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Kategorie: Poker

Pokern und Sportwetten kein Glücksspiel

Zumindest handelt es sich nicht ausschließlich um Glücksspiel

Denn bei beiden, Poker und Sportwetten, ist auch der Sachverstand sowie einiges strategisches Wissen von Nöten. Das gewisse Fünkchen Glück gehört am Ende allerdings auch dazu.

Poker Video Gewinn

Sportwetten Video Gewinn

Fazit: Pokern und Sportwetten sind als Alternative zu Lotto oder Automaten sicherlich eine gute Alternative. Allerdings sollte man auch wie bei anderen Glücksspielen beachten – keine Gier aufkommen lassen und Ruhe auch in prekären Stresssituationen bewahren. Es gibt durchaus Menschen, welche von den beiden (Teil)Glücksspielen leben können, die Mehrheit der Spieler allerdings nicht. In diesem Sinne  – schönes Wochenende bei der einen oder anderen Poker-runde bzw. Sportwetten-Session.

Retroartikel: Hoch gepokert

Schon mal hoch gepokert?

Der Grund warum ich bisher noch nie Online Poker gespielt habe ist der, dass mir einfach die Zeit dazu fehlt. In früheren Jahren habe ich jedoch recht gerne diesen Sport / Glücksspiel zusammen mit Freunden oder in der Kneipe ausgeübt. Offiziell war es zwar in der ehemaligen DDR verboten, aber drangehalten hat sich ohnehin niemand. So gingen damals schon etliche Scheine über die Tische, mal verlor man – mal gewann man. Faszinierend finde ich aber heute immer noch die stundenlangen TV-Übertragungen der Poker World Series, was sogar meine Freundin gelegentlich mit mir vor dem Fernseher anschaut.

(…) Das Glücksspiel Poker fasziniert seit Jahren mehr und mehr Menschen auf der ganzen Welt, Millionen spielen vor allem Online um teils große Summen Geld. Die besten Spieler versammeln sich alljährlich bei der World Series of Poker (WSOP), dem bedeutendsten Turnier der Szene. Seine Anfänge liegen im Jahr 1970, damals bekam der Johnny Moss lediglich einen Silberpokal für seinen Sieg. Ein Jahr später war es ebenfalls Moss, der das Turnier für sich entscheiden konnte und sich damit das Preisgeld in Höhe von 30.000 Dollar sicherte. 1972 gab es für Gewinner Thomas Preston dann schon das 2,5 fache , so berichtet Poker World Series

Interessant finde ich bei Poker auch die Mischung aus Sport und Glücksspiel. Schaut man sich nämlich die Pokerexperten in den Endrunden im TV an, sind es fast immer die selben Leute, welche da kräftig abräumen. Also kann nicht alleine der Zufall dafür der Auslöser sein, sondern auch Geschicklichkeit. Stattlich finde ich auch die Gewinnmöglichkeiten der Spieler in solchen Turnieren. Auch wenn der große Poker Run in den Jahren 2005 und 2006 längst wieder vorbei ist, so sind die hohen Gewinne im Millionenbereich doch immer noch im stabilen Bereich, wie die nachfolgende Liste der Pokergewinner eindeutig darstellt.

2012 – Greg Merson – 8.527.982 Dollar
2011 – Pius Heinz – 8.715.638 Dollar
2010 – Jonathan Duhamel – 8.944.138 Dollar
2009 – Joseph Cada – 8.547.042 Dollar
2008 – Peter Eastgate – 9.152.416 Dollar
2007 – Jerry Yang – 8.250.000 Dollar
2006 – Jamie Gold – 12.000.000 Dollar
2005 – Joe Hachem – 7.500.000 Dollar
2004 – Greg Raymer – 5.000.000 Dollar
2003 – Chris Moneymaker – 2.500.000 Dollar

Einmal das Endspiel bei diesem Poker-Turnier gewinnen und das wars. Das ist dann schon etwas anderes als der Minibonus bei American Poker II an den Novoline-Spielautomaten…

Retroartikel: Poker Glücksspiel oder Geschicklichkeit?

Ist Pokern Glücksspiel oder Können?

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nur sehr selten Poker, denn über mehere Stunden an solchen Turnieren teilzunehmen fehlt mir einfach die Zeit. Was mich aber brennend interessiert, wie ist das Pokern nun eigentlich einzustufen – Glücksspiel oder Sport? Die Frage kommt auf, weil plötzlich das Finanzamt eine neue Geldquelle für sich entdeckt hat. Der Fiskus möchte nämlich nun alle Einnahmen aus Pokerspielen versteuern. Bisher war es nicht so, da es unter den Begriff Glücksspiel fiel…

Jetzt gibt es dazu einen ganz aktuellen Gerichtsentscheid gegen den bekannten Spieler aus der Pokerszene, Eddy (Eduard Scharf). Im Internet kursiert eine Liste mit angeblichen Preisgeldern, der zufolge Eddy binnen weniger Jahre eine Million Dollar einstrich. Das blieb natürlich auch den Steuerfahndern nicht verborgen und argumentierte:

(…) Bei Profispielern wie ihm sei von einer “gewerblichen Tätigkeit” auszugehen. Er nutze seine “persönlichen Fertigkeiten und ein tieferes Spielverständnis” und verlasse sich nicht auf sein Glück. Daher seien auf die mindestens sechsstelligen Einkünfte am Kartentisch Steuern zu zahlen, beschied ihm die Behörde (…)
Die Angelegenheit ging anschließend vor Gericht und der 12. Senat des Finanzgerichts Köln macht sich die Sache allerdings vergleichsweise leicht und folgte der Argumentation des Finanzamts. Demnach sind Gewinne eines Pokerspielers dann einkommenssteuerpflichtig, “wenn er über Jahre hinweg erfolgreich an Turnieren teilnimmt”, wie die Vorsitzende Richterin Maria-Elisabeth Wetzels-Böhm in der Urteilsbegründung sagt (Az. 12 K 1136/11). Das würde nun bedeuten, dass “Eddy” von seiner Million zirka 500.000 Dollar an das Finanzamt zurück zu zahlen hat – was seinen Ruin bedeutet.

Komisch nur, auf der einen Seite stufen Bund und Länder das Pokern als Glücksspiel ein, das nur bisher nur in den staatlich Monopol-Casinos betrieben werden durfte. Auf der anderen Seite besteuert nun das Finanzamt solche Pokerexperten wie “Eddy”, weil es angeblich ein Sport ist, der durch Können und Erfolg erzielt wurde. Echt paradox und nicht nachvollziehbar, was nun aber dringend mit Einspruch gegen dieses Urteil angefochten werden muss. Sonst könnte dieses Urteil schon bald allen Pokerfreunden zum Verhängnis werden…