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Kategorie: Glücksspiel (Seite 1 von 7)

Lootboxen – das neue Glücksspiel

Echtgeld Glücksspiel Lootboxen

Während die staatlichen Behörden weiterhin alles mögliche versuchen um sprichwörtlich den virtuellen Abstand von Online Casinos zu begrenzen (und damit immer wieder scheitern ;-)), startet bereits die nächste Generation des Glückspiel im Internet. Lootboxen lautet das Zauberwort.

Was sind Lootboxen?

Bei Videospielen handelt es sich bei einer Beutebox um einen verbrauchbaren virtuellen Gegenstand, der eingelöst werden kann, um eine zufällige Auswahl weiterer virtueller Gegenstände zu erhalten, die von einfachen Anpassungsoptionen für den Avatar oder Charakter eines Spielers bis hin zu Spieländern wie Waffen und Rüstungen reicht. Eine Beute-Box ist in der Regel eine Form der Monetarisierung , bei der die Spieler entweder die Kisten direkt kaufen oder die Kisten während des Spiels erhalten und später „Schlüssel“ kaufen, mit denen sie sie einlösen können.

Früher gab es auch schon solche Überraschungspakete auf Jahrmärkten. Damals hieß es Wundertüte. Na wer kennt die noch? Als Kind war ich selber immer heiß auf die Teile, um mich nach dem Kauf über den Inhalt zu ärgern. Aber Glücksspiel war es auch schon vor 40 Jahren.

Blizzard- Overwatch (20296015936)

In welchen Games gibt es solche Lootboxen?

Das wären da so aktuell bekannte Online Spiele wie Overwatch, Counter Strike, Forza Motorsport 7, Mittelerde, Destiny 2 und sogar FIFA 18. Und der Trend dazu in weiteren Games geht deutlich weiter nach oben.

Glücksspiel Lootboxen:

So genannte Lootboxen sind in einigen asiatischen Ländern nach dem Glücksspielgesetz geregelt . An anderer Stelle werden sie kritisiert, weil sie eine Form des unregulierten Glücksspiels sind, um Situationen in Spielen zu schaffen, die sie „pay-to-win“ machen und ansonsten als Anti-Konsumenten gelten, wenn sie mit preiswerten Spielen gespielt werden.  Und in Deutschland gibt es in Sachen Glücksspiel erst gar keine gesetzliche Regulierung nach EU-Recht.

Willkür der LDS auch gegen Spielhallen

Landesdirektion Sachsen willkürlich gegen Spielhallen

Dass man in Sachsen willkürlich gegen Online Glücksspiel bzw. deren Werbung weitgehend erfolglos vorgeht, ist bereits bekannt. Europäisches Recht steht eben über nationalem Recht! Die Verwaltungsgerichte allerdings halten sich zu diesem Umstand bei den Einsprüchen gegen diese Willkür seitens der LDS bedeckt. Drei Jahre Bearbeitungszeit bisher sprechen dazu ihre eigene Sprache!

Spielbank Magdeburg

So versucht man nun das staatliche Monopol in Sachen Glücksspiel (Spielbanken und Lotto) mit Schließung privater Spielhallen zu sichern. Doch auch da beißen die Beamten ebenfalls auf Granit: 

(…) Rechtsanwalt Rolf Karpenstein, spezialisiert auf das Europarecht sowie den Bereich der Sportwetten und des Glücksspiels sieht die Rechtslage anders als die Landesdirektion. Er wirft der LDS Willkür und die vorsätzliche Missachtung des vorrangigen EU-Rechts vor: „Spielhallen dürfen nach EU-Recht in Sachsen mit der gewerberechtlichen Konzession ohne sogenannte glücksspielrechtliche Konzession betrieben werden. Ein zusätzlicher und an Mindestabstände zu Schulen oder zu anderen Spielhallen geknüpfter Erlaubnisvorbehalt darf von den Behörden und Gerichten in Sachsen nicht angewendet werden. Der Verstoß des Freistaates Sachsen und der LDS gegen die höherrangigen Verbotsnormen könnte auch nicht legitimiert werden.“ Die Beschränkungen durch einen an Mindestabstände gebundenen zusätzlichen Erlaubnisvorbehalt seien weder zwingend erforderlich noch verhältnismäßig. Auch fehle eine systematische und kohärente Glücksspielpolitik. Die Bundesländer selbst werben anreizend und ermunternd für staatliche Glücksspielangebote. Genauso wie zum Beispiel Lotto Hamburg und Lotto Niedersachsen versuche auch der Freistaat Sachsen, seine Einnahmen aus Glücksspiel durch Spielbanken mit Hunderten von Geldspielern sowie durch Lotto-Sachsen zu maximieren, so der Anwalt (…) [sz-online.de]

Glücksspielstaatsvertrag ist rechtswidrig!

(…) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute in seinem Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) mit klaren Worten entschieden, dass die deutsche Rechtslage im Bereich der Sportwetten nicht mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar ist. Damit ist nicht nur das seit vier Jahren ergebnislos laufende Sportwettenkonzessionsverfahren hinfällig, sondern die gesamte gesetzliche Grundlage für Glücksspiele in Deutschland reformbedürftig (…) [ostfussball.com]

Aber auch die neuerlichen Änderungsversuche beim Glücksspielstaatsvertrag ab 2018 sind bereits längst wieder Makulatur. So steigt das Bundesland Schleswig-Holstein aus dem Papier aus, andere Länder wie Hessen oder NRW könnten folgen. Und auch in Sachsen wird man dies endlich akzeptieren müssen.

Staatliches Glücksspiel will Zahlungsströme unterbinden

„Payment Blocking“ heißt das neue Zauberwort

…um privaten Glücksspiel-Anbietern weiterhin die Suppe ordentlich zu versalzen, wohl gemerkt von staatlicher Monopol-Seite aus! Aus eigenen finanziellen Interessen – wohl gemerkt! Mit freier Marktwirtschaft nach europäischen Grundprinzipien hat das natürlich nur sehr wenig zu tun. Schlimmer noch – freie mündige Bürger dieses Landes sollen nicht selber entscheiden dürfen, ob sie spielen möchten oder nicht.

Money poster

Staatliches Glücksspiel gut – privates Glücksspiel schlecht lautet die Devise. Und dabei sind alle Mittel gerade recht, so auch die Beeinflussung der Zahlungsströme. Dazu haben wir einen interessanten Artikel gefunden:

(…) Auch in Deutschland bleibt das Thema auf der Agenda. Payment Blocking ist im (rechtlich wackligen) Glücksspielstaatsvertrag der Bundesländer vorgesehen, die Zuständigkeit wechselt von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen, wo man bereits an konkreten Plänen arbeitet. Diesen steht nicht nur die zweifelhafte Effektivität entgegen – hunderte Zahlungsweisen sind im Internet möglich, auch über Dritte –, sondern auch die fehlende Legitimität. Von der allgemeinen Frage ganz abgesehen, ob die Verteidigung der Privilegien landeseigener Lottogesellschaften und vieler ebensolcher Casinos derartige Eingriffe in den freien Markt rechtfertigen kann, wiegt der Datenschutz schwer.

Die Datenkrake Payment Blocking bringt bekanntermaßen die Gefahren „rasterfahndungsartiger Überwachung“ und „unzulässiger Vorratsdatenerhebung“ mit sich, zudem würden Banken vorsichtshalber auch manche legale Zahlungen blockieren, wenn der Gesetzgeber sie für den Inhalt ihrer Transaktionen verantwortlich macht. Dies wohlgemerkt zur Durchsetzung eines Glücksspielstaatsvertrags, der aufgrund EU-Rechts-Widrigkeit (unzureichend) novelliert wurde, also um keinen juristisch bedenkenlosen Zweck willen (…) [novo-argumente.de]

Ob sich derartige Pläne überhaupt mit der europäischen Dienstleistungsfreiheit bzw. den Grundrechten der Bürger vereinbaren lassen, mag stark zu bezweifeln sein. Auch, dass überhaupt ab 1. Januar 2018 ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland zu Stande kommt. Laut EuGH waren bisher alle drei vorgelegten Papier seit 2012 nicht mit europäischem Recht gedeckt. So auch wieder der neuerliche Versuch der Bundesländer. Das ist aber momentan nur ein Punkt unter vielen, wo die die deutsche Politik immer wieder regelmäßig versagt.

Liberalisierung des Glücksspiel in ganz Deutschland

Koalition von CDU, FDP und Grüne möglich

Ähnlich wie in Schleswig-Holstein könnte die Jamaika Koalition nun auch auf Bundesebene zur Realität werden. Anders gesagt – eigentlich muss man schon sagen, dass es gar keine andere Möglichkeit gibt, dieses Land zu regieren! Und mit der FDP könnte nun endlich auch eine Regulierung des Glücksspiel bundesweit gelingen.

Flag of Jamaica

Noch gestern berichteten wir über den Ausstieg aus dem Glücksspielstaatsvertrag durch die Jamaika Koalition in Schleswig-Holstein:

(…) Fazit: Deutschland (außer Schleswig-Holstein) bleibt weiter in der Grauzone. Eine echte Glücksspiel Regulierung nach EU-konformen Regelungen gibt es daher nur im nördlichstem Bundesland.  Andere Länder, wie Hessen und NRW könnten ebenfalls noch aussteigen. Wenn es weiterhin keine einheitliche Regulierung nach EU Recht gibt, bleiben die Steuereinnahmen bzw. die Arbeitsplätze weiter im Ausland. Ein nicht hinnehmbarer Zustand, der endlich auch als rechtlichen Gründen abgeschafft werden muss! (…) [spielotheka.de]

Na dann mal gutes Gelingen liebe FDP! Es wäre an der Zeit, dass wir endlich wieder frei und selber bestimmen können, ob man spielen möchte oder nicht. Denn einen „Nanny-Staat“ alle DDR oder zuletzt praktiziert durch CDUSPD brauchen wir auf keinen Fall.

Schleswig-Holstein steigt aus dem Glücksspiel-Staatsvertrag aus

Good bye Glücksspielstaatsvertrag!

Er war bereits eine Totgeburt – nun wurde er auch offiziell begraben. Die Rede ist vom neuerlichen Anlauf eines Glücksspielstaatsvertrages in Deutschland. Die Bundesländer hatten zuletzt mit dem vermeintlichen Änderungsvertrag erneut ein EU-widriges Papier auf den Weg gebracht, welches das staatliche Monopol schützen sollte. Dies wurde allerdings in 2016 bereits zum dritten Mal durch den EuGH bemängelt  und das Gesetz somit für ungültig deklariert.

Landtag-Kiel

(…) Jetzt ist es sicher: Schleswig-Holstein wird dem zweiten Glücksspiel-Änderungsstaatsvertrag nicht zustimmen. Zudem wird sich die Landesregierung für eine rechtlich verankerte Ausstiegsoption aus dem Vertrag einsetzen. Der Beschluss erfolgte mit breiter Mehrheit, lediglich die SPD stimmte dagegen. Kernpunkt: CDU, Grüne, FDP, AfD und SSW wollen insbesondere die Online-Glücksspiele stärker in den Vertrag einbeziehen. Zudem soll die Vergabe von Konzessionen stärker mit den Richtlinien des Jugend- und Spielerschutzes sowie der Bekämpfung des kriminellen Schwarzmarkts verknüpft werden. „Dieser Glücksspiel-Staatsvertrag ist nicht europarechtskonform und unterstützt nicht unsere Ziele“, machte Hans-Jörn Arp (CDU) für die Antragsteller deutlich. Man müsse sich nun auf den Weg machen, gemeinsam mit den anderen Bundesländern einen neuen staatlichen Rahmen zu schaffen. Auch Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) wies auf den wachsenden Schwarzmarkt im Glücksspielsektor hin. „Wer an den Zielen der Glücksspielregulierung festhalten will, muss neue Wege finden, um das auch zu erreichen“, so Grote (…) [Landtag SH]

Fazit: Deutschland (außer Schleswig-Holstein) bleibt weiter in der Grauzone. Eine echte Glücksspiel Regulierung nach EU-konformen Regelungen gibt es daher nur im nördlichstem Bundesland.  Andere Länder, wie Hessen und NRW könnten ebenfalls noch aussteigen. Wenn es weiterhin keine einheitliche Regulierung nach EU Recht gibt, bleiben die Steuereinnahmen bzw. die Arbeitsplätze weiter im Ausland. Ein nicht hinnehmbarer Zustand, der endlich auch als rechtlichen Gründen abgeschafft werden muss!

Klage-welle von Gauselmann gegen „Glücksspieländerungsvertrag“

Gauselmann klagt wegen Schließung seiner Spielhallen

Das staatliche Glücksspiel-Monopol hat einen neuen Feind. Da man im Internet nur sehr schwer gegen die private Konkurrenz aus Gründen der europäischen Dienstleistungsfreiheit ankommt, versucht man es nun bei den privaten Spielhallen. Neu Gesetze sollen nämlich die Zahl der Spielhallen in Deutschland drastisch reduzieren. Nutznießer dieser „Säuberungsaktion“ wären im Endeffekt die staatlichen Spielbanken.

Merkur Spielothek

(…) Grundsätzlich soll die Zahl der bundesweit etwa 18.000 Spielhallen kräftig reduziert werden – unter anderem durch den Erlass von Mindestabständen zwischen den Standorten und ein Verbot von Mehrfachkonzessionen, die mehr als zwölf Spielgeräte unter einem Dach erlauben.

Niedersachsen hatte seine Ausführungsbestimmungen zum Glücksspielrecht früher erlassen als NRW und steckt mitten in der Klagewelle. Allein in Niedersachsen habe Gauselmann mehr als 100 Verfahren angestrengt, um sich gegen Schließungsverfügungen zu wehren, sagte Hoffmeister. Kommunen hatten dort teils im Losverfahren entschieden, welche Spielhalle schließen muss (…) [nw.de]

Dass sich dies Branchenprimus Gauselmann (Merkur Spielothek) nicht so einfach gefallen lassen wird, sollte dabei JEDEM klar sein. Und die Chancen für eine positive gerichtliche Entscheidung stehen dabei auch gar nicht schlecht. Denn genau wie im Internet besteht in jedem europäischen Land die europäische Dienstleistungsfreiheit auch für Spielhallen und Spielotheken. Alles andere stellt eine Diskriminierung dar, auch wenn das momentan die Verwaltungsgerichte teilweise natürlich nicht so sehen.  Doch spätestens vor dem EuGH sollten dann die privaten Betreiber von Spielhallen und Spielotheken ihr Recht bekommen.

Zumal das vermeintliche Ziel, die Spielsucht einzudämmen nur ein vorgeschobenes Argument darstellt. Spieler wandern einfach ins Internet oder eben in die Illegalität ab. Arbeitsplätze gehen verloren, wirtschaftliche bzw. steuerliche Einbußen in Millionenhöhe für Gemeinden und Fiskus sind vorprogrammiert. So konfrontiert das staatliche Glücksspiel nicht nur mit der freien Marktwirtschaft, sondern sägt auch am Ast der dringend notwendigen Vergnügungssteuer der Kommunen sowie Einnahmen für das Finanzamt. Ganz zu Schweigen über die Kosten für die neuen Arbeitslosen sowie die finanziellen Auslagen vor dem EU-Gericht, sollte man dort verlieren. Und bemängelt wurde der deutsche Glücksspielstaatsvertrag übrigens aus Brüssel im Februar 2016 bereits zum dritten Mal.

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Perverse Werbung für Glücksspiel

Glücksspiel Werbung durch Fake News

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Meldungen über vermeintliche Gewinne sollen User zum Spielen animieren:

(…) Laut der Behörde in England wird Spielern mit den „News“ vermittelt, dass Glücksspiel eine Lösung für finanzielle Probleme sei. Eine Fake-Meldung erzählt von „William“, der mit 130.000 Pfund (rund 144.000 Euro) verschuldet war, nachdem er sein Haus verkaufen musste, um die Behandlung seiner Frau zu finanzieren (…)

und weiter…

(…) Viele Wett-Unternehmen greifen auf Affiliates zurück, um Spieler auf ihre Websiten zu locken. Die Agenturen, die bezahlt werden, um potenziellen Kunden das Glücksspiel schmackhaft zu machen. Affiliates sehen sich mit wachsender Kritik konfrontiert. Denn diese Art anonymer Werbung zieht in vielen Fällen die Profiteure aus der Verantwortung. Doch während die vier Glücksspiel-Unternehmen jegliche Beteiligung von sich weisen, sieht Watson die Schuld trotzdem bei ihnen: „Auch wenn diese Werbungen von Affiliates vertrieben werden, liegen sie ausschließlich in der Verantwortung der Wettfirmen, deren Produkte sie verkaufen.“ (…) [pressetext.de]

Es gibt natürlich immer wieder schwarze Schafe, auch unter so genannten Affiliates, welche mit allen Mitteln versuchen, neue Spieler zu ködern. Das große Geld lockt dabei wohl offensichtlich zu stark. Aber das ist natürlich nicht der Durchschnitt. Die meisten Casino News Webseiten arbeiten ohne Fake News und verdienen damit auch nicht schlecht. Daraus jetzt mit dem Finger auf eine ganze Branche zu zeigen, ist ebenso absolutes Bildzeitungs Niveau und gehört dann auch in die Sparte Fake News.

Was sind Affiliates?

Sie betreiben Werbung für Glücksspiel und verdienen in Form von verschiedenen Provision-Modellen.  Das kann ein monatlicher Festbetrag, eine einmalige Vermittlungsgebühr, anteilige Provision oder eine Bezahlung von Klicks darstellen. In Deutschland sind die größten Affiliates zum Beispiel die Fußballverbände (DFL und DFB) und deren Vereine der 1.-3- Profi-Ligen. Danach sind es die großen Verlagshäuser mit ihren Online-angeboten (Springer). Es gibt aber auch zahlreiche kleinere Webseiten, welche sich mit Textlinks oder Banner-Werbung etwas dazu verdienen. Meist sind das einfache Vergleichs, – bzw. Testseiten zum Thema Online Casino, wo über Bonuse sowie Aktionen berichtet wird. Auch bei sozialen Netzwerken  wie Youtube und Facebook kann man sie finden.

Lotto warnt vor Scheitern der „Totgeburt“ Glücksspielstaatsvertrag

Glücksspielstaatsvertrag, welcher bereits dreimal bemängelt wurde, droht erneut zu scheitern

Warum? Weil er schon jetzt eine Totgeburt ist, welcher niemals vom EuGH eine Zustimmung finden würde. denn weiterhin bleiben private Sportwetten Anbieter zahlenmäßig beschränkt und Online Casinos werden gleich gar nicht erst berücksichtigt. Das verstößt abermals gegen die europäische Dienstleistungsfreiheit. Punkt. Schon jetzt hat deshalb das Bundesland Schleswig-Holstein abgewunken – andere Länder wie Hessen oder NRW wollen ebenfalls aussteigen.

Lottoschein der österreichischen Klassenlotterien

Dabei bekommen die staatlichen Lotto-fürsten nun langsam kalte Füsse. Ihr nostalgisches Produkt Lotto, aus Zeiten als die Oma noch jede Woche vor den TV Geräten auf den großen Wurf gewartet hatte, stirbt langsam aber sicher aus. Und damit auch die fetten Besoldungen sowie Pensionen für die Lotto-Funktionäre in den staatlichen Chefetagen.

(…) Die jetzigen Regelungen zum Glücksspiel könnten mit den neuesten Entwicklungen mit Online-Casinos und ausländischen Anbietern kaum noch Schritt halten und müssten daher angepasst werden, sagte Schröder. Sachsen-Anhalt stehe zu den in monatelangen Verhandlungen zäh errungenen Kompromiss der Bundesländer.

Die Neuregelungen sind umstritten. Mit ihnen soll die Hängepartie mit Sportwetten beendet werden. Bisher werden die Anbieter im Land nicht reguliert, aber geduldet; in Zukunft würden sie legalisiert. Online-Glücksspiele, die im Gesamtmarkt besonders stark wachsen, blieben hingegen verboten (…) [t-online.de]

Doch schon längst haben die privaten Glücksspielanbieter den Markt im Internet übernommen. Und  während hierzulande weiter um das staatliche Monopol gekämpft wird, übrigens schon dreimal vor dem EuGH damit gescheitert sind, gehen die großen Gelder im Bereich Glücksspiel längst ins europäische Ausland – natürlich ohne jeglichen Steuer-einnahmen für Deutschland.

Wie ist momentan eigentlich die Sachlage in Deutschland?

Aktuell werden Sportwetten geduldet, andere Glücksspiele wie Slots oder so genannte Casino-spiele allerdings verboten. Keine Ahnung auf welcher gesetzlichen Regelungen diese Aussagen basieren, denn der deutsche Glücksspielstaatsvertrag wurde Anfang 2016 bereits zum dritten Mal gekippt. Das wiederum bedeutet jedoch im Prinzip nichts anderes, als dass es momentan überhaupt keine Regelung für das Glücksspiel im (deutschen) Internet gibt. Zumal ohnehin nicht unterschieden werden kann zwischen Sportwettenanbieter, Pokeranbieter und Casinoanbieter. Alle großen „geduldeten“ Portale wie zum Beispiel Tipico, Bet at Win, Bwin, Bet365, Betfair, Betsafe, Netbet, MrGreen, William Hill, Interwetten, Bet3000, Mybet, Digibet, Sunmaker, Ladbrokes, Bet@Home usw. bieten nämlich das volle Programm auf ihren Plattformen an. Gar nicht erst zu sprechen von deren massiver Werbung und Marketing in Rundfunk, TV, Stadien oder im Web.

Also wer es bis jetzt noch nicht begriffen hat, der Zug ist längst abgefahren – der Drops ist gelutscht. Jeder Versuch das staatliche Monopol noch zu retten, wird genau so kläglich scheitern, wie die letzten drei Versuche. Amen

Glücksspiel Wetten: Sport, Automaten und Poker

Was ist eine Glücksspiel-wette

Meist denkt man zuerst an Sportwetten, wenn der Begriff Wetten im Zusammenhang mit Glücksspiel fällt. Doch jeder Einsatz auf einen Sport-tipp, eine Drehung an der Walze, das Verteilen von Jetons oder auch die völlig entspannte Poker-runde sind Glücksspiel Wetten.

Glücksspiel Wette am Automaten: Der Einsatz bei solch einer Wette am Spielautomaten beginnt bei 5 Cent für 5 Linien in deutschen Spielhallen oder 1 Cent pro Linie in Las Vegas. Nach oben sind da im Prinzip kaum Grenzen gesetzt, so dass so genannte High-roller bzw. VIP`s auch 1000 Euro und mehr pro Dreh einsetzen können.

Glücksspiel Wette auf Sportereignisse: Der Mindesteinsatz pro Glücksspiel Wette beträgt 1,00 Euro. Bei System- und Mehrweg-wetten ist der Mindesteinsatz pro Kombination 0,25 Euro. Maximal können 10.000 Euro bei max. 100.000 Gewinn eingesetzt werden.

Glücksspiel Wette beim Pokern: Nach Absprache mit allen Mitspielen werden die Minimum sowie Maximal Einsätze festgelegt.

Holdem

Glücksspiel Wette bei Roulette: In Deutschland kann man an den Roulette Tischen ab 1 Euro Einsatz (Spielbanken auch höher) spielen. Auch bei dieser Wette kann man bis zu 10.000 Euro für eine Wette einsetzen.

Glücksspiel Wette beim Lotto: Der Normal-schein beim Lottospielen kostet beim Spielen einmalig 50 Cent. Pro angekreuztes Spielfeld beim Spiel 6 aus 49 kommen 75 Cent hinzu. Füllt man also alle 12 Felder der Größe 7×7 aus, ergibt dies Kosten von 9,00 Euro.

Fazit: Glücksspiel Wetten können sehr vielseitig sein aber im Endeffekt ist das Ergebnis immer gleich. Man wettet auf ein Ereignis und verliert oder gewinnt. Letzteres ist umso wahrscheinlicher, da der Bankvorteil bei allen Glücksspiel Wetten besteht.

Staatliche Spielbanken weiter mit Minus

Spielcasinos weiter mit deutlichen Verlusten

Während im Internet derzeit echte Goldgräberstimmung herrscht, ist bei den staatlichen Spielbanken weiter schlechte Laune angesagt. Hier eine aktuelle Meldung aus dem Bundesland Brandenburg:

Spielbank Berlin

(…) Die Erträge der staatlichen Spielbanken in Potsdam und Cottbus sind im Jahr 2016 zusammengenommen deutlich zurückgegangen. Sie lagen bei insgesamt 8,6 Millionen Euro und damit annähernd acht Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie das Finanzministerium in Potsdam auf Anfrage mitteilte.

Weil die Erträge – das sind die Spieleinsätze abzüglich der ausgezahlten Gewinne – im Jahr 2016 zurückgingen, fielen auch die gesetzlich festgelegten Spielbankabgaben an die Landeskasse geringer aus. Diese beliefen sich nach Ministeriumsangaben im Geschäftsjahr 2016 auf 2,4 Millionen Euro. 2015 waren es rund 2,6 Millionen Euro gewesen (…) [lr-online.de]

Da erstaunen natürlich solche Meldungen eines großen Online Glücksspiel Portal eher nicht:

Deutliche Steigerung des Brutto-Wett- und Gamingertrags: Der Brutto-Wett- und Gamingertrag (Rohertrag) lag in der ersten Jahreshälfte 2017 bei 76,8 Mio. EUR und somit um 17,5% über dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres (1. HJ 2016: 65,4 Mio. EUR). Der Brutto-Wett- und Gamingertrag im zweiten Quartal 2017 erreichte dabei mit 39,6 Mio. EUR den bisher höchsten Quartalswert in der Unternehmensgeschichte des bet-at-home.com AG Konzerns.

Dabei sind die Gründe für die Abwanderung der Spieler mehr als offensichtlich. Schlechtes Image, schlechtere Auszahlungsquoten und immer mehr Abgaben und Steuern belasten die staatlichen Spielbanken im Vergleich mit den Online Casinos bzw. Glücksspiel Portalen. Hinzu kommt die fehlende rechtliche Grundlage für eine echte Regulierung in Deutschland. Zulange wurde am staatlichen Monopol festgehalten, nun bekommt man für die schlechte Politik der vergangenen Jahre die Quittung präsentiert.

Ein Änderung ist allerdings auch nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil, denn die Reform, der Reform, der Reform des Glücksspielstaatsvertrages gilt bereits wieder als gescheitert. Nicht nur, dass der EuGH bereits wieder bemängelt hätte – nein im Bundesland Schleswig-Holstein möchte mehr nicht mehr das Theater mitspielen. Die neue „Jamaika-Koalition“, wie die Regierung aus CDU, FDP und den Grünen genannt wird, hat zum Thema Glückspiel in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass sie dem Zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrag nicht zustimmen werde. „Schleswig-Holstein wird den Glücksspielstaatsvertrag kündigen und mit anderen Ländern (z.B. Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen) nach einer tragfähigen, europarechtskonformen Lösung für den gesamten Bereich der Sportwetten einschließlich des Online-Casinospiels sowie des Pokerspiels suchen, die sich an den Regelungen des bis 2013 gültigen Glücksspielgesetzes Schleswig-Holstein orientiert“, heißt es im Koalitionsvertrag weiter.

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