Steuer auf Spielautomaten oder auch Bordelle

783 Millionen Euro nehmen Deutschlands Kommunen jährlich über die Vergnügungssteuer ein. Das ist auch gut so und enorm wichtig für die deutsche Volkswirtschaft. Denn ohne Nutten und Casinos sehe ziemlich mau in den den Stadt-Säckchen aus.

Die Vergnügungsteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer, für die die Gesetzgebungskompetenz nach Art. 105 Abs. 2a GG bei den Ländern liegt. Steuergegenstand ist der (finanzielle) Aufwand für Vergnügungen. Erscheinungsformen der Vergnügungssteuer sind vor allem die Besteuerung von Eintrittsgeldern für Veranstaltungen (Kartensteuer), Spielautomaten (Spielgerätesteuer) und in jüngster Vergangenheit auch sexuelle Dienstleistungen (Prostitutionssteuer)

A German prostitute's self-portrait in a brothel

By Juliana da Costa José JuhuThe original uploader was Cascari at German Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Und auch sonst haben Nutten und Casino-Automaten viel gemeinsam. Man schiebt sein hart verdientes Geld in den Schlitz und bekommt dafür eine gewisse Gegenleistung. Beides kann durchaus zur Sucht mutieren und kann demzufolge sehr teuer für den Betroffenen werden. Wenn dann noch die Alkohol oder Nikotinsucht, oder gar die Drogensucht dazu kommt (nicht selten gibt es solche Menschen), dann schließt sich der Kreis. Derartige Qualen können dann schnell in Depression oder Suizid enden. Für Vater Staat sind das jedoch nur Einzelfälle. Und die Einnahmen kommen doch den Lebenden zu Gute…