Archiv der Kategorie: Glücksspiel

Glücksspiel Wetten: Sport, Automaten und Poker

Was ist eine Glücksspiel-wette

Meist denkt man zuerst an Sportwetten, wenn der Begriff Wetten im Zusammenhang mit Glücksspiel fällt. Doch jeder Einsatz auf einen Sport-tipp, eine Drehung an der Walze, das Verteilen von Jetons oder auch die völlig entspannte Poker-runde sind Glücksspiel Wetten.

Glücksspiel Wette am Automaten: Der Einsatz bei solch einer Wette am Spielautomaten beginnt bei 5 Cent für 5 Linien in deutschen Spielhallen oder 1 Cent pro Linie in Las Vegas. Nach oben sind da im Prinzip kaum Grenzen gesetzt, so dass so genannte High-roller bzw. VIP`s auch 1000 Euro und mehr pro Dreh einsetzen können.

Glücksspiel Wette auf Sportereignisse: Der Mindesteinsatz pro Glücksspiel Wette beträgt 1,00 Euro. Bei System- und Mehrweg-wetten ist der Mindesteinsatz pro Kombination 0,25 Euro. Maximal können 10.000 Euro bei max. 100.000 Gewinn eingesetzt werden.

Glücksspiel Wette beim Pokern: Nach Absprache mit allen Mitspielen werden die Minimum sowie Maximal Einsätze festgelegt.

Holdem

Glücksspiel Wette bei Roulette: In Deutschland kann man an den Roulette Tischen ab 1 Euro Einsatz (Spielbanken auch höher) spielen. Auch bei dieser Wette kann man bis zu 10.000 Euro für eine Wette einsetzen.

Glücksspiel Wette beim Lotto: Der Normal-schein beim Lottospielen kostet beim Spielen einmalig 50 Cent. Pro angekreuztes Spielfeld beim Spiel 6 aus 49 kommen 75 Cent hinzu. Füllt man also alle 12 Felder der Größe 7×7 aus, ergibt dies Kosten von 9,00 Euro.

Fazit: Glücksspiel Wetten können sehr vielseitig sein aber im Endeffekt ist das Ergebnis immer gleich. Man wettet auf ein Ereignis und verliert oder gewinnt. Letzteres ist umso wahrscheinlicher, da der Bankvorteil bei allen Glücksspiel Wetten besteht.

Staatliche Spielbanken weiter mit Minus

Spielcasinos weiter mit deutlichen Verlusten

Während im Internet derzeit echte Goldgräberstimmung herrscht, ist bei den staatlichen Spielbanken weiter schlechte Laune angesagt. Hier eine aktuelle Meldung aus dem Bundesland Brandenburg:

Spielbank Berlin

(…) Die Erträge der staatlichen Spielbanken in Potsdam und Cottbus sind im Jahr 2016 zusammengenommen deutlich zurückgegangen. Sie lagen bei insgesamt 8,6 Millionen Euro und damit annähernd acht Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie das Finanzministerium in Potsdam auf Anfrage mitteilte.

Weil die Erträge – das sind die Spieleinsätze abzüglich der ausgezahlten Gewinne – im Jahr 2016 zurückgingen, fielen auch die gesetzlich festgelegten Spielbankabgaben an die Landeskasse geringer aus. Diese beliefen sich nach Ministeriumsangaben im Geschäftsjahr 2016 auf 2,4 Millionen Euro. 2015 waren es rund 2,6 Millionen Euro gewesen (…) [lr-online.de]

Da erstaunen natürlich solche Meldungen eines großen Online Glücksspiel Portal eher nicht:

Deutliche Steigerung des Brutto-Wett- und Gamingertrags: Der Brutto-Wett- und Gamingertrag (Rohertrag) lag in der ersten Jahreshälfte 2017 bei 76,8 Mio. EUR und somit um 17,5% über dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres (1. HJ 2016: 65,4 Mio. EUR). Der Brutto-Wett- und Gamingertrag im zweiten Quartal 2017 erreichte dabei mit 39,6 Mio. EUR den bisher höchsten Quartalswert in der Unternehmensgeschichte des bet-at-home.com AG Konzerns.

Dabei sind die Gründe für die Abwanderung der Spieler mehr als offensichtlich. Schlechtes Image, schlechtere Auszahlungsquoten und immer mehr Abgaben und Steuern belasten die staatlichen Spielbanken im Vergleich mit den Online Casinos bzw. Glücksspiel Portalen. Hinzu kommt die fehlende rechtliche Grundlage für eine echte Regulierung in Deutschland. Zulange wurde am staatlichen Monopol festgehalten, nun bekommt man für die schlechte Politik der vergangenen Jahre die Quittung präsentiert.

Ein Änderung ist allerdings auch nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil, denn die Reform, der Reform, der Reform des Glücksspielstaatsvertrages gilt bereits wieder als gescheitert. Nicht nur, dass der EuGH bereits wieder bemängelt hätte – nein im Bundesland Schleswig-Holstein möchte mehr nicht mehr das Theater mitspielen. Die neue „Jamaika-Koalition“, wie die Regierung aus CDU, FDP und den Grünen genannt wird, hat zum Thema Glückspiel in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass sie dem Zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrag nicht zustimmen werde. „Schleswig-Holstein wird den Glücksspielstaatsvertrag kündigen und mit anderen Ländern (z.B. Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen) nach einer tragfähigen, europarechtskonformen Lösung für den gesamten Bereich der Sportwetten einschließlich des Online-Casinospiels sowie des Pokerspiels suchen, die sich an den Regelungen des bis 2013 gültigen Glücksspielgesetzes Schleswig-Holstein orientiert“, heißt es im Koalitionsvertrag weiter.

Google: Nach Werbung nun auch Apps für Glücksspiel

Google Play bietet Glücksspiel als Apps an

Waren bisher nur Werbeanzeigen für Glücksspiel-Plattformen in Apps erlaubt, so ändert Google nun die Richtlinien. Ab 1.8.2017 dürfen Entwickler von Echtgeld-Apps ihre Glücksspiel Software offiziell im Play Store anbieten. Zuletzt berichteten wir bereits über massive Glücksspielwerbung in den Suchergebnissen bei Google Adwords bzw. Adsense.

Ähnlich wie Facebook gehört Echt-Geld Glücksspiel längst zu den Haupteinnahmequellen durch Marketing. Und damit kann man sehr gutes Geld verdienen! Keine Branche wächst derzeit stärker, wenn man mal das Geschäft mit vermeintlichen Flüchtlingen (Schlepper) weg lässt. Im Internet herrscht deswegen derzeit echte Goldgräberstimmung. Natürlich möchten da die beiden Monopolisten Google und Facebook nicht den Anschluss verlieren und kräftig beim Casino Affiliate mitmischen.

Glücksspiel Apps

(Screenshot: play.google.de)

Schnee von gestern:

„Inhalte oder Dienste, die Online-Glücksspiele unterstützen, sind unzulässig. Hierzu gehören u. a. Online-Casinos, Sportwetten, Lotterien oder Geschicklichkeitsspiele, bei denen Geld- oder Sachpreise angeboten werden.“

Fazit: Während die heimliche Liberalisierung beim Glücksspiel in Deutschland längst stattgefunden hat, und das staatliche Monopol weiter um seine Glücksspiel Einnahmen kämpft, derzeit massiv mit unsinnigen Gesetzen gegen Spielhallen und Spielotheken vorgeht, ist nun die zukünftige Marschrichtung längst ausgegeben. Und wer bitteschön möchte sich schon gerne auf einen Rechtsstreit mit Google oder Facebook einlassen?

Glücksspiel Aktien Top

Aktien auf Glücksspiel weiter im Kommen!

Da es hierzulande faktisch keinen echten Glücksspielstaatsvertrag bzw. eine rechtliche Grundlage für staatliche Regulierung gibt, haben es ausländische Glücksspiel Portale mit europäischer Lizenz sehr einfach mit ihrem Angebot. Das treibt die privaten Glücksspiel- Anleger auf den Aktienmärkten weiter an, während staatliches Glücksspiel immer mehr an Boden verliert. So berichtet die ARD ganz aktuell: 

(…) Die jahrelange Uneinigkeit der Bundesländer in Sachen Kontrolle des Glücksspielmarktes in Deutschland könnte weiter gehen. Eine Ländermehrheit hatte sich im März auf Grundzüge eines neuen Staatsvertrages geeinigt, der die Lizenzierung von Glücksspielanbietern in Deutschland vereinheitlichen sollte. Aus dieser Mehrheit scheidet die neue „Jamaika“-Koalition aus CDU, FDP und Grünen aber nun offenbar aus. Da mindestens 13 von 16 Ländern den Vertrag ratifizieren müssen, steht eine grundlegende Neuregelung möglicherweise in den SternenIn Deutschland sind weitgehend die Bundesländer für die Regulierung von Lotterien, Sportwetten oder Kasinospielen zuständig.

Aktie1

Für die meisten Glücksspiele gilt nach wie vor ein staatliches Monopol. Lediglich für private Sportwettenanbieter wurde der Markt geöffnet. Online-Glücksspiel ist verboten, denn der Staatsvertrag sieht keine bundesdeutschen Online-Casino-Lizenzen vor. Nur einige Ausnahmen mit einer Lizenz aus Schleswig-Holstein sind beschränkt zugelassen. Auch diese Lizenzen stehen damit womöglich zur Debatte (…) [ard.de]

Fazit: Aktien auf Glücksspiel bürgen weiterhin enormes Potenzial in den kommenden Jahren. Kaum ein Markt wächst steiler als der Online Glücksspielmarkt mit Casino, Wetten und Poker. Und gerade in Deutschland werden momentan die Spieler mit unsinnigen neuen Gesetzen förmlich aus den Spielhallen in das Internet gejagt. Man hat fast den Eindruck, als wäre diese Abwanderung gewollt. Denn mit Spieler – oder Altersschutz ist das ja wohl kaum zu erklären. Sei es drum, den Aktien auf Bwin, Betfair & Co. wird dies weiter zu steigenden Kursen verhelfen.

Kartenhaus Glücksspiel-Reform bricht in sich zusammen

Reform des maroden Glücksspielstaatsvertrag gescheitert

Dass sich nun auch die Reform des gescheiterten Glücksspielstaatsvertrag nur als stümperhafte Flickschusterei entpuppt, dazu musste man, um das zu erkennen, im Prinzip kein wirklicher Experte sein. In Schleswig-Holstein will man nun zusammen mit den anderen Bundesländern endlich eine EU-konforme Regulierung auf die Beine bringen. Zuletzt hatte auch das Land Hessen nach neuerlichen richterlichen Beschluss das Handtuch geworfen.  

So berichtet die Süddeutsche:

(…) Die neue Kieler Landesregierung zankt noch um ihren Koalitionsvertrag, da zeigt sie den Regierungsbeamten in den übrigen 15 Landeshauptstädten schon, wie viel Arbeit sie ihnen machen wird. Im März hatten die Bundesländer mit viel Mühe eine Reform der Glücksspielgesetze verabschiedet, die von Januar 2018 an gelten soll. Aus dieser Reform wird wohl nichts: Klappt es mit der Koalition aus CDU, FDP und Grünen in Schleswig-Holstein, will sie die Gesetzesnovelle im Parlament ablehnen – und den bestehenden Glücksspielstaatsvertrag kündigen.

Damit könnte die Regulierung des Glücksspiels in Deutschland in sich zusammenkrachen. „Wir werden eine komplette Neuregelung anstreben. Alle anderen Länder sind eingeladen, daran teilzunehmen“, sagt Wolfgang Kubicki, Fraktionschef der FDP in Schleswig-Holstein. Dabei hoffen Kubicki und seine Kollegen vor allem auf Unterstützung aus Wiesbaden und Düsseldorf. Während sich Hessen schon länger für eine Liberalisierung der Glücksspielgesetze einsetzt, dürfte auch die künftige schwarz-gelbe Koalition in Nordrhein-Westfalen den Vorstoß unterstützen (…) [sueddeutsche.de]

Keine Ahnung wie viel Steuergelder, aufgrund von fehlender Regulierung bei Glücksspiel, unserem Staat durch die Lappen gegangen sind? Sind es noch Millionen oder gar schon Milliarden? Fakt ist, so kann es natürlich nicht weiter gehen! Es besteht nun dringender Handlungsbedarf dieses Dilemma endlich zu beenden.

Bomben Geschäft mit den Glücksspiel-Steuern

Glücksspiel lohnt sich für den Fiskus

Beim Glücksspiel gibt es immer Gewinner und Verlierer. Zu Letzteren gehört ganz sicher nicht der Betreiber und Vater Staat. Beide gewinnen immer… und die Aussichten sind wirklich grandios, weil die Einnahmen extrem hoch sind und die Ausgaben kaum ins Gewicht fallen. Dazu mal eine aktuelle Rechnung aus dem schönen Südtirol im sonnigen Italien. Und das ist eine wirklich sehr kleine Region – 

Das Land nimmt jährlich über 35 Millionen Euro an Steuern aus Glücksspielen ein – und stellt für Glücksspiel-Bekämpfung lediglich 383.000 Euro bereit.

(…) Die Zahlen sind erschreckend. In der Region Trentino-Südtirol wurden im Vorjahr 265 Millionen Euro bei Glücksspielen verzockt. Das sind pro Einwohner 250 Euro. Insgesamt mehr als 1,2 Milliarden Euro wurden in Glücksspiele gesteckt – davon kamen am Ende aber nur 950 Millionen Euro an Gewinnen zurück. Die Gewinnquote lag also bei nicht einmal 80 Prozent. In den letzten Jahren sind die Ausgaben für Glücksspiele angestiegen (…) [tageszeitung.it]

Flag of South Tyrol

Glücksspiel Markt in Italien einer der größten der Welt:

Rund 88 Milliarden Umsatz werden in Italien mit Glücksspiel erzielt. Damit steht man weltweit immerhin auf dem vierten Platz. Zum Vergleich wird in Deutschland mit rund 40 Milliarden  gerade mal weniger als die Hälfte mit dem Glücksspiel, als beim südlichen Nachbarland umgesetzt.

Und auch das italienische Finanzamt darf sich freuen:

Der italienische Fiskus hat im Vorjahr insgesamt die gigantische Summe von 9,2 Mrd. Euro durch die Besteuerung von Glücksspielen kassiert. Mit einer weiteren Sondersteuer auf Spielhallen hofft Wirtschaftsminister Pier Paolo Padoan auf noch mehr Einnahmen von 1,5 Mrd. Euro in diesem Jahr.

Zukunft des Automatenspiels im Internet:

Der Trend bei Automatenspiel geht ganz klar in Richtung Online Casinos. Schon jetzt verzeichnen die Casino-Anbieter im Internet stetige Umsatzsteigerungen. Genau wie in Deutschland gehören die Novoline / Novomatic Games in Italien zu den beliebtesten Spielautomaten. Im Web sind sie derzeit (auch kostenlos) spielbar bei den bekannten Novoline Online Casinos mit europäischer Lizenz wie Stargames, Quasar oder Ovocasino.

-> Ovocasino
-> Quasargaming
-> Stargames

 

Schleswig Holstein zeigt wie es geht!

Jamaika Koalition zurück zum eigenen eu-konformen Glücksspielstaatsvertrag

Während die anderen Bundesländer immer noch an ihrem gescheiterten Glücksspielmonopol festhalten, kehrt man im nördlichsten Bundesland endlich wieder zum geregelten Glücksspiel zurück. Das ist gut so! Die neue Regierung aus CDU, FDP und Grüne stellte nun ihren Koalitionsvertrag vor:

(…) Hier gibt es erneut eine Kehrtwende um 180 Grad. Das Land wird dem Glücksspielstaatsvertrag der anderen Bundesländer nicht zustimmen, will zusammen mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen eine Neuregelung auf den Weg bringen, die sich „an den Regelungen des bis 2013 gültigen Glücksspielgesetzes Schleswig-Holsteins orientiert“. Damals hatten die schwarz-gelbe Landesregierung den Staatsvertrag abgelehnt, bereits im Internet operierende private Glücksspielanbieter legalisiert, Lizenzen vergeben und sie dafür einer scharfen Kontrolle und Besteuerung unterworfen. Die SPD-geführte Koalition kippte dieses Gesetz 2013, kündigte an, dem Staatsvertrag der anderen Länder doch beizutreten. Auch die Spielcasinos im Land sollen jetzt Online-Glücksspiel anbieten. Sie sollen danach schnell privatisiert werden (…) [ln-online.de]

Flag of Jamaica

Nun bitte auch bundesweit endlich nachziehen. Hessen hatte gestern bereits ebenfalls angekündigt, einen eigenen Glücksspielstaatsvertrag nach geltenden EU-Recht auf den Weg zu bringen.

Europäische Dienstleistungsfreiheit findet Anwendung

Deutsches Gericht bestätigt die europäische Dienstleistungsfreiheit

Die Dienstleistungsfreiheit ist eine der vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes neben der Personenfreizügigkeit, der Warenverkehrsfreiheit und der Kapitalverkehrsfreiheit. Ebenso wie diese hat sie die Beseitigung von Handelshemmnissen innerhalb der Union zum Ziel. Da sie die vorübergehende Tätigkeit in einem Mitgliedstaat regelt, kann sie auch zu den Personenverkehrsfreiheiten gezählt werden. So berichtet  ganz aktuell die Google News Webseite ostfussball.com zu diesem Thema:

(…) Zur Begründung hat der 8. Senat in seiner in einem Beschwerdeverfahren getroffenen Entscheidung ausgeführt, die Antragstellerin sei derzeit berechtigt, Sportwetten in Hessen zu veranstalten, ohne hierzu einer glücksspielrechtlichen Erlaubnis zu bedürfen. Die Veranstaltung von Sportwetten durch die Antragstellerin weise einen grenzüberschreitenden Bezug auf und unterfalle daher der europarechtlichen Dienstleistungsfreiheit, in deren Ausübung die Antragstellerin derzeit nicht beschränkt sei.

Denn sowohl das Sportwettenmonopol als auch das für eine Experimentierphase geschaffene Konzessionsvergabeverfahren und die nunmehr vom Land Hessen eröffnete Möglichkeit, eine Duldung im Bereich der Sportwetten zu erlangen, genügten den unionsrechtlichen Anforderungen nicht.

Das vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport durchgeführte Konzessionsvergabeverfahren für die Vermittlung von Sportwetten verletze das unionsrechtlich fundierte sog. Transparenzgebot. Nach diesem Gebot sind alle Bedingungen und Modalitäten des Konzessionsvergabeverfahrens vor dem Vergabeverfahren klar, genau und eindeutig zu formulieren, so dass alle Bieter die genaue Bedeutung dieser Informationen verstehen können.

Das sei hier nicht der Fall gewesen, weil das für die Vergabe maßgebliche Auswahlkriterium unzutreffend angegeben worden sei, und auch die Gewichtung der Auswahlkriterien nicht im Einklang mit den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrages gestanden hätten. Das staatliche Sportwettenmonopol beschränke die Dienstleistungsfreiheit der Antragstellerin ebenfalls in europarechtlich nicht zulässiger Weise, weil es jedenfalls im Hinblick auf den tatsächlichen Normvollzug an einer kohärenten, d. h. in sich stimmigen, Verfolgung des gesetzgeberischen Ziels der Suchtprävention fehle (…)

Reform des Glücksspielstaatsvertrag gefordert

Studie kommt zum eindeutigem Ergebnis

Namhafte Professoren entlarven mit einer Studie die mangelhafte Regulierung im Bereich Glücksspiel in staatlicher Hand.

(…) Hamburg – In einer gestern in Berlin vorgestellten Studie kommen gleich drei namhafte Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die aktuelle Glücksspielregulierung in Deutschland dringend und umfassend reformiert werden muss. Der renommierte Wettbewerbsökonom Prof. Dr. Justus Haucap, der Sportrechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Nolte und der Suchtforscher Prof. Dr. Heino Stöver kommen nach gemeinschaftlicher Evaluierung des geltenden Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV) zu dem Schluss, dass das aktuelle Regelwerk nicht geeignet ist, einen wirksamen Spieler- und Verbraucherschutz sowie eine effektive Suchtbekämpfung zu erreichen. Auch von den Länderchefs geplanten Änderungen würden diesen Umstand nicht verbessern (…) [isa-guide.de]

Na, wer hätte das gedacht?

Und nun mal Klartext: Bei der ganzen Sachlage überhaupt noch von Spieler, – und Verbraucherschutz der staatlichen Behörden zu sprechen, halte ich schon für sehr bedenklich. Von Suchtbekämpfung möchte ich bei der hohen Zahl an Suchtspielern (über 600.000 ) hierzulande gleich gar nicht erst sprechen. Ganz zu schweigen von den Milliardenverlusten für den deutschen Fiskus! Hier wurde auf ganzer Ebene voll versagt. Es muss zwingend eine echte Regulierung nach dem erfolgreichen Modell in Schleswig-Holstein her. Und alles andere wäre ohnehin nicht EU-konform! Punkt.

Westlotto muss an privaten Anbieter Mybet Millionen zahlen

Mybet erhält vom staatlichen Lotto 11,5 Millionen gezahlt

Für das staatliche Glücksspiel wird es hierzulande immer enger. In einem Vergleich vor Gericht wurde nun zugestimmt, dass das private Glücksspielportal Mybet vom staatlichen Lotto eine Millionenzahlung wegen illegaler Untersagungen erhält. So berichtet ganz aktuell ostfussball.com zur Vergleichszahlung:

(…) Was lange währt wird am Ende gut. Denn seit 2008 streitete sich Mybet vor diversen Gerichten um eine Entscheidung wegen einer illegalen kartellrechtliche Entscheidung des staatlichen Lotto. Der Online-Wettanbieter sah die von der damals noch unter „JAXX“ firmierenden mybet-Tochter FLUXX geplante Vermittlung von Lotto-Produkten in Tankstellen und Supermärkten durch die staatlichen Lottogesellschaften behindert. Schon vor drei Jahren wurde Westlotto deshalb auf Schadenersatz nebst Zinsen verdonnert.

(…) Die SWS Service GmbH (SWS), eine Konzerngesellschaft der mybet Gruppe, hat sich heute mit der Westdeutschen Lotterie GmbH & Co. OHG (Westlotto) auf einen Vergleich geeinigt, um den laufenden Kartellschadenersatzprozess zu beenden. Durch die Zahlung von 11,8 Mio. Euro durch Westlotto an die SWS wird nun ein Rechtsstreit beendet, der insgesamt rund zehn Jahre gedauert hatte. Die Zahlung wird noch innerhalb des 2. Quartals 2017 geleistet werden.

„Wir freuen uns, dass wir mit Westlotto nun zu einer Einigung gekommen sind, die dieses langjährige Verfahren in beiderseitigem Interesse beendet. Die uns nun zufließenden Mittel verbessern entsprechend unsere Finanzierungssituation und bilden die neue Basis unserer finanziellen Planungen für das Jahr 2017“, sagte Markus Peuler, Vorstand der mybet Holding (…)

Quelle: Mybet.com

myBet - Casino

Gute Nachrichten gibt es daher auch für die Anleger. Die Mybet Aktie erreichte alleine im letzten Monat 50 % an Zuwachs und steht nun bei einem Kurs von 1,20 Euro. Und mit allerhand frischem Geld im Rücken kann man sich nun endlich wieder auf das Kerngeschäft beim Glücksspiel Portal konzentrieren. Mybet bietet neben Casino und Live Casino auch Sportwetten erfolgreich in Deutschland an (…)

(Text & Foto: ostfussball.com )