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Novoline, Merkur und Bally Wulff Spielautomaten

Kategorie: Personal

Retroartikel: Personal in der Spielhalle – Interview

Svenja packt aus: Mein Job in der Spielhalle

Ein Kurzinterview mit einer Spielhallenaufsicht (Name geändert)

Hallo Svenja, stell dich mal kurz vor – wie bist du an den Job in der Spielothek gekommen?

Ich bin nach der Geburt meiner Tochter leider arbeitslos geworden. Für meinen alten Arbeitgeber war ich nicht mehr flexibel genug. Da habe ich diese Stellenausschreibung unter den Anzeigen des Arbeitsamtes gefunden. Nun stehe ich hier und bediene die Spieler mit Kaffee und alkoholfreien Getränken.

Wie lange musst du arbeiten und wie hoch ist der Verdienst für dich?

Unsere Spielothek hat 14 Stunden geöffnet. Meist arbeiten wir in Früh – oder Spätschicht, aber wenn jemand ausfällt muss man den ganzen Tag da sein. Das ist nicht selten. In der Stunde bekomme ich 3 Euro gezahlt, das ist ein absoluter Hungerlohn wenn man sieht was hier an den vielen süchtigen Spielern verdient wird.

Suchtspieler? Herr Gauselmann spricht von unter 5 % aller Spieler, welche auffälliges Spielverhalten aufweisen. Wie ist die Situation bei euch?

Er meint bestimmt 5 %, die nicht an der Spielsucht leiden. Bei uns ist es teilweise sehr dramatisch, da hat es schon Familienkrach gegeben weil die ganze Kohle plötzlich verspielt war. Manche Spieler haben nichts zu essen und betteln dann andere Spieler an. Selbst bei mir versuchen sie es, obwohl ich ja nun wirklich kein Geld zum verleihen übrig habe.

Hast du ein schlechtes Gewissen, wenn du all das Elend siehst?

Ja schon, ich habe mir schon überlegt einen anderen Job zu suchen. Außerdem habe ich Angst selber vielleicht spielsüchtig zu werden. Letztens habe ich heimlich an so einem Automat nach der Arbeit gespielt und einen kleinen Gewinn gehabt. Jetzt habe ich einen innerlichen Drang wieder zu gewinnen – ich will das aber nicht.

Danke Svenja undviel Erfolg bei der Suche nach einer anderen Arbeit!

» by admin on 02/28/2013

Retroartikel: Personal in Spielhallen kriminell

Spielothek: Alarmanlage – Risiko Personal

Immer wieder von Überfällen und Raubzügen durch Spielotheken berichtet. Nicht selten kommen die Täter aus dem direktem Umfeld der Spielhallen und gehören zum Stammpublikum oder gar aus dem Personal. Gut, die Spielergemeinde kann man nicht überprüfen aber das eigene Personal sollte man vor dem Einstellen in solch einer Örtlichkeit zumindest ein Führungs-Zeugnis zeigen lassen. Was passieren kann, wenn man kriminelle Leute als Aufsichtsperson eingestellt hat, zeigt nachfolgendes Besipiel in einer “Dorf-Spielothek” irgendwo in der Provinz…

Der vorbestrafte Günter R. (Namen geändert) hatte es geschafft in der Kleinstadt Z. einen Nebenjob in einer Spielhalle zu bekommen. Da er recht guten Kontakt zur Unterwelt pflegte, war er auch über den brutalen Überfall in der zum Aufsteller gehörenden Spielothek im Nachbarort informiert. Als er den Anruf per Telefon erhielt, dass die Spielhalle dort erfolgreich überfallen wurde, konnte er sich nun seinem Vorhaben widmen. Es war 22.45 Uhr und die Spielothek war leer. So konnte er in aller Ruhe den Haupteingang der Einrichtung abschließen. Er ging nun zum Hauptschalter aller Lichtschalter und schaltete die Beleuchtung aus. Mit einer Sprayflasche sprühte er nun schwarze Farbe auf die Überwachungskamera und begann mit dem Öffner der Spielautomaten. Die Novoline Geräte lies er dabei in Ruhe, denn dort hatte er bereits über Wochen mittels einem Draht heimlich die Hopper geleert. Das Alarmgeräusch nach dem Öffnen der Merkur und Löwen Spielautomaten schaltete er mittels der Farbspraydose aus, indem er die Soundplatinen einfach mittels Farbe ausschaltete. Nachdem er das Geld aus den Automaten entwedet hatte, machte er sich über den Hinterausgang auf und davon. Ein paar fungierte Einbruchstellen an dieser Tür und das anschliessende Scharfmachen der Alarmanlage sollten von ihm ablenken.

Nach ein paar Tagen kam man aber dem Täter auf die Spur und konnte ihm sein Handeln nachweisen. Fazit – Geld war verschwunden und der Schaden wird sicherlich am Betreiber der Spielothek hängen bleiben…

» by admin on 12/06/2010

Retroartikel: Spielotheken Personal Interview

Spielotheken Personal packt aus

Interview für Verena S. ( Spielotheken Angestellte in Teilzeit)

Hallo Verena, stelle Dich doch bitte mal kurz vor!

Ich bin 47 Jahre alt und arbeite seit 3 Jahren in einer Spielothek in Chemnitz. Ich stehe dort regelmäßig hinterm Tresen und habe dadurch einen guten Überblick über den Ablauf in der Spielhalle.

Kannst Du etwas über den Verdienst erzählen und vielleicht mal einen Grund, warum man so einen Job überhaupt macht?

Das Einkommen ist sehr gering, ich verdiene rund 5,00 Euro in der Stunde. Weil man von diesem Einkommen nicht leben kann, funktioniert es nur als Nebenjob mit 400 Euro Basis. Für die 60 Euro am Tag stehe ich dann pro Schicht 12 Stunden am Stück in der Spielothek. Pro Monat mache ich also 7 Schichten um in den Genuss der 400 Euro (steuerfrei) zu kommen. Ansonsten ist der Job nicht besonders anstrengend, von daher ist es soweit ganz okay.

Du beobachtest das Spielverhalten deiner Gäste, sind von den Spielern schon welche reich geworden, weil sie regelmäßig gewonnen haben?

Es gibt tatsächlich Leute, die mehr gewinnen als was sie in die Kisten rein werfen. Ich habe das so einen Gast, der ständig nach dem gleichem Prinzip spielt und selten mit Verlust raus geht. Er wechselt immer nur 20 Euro bei mir und spielt dann nach seinem System. Dabei sucht er speziell an den Novoline Spielautomaten die Spiele American Poker oder Sizzling Hot. Er schafft es fast immer auf 50 Euro hoch zudrücken. Nach einer Stunde verlässt er unsere Spielhölle meistens mit 50 – 60 Euro in der Tasche. Er spielt aber nicht regelmäßig, sondern kommt meistens nur einmal pro Woche.
Verlierer sind die Stammgäste, die tagtäglich vor den Geräten sitzen. Unterm Strich machen sie jede Menge Verlust durch Ihre Spielsucht. Es sind die Leute die meinem Chef reich machen.

Konntest Du erkennen, nach welcher Strategie dieser Gewinner am Novoline Spielautomat gewinnt?

Ja, er bucht die 20 Euro im komplett rüber und durchsucht die Automaten immer zuerst nach vollen Bonusen. Dann habe ich beobachtet, wie er beim Drücken entweder immer Schwarz oder Schwarz und die letzte Stufe Rot benutzt hat. Dabei drückt er zunächst immer schwarz, während er dann auch gelegentlich in der letzten Stufe auf Rot wechselt.

Meistens ist für das Personal in den Spielhöllen das Spielen an den Geräten verboten. Wird sich auch daran gehalten?

Offiziell ist es für uns auch nicht gestattet, aber kaum einer hält sich dran. Natürlich beobachten wir auch den ganzen Tag, wo viel Geld ohne Gewinne rein gegangen ist. Wenn wir dann abschließen, geht es immer nochmal mit geringem Einsatz an die Spielautomaten. Nicht selten hat man dadurch schneller 100 Euro zusammen als durch die Arbeit im Spielcasino. Auch ich spiele grundsätzlich nur nach einer bestimmten Strategie, wo ich immer das meiste Geld gewonnen hatte.

Thema Spielsucht in der Spielothek, wo du arbeitest – kannst Du da was dazu sagen?

Das ist ein großes Thema, fast jeder zweite Spieler leidet daran. Die Leute, die soweit drin stecken, verlieren nur. Sie spielen nicht um zu gewinnen sondern nur um an den Dingern zu daddeln. Sie kommen täglich in unsere Spielhölle und haben sich dann außerhalb die Kohle zusammen gepumpt oder leihen sich Geld von anderen Spielern. Große Gewinne fliegen in der Regel spätestens innerhalb einer Woche in die Automaten. Von solchen Leuten lebt eine Spielothek.

Vielen Dank für das Interview…

» by admin on 01/10/2010