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Kategorie: Geldwäsche

Retroartikel: PSC zur Geldwäsche in Kasinos

Paysafecard: Geldwäscheverdacht in Online Casinos

Sie ist kaum noch aus unserem Leben wegzudenken. Man findet sie unter anderem an Kiosken, Tankstellen oder kleineren Lottoläden. Die Rede ist vom Zahlungsmittel Paysafecard, eine so genannte Prepaidkarte.

Auf der Webseite des Anbieters von Paysafecard findet man folgende Informationen:

(…) Paysafecard ist europäischer Markführer bei online Prepaid Zahlungsmitteln. Prepaid bedeutet, du kaufst paysafecard in einer von 450.000 Verkaufsstellen und bezahlst damit sicher ohne Bankkonto oder Kreditkarte bei 4.000 Partnern im Internet. paysafecard ist ein beliebtes Zahlungsmittel bei bekannten Anbietern aus den Bereichen Games, Social Media & Communities, Musik, Film & Entertainment und anderen. Paysafecard ist eine Prepaidkarte, mit der du sicher im Internet bezahlst. Die Bezahlung funktioniert ohne Angabe von persönlichen Daten, Bank- und Kreditkartendaten. Nutze Paysafecard als sicheres Zahlungsmittel bei 4.000 Webshops aus dem Bereich Online-Entertainment. Gib einfach die 16-stellige PIN ins Zahlungsfenster ein. So bezahlst du sicher im Internet (…)
Benutzt wird sie auch ganz gerne neben den gängigen Zahlungsmitteln wie Kreditkarte, Direktüberweisung oder Paypal in diversen Online Casinos. Mit der Paysafecard lässt sich jedoch leichter als mit allen anderen Methoden die Geldwäsche betreiben. Der Vorwurf: Schmutziges Geld kann damit anonym in Kartencodes gewechselt werden und dann anschließend in Online-Casinos relativ einfach bei niedrigen Auszahlungen gewaschen werden. Wer einen großen Gewinn nach Einzahlung mit Paysafecard gemacht hat, muss jedoch mit vielen unangenehmen Fragen und langen Wartezeiten rechnen.

Wobei der Vorwurf aufgrund der niedrigen täglichen Limits bis 100o,- doch wohl eher nur kleinere Dealer oder Kriminelle betrifft. Die großen Fische werden wohl andere Wege und Mittel finden ihr schmutziges Geld zu waschen. Im Immobilien- und Autogeschäft geht es auf jeden Fall besser. Denoch werden diese Kartencodes schon bald nicht mehr in den in Deutschland lizenzierten Casinos zu finden sein.

Retroartikel: Sind Spielsalons gleich Waschsalons?

Aus Spielsalon wird Waschsalon – gewaschen wird Geld

So berichtet die badische Zeitung:

Daddelautomaten sind offenkundig ins Visier von Kriminellen geraten. Geldspielautomaten können so manipuliert werden, dass sie als Tatwerkzeug bei Geldwäsche und Steuerhinterziehung eingesetzt werden können. “Was gemacht werden kann, wird auch gemacht”, befürchtet der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Gerhard Schick. Auf Druck der Grünen im Finanzausschuss des Bundestags wurde nun eine Arbeitsgruppe der obersten Finanzbehörden eingesetzt, die Vorschläge gegen den Missbrauch der Spielhallen entwickeln soll.

Wie stark organisierte Banden die Geldspielautomaten manipulieren oder für Geldwäsche zweckentfremden, ist unbekannt. Doch nach Einschätzung von Experten sind die staatlichen Kontrollen der Daddelkisten und der mit ihnen gemachten Gewinne nachlässig. Die Düsseldorfer Kripo warf der zuständigen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in einer Bundestagsbefragung vor, dass keines der vom Amt zugelassenen Glücksspielautomaten den Anforderungen der Steuergesetze entspreche. “Dadurch wird unkontrollierbar Steuerverkürzung und Geldwäsche möglich”, teilte die Polizei den Abgeordneten mit. [badische-zeitung.de]

(…)

Die Vorwürfe wegen Geldwäscherei in den Spielotheken sind nicht neu, so berichteten wir bereits letztes Jahr in unserem Blog darüber. Während bsw. in den Online-Casinos stark gegen Geldwäscherei durch Registrierung und Verifizierung entgegengewirkt wird, sind Spielotheken und Spielhallen in Deutschland anonym, könnte sich aber mit der Einführung einer Spielerkarte ändern.

“Die Tatsache, dass die zeitlichen Abläufe an einem Spielautomaten nicht nachvollzogen werden können, macht es Kriminellen leicht, ihr illegal erworbenes Geld zu waschen. Selbstverständlich ist dazu immer die Mitarbeit von Aufsteller nötig.

Sobald das “schmutzige” Geld in das Geldspielgerät geworfen wurde, kann es vom Spielhallenbetreiber als Gewinn zur Sparkasse gebracht und versteuert werden. Wer genau Geld in den Spielautomaten geworfen hat und in welchem Zeitraum, ist anhand der Statistik im Gerät nicht nachzuvollziehen. Schwarzgeld oder Einnahmen aus kriminellen Geschäften werden so legalisiert – und schwarze Schafe im Spielothekengeschäft verdienen daran mit.” – http://www.spielotheka.de/spielhallen-als-ort-der-geldwasche/

» by admin on 07/06/2012