Archiv der Kategorie: Glücksspiel

Grundsatzurteil Werbung für Glücksspiel

Werbetreibende können nicht für eventuell illegale Angebote haften

Woher soll denn auch bei der ganzen undurchsichtigen Lage in Sachen Glücksspiel ein  Werbetreibender wissen, was legal oder illegal ist. Noch nicht mal die Behörden können dazu eindeutig Auskunft geben. Zumal europäisches Recht auch ständig mit der staatlichen Rechtssprechung kollidiert.  Damit ist das Urteil aus Österreich, was sicherlich auch wegweisend für Deutschland sein sollte, durchaus zu begrüßen.

So berichtet der Standart ganz aktuell:

(…) Die Wiener Werbefirma Gewista musste Strafe zahlen, weil sie Plakate von zwei großen Sportwettenanbietern aufgehängt hat. Laut Behörde bieten die Wettunternehmen nämlich im Internet auch verbotenes Glücksspiel an, daher sei Gewista mit in der Haftung. Der Außenwerber beschwerte sich bei Gericht und bekam recht. Die rechtskräftigen Urteile sind richtungsweisend für die gesamte Branche. Überwachung unzumutbar In beiden Fällen hob das Verwaltungsgericht Wien die Geldstrafen von je 5.500 Euro, zu denen Gewista verurteilt wurde, auf. Das Glücksspielgesetz (GSpG) sei nicht dahin gehend auszulegen, dass ein Anbieter von Werbeflächen genau prüfen muss, ob es irgendeine Glücksspiel-Seite gibt, die der beworbenen Seite sehr ähnlich ist. Eine vergleichbare Überwachungsobliegenheit habe der Gesetzgeber bereits früher als unzumutbar erachtet, heißt es in einem der Urteile, das der APA vorliegt (…) [derstandart.at]

Als klassisches Außenwerbungs-Unternehmen vermarktet die Gewista 17.000 Plakatstellen, 1.800 Litfaßsäulen und über 8.000 City Light-Flächen (von hinten beleuchtete Plakate bei Wartehäuschen) sowie 680 so genannte Rolling Boards (Stand Januar 2011).[5] Das 1998 gegründete Tochterunternehmen Infoscreen Austria GmbH betreibt in einigen Wiener U-Bahn-Stationen (und sogar in einem U-Bahn-Zug) Großbildprojektionen, auf denen ein Programmmix aus Veranstaltungstipps, Nachrichtenmeldungen (z. T. mit kurzen Filmausschnitten), Cartoons und Werbeeinschaltungen (sogenannte „elektronischen Außenwerbung“) zu sehen ist. Seit dem Jahr 2003 betreibt die Gewista auch das Radverleihsystem Citybike Wien.

Glücksspielstaatsvertrag ohne Mehrheit

Neuer Glücksspielstaatsvertrag beschlossen

Aber auch der neue Glücksspielstaatsvertrag wird leider wieder nichts an der aktuellen Misere bei der Regulierung des Glücksspiels in Deutschland ändern. Mit den „punktuellen Änderungen“ des alten rechtswidrigen Glücksspielstaatsvertrages wollen die Länder auch weiterhin ihr staatliches Lottomonopol sichern.

Und schon jetzt scheint sicher, dass die EU- Kommision auch das neue Papier wieder kritisieren wird. Einige Bundesländer wie Schleswig-Holstein oder auch Hessen wollen deshalb auch nicht mehr wie gehabt mitspielen.

Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki, und der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jörn Arp, erklären zur heutigen (16. März 2017) Einigung der Ministerpräsidenten zur Reform des Glücksspielstaatsvertrages „Seit fünf Jahren sind wir in Bezug auf eine vernünftige Regelung des Glücksspiels in Deutschland nicht weitergekommen. Der jetzt von den Ministerpräsidenten der Länder vereinbarte Staatsvertrag wird im schleswig-holsteinischen Landtag keine Mehrheit finden, weil mittlerweile auch die Grünen und der SSW verstanden haben, dass wir den Spieler- und Jugendschutz nur gewährleisten und gleichzeitig Steuereinnahmen generieren können, wenn wir den grauen Markt mit vernünftigen Regelungen austrocknen“, unterstreicht Wolfgang Kubicki. Hans-Jörn Arp betont: „Eigentlich wäre die Lösung des Problems sehr einfach: Der von der schwarz-gelben Koalition eingeführte schleswig-holsteinische Weg ist praxistauglich, entspricht internationalen Standards und wurde von der EU notifiziert.“ (cdu.de)

glücksspielstaatsvertrag

Zuletzt hatte die EU-Kommission bereits daraufhin gewiesen, dass auch der neuerliche Ansatz als unzureichend eingestuft wird und auch weiterhin nicht für rechtliche Sicherheit garantieren wird.  In Bezug auf die Sportwetten schreibt die Kommission in dem Brief von „eventuellen Widersprüchen“, mit Blick auf illegale Online-Kasinos gar von „keiner tragfähigen Lösung“. (spielotheka.de berichtete bereits)

Daraus resultiert:

  • keine Steuereinnahmen für den deutschen Fiskus
  • keine einheitliche Regulierung des Spielerschutzes
  • keine rechtliche Sicherheit für deutsche Gerichte
  • keine neuen Online-Arbeitsplätze in Deutschland
  • Eingriff in die europäische Dienstleistungsfreiheit
  • Diskriminierung privater Glücksspiel-Anbieter

Ergo – alles läuft so weiter wie bisher! Auch der neue geänderte Glücksspielstaatsvertrag ist das (Klo)Papier nicht wert, wo es drauf steht. Eine Frage bleibt trotzdem – wann wird es endlich aus ein deutliches Zeichen aus Brüssel geben?

Glücksspielstaatsvertrag, Spielhallengesetz am Ende?

Glücksspielstaatsvertrag, Spielhallengesetz ohne gesetzliche Rückendeckung?

Was bereits im so genannten Glücksspielstaatsvertrag, Spielhallengesetz an allen Ecken und Enden sehr deutlich wird, bekommt nun auch der neutrale Beobachter deutlich zu spüren. Beide politischen Einschränkungen sind alles andere als durchdacht sowie ausgereift. Was der EuGH im letzten Jahr in puncto deutschem Glücksspielstaatsvertrag  bemängelte, kann nun auch auf das neuerliche Spielhallengesetz ausgeweitet werden – ein absoluter Offenbarungseid  in Sachen deutscher Politik.

„Langsam aber sicher spricht sich herum, dass die Länder ihre Spielhallen- und Ausführungsgesetze auf dem finanziellen Rücken der Städte und Gemeinden austragen. Neben Prozesskosten müssen die Kommunen möglicherweise auch Schadenersatz bezahlen, wenn sie Spielhallen schließen und die zu erwartenden Prozesse gegen deren Betreiber verlieren. Bis zur Schließung einer ersten Spielhalle werde es eine Weile dauern, zitiert die Zeitung den städtischen Juristen Albrecht Stadler. „Wir ordnen bis zum letztinstanzlichen Urteil keinen Vollzug an.“ [automatenmarkt.de]

Was sollte eigentlich das neue Spielhallengesetz bewirken, welche Ideen wurden durch die Politik eingebracht? (Glücksspielstaatsvertrag, Spielhallengesetz)

Die wichtigste Änderung war wohl der Abstand der Spielhallen untereinander. Nun sollen es 500 Meter bis zur nächsten Spielothek, bis zur nächsten Schule 200 Meter, sein. Doch da stellt sich die Frage, wer von den betroffenen Spielhallen zieht am Ende den Kürzeren? Das soll dann ein Los entscheiden! Bitte was? Getreu dem Motto, wenn schon Glücksspiel, dann aber richtig. Da kann man echt gespannt sein, was die deutsche Gerichte dazu sagen. Kein Wunder, dass man nun in einigen Städten sprichwörtlich den Schwanz einzieht.

Berlin Casino Katzbachstrasse 19.01.2015 10-51-03

Zum Glück hat man sich in unserer Politik noch nicht auf den virtuellen Abstand zwischen zwei Online Casinos im Internet geeinigt. Denn das könnte dann vor Justitia noch problematischer werden, als es ohnehin schon ist. Rechtsanwälte zumindest reiben sich schon heute kräftig die Hände. Und Leidtragender könnte am Ende ohnehin wieder nur der Steuerzahler sein. Von daher lieber alles schön weiter im Kreis drehen lassen – oder besser gesagt „ausmerkeln“ …

Welche Glücksspiele sind laut Scharia verboten?

Glücksspiele im Islam – Sünde oder Erlaubt?

Schon in wenigen Jahren könnte in Deutschland die Scharia eingeführt sein. Die Islamisierung durch unsere Politik schreitet unaufhörlich voran und immer mehr junge Männer aus arabischen Gebieten überfluten unser Land. Schon bald könnten dann nicht mehr staatliche Behörden und Stellen das Monopol für sich in Anspruch nehmen, sondern die Befugnis über Glücksspiele in unserer Gesellschaft unterliegt dann gänzlich der Scharia. Denn auch Lotto ist eine Sünde!

Im nachfolgendem Video gibt ein Iman heute schon mal Antworten auf Fragen rund um die Glücksspiele in Deutschland.

Beschreibung unter dem Video: „Der Islam verbindet, die wahre Botschaft des Islam, die wahre Religon & kein Salafismus, den es sowieso nicht gibt. Lerne den Islam, die Generation des Islam hat bereits wieder begonnen. Der wahre Weg. Der Islam gehört zu Deutschland

Das sagen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes:

Neben Augsburg werden auch in Frankfurt und Stuttgart die Mehrheitsverhältnisse innerhalb der nächsten Jahre kippen. Schon jetzt machen die ethnischen Deutschen hier weniger als 60 Prozent aus – und der Trend setzt sich mit den Kindern fort. Praktisch in allen größeren (west)deutschen Städten haben schon heute mehr als die Hälfte der Sechsjährigen einen Migrationshintergrund.

Komisch nur, dass gerade jene Gruppen von Zuwanderern aus arabischen Staaten hierzulande besonders von der Glücksspielsucht der Glücksspiele betroffen sind. So tolle Muslime scheinen das also wirklich  nicht so zu sein. Oder werden am Ende die ganzen Muslime noch zum Christentum konvertieren? Fragen über Fragen…

Einstiegsdroge für Kinder – Glücksrad

Glücksrad drehen – darf auf keinem Volksfest oder Benefizveranstaltung fehlen.

Neben den staatlichen Lotto-Annahmestellen sind wohl die „Glücksräder“ die erste Anlaufstelle in puncto Glücksspiel für Kinder. Man findet sie überall auf diversen Veranstaltungen und üben immer einen ganz besonderen Reiz auf die Kinder aus.

Glücksrad Video:

Glücksrad Erklärung:

Das Glücksrad ist ein drehbares Rad mit 54 durch Metallstifte getrennten Feldern, auf denen jeweils eines von sieben Edelstein-Symbolen und die dazugehörige Auszahlungsquote abgebildet ist. Die Spieler machen ihre Einsätze, der Croupier setzt das Glücksrad in Drehung – das Rad muss sich mindestens drei und höchstens fünf Mal zur Gänze drehen – ein fest montierter Dorn bremst das Glücksrad ab, bis es zum Stillstand kommt, und der Dorn das Gewinnsymbol anzeigt. Bleibt der Dorn auf einem Metallstift stehen, so gewinnt das vorangegangene Feld.

Symbol Anzahl der Felder Auszahlungs- quote Bankvorteil
Saphir 23 1:1 14,81 %
Amethyst 15 2:1 16,67 %
Topas 8 5:1 11,11 %
Opal 4 10:1 18,52 %
Smaragd 2 20:1 22,22 %
Rubin 1 45:1 14,81 %
Diamant 1 45:1 14,81 %

Quelle: wikipedia.de

Fazit: Glücksrad ist immer noch ein sehr beliebtes Glücksspiel mit höherem Bankvorteil als bspw. beim Roulette. Warum es bei Kinderveranstaltungen so besonders legitimiert ist, kann man nur in der positiven öffentlichen Wahrnehmung vermuten. Zumal eine SAT 1 Sendung sich in der Vergangenheit dem Thema angenommen hatte. Kinderaugen zumindest erleuchten, wenn irgendwo ein Glücksrad aufgebaut ist und meist die Drehs kostenlos oder gegen Bezahlung für einen guten Zweck angeboten werden. Dort werden allerdings die Edelsteine-Symbole aus dem Original gegen kinder-gerechte Gewinn-Symbole ausgetauscht.

Kommentar zum erneuten Glücksspielstaatsvertrag-Update

Neuer Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland bietet keine Rechtssicherheit

Und dass obwohl er nun bereits zum dritten Mal im Februar 2016 durch den EuGH bemängelt wurde. Noch schlimmer, es gibt immer noch keinen echten zeitlichen Rahmen, wann das Dilemma hierzulande endlich beendet werden soll. Der aktuelle Vertrag war bereits 2011 gescheitert und verstößt gegen EU-Recht. Einen interessanten Kommentar dazu haben wir nun auf der Webseite von Novo-Argumente auf gefunden. Einige Auszüge möchten wir an dieser Stelle dokumentieren –  

(…) „Platzt der Knoten?“ hat sich Novo vor über einem Jahr gefragt, um nach der Ministerpräsidentenkonferenz im März diesen Jahres feststellen zu müssen: Mitnichten! Auch ein drohendes Vertragsverletzungsverfahren seitens der EU-Kommission, konnte die Regierungschefs der Länder (bzw. die jeweils zuständigen Bürokraten in ihren Ministerien) nicht zum Einlenken bewegen. Jüngst, auf der Konferenz Ende Oktober in Rostock, schlug man auf einmal etwas andere Töne an: Jetzt soll zumindest die – insbesondere nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes – rechtlich nicht mehr haltbare Obergrenze bei den Sportwettenkonzessionen vom Tisch. Mehr als 20 Anbieter, die die Voraussetzungen erfüllen, sollen zugelassen werden.

Das wirkungslos verpuffende Totalverbot von Online-Glücksspiel soll ebenfalls auf den Prüfstand. Sein Versagen gesteht man sich allerdings nicht ein. Zu mehr haben sich die Bundesländer nicht durchringen können. Im Gegenteil, in einer Fassung ihres Änderungsentwurfs klingt mehrfach ein Jammern über Gerichtsentscheidungen durch, die ihre Pläne verhagelt hätten. Statt sich an die eigene Nase zu fassen, weist man anderen die Schuld zu. Einsichtsfähigkeit sieht anders aus.

Die Ministerpräsidenten haben sich bis Ende Juni 2019 eine Frist gesetzt, um eine Übereinkunft zu erzielen. Wieder eine Atempause, oder anders gesagt, eine lange Bank, auf die man die überfälligen Entscheidungen schiebt. Ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wäre weiterhin möglich und Erfolg versprechend, liegt aber offenbar aus Gründen politischer Opportunität auf Eis. Währenddessen träumen die Länder weiter von umfassenden Vollzugsmaßnahmen gegen illegale Glücksspielangebote, was im Internetzeitalter schnell an datenschutzrechtliche Grenzen stößt. Ein grundsätzliches Eingeständnis, dass ihre Regulierungswut nur die formale Monopolstellung der staatlichen Lottogesellschaften (samt lukrativen Versorgungsposten für ausgediente Politiker) sichern soll – und nicht die Spielsucht bekämpft –, lässt weiter auf sich warten. Anbieter und Spieler verharren in rechtsunsicheren Schwarz- und Graumärkten, das klassische Lotto verliert weiter an Popularität, Soziallotterien wie Lotterievermittler leiden unter dem Regulierungsdruck (…)

Quelle im vollständigen Original: novo-argumente.com

Glücksspiel

Was ist Glücksspiel?

Zum Thema Glücksspiel haben wir uns einfach mal bei Google umgeschaut und die besten Ergebnisse dazu an dieser Stelle zusammengetragen. Denn oftmals ist es nämlich nicht ganz einfach zwischen Glücksspiel und „Nichtglücksspiel“ zu unterscheiden. Letzteres nennen wir jetzt einfach mal so.

Reines Glücksspiel durch Zufall:

(…) Der Einfluss des Zufalls kann bei Spielen sehr unterschiedlich ausfallen. Bei den sogenannten reinen Glücksspielen wie z. B. Roulette, Craps oder Sic Bo hängt das Ergebnis ausschließlich vom Zufall ab. Weniger eindeutig quantifizierbar ist der Einfluss des Zufalls in Spielen, in denen auch die Teilnehmer durch ihre Entscheidungen das Spielergebnis maßgeblich beeinflussen können wie bei Backgammon und Black Jack. In qualitativer Hinsicht gilt allerdings, dass der Einfluss des Zufalls gemäß dem Gesetz der großen Zahlen bei langen Serien von Einzelspielen abnimmt.Bei der rechtlichen Bewertung, ob ein Glücksspiel vorliegt, sind noch weitere Faktoren zu berücksichtigen, insbesondere den Wert von Einsatz und möglichen Gewinnen betreffend (…)

Weiches und hartes Glücksspiel:

(…) Das jeweilige Risiko, das von einem bestimmten Glücksspiel ausgeht, ist abhängig von seinem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster Suchtpotenzial. Es wird davon ausgegangen, dass das Suchtpotenzial bei Glücksspielen verschieden hoch einzustufen ist.Deshalb wird zwischen „weichen“ und „harten“ Glücksspielen unterschieden. Zu den „harten“ Glücksspielen, bei denen die Gefahr an Glücksspielsucht zu erkranken hoch ist, zählen grundsätzlich Spiele mit einer schnellen Spielabfolge, wie beispielsweise Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit und Kasinospiele (…)

Rechtslage bei Glücksspiel in Deutschland:

(…) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit dem Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) einen Kern der deutschen Glücksspielregulierung für bis auf weiteres unanwendbar erklärt. Der EuGH hatte im Jahr 2010 bereits den damaligen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) gekippt. Aus dem heutigen Urteil folgt nun dasselbe für den im Jahre 2012 geänderten GlüStV. Seine Verbote und die auf seiner Grundlage beschlossenen Auflagen für Anbieter bleiben in wesentlichen Teilen damit unanwendbar bis ein europarechtskonformer Zustand hergestellt ist (…)

Glücksspiel Sucht:

(…) Die meisten Menschen sehen ein Glücksspiel als eine Form der Unterhaltung, andere wiederum verlieren die Kontrolle und weisen ein äußerst riskantes Konsumverhalten auf. In diesem Fall spricht man von „Pathologischem Spielverhalten“ (pathological gambling), ein Störungsbild, das auch in die internationalen Klassifikationssysteme psychischer Störungen (DSM-IV und ICD-10) aufgenommen wurde. Pathologische Spieler leiden unter einem unwiderstehlichen Verlangen zu spielen, wobei das Spielen nicht vernunftgesteuert und mäßig passiert, sondern von einem Kontrollverlust begleitet ist (…)

Geschichte des Glücksspiel:

(…) Glücksspiele gibt es nach heutigem Stand der Wissenschaft schon seit ca. 3000 v. Chr. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Funde sechsseitiger Würfel aus Knochen oder Elfenbein. Die Fundstätten liegen in China und auf dem Gebiet des alten Mesopotamien. Würfelspiele werden z. B. in antiken indischen Schriften erwähnt, in der griechischen Mythologie würfelt Herkules gegen einen Tempelwächter um eine hübsche Kurtisane. Die heute gebräuchlichen, mit Punkten auf jeder Seite versehenen Würfel wurden vermutlich ca. 2000 v. Chr. In Ägypten erfunden (…)

Fazit: Wie man sieht, ist das Glücksspiel ein recht komplexes Thema, was sehr viele Menschen beschäftigt. Die Faszination für Glücksspiel gibt es schon im Kindesalter bis ins hohe Rentenalter. Dabei gibt es wohl mehr männliche als weibliche Anhänger für das Glücksspiel. Bei der Spielsucht durch Glücksspiel  sind vor allem aber junge männliche Menschen mit Migrationshintergrund besonders betroffen – und dass obwohl dies strikt bei Allah verboten ist. Frauen haben insgesamt mit diesem Problem deutlich weniger zu kämpfen.

Weg frei für eu-konformen Glücksspiel-Staatsvertrag?

Rechtswidriger Glücksspielstaatsvertrag soll (irgendwann) geändert werden

Doch das kann bekanntlich hierzulande dauern, denn so richtig schnell waren unsere Politiker diesbezüglich noch nie. Vor allem, wenn man bedenkt, dass geltendes Recht bereits zum dritten Mal durch den EuGH gerügt wurde. Ein paar Punkte will man aber nun doch in Angriff nehmen, eventuell – vielleicht – irgendwie – irgendwann – genaues kann man noch nicht sagen… 

Einarmbandit

„Die Regierungschefs der Länder haben sich über Änderungen beim Glücksspiel-Staatsvertrag verständigt“, heißt es in dem Beschluss. „Die Begrenzung der Konzessionen für Sportwetten von 20 soll aufgehoben werden. Konzessionen sollen künftig anhand von qualitativen Mindeststandards vergeben werden.“

Bouffier hält es für erforderlich, neben den Sportwetten auch Onlinecasinos und andere Internet-Glücksspiele besser zu kontrollieren und zu regulieren.

Schließlich verständigten sich die Bundesländer darauf, die Entwicklung der Onlinecasinos zu analysieren und die Erfahrungen anderer europäischer Länder zu sammeln. Mit diesem Wissen könne man entscheiden, „welche regulatorischen Maßnahmen dazu beitragen könnten, die Ziele des Glücksspiel-Staatsvertrags in diesem Bereich besser zu erreichen“, heißt es in dem Beschluss von Rostock.

Klingt jetzt nach jahrzehntelanger Sisyphusarbeit unserer emsigen Politiker – ist es aber nicht. Online Casinos gibt es nun seit über 20 Jahren im Internet. Und Anbieter mit europäischer Lizenz müssen auch in Deutschland freie Marktentfaltung haben, denn die Dienstleistungsfreiheit ist ein Grundrecht aller Menschen in der europäischen Union. Von daher sind weitere Diskussionen diesbezüglich eigentlich völlig unnötig – ja wenn da nicht das leidliche Thema Staatsmonopol samt ihren edlen Lottofürsten wäre…

Pokern und Sportwetten kein Glücksspiel

Zumindest handelt es sich nicht ausschließlich um Glücksspiel

Denn bei beiden, Poker und Sportwetten, ist auch der Sachverstand sowie einiges strategisches Wissen von Nöten. Das gewisse Fünkchen Glück gehört am Ende allerdings auch dazu.

Poker Video Gewinn

Sportwetten Video Gewinn

Fazit: Pokern und Sportwetten sind als Alternative zu Lotto oder Automaten sicherlich eine gute Alternative. Allerdings sollte man auch wie bei anderen Glücksspielen beachten – keine Gier aufkommen lassen und Ruhe auch in prekären Stresssituationen bewahren. Es gibt durchaus Menschen, welche von den beiden (Teil)Glücksspielen leben können, die Mehrheit der Spieler allerdings nicht. In diesem Sinne  – schönes Wochenende bei der einen oder anderen Poker-runde bzw. Sportwetten-Session.

Aktien auf Glücksspiel – sichere Anlage?

Glücksspiel Aktien als Anlageform

Um eine sichere Anlageform in puncto Glücksspiel handelt es sicher nicht. Alleine der Begriff Glücksspiel sagt doch im Prinzip schon alles über diese Art der Geldanlage. Doch für echte Zocker sind solche Glücksspiel Aktien sicherlich der ultimative Kick. Zocken im Casino, anschließend Sportwetten auf den Lieblingsverein und dann auch noch an seinen eigenen Spielverlusten profitieren – Spielerherz was willst du mehr?

Kein Wunder also, dass man sich auch auf den Webseiten zum Thema Anlagemöglichkeiten mit diesem Thema beschäftigt:

„Neben Sportwettenanbietern wie Bet-At-Home, Bwin, GVC Holdings, Zeal Networks oder William Hill gehören auch Casino-Betreiber wie Melco Crown, Las Vegas Sands, Ceasars oder Pinnacle Entertainment zu den größten Anbietern. Daneben sind auch die Spielehersteller Scientific Games und der auf Glücksspielautomaten spezialisierte Hersteller Bally Technologies in diesem Segment vertreten. “ [finanzen.net]

Und wie man sieht, geht es auch charttechnisch ordentlich zur Sache. Denn Aktien kennen bekanntlich keine einheitliche Richtung. Viele Dinge beeinflussen den Markt und nicht jedes Casino oder Wettportal arbeitet lukrativ. Sei es durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen oder zum Beispiel auch größeren Gewinnen (Jackpot) für Spieler. So findet man zum Beispiel Bet at Home, Lotto24 und GVC in einer positiven, William Hill, Unibet oder Mybet auf einer negativen Richtung in den vergangenen 12 Monaten.

Letzterer Anbieter steht sogar kurz vor der Pleite, was der schwache Kurs unter 50 Cent eindeutig belegt. Immerhin war das Wertpapier mal knapp 100 Euro im Jahre 2000 wert und hat in dieser Zeit also rund 96 % verloren – Besserung nicht in Sicht. Gut, vielleicht, wenn man in den nächsten 50 Jahren vor Gericht endlich mal die Millionen Entschädigung von Westlotto erhalten sollte. Doch daran glaubt man wohl in der Mybet-Zentrale selbst nicht mehr.


Aktie von finanzen.net

Wobei wir beim staatlichen Glücksspiel angekommen wären. Diese sind ja bekanntlich in staatlicher Hand und somit keine Aktiengesellschaften. Aktien von Lotto oder Toto wären allerdings dennoch nicht zu empfehlen, da diese Form von Glücksspiel längst zum Auslaufmodell gehören. Auch fehlt dort eine modernes und dynamisches Agieren um auf Markteinflüsse schnell zu reagieren. Alte greise Funktionäre mit fetten Familienpensionen in Millionenhöhe sitzen dort am längeren Hebel und werden bekanntlich einen Sch****dreck tun. Abkassieren lautet

Fazit: Ist Aktien von Glücksspielanbietern zu kaufen sinnvoll? Wer auf eine solide langfristige Wertentwicklung setzt, sollte die Finger sicherlich unbedingt davon lassen. Und überhaupt ist die gesetzliche Entwicklung hierzulande in den kommenden Jahren nicht abzuschätzen. Echte Börsenspekulanten werden allerdings mit diesen Aktien ihre wahre Freude haben.