Archiv der Kategorie: Interview

Retroartikel: Spielautomaten Aufsteller Interview

Guten Tag, stelle Dich doch mal bitte kurz vor!

Ich heiße Rene F., bin 29 Jahre alt und seit 4 Jahren im Geschäft als Spielhallenbesitzer. Gelernt habe ich ursprünglich mal Dreher/ Schleifer/ Fräser in der Metallbranche. Der Job war aber alles andere als lustig für mich, deshalb wurde ich auch 2004 von meinen damaligen Arbeitgeber entlassen. Ein Schritt für den ich Ihn heute noch dankbar bin.

Das heisst, Du bist über die Arbeitslosigkeit in die jetzige Tätigkeit als Spielotheken Besitzer gerutscht?

Ja genau. Ich war damals selber ab und zu in den lokalen Spielotheken, Spielhallen und Kasinos unterwegs. Ich habe manchmal auch nur dort gesessen und die Leute bei einem kostenlosen Kaffee, beim Spielen an den Novoline und anderen Spielautomaten beobachtet, unglaublich was dort an Geld über die Theken der Betreiber ging. Das kann ich doch auch, war meine erste Idee, und ich kümmerte mich zunächst um den ganzen Schreibkram, Anmeldungen usw.

Gab es für diese Selbständigkeit auch Unterstützung von den Arbeitsämtern?

Natürlich, obwohl ich zwar schon in dieses furchtbare Hartz 4 hinein gerutscht war, bekam ich trotzdem die ersten Monate ein gewisses Kleingeld von der Arge in meinen Hintern gesteckt. Das Geld hatte ich zwar eigentlich nie so richtig benötigt aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Vor ein paar Jahren gabs noch die Ich AG, da konnte man zum Start noch mehr abziehen. Aber auch heute gibt es noch Förderungen von den Ämtern. Wichtig immer erst was beantragen, dann loslegen. Hinterher gibts meistens nichts mehr.

Wieviel Spielotheken besitzt Du nun und was kann man dabei so unterm Strich verdienen?

Angefangen hatte ich natürlich nur mit einer Spielothek, wo ich selber im ersten Jahr noch recht oft selber drin gestanden habe. Aber schon nach dieser relativ kurzen Zeit konnte ich mir dann Personal leisten und ich hatte mehr Zeit mich um das Marketing und das Wachsen meiner Firma zu kümmern. Heute besitze ich 6 Spielotheken und kann mich über mein Einkommen nicht beklagen. Auch habe ich nun mehr Zeit für meine Familie und meine Hobbys, ich kann mir Sachen leisten, von denen ich als kleiner Junge nur geträumt hatte. Und das Wichtigste ist doch, dass mir die Arbeit Spaß macht. Ich habe auch niemals die Zeit in der Metallfabrik vergessen, wo ich in Schichten und Rollender Woche wie ein Sklave schuften mußte. Die armen Leute, die so etwas machen müssen, können einem Leid tun.

Zum Schluss noch eine Frage zum moralischen Aspekt, hast du keine Konflikte damit, den Leuten auf diese Art das Geld abzunehmen ?

Nein überhaupt nicht ! Ich biete Unterhaltung und Entspannung für gestresste Menschen an. Das ist eine Art von Dienstleistung, die überall bezahlt werden muss. Oft wird das Wort Abzockerei in den Mund genommen, das sehe ich aber nicht so. Die meisten Besucher einer Spielothek wissen im Vorfeld, dass es sich um ein Glücksspiel handelt wo nicht jeden Tag die Gewinne für die Spieler nur so purzeln. Der Gewinn ist aber auch nicht der Hauptgrund für die meisten Besucher einer Spielothek, die Leute möchten einfach nach der harten Arbeit etwas Ausgleich und Entspannung vom harten Alltagstress an den Geräten finden. Klar gibt es eine geringe Zahl, die Ihr Spielverhalten nicht unter Kontrolle haben aber das ist die Ausnahme. Und schaut man sich an, was jede Woche beim Lotto an Geldern an den Vater Staat geht, sind wir Aufsteller gewiss nur ganz kleine Lichter im Glücksspielgeschäft.

Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Deiner Firma

» by admin on 10/09/2009

Retroartikel: Interview mit Spieler

Gestern wurde es wieder sehr spät, viel zu spät um wirklich irgendwann wieder richtig einzuschlafen. Als ich dann doch irgendwann gegen 3.00 Uhr heute Morgen ein Auge zu bekommen habe, gingen mir wie jede Nacht merkwürdige Dinge durch den Kopf. Ich träumte von einem großen Fisch, der mir 3 Wünsche in Erfüllung gehen lässt. Natürlich wünschte ich mir Reichtum, Gesundheit und ein riesiges Schloss. Jedoch dauerte es nicht lange bis mich Langeweile ergriff und ich das weite suchte. Mit dem Geld was ich nun hatte, konnte ich in Spielcasinos sitzen und nachts immer heiße Bräute haben. Ein Super Leben, was mir Spaß macht – leider ist der Traum dann immer wieder schnell zu Ende.

Ich wache dann meistens Schweißgebadet auf und habe Kopfschmerzen. Ich laufe zur morgendlichen Toilette und nehme erstmal schön meine 2 Aspirin Tabletten wie jeden Tag. Danach Zähneputzen und mal kurz in die Brieftasche geschaut, leider gähnende Leere ! Wo bekomme ich nun Geld zum Spielen her? Kumpels brauche ich schon lange nicht mehr anpumpen, die wissen, dass ich die Kohle sofort in die Spielautomaten stecke. Ich versuche trotzdem mein Glück und bimmele den ganzen Bekanntenkreis durch. Natürlich hat wie erwartet keiner ein paar Euro für mich.

Ich fahre also schnell mal bei Oma vorbei und erzähle Ihr, dass ich bald einen neuen Job bekomme und ich für die Bewerbungsunterlagen etwas Geld benötige, sie steckt mir 50,00 Euro zu. Anschließend geht’s mit dem Frischgeld sofort in die erste Spielothek um die Ecke, wo es schon morgens 11.00 Uhr ziemlich voll zugeht. Es spielen die üblichen bekannten Gesichter an den Geräten. Kaum bekommt man Platz an den Videospielautomaten. Ich versuche mein Glück an einem alten Admiral Automat und gewinne gleich mal zu Anfang 30.00 Euro. Nicht schlecht, da habe ich wenigsten etwas Startgeld für den langen „Arbeitstag“. Richtige Arbeit ist für mich seit längeren ein Fremdwort, lustiger weise gibt’s die Antwort auf die Frage: Was ist Arbeit? – Ist das was zu essen ? Meine Arbeit ist hier an den Spielautomaten, ich lebe ohne dabei zu sterben, na ja fast…

Es geht auf Mittag zu und ich habe bereits meinen dritten Kaffee in mich rein geschlürft, interessanter weise verspüre ich keinen Hunger, überhaupt es ich nur selten etwas. Die dunkle Koffeinbrühe gibt es in den dunklen Zockerbuden gratis, nur die Zigaretten muss ich bezahlen. Natürlich sind die 50,00 Euro der Oma lange schon in den einarmigen Banditen verschwunden, inklusive des tollen 30,00 Euro-Startgewinn. Um einen ruhigen Eindruck zu machen, setze ich mich in der Spielothek an die Bar und trinke mit der blonden vollbusigen Dame einen guten heißen Kaffee. Wir plaudern ein wenig über verschiedene Sachen, bis ich sie nach etwas Geld anpumpe und Ihr hoch und heilig verspreche, dass sie die Kohle bis zum Ende der Schicht zurückbekomme. Sie gibt nach und ich erhalte 20,00 Euro von Ihr. Das Geld verschwindet in einem Schacht des Novoline und nach 20 Minuten verschwinde ich auch erstmal aus er Spielothek, natürlich ohne einen Knopf in der Tasche.

Ich verabschiede mich von der netten Bardame und verspreche, dass ich dann gleich wieder kommen würde um Ihr das Geld zu bringen. In Wirklichkeit habe ich keine Ahnung, wo ich das Geld herbekommen soll?

Ich mache mich also auf den Weg in die nächste Spielothek, wo ich tatsächlich einen alten Freund treffe, der mir noch Geld schuldet. Ich bekomme 50,00 Euro von Ihm, da er gerade dabei ist, einen Automaten auszuräumen. Nach einem Kaffee und etwas Smalltalk verlasse ich diesen Laden und gehe zurück zur ersten Spielothek, wo ich freudig die geborgten 20,00 Euro an der Theke lasse und mich mit 30,00 Euro an die nächste Zockerkiste setze.

Ich gewinne tatsächlich bei meinem Lieblingsspiel American Poker 2 rund 200,00 Euro nachdem ich voll auf Schwarz bis oben hochgedrückt habe. Schnell kommen andere Spieler an, die sich nun ein paar Beträge von mir ausleihen. Ich gebe 50,00 Euro raus, denn man weiß ja nie ob man diese Leute nicht auch mal irgendwann benötigt. Ich setze mich wieder vorne an die Theke und bestelle für mich und die Blondine eine Pizza, natürlich auf meine Kosten. Dazu trinkt man gepflegt einen Capuccino zusammen. Ich habe in diesem Moment eine Art Glücksgefühl, da ich nun noch Spielgeld in der Tasche habe und gegen 15.00 Uhr auch mal was Essbares in meinen Magen geschoben habe. Der Tag ist noch lang und jetzt kann es endlich so richtig losgehen. Ich verabschiede mich aus der Spielothek und fahre mit dem Auto in die Nachbarstadt um dort mein Glück zu versuchen.

Als ich dort angekommen bin, muss ich feststellen dass es hier schon richtig voll ist, kaum bekommt man einen Platz an den Daddeldingern. Ich setze mich deshalb zunächst an die Theke um einen Kaffee zu trinken. Ich beobachte die Spielautomaten und bekomme erste Meldungen wo heute schon was ging und welcher Automat bisher nur genommen hat. Endlich wird ein Novoline 2 frei, an dem heute bisher gesteckt wurde. Ich fange sofort an aufzuladen. Irgendwie war es mir gerade komisch, ich zittere etwas, das muss wohl am Kaffee liegen. Etwas schwindelig ist mir auch aber es geht wieder vorbei. Ich habe öfters solche Attacken…

In den nächsten 2 Stunden verspiele ich das ganze Geld, der Automat war wie zugenagelt und hat mir kaum eine Chance gelassen. Jetzt habe ich natürlich eine Stinklaune aber möchte es niemanden zeigen. Ich versuche gute Laune zu spielen und verlasse die Spielothek. Ich mache mir nun große Vorwürfe und gehe erstmal wutentbrannt nach Hause und lege mich auf mein Sofa und schaue eine Weile Fernsehen. Doch schon nach kurzer Zeit muss ich immer wieder an mein verlorenes Geld denken und mir kommt hier zu Hause alles so sinnlos vor. Ich glaube mein ganzer Lebensinhalt dreht sich nur um Spielautomaten, alles andere kommt mir dabei so sinnlos vor!

Ich mache mich abends also wieder auf den Weg und gehe nun leider Geld meine Runde durch die Casinos und versuche trotzdem irgendwie an Geld zum Spielen zu kommen. So sitze ich also sinnlos in einer Spielothek rum und schaue anderen über die Schultern, wie diese Leute an den Spielautomaten spielen. Wieder merke ich das Zittern meiner Hände und ein Gefühl von Schwäche als ich meinen viel zu starken Kaffee in mich reinschütte. Oder sind es tatsächlich Anzeichen meiner Sucht? Bin ich überhaupt süchtig, ich glaube schon aber so richtig will es nicht in meinen Kopf rein.

In der Spielothek nerve ich einen Spieler so lange, bis er mir 10,00 pumpt. Ich kann endlich wieder spielen aber was sind schon 10,- Euro. Ich spiele nur für 5 Cent den Dreh um möglich lange zu spielen können. Natürlich wird das nichts und auch diese 10,00 Euro gehen den Bach runter. Es ist nun 22.00 Uhr und in den Spielotheken herrscht der absolute Ausnahmezustand. Der Zigaretten Qualm bringt die Augen zum Tränen. Es gehen nun wieder tausende von Euro wie jeden Abend in die Spielautomaten rein. Der Staat verdient kräftig an der Spielsucht und versucht scheinheilig durch seine regierenden Politiker davon abzulenken.

Ich gehe nach Hause und überlege mir schon wieder, wie ich morgen an Geld für die Spielautomaten komme. Vielleicht raube ich mal eine Bank aus oder ich muss sehen wo ich sonst die Kohle herbekomme. Bis zum nächsten Geldtag der ARGE sind es noch 12 Tage und ich bin eigentlich schon seit dem letzten Zahltag Pleite. In der Nacht habe ich wieder einen Traum, aber den kennt Ihr ja bereits schon…

Der Artikel ist vom 08/14/2009

Retroartikel: Spielhallen Sex

Novoline Sex Report

Interview mit Tanja M. (Name geändert) aus Dresden, die sich auch mal schnell selbst für Geld zum Spielen an den einarmigen Banditen verkauft. Sex und sexuelle Abhängigkeit als Heilmittel gegen chronische Spielsucht? Ein Thema, welches immer mehr Frauen in Deutschland betrifft, denn sie sind ja bekanntlich die neue Zielgruppe von den Herstellern der neuartigen Video-Spielautomaten a la Novoline und Multi sowie Extralinern. Während noch vor Jahren die Spielsucht nur ein Thema von Männern gewesen ist, haben die Frauen und jungen Mädchen dieses Manko stark in letzter Zeit aufgeholt. Spiele wie zum Beispiel Crown und Jewels, Supra Hot, Dolphins Pearl oder Book of Ra treffen genau den Geschmack der weiblichen Spieler. Und die female Gemeinde wächst unaufhaltsam täglich weiter. Das Thema Geldbeschaffung ist dabei für die betroffenen Damen zu einem sexuellen Höhepunkt, nahe der Ejakulation, herangewachsen. Schnell wird bei vielen trendy und sexy Novoline-Girls auf Geld durch Prostitution zurückgegriffen um an den Spielautomaten zu spielen und die Slots zu füttern. Wichtig vor dem Lesen: Dieser Beitrag könnte aufgrund teilweise anzüglicher Wortwahl mit sexistischem Inhalt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet sein. Bitte achten Sie in Ihrem eigenen Interesse darauf, dass derartige Berichte nicht von Minderjährigen gelesen werden können!

Hallo und stelle Dich mal kurz vor?

Ich heiße Tanja und bin 26 Jahre jung und komme aus der Nähe von Dresden, seit 3 Jahren gehe ich regelmäßig in verschiedene Spielotheken dieses Landes. Einen Job nach der Lehre habe ich damals nicht bekommen, ich bin seit dieser Zeit leider arbeitslos. Jetzt bekomme ich Hartz 4 Geld, da ist man schon echt beschissen dran. Von dem Geld kannst du ja als ein Hund besser in Deutschland leben! Ansonsten gibt’s nicht viel zu mir zu sagen, außer dass ich jetzt wegen meiner Spielsucht eine Dirne, Nutte oder besser gesagt, eine Hure geworden bin. Ich schaffe für meine zur Spiel-Gewohnheit, die Spielleidenschaft an und verkaufe meinen, wie ich finde, sehr sexy Körper an teilweise perverse und nur schwanzgesteuerte Männer.

Wie bist Du zum Spielen gekommen?

Mein damaliger Freund hatte mich öfters bei seinen langen Streifzügen durch die Spielhallen mitgenommen. Zu Anfang hatte ich nicht so die Lust an den Teilen zu spielen aber mit den Novoline Spielautomaten hatte ich dann immer mehr Spaß an der Sache. Nach der Trennung von Ihm bin ich in ein tiefes Loch gefallen. Ich war ziemlich traurig und verzweifelt. Ich hatte danach kaum noch Freunde, da ich alle wegen meinem Freund aufgegeben hatte. In der Spielothek habe ich aber Ablenkung gefunden, leider bin ich dabei spielsüchtig geworden und nun habe ich neben diesem Problem auch noch ein anderes. Ich habe auch andere junge Mädchen durch den Gang in die Spielhallen kennen gelernt, viele von denen haben ähnliche Probleme, wie ich.

Wie kann man von Hartz 4 Geld in der Spielothek spielen?

Von den paar Kröten geht das natürlich nicht, das reicht ja nicht mal zum Leben! Irgendwann hatte der Spielothekenbesitzer mal sexuelle Andeutungen zu mir gemacht und wir haben im Lager der Spielothek Sex miteinander gehabt. Danach hat er mir 30 Euro gegeben. Jetzt mache ich regelmäßig Sex mit Ihm und bekomme jedes Mal Geld dafür. Natürlich konnte man das auf Dauer in der Spielothek nicht verheimlichen und so wurden auch Gäste auf mich aufmerksam, mit denen ich nun auch für Geld ins Bett gehe oder gleich auf der Toilette der Spielothek Sex oder Oral und Analverkehr habe. Ich bin sozusagen eine Prostituierte im Dienste der Glücksspielindustrie.

Wie fühlst du dich dabei?

Ziemlich mies aber was will man schon machen, ich brauche ja das Geld um zu Spielen. Manchmal verlangen die Männer schon entsetzliche Sachen von mir. Manche werden von mir gleich oral oder mit der Hand (Handjob) in der Toilette befriedigt, andere gehen mit zu mir, wo sie dann zuweilen auch ziemlich perversen und ekelhaften Sex von mir verlangen. Für ein paar Euro befriedige ich auch mal schnell die zahlende Kundschaft auf der Herrentoilette gleich vor dem Klobecken und bekomme dafür einen fixen Zehner. Zynischerweise sagt der Inhaber, mit mir hätte die Spielhalle einen perfekten Mehrwert bekommen – der Ausdruck Bordell oder Puff trifft es dabei schon besser. Ein schlechtes Gefühl habe ich immer bei den ungeschützten Sexspielchen, denn Kondome lehnen fast alle ab. So bleibt immer die Angst vor einer Geschlechtskrankheit wie Aids oder Tripper und Syphilis.

Das alles klingt schon ziemlich schlimm, wie kann man überhaupt wieder aus diesem Teufelskreis herauskommen?

Ich habe keine Ahnung, alleine werde ich das wohl nicht schaffen, auf die Hilfe meiner Eltern kann ich nicht hoffen. Die haben selber genug Probleme um über die Runden zu kommen und wir haben sowieso kaum noch engen Kontakt zueinander. Ich habe mich da jetzt von der Spielsucht und dieser Art der Prostitution abhängig gemacht. Ich habe Schulden und die versuche ich durch regelmäßigen Sex für Bezahlung irgendwie abzu arbeiten. Dann gehe ich wieder spielen und wenn ich verliere, freut sich schon der Besitzer der Spielothek, der dann schon wieder sexsüchtig auf seine Herrentoilette verweist, wo er dann mal schnell mir seinen Penis zwischen die Schenkel schiebt und dabei an meinem Hals ganz nass herumleckt. Ich komme mir dabei immer richtig erniedrigt und schlecht vor.

Was hältst Du von einer Therapie? Wie sieht deine Zukunft aus?

Danke für den Vorschlag, ich werde es mal versuchen, vielleicht schaffe ich es ja wirklich eines Tages aus diesem endlosen und unschönen Lebens-Kreislauf herauszukommen. Es kann ja nicht immer und ewig so weitergehen, wie jetzt. Ich wünsche mir ein ganz normales Leben mit einem lieben Mann und vielleicht auch einem Kind, also ein Leben ohne Spielen und dem Gefühl beim Sex ein gleichberechtigter Partner und nicht ein bezahlter Sexsklave von irgendwelchen sexhungrigen Männern zu sein. Ja, ein Mann der mich ehrlich liebt und für den nicht nur meine Brüste, Po und die Innenseiten meiner Schenkel interessant sind, sondern mich als Frau akzeptiert und mir jeden Tag zeigt und beweist, dass er mich wirklich jede Sekunde meines Lebens begehrt. Ich würde Ihm dafür tagtäglich alle meine körperliche Schönheit aus Liebe zurückgeben und dazu gehört auch Leidenschaft und sexuelle Begierde. Ich glaube, das wäre wirklich mein größter Wunsch, den ich habe…

Wir bedanken uns für das Interview und wünschen Dir für die Zukunft alles erdenklich Gute

Dieser Artikel ist vom 07/26/2009

Retroartikel: Spieler Interview – Gewinn und Verlust

Interview mit einem langjährigen Spieler am Novoline

Hallo, stelle Dich doch bitte mal kurz vor. Gerne kannst Du auch völlig anonym bleiben.

Ich bin Sven, bin 31 Jahre alt uns seit ungefähr 8 Monaten arbeitslos. Vorher war ich als Gerüstbauer beschäftigt. Die Firma ist aber dann leider Pleite gegangen. Ich gehe seit 2 Jahren regelmäßig in eine Spielothek und spiele hauptsächlich an Novoline Spielautomaten. Seit meiner Scheidung und der Trennung von meinen beiden Kindern ist dieses Hobby zur fast alltäglichen Tagesausfüllung geworden.

Du gehst seit 2 Jahren in Spielotheken? Bist Du jetzt reich davon geworden?

Ich glaube reich werden nur die Besitzer von Spielotheken, im Prinzip verspiele ich jeden Monat 1000,- Euro. Es gibt natürlich auch gute Tage mit schönen großen Gewinnen. Meistens steckt man diese Gewinne aber wieder in die Automaten, so dass unterm Strich nichts oder nur wenig hängen bleibt. Ich mache dafür kaum Schulden, pünktlich zum Lohntag werden alle Gläubiger ausgezahlt.

Was war dein bisher größter Gewinn in einer Spielothek?

Ich hatte schon mal mehr als 4800,- Euro an einem Tag an verschiedenen Novoline Automaten gewonnen. Letztens habe ich gesehen, wie ein Spieler 13.000,- Euro aus so einer Novo – Kiste rausgeholt hat. Das will man natürlich auch mal schaffen. Die Novoline Geräte werden ständig upgedadet und laufen immer schneller. Die Jackpots werden aufgestockt und der Einsatz pro Spiel wurde nun in den Spielotheken auf 5,00 Euro angehoben.

Warum spielst Du in Spielotheken? Was fasziniert Dich daran, an Automaten stundenlang zu spielen?

Es ist für mich so eine Art letzter sozialer Kontakt, den ich habe. Nach dem Verlust meiner Familie habe ich da nicht mehr viel gehabt. Andere rutschen in Drogen oder Alkohol, ich gehe eben ins Casino um die Ecke, treffe dort gleichgesinnte Leute mit den gleichen Problemen wie ich. Man unterhält sich, trinkt kostenlosen billigen Kaffee ( gibt’s übrigens nun fast in jeder Spielothek ) und spielt eben mehr oder weniger zur Unterhaltung. Eigentlich geht’s dabei wirklich nur ums Spielen, der Gewinn spielt eine unterordnete Rolle. ( zumindest bei mir so )

Wo bekommst Du das Geld für die Automaten her? 1000 Euro jeden Monat nur vom Arbeitslosengeld kann ich mir ehrlich gesagt, nicht vorstellen.

Das sag ich mal Stichpunkt „ Beschaffungskriminalität „… Das Hobby ist extrem teuer und da muss man eben sehen wo man die Kohle herbekommt. Eben alles was dabei so anfällt, klauen, dealen, schachern und alle möglichen Leute anpumpen. Es werden geklaute Klamotten verhökert, manche holen sich nachts Metallschrott um nur mal paar Möglichkeiten zu nennen. Die Vielfalt und Kreativität ist bei Spielern sehr hoch. Auf den Strich wie Junkies gehen wir bestimmt nicht! Diesen armen Schweinen geht’s bedeutend schlechter als uns…

Was sagen deine Freunde oder Verwandten dazu?

Eigentlich nicht viel, zu meinen Eltern habe ich kaum noch Kontakt. Sie haben sehr oft versucht mir aus der Lage zu helfen, hat aber nicht wegen mir selber funktioniert. Ich bin wahrscheinlich einfach zu labil und zu anfällig für Spielautomaten. Und meine Freunde treffe ich in der Spielothek oder sagen wir besser meine Spielkumpels.

Was müsste passieren, dass Du vom Spielen wegkommst?

Eigentlich möchte ich das gar nicht so richtig, ich habe ja meinen Spaß daran, natürlich gibt es Tage, an dem man so richtig tief in der Scheiße steckt. Dann gibt’s aber wieder die schönen Tage, wo man es geschafft hat, den Automat zu besiegen. Weg kann ich bestimmt nur mit der Hilfe eines Psychotherapeuten oder einer Art Entziehungskur.

Danke für das kurze Interview und alles Gute für die Zukunft!

Anmerkung: Der Staat verdient kräftig an der teilweise schlechten Misere von Spielern mit. Nicht nur bei Glücksspiel sondern auch bei Tabak oder Alkohol schaut man scheinheilig weg, nur um die jährlichen Milliarden von Steuereinnahmen nicht zu gefährden.

Dieser Artikel ist von 05/20/2009