre, würde es sicherlich einige Monate in Anspruch nehmen. Auch wenn der Vergleich ein wenig hinkt – das Prinzip ist das Gleiche und nicht unbedingt der Förderung des Vertrauens dienlich. Ganz im Gegenteil. Hier werden eine ganze menge Menschen vereimert – freundlich ausgedrückt (…) [spielautomatenforum.de]

Retroartikel: Spielsucht bei Kindern und Jugendlichen

Laut Landesgesundheitsamt in Baden-Würtenberg gibt es dort offiziell 34 100 Spielsüchtige. Davon sind immer mehr Jugendliche und junge Menschen betroffen, warnen die Experten. Die Zahl der regelmäßigen Spieler zwischen 12 und 17 Jahren liege bei 40 Prozent.
Die angedachten Schutzmaßnahmen seitens der Politik seien bei weitem noch nicht ausreichend, so berichtet das Tagblatt. Die Rangliste der Glücksspiele führt aber immer noch der Geldspielautomat in Gaststätten und Bistros an. Auf den weiteren Plätzen folgen die Spielhallen und Online-Kasinos. Betroffen seien vor allem junge Männer und insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie sozial Schwächere.
Keine Ahnung, wie diese Zahlen zustande gekommen sind und wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart das überhaupt errechnen konnte? Ich finde die Zahl erschreckend hoch. Offiziell ist das Spielen am Geldspielgerät nämlich erst ab 18 Jahren erlaubt! Jedoch in Kneipen und Bistros sowie an Autobahn-Tankstellen ist es natürlich wirklich kein Problem für Kinder und Jugendlichen in Kontakt mit Spielautomaten zu kommen. Und nicht jeder Wirt schaut da schon genau hin, wenn er damit zusätzliches Geld verdienen kann.

In den Spielhallen jedoch gehe ich davon aus, dass dort intensiver kontrolliert wird und kaum Minderjährige die Möglichkeit haben um Geld an den Automaten zu spielen. Zumindest habe ich als gelegentlicher Besucher noch nie einen Zwölfjährigen in einer Spielothek spielen sehen. Die Strafen bis hin zum Konzessionsentzug wird wohl kein Aufsteller riskieren wollen. Von daher verstehe ich nicht, wie Spielhallen auf Platz 2 hinter Bistros und Kneipen geführt werden? Sicherlich gibt es Ausnahmen und gelegentliche Fälle von Mißachtung der Jugendschutzgesetze in Spielsaloons, aber das ist die Ausnahme.

Auch im Internet ist es kein Problem, dass diese Altersgruppe in Kontakt mit Online-Slots kommt – das stimmt. Jedoch geht es dort nur im kostenlosen Spielbetrieb, also ohne jegliche Geldgewinne. Um in den Online-Kasinos im Echtgeldmodus spielen zu können, muss zunächst der Altersnachweis mittels Kopie des Personalausweises sowie einer aktuellen Rechnung erbracht werden. Hier bestehen also kaum Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, diese Sperre zu umgehen. Meiner Meinung nach ist der Jugendschutz im Internet am besten gegeben.

Retroartikel: Tatsächliche Zahlen der Spielsucht

Wie hoch ist der tatsächliche Anteil der Spielsüchtigen?

Wir erinnern uns alle noch an seine letzte Aussage bei Sandra Maischberger: „Sollte nur ein Prozent meiner Einkünfte von kranken Menschen stammen, würde ich sofort aufhören!“ Paul Gauselmann ist neben Hersteller von Merkur Spielautomaten auch zugleich Vorsitzender der Automatenindustrie und Lobbyist sowie Parteispender der FDP – eben eine echte deutsche Ikone…

Doch irgendwie scheint er mit solchen Aussagen nicht nur bei Spielern auf pures Unverständniss zu stossen, nein auch die Betreiber von Spielhallen halten nun ganz offen dagegen. So zum Beispiel Nicole Lucas, sie ist Geschäftsführerin der Firma Finesse Event in Neugersdorf, die 21 Casinos in ganz Sachsen betreibt, darunter auch eins der größten in Zwickau, das “Cash Casino” an der Äußeren Dresdner Straße. Lucas schätzt den Anteil der Süchtigen unter ihren Gästen auf etwa 50 Prozent. “Aber die richtig Süchtigen”, sagt sie, “sehen wir eigentlich nur einmal im Monat. Die kommen, verspielen ihr ganzes Geld und gehen wieder.”, so ganz aktuell in der Freien Presse.

Letztere Zahlen klingen da auf jeden Fall schon vernünftiger, obwohl dies wahrscheinlich auch noch etwas geschönt dargestellt wurde. Laut unseren Schätzungen besteht der Anteil von Spielsüchtigen bei mehr als 80 Prozent aller Besucher in Spielhallen. Schaut man sich dort um, trifft man Monat für Monat immer die gleichen Leute mit durchaus ausgeprägtem Spielverhalten. Einmal im Monat trifft man die Hartz 4 Empfänger – nämlich zum Geldtag und dann meist nicht mehr. Dieses wichtige Geld zum Lebensunterhalt wurde dann bereits am ersten Tag verspielt. Der Rest der werktätigen Suchtspieler benötigt dann doch ein paar Tage länger…

» by admin on 02/21/2013

Aluhut: Bezahlte Spieler in den Spielotheken?

Wird in den Spielhallen manipuliert? Ja!

Schon oft haben wir hier auf unserer Webseite über Manipulationen in Spielhallen an den Automaten berichten. Ob mit Systemfehlern oder mit manipulierter Software – die Liste ist lang. Doch gibt es auch bezahlte Spieler im Auftrag der Spielhallen, um dort abzukassieren? Vorteil wäre dabei für den Betreiber Steuern durch Verluste zu senken bzw. sogar steuerfrei durch Gewinne des bezahlten Spieler zu kassieren.

Aus dem Forum:

(…) Mir ist aufgefallen, dass in den meisten Spielhallen bei uns immer kurz vorm 1. und 15. eines Monats immer die gleichen Spieler „gewinnen“. Wenn man an bestimmten Automaten spielen will und diese frei sind und die Halle leer ist, kommt sofort die Aufsicht und sagt, dass der Automat reserviert ist. Dann wir der mit 20 bis 50 Euro aufgetankt. Kurz danach kommt der bestimmte Spieler, spielt 2 Euro Einsatz und gewinnt jedesmal und an jedem Automaten zwischen 800 und 2000 Euro. Geht das noch mit rechten Dingen zu?

Genauso oft habe ich schon erlebt, das auf einem Gerät ein Zettel liegt „warte auf Techniker“ oder so. Plötzlich wird der Zettel für einen bestimmten Spieler entfernt. Einsatz pro Spiel 2 €uro… Gewinn immer um die 1500 €….

Der „normale“ Spieler kann um den 1. und 15. eines Monats (wenn er Geld bekommen hat und höhere Einsätze tätigt) nicht gewinnen. Gewinnlinien nur auf Minimaleinsätzen. Nach einigen Tagen (Kohle ist verzockt, nur noch kleine Einsätze möglich…) ist es genau andersherum. Gewinnlinien nur auf hohen Einsätzen, niedrige Einsätze gehen leer aus.

Ist das alles normal so?

Warum sind in jeder Spielhalle – sei sie noch so klein – wenigstens 5 Kameras?

In früheren Zeiten gab es bei den Daddelautomaten 2 Modi, Kneipenmodus (geringere Gewinne) und Spielhallenmodus (etwas höhere Gewinne). Die Gewinnausschüttung konnte in gewissem Maße (60% Auszahlquote mussten durchschnittlich eingehalten werden) vom Aufsteller eingestellt werden. Wie das bei den neuen Geräten ist, weis ich leider nicht, denke aber, das sich das nicht geändert hat. Und da es ja keine Mindestauszahlquote mehr gibt, drängen sich da ja die o.g. Möglichkeiten förmlich auf.
Angeblich soll ja ein online – Zugriff nicht möglich sein. Wie weit ist das an der Realität dran?

Allem Anschein nach sind die Automaten auch untereinander vernetzt. Sollte ein Automat mal einen höheren Gewinn geben, scheinen sich die anderen mehr oder weniger abzuschalten – was Gewinnlinien angeht. Macht jedenfalls den Eindruck.

Leider gibt es noch immer keine Spielerkarte. Hier sollten Einsätze und „Gewinne“ für den Spieler ersichtlich sein. So manch einem würde wahrscheinlich übel werden, wenn er die Zahlen sieht…
Aber nicht nur das – er hätte auch einen Beleg in der Hand, wenn ein Hallenbetreiber mit miesen Tricks arbeiten und überführt werden sollte. Er könnte so Schadensersatz geltend machen. Derzeit ja nicht möglich. Ist übrigens ein Unding, das es bei den Umsätzen keinerlei Quittung für den Spieler gibt! Ein Kioskbetreiber wäre schon lange im Knast…(…) [spielautomatenforum.de]

Retroartikel: Zocken Karriere Beginn

Was hättest Du nicht von mir gedacht? Zwecks der Spielsucht?
Ich habe es selber nie bewusst in Kauf genommen. Da immer Geld verfügbar war durch Arbeit und nebenbei durch´s Feuerwerk. Ich hatte es einfach und habe das Leben genossen. Irgendwann kam dann der Abend nach Arbeit, an dem Ich in die Kneipe meines Vertrauens gegangen bin. Ich saß so da und habe die Automaten angestarrt. Weil Ich genau wusste, dass tagsüber viele Leute an diesen Dingern gespielt hatten. Es handelte sich um die alten Kneipen-Automaten. Noch nix mit Computer-Platinen, wie Sie heute aufgestellt werden.
Ich zahlte meine Rechnung und hatte noch knapp 6€ über. Da dachte Ich mir, die schmeißt Du da nun auch mal rein. Kaum hatte Ich mich hingesetzt blinkte der komplette Automat. Hatte Ich doch tatsächlich an einem der zwei Automaten 6 Sonnen erhalten. Was quasi das beste Bild war. 150 Sonderspiele. Gesamtgewinn knapp 240€. Ich konnte mein Glück nicht fassen und zahlte aus. Am nächsten Tag nach Arbeit, schaute Ich wieder dort vorbei und spielte mit 10€ Einsatz am anderen Automaten. Ich war natürlich risikofreudig, wusste Ich ja, dass Ich gestern schon einiges gewonnen hatte. Es reichte ” nur ” für 40 Sonderspiele, welche mir knapp 80€ bescherten. Wieder gewonnen bei wenig Einsatz. Ich ging abermals nach Hause und am nächsten Tag wieder zur Arbeit. Um 23 Uhr hatte Ich Feierabend und Ich beschloss diesmal, woanders spielen zu gehen. Neue Automaten zu entdecken. Ich fand auch einige schöne Spielgeräte wo Ich mich durchtasten musste. Diese gefielen mir auch weitaus besser. Ich hatte knapp 70€ in der Tasche und fing an zu spielen. Irgendwann nach 4 Std. waren diese 70€ alle, und Ich war sehr enttäuscht. Hatte Ich doch die 2 Tage davor nur gewonnen gehabt. Am nächsten Tag hatte Ich frei und Ich beschloss noch mal mein Glück an dem Automaten zu probieren, an dem Ich die Nacht zu vor vergeigt hatte. Dieses Mal auch am helllichten Tag. Die Automaten wurden alle bespielt in diesem Imbiss und Ich beschloss mir einen anderen Standort zu suchen. Gab es ja einige davon in Berlin…
Ich fand auch eine ruhige Ecke, mitten im Wohngebiet. Es war ca. 14 Uhr. Ich spielte und spielte. Bemerkte ganz und gar nicht die Zeit. Schaute auf die Nachbarautomaten wenn Sie etwas Zählbares gaben und spielte meine neuen Lieblingsspiele, die Ich gefunden hatte. Mein Geldspeicher bewegte sich mal auf und mal ab. So das Ich mich die ganze Zeit mit nur einem 20€ Schein über Wasser hielt. Irgendwann war dieser dann aufgebraucht und Ich schaute auf die Uhr. Es war tatsächlich schon 19 Uhr gewesen. Ich saß bereits 5 Std. in diesem Imbiss und stank sicherlich wie eine Frittenbude. Für mich was dies aber kein Grund zu gehen, Ich wechselte einen 50€ Schein und schob noch mal 20€ in den Automaten. Auch hier ging es wieder bergauf und bergab. Ich wurde irgendwann müde und habe dann 20€ ausgezahlt. Immerhin, nur 20€ Verlust an diesem Tag + Getränke und Essen, was Ich zwischendurch käuflich erwarb. Ich schaute auf die Uhr und es war kurz vor 23 Uhr.
Ich saß tatsächlich 9 Std. in einem Imbiss um am Automaten zu spielen.
Am nächsten Tag musste Ich wieder arbeiten und bin nach dem Feierabend wieder in der Nähe meiner Arbeitsstelle spielen gegangen. Der Automat der dort angeschlossen war, war mir komplett neu. Ich probierte mein Glück, und scheiterte kläglich. 60€ innerhalb von 1 Std.
Ich war sauer. Sauer auf den Automaten. Sauer auf den Inhaber. Einfach nur sauer. Ab nach Hause und ins Bett. Am nächsten Morgen war Ich immer noch stinkig. Ich stellte mir Fragen. Fragen, ob es Sinn macht, noch einmal dort vorbeizuschauen oder es lieber sein zu lassen.
Da Wochenende war, und Ich erst gegen 2 Uhr Feierabend machte, war mir klar, dort nicht mehr vorbeizuschauen. Musste Ich ja gegen 11 Uhr wieder auf Arbeit sein.
Und so ging es dann die nächsten Tag weiter. Man holte sich am Abend noch etwas zu trinken und schmiss sein Restgeld an Münzen in die Automaten. Man war unterwegs, trank etwas, sah Automaten und schmiss auch dort etwas rein. Wenn auch nicht immer viel. Es landete ja dennoch im Inneren des Automaten.
Es gab zwischendurch natürlich auch Tage, an denen Ich nix verspielte. Keine Lust, Müdigkeit und Stress waren anfangs noch stärker wie der Drang zum Spielen.
Irgendwann rief mich ein guter Kumpel an und fragte, ob Ich nicht Lust hätte mit ihm in ein Casino zu gehen. Ich willigte ein und fuhr zu Ihm. Er war Chef einer Cocktail-Bar und Geld spielte in seinen Augen eine eher kleinere Rolle.
Ich nahm 100€ mit. Wir saßen dort ziemlich lange und er saß am Pokertisch. Ich schaute mich um. Viele neue Automaten. Alles blinkte, verschiedenste Töne drangen aus den Automaten.
Im hinteren Bereich gewann einer den Jackpot. Knapp 2500€. Der Höchstgewinn an dieser Maschine. Auf die Frage, wie viel er an diesem Abend einsetzte, antworte er: „ Etwas mehr als 700€ „! Ich war in diesem Moment ziemlich baff. Wie konnte man nur 700€ in einen Automaten stecken? Das war ein halbes Monatsgehalt von mir. Ich verspielte knapp 50€ an diesem Abend. Interessanter war es, anderen Leuten beim Spielen zuzuschauen. Wie Sie spielten, ob Sie etwas anders machten. Was Sie spielten. Im Endeffekt kam Ich zu dem Entschluss, dass Sie nur auf höheren Einsätzen spielten, wie Ich es tat.
Fortan nach diesem Besuch, beschlossen der Chef, andere Spielerfreunde und Ich, uns jeden Monat 1x zu treffen um ins Casino zu gehen.
Natürlich legte man sich einiges an Geld zur Seite. Damit man an jenem besagten Tag nicht nach 1 Std. den Heimweg antreten musste. Der nächste Monat war angebrochen und der Tag stand an. Ich nahm 500€ mit. Die anderen Spielerfreunde in etwa die gleiche Summe. Nur der Chef verriet uns nicht, was er an Geld mit sich trug. Es war aber definitiv mehr, als bei uns.
Wir setzten uns an verschieden Automaten und begannen eifrig zu spielen. Jeder hatte sein eigenes Schema an den Automaten. Der eine spielte erst hoch, dann wieder niedrig, wiederum ein Anderer spielte gleich Risiko. Ich hielt mich mittig auf. 0,50€ pro Runde waren in meinen Augen schon viel. Nach knapp 2 Std. und etwa 150€ Ausgaben, läutete mein Automat den Gewinn ein. 1100€ auf einen Schlag. Ich konnte es nicht fassen.
Die Gewinnsumme wurde direkt ausgezahlt und der Automat wieder auf 0 gestellt.
Ich spielte an einem anderen Automaten noch einmal für 100€ weiter. Da dieser aber nix brachte, lud Ich die Kollegen anschließend auf ein paar Biere und Schnäpse ein. Sie gingen entweder mit + – 0 nach Hause oder verspielten Ihr Geld.
3 Tage später nach Arbeit, suchte Ich erneut ein ruhiges Plätzchen um zu spielen. Da aber fast alle Automaten belegt waren wo Ich spielen wollte, erinnerte Ich mich an eine Spielhalle, die Ich sonst nur durch das vorbeifahren mit der Straßenbahn sah.
Dort müsste doch wenigstens 1 Automaten frei sein. Ich fuhr also dorthin. Draußen stand groß dran „ 23 Std. geöffnet „ Ich zog an der Tür, doch Sie ging nicht auf. War Ich nun in dieser 1 Std. Pause dort erschienen? In diesem Moment machte ein Spieler, der die Spielhalle verlies, die Tür auf. Ich fragte am Tresen, wieso dir Tür verschlossen sei. Du musst draußen klingeln. Das ist eine Art Absicherung für uns Angestellte. Ich wusste nun also bescheid.
Ich suchte mir einen Automaten aus und spielte. Natürlich wieder meine Lieblingsspiele und mit einem höheren Einsatz. Ich stockte zwischenzeitlich meinen Gewinn auf 200€ auf. Dies war aber lange kein Grund auszuzahlen. Ich wollte mehr. Erstens, setzte Ich nur knapp 30€ ein, zweitens, im Casino gewann Ich 1100€. Wieso also auch nicht hier in der Spielhalle.
Welch fataler Spielzug. Ich erhöhte meinen Einsatz auf 1€ die Runde und das Geld auf der Geldskala verschwand in kürzester Zeit bis auf 80€ runter. Ich wechselte das Spiel und konnte mich noch einmal auf 150€ hocharbeiten. Also wieder zum anderen Spiel zurück und weiter auf 1€ die Runde gespielt. Und wieder zockte mich dieser Automat ab. Wieder bei 80€ angekommen, dachte Ich mir dann „ Irgendwann muss der doch mal was gescheites geben „
Doch er tat es nicht. Ich war frustriert. Noch einmal ging Ich zum Tresen und wechselte mir einen 50€ Schein. Dieser war 1 Std. dann auch futsch. Ich lief nach Hause. Keine Lust auf 2 Stationen Straßenbahn fahren in der Nacht. Es wollte einfach nicht in meinen Kopf hinein, dass Ich 200€ sicher hatte und Sie innerhalb von Minuten verspielte. Der Automat hatte den Kampf gegen mich an diesem Abend gewonnen. Völlig mühelos.
1 Woche später schaute Ich nach Arbeit mal wieder in der Kneipe meines Vertrauens vorbei.
Und siehe da, es stand ein neuer Automat drin. Natürlich musste Ich ihn ausprobieren. Es waren nicht viele Spiele drauf, aber dennoch war er recht amüsant.
Ohne Verlust und ohne Plus verlies Ich die Kneipe nach 3 Std.
Die Wochen und Monaten verrinnen und Ich spielte hier und da.
Mal mehr, und mal weniger.
Knapp 10 Monate nach der Erstbespielung dem neuen Automaten in meiner Stammkneipe, setzte Ich mich nach einem stressigen Arbeitstag wieder an Ihn heran.
Die ersten 20€ fraß er, wie Ich auf Arbeit mein Essen in Stress-Situationen.
Er zeigte aber reizende Bilder. Irgendwie hatte Ich im Gefühl, dass da etwas Großes kommt.
Dann rief eine Freundin an, und fragte, ob Ich nicht Lust hätte mit Ihr ein wenig tanzen zu gehen. Ich ging mit. Nach 2 Std. verging uns aber irgendwie die Lust. War nicht das Publikum vor Ort, welches Wir eigentlich erwarteten. Ich brachte Sie nach Hause und ging auf dem Rückweg noch einmal in die Kneipe. Dort war der Automat besetzt. Ich sah, dass die Person exakt das Spiel spielte, welches Ich die ganze Zeit 2 Std. zuvor spielte. Ich wartete ab und schaute ungeduldig zu Ihm rüber. Er fühlte sich genervt und sagte irgendwann, dass auch noch 2 andere Automaten zur Verfügung standen. Ich wollte aber an diesem spielen wo er dran saß. Also wartete Ich. Zwischendurch riss Ich einen 50€ Schein an, den Ich noch übrig hatte. Steckte jeweils 5€ in die anderen beiden Automaten.
Endlich ging er und Ich konnte an den Automaten gehen, wo Ich ursprünglich ran wollte.
Die ersten 20€ fraß er abermals in einem schnellen Tempo. Ich war am Überlegen, ob es Sinn macht, die anderen 20€ auch noch reinzuschieben. Ich tat es, und es war keine falsche Entscheidung. Ein komplettes Vollbild Schatztruhen erschien nach knapp 8 Umdrehungen auf dem Bildschirm. 5 Walzen a 200€ gewinn. 1000€. Ich sagte zur Tresenkraft „Siehst Du, Ich hab dir gesagt, da kommt noch etwas hohes„
Der Automat spuckte knapp 300€ aus. Das restliche Geld konnte Ich mir am nächsten Tag abholen. War es ja die bekannte Kneipe in der Ich immer saß. Anderswo hätte Ich wohl die Polizei gerufen. Bei Geld hört die Freundschaft auf.
Am nächsten Tag hatte Ich frei und wollte mein Geld gegen 16 Uhr abholen. Welch Fehler.
An jenem Tag hatte der Chef seine Freunde und Bekannte eingeladen. Er zahlte zwar aus, aber Ich versprach auch eine Runde zu an Getränken auszugeben. Ein großer Fehler.
Sein Besuch, 12 Leute, tranken nur Whiskey. Und der kostete 4€. Ich trank natürlich mit und es blieb nicht nur bei dieser einen Runde. Nach 4 Runden und etlichen Schnäpsen, betrug meine Rechnung knapp 250€. Ich zahlte und ging nach Hause. Am nächsten Tag quälte Ich mich mit Kopfschmerzen, Übelkeit und 250€ weniger von meinem Gewinn, zur Arbeit.
Wiederum am nächsten Tag packte Ich das Geld aus, welches Ich immer noch mit mir rumschleppte. Es waren nur noch 450€ von den ehemals 700€ die Ich an jenem Abend bekam.
Mir schossen Fragen durch den Kopf. Wieso gab Ich mehr als 1 Runde aus? Wieso an den Chef und seine Leute? Er zahlt mir doch auch nicht meinen Einsatz am Automaten.
Ich probierte diese Gedanken zu begraben. Es klappte zum Glück auch, doch Ich schwor mir, wenn Ich 1 Runde gebe, dann kleine Schnäpse und nicht teuren Whiskey für Leute die Ich nicht kannte.
Ich spielte nun fast jeden Tag an irgendwelchen Automaten. Mal mehr und mal weniger. Ich probierte Limits zu setzen. Klappte aber nicht immer, dass Ich diese auch einhielt.
Irgendwann war dann der Punkt gekommen, als Ich mir sagte „ Es reicht nun mit dem Spielen“ Die Ausgaben kann man auch sinnvoller gestalten. Ich ignorierte am nächsten Wochenende die Spielautomaten in den jeweiligen Lokalitäten. Und es gelang mir tatsächlich.
6 Monate hielt Ich durch. Dann traf Ich einen Kumpel wieder, mit dem Ich anfangs noch oft zusammenspielte. Bei Ihm haperte es oft am Geld. Doch er schien aus welchen Gründen auch immer, reichlich Geld in der Tasche zu haben und wollte mit mir zusammenspielen.
Ich verneinte. Er fragte bestimmt 15x in 3 Std. Jeder einen fünfer, hab Dich nicht so. Los jetzt. Ich verneinte immer und immer wieder und war schon kurz davor ihm ein paar zu scheuern für seine Fragerei.
Irgendwann reichte es mir, und Ich drückte Ihm 5€ in die Hand und sagte „ Hier, nimm meine und deine 5€, stopfe Sie in den Automaten und lass mich in Ruhe“ Doch er meinte zu mir „Es ist auch dein Geld, also kommst Du schön mit zum Automaten“
Also ging Ich mit. Wir spielten Pokern, was Ich sehr gerne spielte. Es dauerte keine 3 Minuten und Ich drückte nach einem Vierling auf 50€ hoch. Nun wollte Ich natürlich mehr.
Ich wählte ein anderes Kartenspiel. Magic Card. Zwischendurch ein paar Vierlinge und aus dem Nix auf einmal 4x die 5 + Joker. Quasi ein Fünfling. 160€ dazu. Er wollte dann auszahlen und Ich willigte ein. Während des Auszahlens spielten auf 0,50€ die Runde, Sizzling Hot. 200€ waren bereits rübergezogen und 4€ Restgeld waren noch drauf, als plötzlich 4 Siebenen kamen. Noch einmal 100€ dazu. Die mussten natürlich auch rübergezogen werden. Zwischendurch spielten wir noch einige andere Spiele. Am Ende sprangen genau 300€ raus. 150€ für jeden.
Ich war wieder mittendrin. Ich verabschiedete mich und verschwand in der nahegelegenen Spielhalle. Dort vermisste man mich schon. Ich erzählte Ihnen, dass Ich seit einem halben Jahr nicht mehr gespielt hatte und heute durch Zufall und Genörgel meines Kumpels wieder angefangen habe.
In der Spielhalle ging meine Glückssträhne weiter. Bei 50€ Einsatz gewann Ich knapp 800€.
Und somit ging die Geschichte wieder da weiter, wo Ich vor Monaten schon einmal stand.
Spielen, spielen, spielen.
Egal zu welcher Uhrzeit. Egal wo. Hauptsache spielen.
Durch meinen Zweitberuf, dem Feuerwerk, lernte Ich jemanden kennen, der für eine Aufstellerfirma arbeitete. Ich wollte unbedingt für zu Hause einen Automaten haben.
1 Monat später stand dann ein Merkur Mega Zack in meiner Wohnung.
An jenem Automat, fing Ich an zu spielen und gewann in meiner vertrauten Kneipe.
Der Automat wurde viel von mir und meinem Besuch bespielt, doch irgendwann reizte er nicht mehr. Er diente lediglich als Spardose.
Ich spielte natürlich trotzdem noch in Spielhallen und nun auch wieder 1x im Monat im Casino. Meine Kollegen nahmen es mir im Übrigen nie übel, dass Ich 6 Monate pausierte.
Die Monate verrinnen abermals und mal gewann man, und mal verlor man. Es war ein auf und ab, jedoch mit mehr Ausgaben als Einnahmen.
Ich besuchte eine Cocktail-Bar eines guten Freundes und lernte dort meine Ex-Freundin kennen. Natürlich saß Ich nicht am Tresen, sondern am Automaten als wir uns kennenlernten.
Sie arbeite hinterm Tresen. Zwischendurch kam Sie mal gucken und sah das Ich 230€ auf dem Tacho hatte. Sie sagte nur „Verspiele nicht unser Hochzeitsgeld und zwinkerte mir zu“
Man traf sich die nächsten Tage und wurde ein Paar. In der Zeit spielte Ich nur, wenn Ich in der Bar zu Besuch war, und Sie arbeitete.
Wir fuhren gemeinsam zu mir oder zu ihr. Man führte quasi ein geregeltes Leben. Nach Arbeit wollte Ich lieber nach Hause anstatt an den Automaten.
Man war halt verliebt. Und die Liebe war zu diesem Zeitpunkt stärker als am Automaten zu sitzen und zu zocken.
Wenn Sie arbeiten musste, begleite Ich Sie natürlich in die Bar. Da Sie eh arbeiten musste schlürfte Ich Getränke und zockte am Automaten.
Nach Feierabend wollte Sie dann auch mal 5€ von Ihrem Trinkgeld in solch Kiste stecken.
Ich zeigte Ihr was Sie spielen kann, und wie Sie vorgehen muss, im Fall eines Gewinns.
Ich stelle Ihr Sizzling Hot ein und stellte auf 0,20€ Einsatz.
Als Sie noch 2,20€ auf dem Tacho hatte, bekam Sie 5 Siebenden. Ich war völlig entsetzt.
Hatte Sie doch tatsächlich das gleiche Glück, wie Ich es am Anfang hatte, als Ich anfing zu spielen. Die 200€ zahlte Sie sofort aus und war glücklicher denn je.
Und so nahm die Geschichte seinen Lauf. Sie spielte nun nach jedem Feierabend am Automaten. Mal mit mir zusammen in der Bar, mal in der Spielhalle die gegenüber der Arbeitsstelle war.
Immer wenn es nicht lief, und sie alles verloren hatte, gab Sie mir die Schuld für ihre Misere.
Ich schmunzelte nur und meinte, dass dies jedem selbst überlassen ist zu spielen.
Ob Sie es in dem Moment verstand, war mir egal. Ich wollte weiterspielen und so kam es manchmal vor, dass Ich Ihr noch etwas von mir gab, oder Sie wütend nach Hause ging, wenn Ich noch da bleiben wollte.
Mir waren also die Automaten manchmal wichtiger wie Sex oder Zuneigung von der eigenen Freundin.
Zu Hause angekommen, war es ruhig und wir beschlossen oftmals, dass Zocken einfach sein zu lassen. Aber irgendwie belog man sich selbst. Sie steckte Ihr Trinkgeld in den Automaten der Bar, und wenn dies alle war, auch Ihren Verdienst vom Abend.
Ich zog es vor, Sie nicht mehr zur Arbeit zu begleiten und ging in die Spielhalle. Wobei sie zwischendurch via SMS schrieb, und mir eine gute Nacht wünschte. Da Ich zu Ihr sagte „Ich gehe nun ins Bett“ Ich ging also in die Spielhalle und spielte meist bis um 6 Uhr. Da Sie um 7 Uhr Feierabend hatte und Ich in der Woche ab 15 Uhr auf Arbeit erscheinen musste. Ich kam natürlich total übermüdet auf Arbeit an und begründete dies oftmals mit der Ausrede „Ich habe eine neue Freundin, und Sie verlangt einiges von mir“ Irgendwann kam es dann soweit, dass Ich mir einen Krankenschein holte, um auszuschlafen. Ich versank also nach und nach in der Spielsucht.
Dies kam zwar nicht oft vor, jedoch war dies schon der erste Schritt in Richtung Spiel-Wahn.
Ich merkte, dass Ich auf Arbeit durchhing und kaum noch Lust zeigte. War es nun die Doppelbelastung durch´s Feuerwerk, oder war es einfach nur Müdigkeit die vom Zocken hervorging? Natürlich schob Ich es auf die Doppelbelastung. Ich kündigte den Job in der Küche und konzentrierte mich nur noch auf´s Feuerwerk und dem Automatenspielen.
Meiner Freundin erzählte Ich, dass Ich keine Lust mehr auf die Leute in der Küche hatte.
Eines Tages schlief meine Freundin bei sich und Ich bei mir. Am nächsten Tag sollte Sie arbeiten, hatte aber tagsüber Termine. Am Abend schrieb Sie mir ob Ich in der Bar vorbeischaue? Ich meinte zu Ihr, dass es mir nicht gut ging und ins Bett gehe. Was natürlich eine Ausrede war. Ich ging noch eine Runde mit dem Hund, den Wir uns angeschafft hatten und anschließend verschwand Ich in der Spielhalle. Wir blieben via SMS in Kontakt und Sie fragte mich, ob Ich nicht schlafen kann, weil Ich immer noch antwortete. Natürlich konnte Ich nicht schlafen, musste Ich doch alle 20 Minuten auf die Toilette um mich zu übergeben. Sie fragte mich in einer SMS die gegen 4 Uhr kam, sprich 3 Std. vor Ihrem Feierabend, ob der Hund schon schläft. Ich meinte Ja, der schläft tief und fest. Sie schrieb dann, ob Ich nicht noch ein wenig an die frische Lust möchte um Sie abzuholen. Den Hund könnte Ich ja mitbringen. Ich willigte ein und bin nach Hause gelaufen. Der Automat lief nur teilweise gut und demnach war dies keine falsche Entscheidung. Als Ich die Wohnungstür öffnete, bemerkte Ich Zigarettengeruch und Licht in der Küche. Und wer stand dort in der Küche? Richtig, es war meine Freundin. Sie war gar nicht arbeiten, denn sie hatte frei. Entschloss sich aber kurzerhand zu mir zu fahren um mich aufzumuntern, weil es mir ja schlecht ging. Wir guckten uns an, und Sie nahm den Hund und verschwand. Ich schämte mich für meine Lügerei. Ich legte mich ins Bett und starrte die Decke an. Mir schossen Tränen ins Gesicht, aufgrund der Tatsache, weil Ich Sie belogen hatte. Liebte Ich doch diese Frau, die Ich nun eiskalt belog um am Automaten zu spielen.
Irgendwann schlief Ich ein. Ich wurde wach gegen Mittag und bemerkte, dass Sie noch immer nicht wieder da war. Der Hund aber auch nicht. Ich rief Sie, doch Sie drückte mich weg.
Zu Recht. Am Abend rief Sie dann auf dem Haustelefon an, und meinte, dass es besser sei wenn wir uns trennen. Ich legte regungslos auf. Und ja, Ich heulte. Wie sich das für einen richtigen Mann gehört. Sie schrieb 2 Std. später eine SMS in dem Sie darum bat, dass Ich keinerlei Mist bauen sollte und einfach mal nachdenken sollte, was Ich falsch gemacht habe.
Ich hatte ja eine Antwort parat, nur leider konnte Ich einfach nicht Telefonieren in diesem Moment. Ich bin irgendwann ins Bett und meldete mich erst am nächsten Tag telefonisch bei Ihr. Sie musste arbeiten und Ich sollte den Hund an der Bar abholen kommen. Ich fragte kleinlaut, ob Sie nach Feierabend zu mir kommt und bekam als Antwort ein saftiges „Nein“
Ich schrieb Ihr eine Mail, entschuldigte mich zig Mal für mein Fehlverhalten und die Lügerei. Es ist nicht meine Art, jemanden zu belügen. Weiterhin erklärte Ich Ihr aber auch das das Spielen am Automaten zur Sucht geworden ist. Es verging 1 Monat und Ich konnte Sie zurückerobern. Ich spielte in dieser Zeit nur gelegentlich. Waren doch meine Gedanken ganz woanders.
Ich meinte zu Ihr, dass Ich nicht einfach so aufhören kann mit dem Spielen. Wenn dann nur langsam. Ich spielte fortan auf den kleinsten Einsätzen, doch irgendwann gewann man wieder etwas mehr und man spielte wieder auf höherem Niveau.
Nach weiteren 2 Jahren und unendlichen Querelen trennten Wir uns endgültig. Es lag nicht nur am Zocken, dies möchte Ich hier extra betonen.
Da es absehbar war, dass Wir uns trennen, verkraftete Ich es ziemlich schnell. Ich war wieder im Tross des Spielens drin und ging wieder meinen eigenen Weg.
Bemerkte aber schnell, dass die Ausgaben die Ich tätigte ins unermessliche stiegen.
Die Auftragslage war in manchen Monaten enorm schlecht und man ging sogar an das ersparte Geld. Und man tat es wieder und wieder. Natürlich kamen auch wieder umsatzstarke Monate und das Geld floss in strömen. Nach der Einzahlung auf dem Sparkonto, konnte Ich problemlos weiterspielen und tat dies auch. Doch auch diese Monate gingen bald wieder vorbei. Der Jahreswechsel war geschafft und es kamen wieder die Monate, mit weniger Auftragslagen.
Ich schaffte es aber oftmals auf dem letzten Zentimeter, um dem Gesparten fernzubleiben.
Wie oft schwor Ich mir in jenem Moment aufzuhören mit dem Spielen. Wie oft hatte Ich schlechte Laune, nach dem die Automaten mit mir spielten, anstatt Ich an Ihnen.
Ich könnte ganze Lagerhallen damit tapezieren mit diesen Sätzen.
Nun, wo die neuen Updates auf den Automaten sind und Sie meiner Meinung nach weitaus weniger Gewinn ausschütten als damals. Nun wo Ich ein Gespräch mit einer Journalistin hatte, die u.a auch schon Herrn Gauselmann, dem König von den Merkur-Geräten, interviewte, und selbst ein totaler Laie auf diesem Gebiet ist. Nun wo die Automaten die in meiner Wohnung standen im Auktionshaus drin stehen, da setze Ich diesem ein Ende. Sämtliche Internetseiten die unter Favoriten gespeichert waren, sind gelöscht.
Ein Neuanfang wird gestartet. Den Sinn des Lebens zu finden, dass ist meine Aufgabe. Und dieser Sinn ist nicht das Automatenspielen.
Es wird gewiss keine leichte Zeit, denn die Automatensucht ist vergleichbar mit der Sucht eines alkoholkranken Menschen.
Ich hoffe dennoch und bin voll Zuversicht, dass Ich dies packen werde.
Liebe Grüße aus der Hauptstadt.
Euer Andi
» by admin on 02/23/2011

Retroartikel: Mit dem Spielen aufhören

Wochenendbericht…

Das erste Wochenende nach dem Aufhören mit dem Spielen war angebrochen.

Es war gewiss nicht leicht, war man doch an beiden Tagen stets bis in die Puppen unterwegs und sah quasi alle 10m irgendwelche Läden mit Spielautomaten. So ging es am Freitag zu recht später Stunde in meinen Lieblinskiez nach Friedrichshain. Diverse Cocktailbars, Cafes, Imbisse usw. Als erstes besuchte Ich einen Kollegen in einer Bar und wir quatschen ein wenig über das Thema Spielsucht. Er selbst war damals oft mit mir in einer anderen Bar anzutreffen.

Ich als Spieler, und er um sein Feierabendbier zu genießen. Er hielt sich jedoch immer dezent raus und lies einen auch in Ruhe, wenn man am Automaten saß. Er war recht erstaunt, dass Ich nun diesem ein Ende setzen wollte. Leider musste er zeitgleich auch arbeiten, und wir fanden ein schnelles Ende des Gesprächs. Also zog Ich weiter zur nächsten Bar, in der auch einige von meinen Freunden saßen.

Als ich hineinkam rief ein Kumpel „Macht die Automaten frei, Andi ist da“. Ich musste lachen. Als Ich mich mit in die Runde setzte, fing Ich an zu erklären, dass dieses Thema passé für mich sei. Sie lachten, und es war eher auslachen anstatt gute Laune lachen.
Erst als Ich nach knapp 2 Std. noch immer keinen Cent in einen der Automaten warf, war Ihnen wohl klar, dass Ich es durchziehen werde. Ich ging zwar hin und wieder schauen, was die anderen Leute so spielten aber investiert habe Ich nix. Außer vielleicht die ein oder andere Frage.

Nach 3 Std. verlies Ich die Bar und verabschiedete mich nach Hause. Die Müdigkeit brach bereits an. Auf dem Weg nach Hause ging es wieder an diversen Bars, Imbissen und Spielhallen vorbei. Dort wo letzte Woche noch eine kleine Bäckerei war, fand man nun ein Schild „Hier eröffnet demnächst ein Internetcafe“. Mit Sicherheit findet man in diesem dann auch wieder Spielautomaten.

Der Samstagabend hingegen war etwas furioser, aber nicht viel spektakulärer als der Freitagabend. Man war unterwegs und ignorierte quasi jedes Hinweisschild auf die Möglichkeit zum Spielen. Letzten Endes landete man in einer Diskothek und genoss die Stunden bis zum Morgengrauen um sich dezent abzulenken. Auch der Imbiss der direkt daneben ist, wurde prompt ignoriert. So kann es weitergehen.

In diesem Sinne wünsche Ich Euch einen stressfreien Start in die Woche.

Es grüßt aus der Hauptstadt

Der Andi

» by admin on 02/28/2011

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