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Schlagwort: Vergnügungssteuer

Vergnügungssteuer – Spielgerätesteuer

Staat verdient immer mehr an der Spielsucht

Während die Spielsucht hierzulande weiter enorme Auswüchse zu vermelden hat, sieht es bei den Steuereinnahmen durch Spielautomaten immer “besser” aus. Denn waren es kurz nach der deutschen Wiedervereinigung noch knapp 200 Millionen Euro Einnahmen für den Fiskus, ist es nun mit rund 1 Milliarde zirka fünfmal so viel. 

Vergnügungsteuer Deutschland
By Lefschetz (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Schaut man sich die Statistik an, wird man schnell bemerken, dass in den letzten 10 Jahren massiv die Steuern erhöht wurden. Blieb es seit 1990 bis 2006 nahezu auf konstanten Level, explodierte die Steuerlast seither bei den Geldspielgeräten. Die Spielsucht wurde allerdings dadurch kaum vermindert. Derzeit sind etwa 241.000 Menschen als problematische und 215.000 als  pathologisch Glücksspielende gezählt.

Vergnügungssteuer

Steuer auf Spielautomaten oder auch Bordelle

783 Millionen Euro nehmen Deutschlands Kommunen jährlich über die Vergnügungssteuer ein. Das ist auch gut so und enorm wichtig für die deutsche Volkswirtschaft. Denn ohne Nutten und Casinos sehe ziemlich mau in den den Stadt-Säckchen aus.

Die Vergnügungsteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer, für die die Gesetzgebungskompetenz nach Art. 105 Abs. 2a GG bei den Ländern liegt. Steuergegenstand ist der (finanzielle) Aufwand für Vergnügungen. Erscheinungsformen der Vergnügungssteuer sind vor allem die Besteuerung von Eintrittsgeldern für Veranstaltungen (Kartensteuer), Spielautomaten (Spielgerätesteuer) und in jüngster Vergangenheit auch sexuelle Dienstleistungen (Prostitutionssteuer)

A German prostitute's self-portrait in a brothel

By Juliana da Costa José JuhuThe original uploader was Cascari at German Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Und auch sonst haben Nutten und Casino-Automaten viel gemeinsam. Man schiebt sein hart verdientes Geld in den Schlitz und bekommt dafür eine gewisse Gegenleistung. Beides kann durchaus zur Sucht mutieren und kann demzufolge sehr teuer für den Betroffenen werden. Wenn dann noch die Alkohol oder Nikotinsucht, oder gar die Drogensucht dazu kommt (nicht selten gibt es solche Menschen), dann schließt sich der Kreis. Derartige Qualen können dann schnell in Depression oder Suizid enden. Für Vater Staat sind das jedoch nur Einzelfälle. Und die Einnahmen kommen doch den Lebenden zu Gute…