Novoline, Merkur und Bally Wulff

Online Casinos, Online Automaten, Spielautomaten in Spielhallen

Kategorie: Politik

Grüne Lobbyisten bei Novomatic

Grüne wechselt ins Glücksspiel

So läuft das eben in der Politik. Grünen-Chefin Eva Glawischnig wechselt von der Politik in die Wirtschaft, noch besser zum Glücksspiel-Konzern Novomatic. Und was nun viele Leute mit Witze abtun:

Was tut Eva Glawischnig am ersten Arbeitstag bei Novomatic? Sie lässt die einarmigen Banditen in BanditInnen umbenennen.

…aber ist so etwas im Prinzip nichts anderes als Korruption bzw. Vetternwirtschaft bei den GrünInnen? Es wird allerhöchste Zeit, dass solchen Möglichkeiten via Gesetz endlich ein Riegel vorgeschoben wird.

Derartige Scherze gab es massenhaft, nachdem gestern der Seitenwechsel der ehemaligen Grünen-Chefin bekannt geworden war: Eva Glawischnig-Piesczek leitet beim niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic seit 1. März den Bereich “Corporate Responsibility und Sustainability”. Sie übersetzt das mit “Verantwortungsmanagerin” und will sich bei einem der weltweit größten Glücksspielunternehmen um “ökologische und juristische Fragen sowie um verantwortungsvolles Spielen” kümmern. nachrichten.at

Alexander Van der Bellen Sankt Poelten 20080911a
By Christian Jansky (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Nein es ist (K)ein Wintermärchen:

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Heinrich Heine

Glücksspiel endlich regulieren – Neuwahlen jetzt!

Glücksspiel in Deutschland endlich raus aus der Grauzone?

Keine gesetzliche Regelung nach EU-Recht hierzulande in puncto Glücksspiel. Das heißt auch keine Einnahmen von Steuern für unseren Fiskus trotz ständig steigenden Umsätzen in der Branche. Schuld für dieses Dilemma trägt einzig und allein die hiesige Politik der etablierten Parteien. Einziger Hoffnungsschimmer ist dabei unser nördlichstes Bundesland Schleswig-Holstein, wo es eine echte Regulierung nach liberalen Vorgaben durch den EuGH in der kommenden Legislaturperiode geben wird.

Danke an die FDP in Schleswig-Holstein, danke aber auch ganz aktuell an die FDP bundesweit, welche endlich wieder politisches Rückrat gezeigt hat. Vorbei das Einknicken aus eigenen finanziellen und macht-geilen Interessen. Keine Koalition mit einer linken CDU unter Merkel und vor allem mit den Grünen! Man hat gelernt bei der Liberalen und seine Hausaufgaben gemacht. Und sollte es nun tatsächlich zu Neuwahlen kommen, wird der Wähler das auf jeden Fall stark honorieren. Eine FDP mit 20+ Prozent kann man sich dabei gut vorstellen.  Das lässt natürlich auch endlich in Sachen Regulierung von Glücksspiel statt staatliches Monopol hoffen, stärker als jemals zuvor!

2017-05-14 NRW Landtagswahl by Olaf Kosinsky-150
Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Auf “Novo Argumente” haben wir diesbezüglich einen interessanten Artikel gefunden, welchen wir natürlich an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten:

Und nun, was gilt es zu tun? Wie auf vielen politischen Feldern wünscht man sich den Mut der Regierenden, die Zukunft aktiv und beherzt zu gestalten und die immer weiter voranschreitende Vernetzung und Digitalisierung der Märkte nicht nur als Bedrohung anzusehen, sondern als echte Chance. Deshalb ist es zu begrüßen, dass die Landesregierung in Schleswig-Holstein sich entschieden hat, den 2. Glücksspieländerungsstaatsvertrag, welcher die bisherige, prohibitiv geprägte Rechtslage nur fortgeführt hätte, nicht zu ratifizieren. Stattdessen hat sich Schleswig-Holstein nach dem Koalitionsvertrag dazu verpflichtet, nach einer tragfähigen, europarechtskonformen Lösung für den gesamten Bereich der Sportwetten einschließlich des Online-Casinospiels zu suchen.

Dies kann nur bedeuten, den gesamten Glücksspielmarkt umfassend neu und zukunftsorientiert zu regulieren. Bei Ausgabe von deutschen Konzessionen ließen sich dann auch ohne Mühe die Einnahmen sachgerecht in Deutschland besteuern. Wenn Deutschland sich endlich davon verabschiedet, das Glücksspiel aus fiskalischen Interessen heraus zu dämonisieren, werden die großen, jetzt schon auf dem deutschen Markt tätigen Unternehmen auch nicht länger vom Ausland aus agieren. Gerade mit zeitgemäßen Regulierungskonzepten, welche von der Lebenswirklichkeit ausgehen, lassen sich „Steueroasen“ bekämpfen.

(novo-argumente.de)

Mit der FDP Schleswig Holstein zum reguliertem Glücksspiel

Wahlen in Schleswig- Holstein

Bis 2013 hatte man in Schleswig-Holstein als einziges Bundesland in Deutschland einen Glücksspielstaatsvertrag nach EU-Richtlinien. Dann kam Rot-Grün und kippte diese echte Regulierung und schloss sich wieder dem bundesweiten Glücksspiel-Chaos unter Führung des union-widrigem staatlichem Monopol an.

„Es sei erschreckend, wie schnell das illegale Glücksspiel hierzulande wachse – noch erschreckender ist aber, dass der Staat es zulässt, dass sich direkt unter seiner Nase der Online-Schwarzmarkt weiter ausbreitet“, wird FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki zitiert. Auch Hans-Jörn Arp von der CDU macht klar: „Es ist mehr als deutlich, wie überfällig eine Regulierung ist. Genau das habe man 2012 mit dem Glückspielgesetz getan.“ Von der EU hat die damalige Regierung recht bekommen, was aber die neue rot-grüne Koalition nicht daran hinderte, alles innovative rückgängig zu machen und sich dem deutschlandweiten Glücksspielstaatsvertrag anzuschließen.

Nun stehen am kommendem Wochenende erneut Wahlen im nördlichstem Bundesland an und die Wähler haben endlich die Chance das rot-grüne Fiasko wieder zu beenden. Bundesweit haben die “Grünen” mittlerweile mit der 5% Hürde zu kämpfen. Nach und nach fliegen sie überall aus den Landtagen heraus, weil diese Politik bundesweit einfach nicht funktioniert. Ganz im Gegenteil – dieses links-grüne Chaos hat Deutschland in eine tiefe Krise geballert.

Wir drücken daher der FDP um Kubicki in Schleswig-Holstein die Daumen, damit es wieder klappt die kommenden vier Jahre in der Regierung mitzuarbeiten.  Ein Zeichen für einen bundesweiten Glücksspielstaatsvertrag nach liberalen EU Anforderungen mit echter Regulierung sowie Spielerschutz wäre es allemal. Für die ganzen anderen Probleme, vor allem der Flüchtlingskrise, allerdings auch.

Allocation of seats in the Schleswig-Holstein State Parliament (DE-2012-06-01)

By Jwnabd (Own work Schleswig-Holsteinischer Landtag) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Nach Umfragen steht die CDU derzeit mit 32 % vor der SPD mit 29%. Grüne und FDP kommen etwa gleichauf auf ca. 10%. Erstmals könnte aber auch die AFD mit 6% in den Landtag einziehen. Da es keine 5%-Hürde in SH gibt, wäre auch die Linke mit 4,7 % im Landtag vertreten. Wer sich aber bisher noch nicht schlüssig ist, kann den Wahl-O-Mat für die Abstimmung in Schleswig-Holstein nutzen. Wir haben das getan und uns wurde die FDP mit immerhin 60% Übereinstimmung bei allen Kriterien als zu wählende Partei vorgeschlagen.

 

Kommentar zum erneuten Glücksspielstaatsvertrag-Update

Neuer Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland bietet keine Rechtssicherheit

Und dass obwohl er nun bereits zum dritten Mal im Februar 2016 durch den EuGH bemängelt wurde. Noch schlimmer, es gibt immer noch keinen echten zeitlichen Rahmen, wann das Dilemma hierzulande endlich beendet werden soll. Der aktuelle Vertrag war bereits 2011 gescheitert und verstößt gegen EU-Recht. Einen interessanten Kommentar dazu haben wir nun auf der Webseite von Novo-Argumente auf gefunden. Einige Auszüge möchten wir an dieser Stelle dokumentieren –  

(…) „Platzt der Knoten?“ hat sich Novo vor über einem Jahr gefragt, um nach der Ministerpräsidentenkonferenz im März diesen Jahres feststellen zu müssen: Mitnichten! Auch ein drohendes Vertragsverletzungsverfahren seitens der EU-Kommission, konnte die Regierungschefs der Länder (bzw. die jeweils zuständigen Bürokraten in ihren Ministerien) nicht zum Einlenken bewegen. Jüngst, auf der Konferenz Ende Oktober in Rostock, schlug man auf einmal etwas andere Töne an: Jetzt soll zumindest die – insbesondere nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes – rechtlich nicht mehr haltbare Obergrenze bei den Sportwettenkonzessionen vom Tisch. Mehr als 20 Anbieter, die die Voraussetzungen erfüllen, sollen zugelassen werden.

Das wirkungslos verpuffende Totalverbot von Online-Glücksspiel soll ebenfalls auf den Prüfstand. Sein Versagen gesteht man sich allerdings nicht ein. Zu mehr haben sich die Bundesländer nicht durchringen können. Im Gegenteil, in einer Fassung ihres Änderungsentwurfs klingt mehrfach ein Jammern über Gerichtsentscheidungen durch, die ihre Pläne verhagelt hätten. Statt sich an die eigene Nase zu fassen, weist man anderen die Schuld zu. Einsichtsfähigkeit sieht anders aus.

Die Ministerpräsidenten haben sich bis Ende Juni 2019 eine Frist gesetzt, um eine Übereinkunft zu erzielen. Wieder eine Atempause, oder anders gesagt, eine lange Bank, auf die man die überfälligen Entscheidungen schiebt. Ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wäre weiterhin möglich und Erfolg versprechend, liegt aber offenbar aus Gründen politischer Opportunität auf Eis. Währenddessen träumen die Länder weiter von umfassenden Vollzugsmaßnahmen gegen illegale Glücksspielangebote, was im Internetzeitalter schnell an datenschutzrechtliche Grenzen stößt. Ein grundsätzliches Eingeständnis, dass ihre Regulierungswut nur die formale Monopolstellung der staatlichen Lottogesellschaften (samt lukrativen Versorgungsposten für ausgediente Politiker) sichern soll – und nicht die Spielsucht bekämpft –, lässt weiter auf sich warten. Anbieter und Spieler verharren in rechtsunsicheren Schwarz- und Graumärkten, das klassische Lotto verliert weiter an Popularität, Soziallotterien wie Lotterievermittler leiden unter dem Regulierungsdruck (…)

Quelle im vollständigen Original: novo-argumente.com

Spielhalle Out – Online Casino In?

Politik setzt sich für Erweiterung des Online Casino Spiel ein

Während man im kommenden Jahr die Jagd auf die bösen Spielhallen durch die staatlichen Behörden eröffnen möchte, darf man sich beim Online Casino Spiel weiter über Unterstützung aus der Politik freuen. Die Innenminister der Länder hatten nämlich zuletzt beschlossen, …bis 2018 erstmal gar nichts in Sachen Regulierung des Online Markt zu unternehmen. Und erst dann wolle man  eventuell über den physikalischen Abstand zwischen zwei Casinos im Internet diskutieren. 

Doch nun werden die Spielhallen erstmal ins Visier der Ermittlungen genommen, um den Mindestabstand zwischen den Spielhallen, keine Vergabe von Mehrfachkonzessionen, Verbot von Geldautomaten zur Abhebung von Bargeld in oder an Spielhallen, Verbot des Begriffes „Casino“ im Namen des Betreibers, Mindestabstand von 100 Metern (in Berlin 200 Meter) zu Berufs- und Oberschulen, zu “regulieren”. So sollen die staatlichen Spielbanken wieder auf Vordermann gebracht werden, wobei man gerne einen Wegfall von Arbeitsplätzen sowie Einnahmen für Kommunen bzw. Finanzamt billigend in Kauf nimmt.

extra wild merkur

Prognose: Der Schinken rollt auch 2017 weiter.

Härtefall Regelung oder Umzug?

In Berlins Rot, Rot, Grüner Regierung wird es keine Härtefall Regelung für betroffene Spielhallen geben. Auch in Bremen ist dies nicht vorgesehen. Warum auch – diese beiden Bundesländer haben es doch nicht nötig?! Auch wenn es sich um die zwei ärmsten Stadtstaaten in Deutschland handelt, der Länderfinanzausgleich wird es schon wieder richten. Klingt komisch, ist aber so.

In allen anderen Bundesländern besteht somit zumindest theoretisch die Möglichkeit eines Rechtsstreites mit nicht schlechten Chancen. Zudem dauern solche gerichtlichen Entscheidungen auf den Verwaltungsgerichten sehr, sehr lange. Mehrere Jahre können sich solche Termine ziehen und anschließend gibt es eine Verlängerung durch Revision. Sollte das alles nicht in Frage kommen, sollte über einen Umzug nach den neuen Regelungen eventuell nachgedacht werden. Die Städte und Gemeinden sind notorisch klamm und werden gerne bei der Vergabe über neue Konzessionen mit sich reden lassen.

Fazit: Viel heiße Luft wie immer – Popcorn bereit stellen und die Situation ab 2017 ganz entspannt weiter beobachten…

Trump neuer Präsident – Für Casinos nur ein Gewinn

EX Casino Besitzer wird US Präsident

Na wenn das keine Meldung für alle Casino Fans ist? Donald Trump ist der neue Präsident der USA! Er selbst war in der Vergangenheit ein großer Casino Besitzer.
Wir gratulieren recht herzlich, auch wenn unsere systemtreuen Medien heute morgen nur noch Gift und Galle spucken!

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Gage Skidmore [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Weg frei für eu-konformen Glücksspiel-Staatsvertrag?

Rechtswidriger Glücksspielstaatsvertrag soll (irgendwann) geändert werden

Doch das kann bekanntlich hierzulande dauern, denn so richtig schnell waren unsere Politiker diesbezüglich noch nie. Vor allem, wenn man bedenkt, dass geltendes Recht bereits zum dritten Mal durch den EuGH gerügt wurde. Ein paar Punkte will man aber nun doch in Angriff nehmen, eventuell – vielleicht – irgendwie – irgendwann – genaues kann man noch nicht sagen… 

Einarmbandit

By Alexander Blum ([1]) (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

„Die Regierungschefs der Länder haben sich über Änderungen beim Glücksspiel-Staatsvertrag verständigt“, heißt es in dem Beschluss. „Die Begrenzung der Konzessionen für Sportwetten von 20 soll aufgehoben werden. Konzessionen sollen künftig anhand von qualitativen Mindeststandards vergeben werden.“

Bouffier hält es für erforderlich, neben den Sportwetten auch Onlinecasinos und andere Internet-Glücksspiele besser zu kontrollieren und zu regulieren.

Schließlich verständigten sich die Bundesländer darauf, die Entwicklung der Onlinecasinos zu analysieren und die Erfahrungen anderer europäischer Länder zu sammeln. Mit diesem Wissen könne man entscheiden, „welche regulatorischen Maßnahmen dazu beitragen könnten, die Ziele des Glücksspiel-Staatsvertrags in diesem Bereich besser zu erreichen“, heißt es in dem Beschluss von Rostock.

Klingt jetzt nach jahrzehntelanger Sisyphusarbeit unserer emsigen Politiker – ist es aber nicht. Online Casinos gibt es nun seit über 20 Jahren im Internet. Und Anbieter mit europäischer Lizenz müssen auch in Deutschland freie Marktentfaltung haben, denn die Dienstleistungsfreiheit ist ein Grundrecht aller Menschen in der europäischen Union. Von daher sind weitere Diskussionen diesbezüglich eigentlich völlig unnötig – ja wenn da nicht das leidliche Thema Staatsmonopol samt ihren edlen Lottofürsten wäre…