Italien verbietet die Werbung für Glücksspiel und schockt die Serie A

So berichtet unsere Partnerwebseite Ostfussball.com:

“Wir sind das erste EU-Land, das Werbung für Glücksspiele verbietet. Wir stellen die Menschen in den Vordergrund. Wir sagen Schluss mit der Werbung für Glücksspiele, die viele Familien in den Ruin treiben”, kommentierte der italienische Arbeitsminister und Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio das Vorgehen.

Die italienische Fußballwelt zeigt sich unterdessen besorgt, denn internationale Glücksspielbetreiber investieren jährlich 120 Millionen Euro in Sponsorverträge. Elf der 20 Serie A-Fußballklubs werden von einem Wettanbieter gesponsert. suedtirolnews.it

Auch in Deutschland kassieren die Bundesligavereine viele Millionen aus der Werbung für Glücksspiel. Aber anders als in Italien ist jedoch hierzulande das Glücksspiel nicht reguliert. Alles bewegt sich in einer gewissen Grauzone. Ob nun der neuerliche Vorstoß in Italien gegen EU-Recht verstößt, wonach die europäische Dienstleistungsfreiheit gegeben sein muss, werden nun die dortigen Gerichte klären. Dies kann allerdings viele, viele Jahre in Anspruch nehmen. Übrigens sind beide regierenden Parteien in Italien im Prinzip für den Austritt aus der EU. Die Fünf Sterne-Bewegung hatte allerdings bereits kurz nach der Wahl diesbezüglich etwas zurück gerudert. Nicht nur deswegen sollte man die Moral dieser neuen Regierung sehr vorsichtig genießen. Wer Glücksspiel ernsthaft verbieten möchte, sollte dies aber bitte für ALLE tun, denn auch die staatlichen Angebote fördern mit ihren Angeboten die Spielsucht. ostfussball.com

Ja ja, die Keule der Moralapostel kennen wir schon. Auch in Deutschland soll das staatliche Glücksspiel das gute Glücksspiel und die privaten europäischen Anbieter das böse Glücksspiel darstellen. So zumindest wird es in den Medien durch die Lobbyisten dargestellt. Dem ist aber nicht so! Europäisch lizenzierte erhalten diese Lizenz natürlich nicht geschenkt, sondern müssen hohe Anforderungen bezüglich des Spieler, – und des Altersschutz einhalten. So kann man sich innerhalb weniger Klicks überall online sperren lassen, während es immer noch keine gesetzliche Grundlage in Spielhallen und Spielotheken vorhanden ist. Ein aktuelles Urteil hatte dies erst vor ein paar Tagen wieder bestätigt.