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Schlagwort: Steuern

Städte und Kommunen vor dem Suizid

Spielhallen und Spielotheken werden geschlossen

… und aus Gründen des vermeintlichen Spieler-Schutz drehen sich so die klammen Städte und Kommunen den eigenen Geldhahn zu. 


*Für fünf Spielhallen in Hamm bedeutet der 30. November „Endspiel“: Sie werden keine Genehmigung für einen weiteren Betrieb ab dem 1. Dezember 2017 erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt das Ordnungsamt nach einer detaillierten Prüfung aller Betriebe.

Und das Ende vom Lied…

Das große Zocken geht natürlich weiter, denn die Spieler wandern in das un-regulierte Internet ab und verzocken nun dort ihre Kohle. Allerdings sind dort die Städte und Kommunen außen vor. Dann gibt es nämlich keine Steuereinnahmen mehr für die ohnehin klammen Gemeinden. Der eifrige Amtsschimmel sägt sozusagen an dem Ast auf dem er sitzt. Und das ist irgendwie momentan in allen Bereichen dieses Landes zu beobachten. Also weiter Kurs voraus – ohne nachzudenken.

Vergnügungssteuer

Steuer auf Spielautomaten oder auch Bordelle

783 Millionen Euro nehmen Deutschlands Kommunen jährlich über die Vergnügungssteuer ein. Das ist auch gut so und enorm wichtig für die deutsche Volkswirtschaft. Denn ohne Nutten und Casinos sehe ziemlich mau in den den Stadt-Säckchen aus.

Die Vergnügungsteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer, für die die Gesetzgebungskompetenz nach Art. 105 Abs. 2a GG bei den Ländern liegt. Steuergegenstand ist der (finanzielle) Aufwand für Vergnügungen. Erscheinungsformen der Vergnügungssteuer sind vor allem die Besteuerung von Eintrittsgeldern für Veranstaltungen (Kartensteuer), Spielautomaten (Spielgerätesteuer) und in jüngster Vergangenheit auch sexuelle Dienstleistungen (Prostitutionssteuer)

A German prostitute's self-portrait in a brothel

Und auch sonst haben Nutten und Casino-Automaten viel gemeinsam. Man schiebt sein hart verdientes Geld in den Schlitz und bekommt dafür eine gewisse Gegenleistung. Beides kann durchaus zur Sucht mutieren und kann demzufolge sehr teuer für den Betroffenen werden. Wenn dann noch die Alkohol oder Nikotinsucht, oder gar die Drogensucht dazu kommt (nicht selten gibt es solche Menschen), dann schließt sich der Kreis. Derartige Qualen können dann schnell in Depression oder Suizid enden. Für Vater Staat sind das jedoch nur Einzelfälle. Und die Einnahmen kommen doch den Lebenden zu Gute…

Bomben Geschäft mit den Glücksspiel-Steuern

Glücksspiel lohnt sich für den Fiskus

Beim Glücksspiel gibt es immer Gewinner und Verlierer. Zu Letzteren gehört ganz sicher nicht der Betreiber und Vater Staat. Beide gewinnen immer… und die Aussichten sind wirklich grandios, weil die Einnahmen extrem hoch sind und die Ausgaben kaum ins Gewicht fallen. Dazu mal eine aktuelle Rechnung aus dem schönen Südtirol im sonnigen Italien. Und das ist eine wirklich sehr kleine Region – 

Das Land nimmt jährlich über 35 Millionen Euro an Steuern aus Glücksspielen ein – und stellt für Glücksspiel-Bekämpfung lediglich 383.000 Euro bereit.

(…) Die Zahlen sind erschreckend. In der Region Trentino-Südtirol wurden im Vorjahr 265 Millionen Euro bei Glücksspielen verzockt. Das sind pro Einwohner 250 Euro. Insgesamt mehr als 1,2 Milliarden Euro wurden in Glücksspiele gesteckt – davon kamen am Ende aber nur 950 Millionen Euro an Gewinnen zurück. Die Gewinnquote lag also bei nicht einmal 80 Prozent. In den letzten Jahren sind die Ausgaben für Glücksspiele angestiegen (…) [tageszeitung.it]

Flag of South Tyrol

Glücksspiel Markt in Italien einer der größten der Welt:

Rund 88 Milliarden Umsatz werden in Italien mit Glücksspiel erzielt. Damit steht man weltweit immerhin auf dem vierten Platz. Zum Vergleich wird in Deutschland mit rund 40 Milliarden  gerade mal weniger als die Hälfte mit dem Glücksspiel, als beim südlichen Nachbarland umgesetzt.

Und auch das italienische Finanzamt darf sich freuen:

Der italienische Fiskus hat im Vorjahr insgesamt die gigantische Summe von 9,2 Mrd. Euro durch die Besteuerung von Glücksspielen kassiert. Mit einer weiteren Sondersteuer auf Spielhallen hofft Wirtschaftsminister Pier Paolo Padoan auf noch mehr Einnahmen von 1,5 Mrd. Euro in diesem Jahr.

Zukunft des Automatenspiels im Internet:

Der Trend bei Automatenspiel geht ganz klar in Richtung Online Casinos. Schon jetzt verzeichnen die Casino-Anbieter im Internet stetige Umsatzsteigerungen. Genau wie in Deutschland gehören die Novoline / Novomatic Games in Italien zu den beliebtesten Spielautomaten. Im Web sind sie derzeit (auch kostenlos) spielbar bei den bekannten Novoline Online Casinos mit europäischer Lizenz wie Stargames, Quasar oder Ovocasino.

-> Ovocasino
-> Quasargaming
-> Stargames

 

Die wahren Lotto Gewinner

Lotto zahlt sich aus – nur nicht für die Spieler

Lotto ist auch hierzulande das Glücksspiel mit dem größten Umsatz und den meisten Spielern. Wahrscheinlich aber auch mit dem größten Anteil bei der Spielsucht. Und die tatsächliche Auszahlungsquote ist mies, in etwa bei 40 %. Im Nachbarland Österreich ist das nicht anders. Dennoch gibt es echte Gewinner beim Lotto, allerdings sind die nur selten bei den Mitspielern zu finden.

EUROMILLIONEN

Dazu haben wir einen interessanten Artikel gefunden:

(…) Doch weil die Hoffnung zuletzt stirbt, investierten die Österreicher seither satte 48,3 Milliarden Euro an „Deppensteuer“, wie es der Kabarettist Lukas Resetarits spitz formulierte, in das ebenfalls 1986 gegründete Unternehmen Österreichische Lotterien, eine Tochter von Casinos Austria und der Lotto-Toto Holding. 30,9 Milliarden Euro wurden wieder an die Spieler ausgeschüttet. Im Schnitt wurden also für jeden im Lotto gewonnenen Euro 1,56 Euro ausgegeben.

Der stets größte Lottosieger war mit rund 10,6 Milliarden Euro in 30 Jahren aber ohnehin das Finanzamt. Weitere 2,4 Milliarden Euro wurden als Provisionen an die rund 5.000 Vertriebspartner, vor allem Annahmestellen wie Trafiken und Tankstellen, ausbezahlt. Vergleichsweise kleinere Posten entfielen auf Sponsoring und Spenden, etwa die Sportförderung (1,4 Milliarden Euro) und Unterstützungen an Licht ins Dunkel oder die Kinderhilfe (185 Millionen Euro).

Der 144 mal 108 Millimeter große Lottoschein hat sich in all den Jahren kaum verändert. Seit 1988 kann man durch das Kreuz beim „Joker“ noch mehr Geld ausgeben, 1997 wurden die Ziehungsintervalle mit einer zusätzlichen Gewinnermittlung an Mittwochen halbiert, und aus den sechs Schilling Spieleinsatz sind 1,20 Euro pro Tipp geworden. Unglaubliche 26,5 dieser Tipps werden heute rund um die Uhr jede Sekunde abgegeben. Laut Werbeslogan ist Lottosiegern alles möglich. Lottobetreibern aber noch viel mehr (…) [derstandart.at]

Was in dieser Rechnung allerdings fehlt, sind die saftigen Bezüge der staatlichen Lottofürsten. Die Bandbreite bewegt sich zwischen 110.000 und 323.000 Euro Jahressalär. Spitzenverdiener war im vergangenen Jahr Theo Goßner, damals noch Geschäftsführer von Westlotto (NRW). Er bezog laut „WamS“-Recherchen besagtes Jahresgehalt von 323.000 Euro – und schied jüngst aus dem Amt aus.

Retroartikel: Behördenbesuch in Spielhallen

22
APR 2013
Behörden zu Besuch in Spielhallen/Spielotheken

Diesen interessanten Bericht habe ich gerade in den Google News gefunden:

(…) Berlejung berichtete, dass die Sinner Spielhalle derzeit 24 Glücksspielgeräte hat, deren Benutzer mindestens 21 Jahre alt sein müssen, was drei Jahre über der gesetzliche Altersgrenze gilt. Die überwiegend fest angestellten Mitarbeiter werden bei der Caritas geschult, einerseits die Altersgrenze zu beachten, andererseits darauf zu achten, dass keine alkoholisierten Gäste hereinkommen. Alkoholausschank ist streng verboten.
Dem Schutz vor Spielsucht dient die Begrenzung der Einsätze auf 24 Euro; nach einem Verlust von 500 Euro wird das Gerät gesperrt. Der maximale Gewinn beträgt 1000 Euro, so dass auch die Verlockung begrenzt ist.
An jedem Gerät befindet sich ein Hinweis auf die Telefonnummer einer Hilfseinrichtung, die bei Spielsucht zu Rat gezogen werden kann. Darüber hinaus liegen auf den Toiletten entsprechende Merkzettel aus. Das Suchtpotenzial bei Spielautomaten sei mit 0,35 Prozent deutlich geringer als bei Spielbanken (2,56 Prozent) und bei Onlinespielen (6,6 Prozent), sagte Berlejung (…) [mittelhessen.de]
Diese nüchteren Zahlen erinnern mich irgendwie an die natürlich völlig unbefangene Studie der Automatenindustrie. Wie der Betreiber allerdings auf diese Zahlen kommt, dafür gibt es leider keine Antworten in dem Artikel. Aber ohne Grund wird er ja diese wichtigen Zettel auch nicht auf seinen Toiletten ausgelegt haben. Dort finden sie bestimmt Verwendung…

In unserer örtlichen Spielothek war übrigens vergangene Woche auch das Gewerbeamt zu Besuch. Auf die Frage, was die Behörde unternimmt, weil es hier keine Gewinne mehr gibt antworterte die gute Frau: “Der Betreiber gewinnt immer, die Spieler müssen zwingend verlieren. ” Stimmt im Prinzip schon, denn in den Hallen gibt es seit 2011 keine festgelegte Auszahlungsqoute mehr. So sind unter 20% Auszahlungsquote auch kein Verbrechen, auch nicht wenn zum Beispiel ein voller Automat bei einem “Softwareupdate” plötzlich auf Null gesetzt wird. Was die gute Frau leider an dieser Stelle nicht erwähnt hatte, die Steuern und Abgaben aus den Hallen fließen auch in ihren Job, den Stadthaushalt sowie dem Finanzamt.

Etwas konnte sie aber dann doch noch bemängeln, denn ab sofort darf nicht mehr in dieser Spielothek geraucht werden. Bisher war es dort kein Problem, wenn man den Automat gegenüber durch die grauen Rauchschwaden nicht mehr erkannte. Die armen Raucherspieler stehen nun vor der Halle und da wird es auch bald wieder Ärger mit den Anwohnern geben. Doch kein Problem, denn die gute Frau von der Gewerbeaufsicht kommt dann bestimmt auch wieder mal gerne vorbei…

Retroartikel – Sportwetten Steuern

Zukünftig 5% Steuer auf Sportwetten in Deutschland

Sportwetten werden in Deutschland künftig einheitlich mit fünf Prozent besteuert – unabhängig davon, ob es sich um einen inländischen oder einen ausländischen Wettanbieter handelt. Der Bundesrat billigte nun ein entsprechendes Gesetz, das bereits den Bundestag passiert hatte.

Die Regelung, auf den Spieleinsatz eine fünfprozentige Steuer zu erheben, soll den neuen Glücksspielstaatsvertrag flankieren. Dieser sieht vor, das staatliche Lottomonopol grundsätzlich zu erhalten, den Glücksspielmarkt aber in begrenztem Umfang für private Anbieter zu öffnen.

Im Gegensatz zur noch geltenden Rechtslage werden nach der Sportwettenprivatisierung nicht nur im Inland veranstaltete Sportwetten von der Steuer erfasst. Auch ausländische Veranstalter werden einbezogen, sofern der Spieler bei Abschluss des Wettvertrags in Deutschland ansässig ist.

Wie letzteres durchgesetzt werden soll, ist aber noch fraglich. Bei einer 10- Euro-Wette würden dann zusätzliche 0,50 fällig, ob die Wette Erfolg hat oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

» by admin on 07/16/2012

Erster und letzter Besuch einer Spielhalle in 2016

Interessehalber ging es heute mal wieder in eine Spielhalle meines Vertrauen

Und ich habe die Zeichen der Zeit sofort verstanden. Mache einen großen Bogen um diese Zockerbuden, denn hier gibt es nichts – aber auch rein gar nichts mehr zu gewinnen! Das grenzt nicht nur an Betrug, hier wird die Abzocke auch noch mit Hilfe der staatlichen Behörden salonfähig gemacht.

Es ist schon erschreckend zu sehen, was aus einem „Freizeitvergnügen, Spass und gute Unterhaltung“, so zumindest steht es an der Tür der Spielhalle, hierzulande geworden ist. Fast jeder Automat lief in dieser Zeit am Limit, um möglichst schnell 80,- Euro pro Stunde zu kassieren – Gewinne bzw. Zwischengewinne absolute Fehlanzeige. Nein, so etwas darf man einfach nicht mehr akzeptieren!

SpielerFinnland

Leider können nicht alle Menschen, vor allem jene mit massiven Suchtproblemen, einfach nicht mehr in diese Spielhöllen gehen. Sie haben Zwänge, Ängste und Depressionen und werden völlig hilflos  in eine staatlich verordnete Misere geschoben. Ein echter Schockzustand, wenn man als Außenstehender dieses Elend mit anschauen muss. Und die Beschaffungskriminalität im Umfeld lässt immer weiter grüßen.

Klar, das eigentliche Ziel im Sinne des Spielerschutz muss natürlich immer wieder bei staatlichen Pressemeldungen in den Vordergrund gestellt werden. Doch wer dem Bürger dabei noch quallvoll in die Tasche greift, macht sich selbst zum Täter. In den letzten Jahren sind die Abgaben und Forderungen für Kommune und Finanzamt dramatisch gestiegen. Dass am Ende für den Spieler kaum noch etwas übrig bleibt, sollte auch den Dümmsten unter uns klar sein.

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