Spielotheka.de: Spielautomaten News

Novoline, Merkur und Bally Wulff Spielautomaten

Schlagwort: Spielsucht (Seite 1 von 4)

Versteckte Kamera in der Spielothek – Experiment

Video Report aus der Spielhalle

YouTube: Wie reich werde ich beim Glücksspiel? – Selbstexperiment Spielothek

Kommentar unter dem Video: Auf Knopfdruck das schnelle Geld machen. Beim Glücksspiel ist das vermeintlich möglich. Allerdings bietet das auch ein hohes Suchtpotential. Ich begebe mich in die Welt der Spielotheken und mache das Selbstexperiment: Wie reich kann ich durch Glücksspiel werden? Ausserdem spreche ich mit einem ehemals Glücksspielsüchtigen und einem Experten über das Thema.

Also mal ganz ehrlich. Wer glaubt in einer Spielothek oder Spielhalle reich zu werden, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Diese Geräte in den Hallen sollten lediglich eine kurze Unterhaltung für die Besucher bieten, nicht mehr. Nur leider sind die eben die Nebenwirkungen solcher eigentlich harmlosen Sessions eben verheerend. Und die fiese Spielsucht ist nicht zu verharmlosen! Klar, nicht jeder ist dafür anfällig aber mittlerweile sind es hierzulande fast 500.000 Menschen. Viele davon können sich das Spielen an den Automaten eigentlich gar nicht leisten. Sie sind auf soziale Stütze (ALG und Hartz 4) angewiesen und verspielen in den ersten Tagen des Monats dieses Geld. Nicht wenige „Flüchtlinge“ gehören ebenfalls dazu. Sie sind laut aktuellen Studien besonders anfällig für die schlimme Sucht. Doch das eigentliche Schlimme an der Angelegenheit ist, dass ich mich hierzulande in Spielotheken oder Spielhallen noch nicht einmal selbst sperren lassen kann. Online geht dies in lizenzierten Casinos mit nur wenigen Klicks.

Aber auf die eigentliche Frage an dieser Stelle zurück zukommen: Man kann schon durch Glücksspiel reich werden. Die Chance dazu ist allerdings sehr gering. In Spielhallen mit einem Maximalgewinn ist das natürlich nicht möglich. Doch dazu müsste man schon einen großen Jackpot in einem der zahlreichen Online Casinos im Internet knacken.

Migranten Spielsucht

Besonders betroffen von der Spielsucht – Migranten

Sie kommen als so genannte Flüchtlinge nach Deutschland, erhalten ihre sozialen Zuwendungen… und bringen dieses Geld (wohlgemerkt vom deutschen Steuerzahler) anschließend in die Glücksspiel-Tempel. Und nein, das sind keine Einzelfälle – ganz im Gegenteil, junge muslimische Migranten sind von der Spielsucht besonders betroffen.

(…) Unter Spielsüchtigen haben auffällig viele junge Männer türkischen oder arabischen Migrationshintergrund. Experten vermuten geringen Bildungsstand und wenig Perspektive auf dem Arbeitsmarkt als Ursachen. Es ist jedoch nicht so, dass Spielen unter Muslimen salonfähiger wäre als in der Kneipe zu trinken. Glücksspiel ist im Islam so verboten wie das Trinken und unter Muslimen auch in der Praxis gleichermaßen verpönt.

In Deutschland gibt es etwa 9000 Spielotheken und über 300.000 Spielautomaten. Zum Vergleich: Die Anzahl aller Geldautomaten in Deutschland liegt bei knapp 60.000. Das Aufstellen von Glücksspielgeräten ist theoretisch streng geregelt. Ein Automatencasino soll maximal zwölf Automaten aufstellen dürfen. Aber die Gesetze werden umgangen, indem die Betreiber Räume als baulich getrennt ausweisen und so mehrere Konzessionen erhalten. Und auch sonst ist der sogenannte Spielerschutz nicht sehr wirksam, auch dank sehr erfolgreicher Lobbyarbeit der Automatenindustrie (…) [deutschlandfunk.de]

Eid Ahwaz

Ahwaz at the English language Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Schade, in der ARD Mediathek ist der Beitrag leider schon wieder verschwunden. Doch wer sich schon selbst ein Bild von dem Spielsucht Drama in den Spielhallen und Spielotheken gemacht hat, wird zustimmen, dass dieses Elend tatsächlich dem absoluten Normalzustand hierzulande (schlimmer in Westdeutschland)  entspricht. Noch schlimmer, denn nicht nur die Aufsteller kassieren an der Spielsucht – nein auch Vater Staat langt kräftig in Form von Steuern und Abgaben mit hin. Gut, nun könnte man sagen, da fließt das Geld wieder zurück und die Wirtschaft wird damit angekurbelt. Aber bitteschön – wie pervers ist das denn? Wäre es nicht besser, keine Sozialleistungen mehr auszuzahlen und die ausländischen Leute in Lohn und Brot zu bringen oder noch besser – endlich zur Heimreise zu bewegen?  Die soziale Hängematte im Mekka Deutschland ist wohl das größte Übel.

Weitere interessante Themen zu Migranten Spielsucht:

Zu spät – jetzt kommen die Migranten!

Migranten rauben, schlagen und demolieren Automaten

Flüchtlinge: Geld ist gut angelegt

Türkisches „Kaffeehaus“ als Spielhölle

Brandstiftung wegen Spielsucht

Ja so sind die Sitten in den fremden Kulturen. Da wird eben gleich mal ohne Rücksicht auf Verluste ein Haus angezündet, um auf eventuelle Misstände hinzuweisen. Und unsere deutsche Kuscheljustiz lässt den „jungen Mann“ natürlich auch wieder auf Bewährung laufen.

BrandGarage

By The original uploader was Gisi080 at German Wikipedia (Feuerwehr Stadt Mühldorf a. Inn) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

„Mein Vater hat das ganze Geld in dem Kaffeehaus verspielt“, so der reuige Angeklagte. Auch am Tattag sei es deshalb zum Streit in der Familie gekommen. „Ich weiß auch nicht, was mich geritten hat“, gab der 25-Jährige zu. „Vielleicht lag es ja auch daran, dass ich Alkohol getrunken hatte.“ Er habe einfach keinen anderen Ausweg mehr gesehen, seinen Vater vom Glücksspiel abzuhalten. „Und deshalb bringen sie unschuldige Menschen in Gefahr?“ Die Vorsitzende des Schöffengerichts konnte sich nur wundern. „Wenn sie sich die Bilder vom Tatort ansehen, werden sie feststellen, dass im hölzernen Treppenhaus Kinderwagen standen.“ Die Tat sei extrem gefährlich gewesen. waz.de

Wundern kann man sich tatsächlich – über das milde Urteil auf Bewährung und einer Geldbuße von 1500 Euro. Kinderwagen im Treppenhaus? Hallo geht`s noch! Dieses Monster hat billigend den Tod von Kleinkindern bzw. Babys in Kauf genommen, nur weil sein Vater nicht mit Glücksspiel umgehen kann. Und der Sohn sicherlich auch noch einen an der Klatsche hat. Was haben wir uns hier nur für Leute ins Land geholt? Deutschland schafft sich ab!

Wenn Spielsucht perverse Züge annimmt

Kinder mussten draußen vor der Spielhalle auf Eltern warten

Man erlebt schon viel schlimme Sachen, wenn man etwas genauer in die Materie Spielsucht hinein blickt. Während im Internet doch alles ziemlich anonym abläuft, kann man in Spielhallen und Spielotheken das Leid der süchtigen Menschen jedoch noch tagtäglich miterleben. Und dort spielen sich regelmäßig echte Dramen ab.

(…) Am späten Donnerstagabend fielen Zeugen zwei Kinder auf, die vor der Tür eines Bad Mergentheimer Spielcasinos warteten. Sie alarmierten deshalb die Polizei. Als die Beamten gegen 21.45 Uhr vor dem Spielcenter eintrafen, hatten es sich die beiden acht und zwölf Jahre alten Mädchen auf den Treppenstufen vor dem Eingang gemütlich gemacht. Wie sich herausstellte, warteten die Kinder auf ihre Eltern, die an den Spielautomaten im Innenraum ihr Glück versuchten (…) [echo24.de]

Spielbank Magdeburg

By Esp1982 (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Dabei ist diese Meldung noch relativ harmlos und glimpflich ausgegangen. Den Kindern war zum Glück zu diesem Zeitpunkt nichts passiert. Da ich aber selber mal interessehalber als Aufsicht für 2 Jahre in einer Spielhalle gearbeitet habe, weiß ich was da alles so passieren kann. Abgebrannte Hartz 4 Spieler am zweiten oder dritten Tag – weinende Mütter, weil der Sohn das Haushaltsgeld verspielt hat – oder die Kreditkarten der Eltern leergeräumt bzw. tausende Euro von der Oma durchgebracht.

Das ist der ganz normale Wahnsinn in Deutschland. Und bis zu 600.000 sollen davon bundesweit betroffen sein. Eine schlimme Zahl, welche die Politik der vergangenen Jahre zu verantworten hat. Zwar versucht man nun mit neuen Gesetzen für eine gewisse Schadensbegrenzung zu sorgen, doch das Ganze hat weder Hand noch Fuß. Solange es online keine echte Regulierung nach EU Recht gibt, bringt das im Prinzip genau so „viel“, wie offene Grenzen für die innere Sicherheit. Nämlich überhaupt nichts!

Report aus Mainz: Propaganda gegen private Sportwetten

Fazit der Sendung: Private Sportwetten sind die „Dunkle Seite“

Die dunkle Seite des Booms mit Sportwetten

29.08.2017 | 7 Min. | UT | Quelle: SWR

Der frühere Nationaltorwart Oliver Kahn ist „Markenbotschafter“ des Sportwetten-Anbieters Tipico. Dafür wird er von Ex-Nationalspieler Uli Borowka scharf kritisiert, der früher alkohol-, medikamenten- und spielsüchtig war.

Kommentar aus dem Forum:

Wer es gesehen, möchte am liebsten kotzen. Das böse private Glücksspiel in der Bundesliga – kein Wort über staatliches Lotto beim FC Augsburg. Oder bei vielen anderen Vereinen. Und auch kein Wort über den zum dritten Mal gescheiterten Glücksspiel-Staatsvertrag. Muss sich niemand mehr wundern, wenn die Abschaffung der GEZ gefordert wird. [spielautomatenforum.de]

Fazit: Die Sendung kann man einzig als kompletten Fail bezeichnen. Andere würden wohl sogar Fake News dazu sagen. Oder eben Stimmungsmache (Propaganda) gegen Tipico bzw. privates Glücksspiel im allgemeinen. Mit solchen einseitigen, teilweise falschen Berichten macht man sich lediglich unglaubwürdiger, wie man ohnehin schon ist.

Klar ist Spielsucht ein schlimmes Nebenprodukt von Glücksspiel, es aber auf der einen Seite anzuprangern und auf der anderen selbst davon zu profitieren, das nennt man pure Heuchelei. Jeder sollte für sich selber entscheiden dürfen, ob er spielen möchte oder nicht. Und eine Bevormundung aus eigenen Monopolgründen brauchen wir nun wirklich nicht!

Weniger Spielhallen – weniger Steuern, weniger Arbeitsplätze

Verschärfte Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag für Spielhallen

So soll die Glücksspielsucht bekämpft werden. Doch die Nebenwirkungen sind übel – weniger Steuereinnahmen, Verlust von Arbeitsplätzen, Abwanderung der Spieler in das Internet. So berichtet die Stadtzeitung, was eigentlich schon alle wussten: 

(…) In Zahlen würde dies bedeuten, dass bundesweit schätzungsweise 37.000 Beschäftigte in den Spielhallen in Vollzeit, Teilzeit oder als Minijob direkt betroffen wären, darüber hinaus aber auch noch mal bis zu 20.000 Beschäftigte aus der Zulieferindustrie um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen. Gemäß der Studie von Smartcon würde aber auch der Staat selbst zu den großen Verlierern dieser Entwicklung gehören. Denn allein bei der Vergnügungs-, und Umsatzsteuer erwarten Experten nach Inkrafttreten der neuen Regelungen Verluste für den Staat in Milliardenhöhe. Dass die gesamte Glücksspielbranche jetzt in dieses Fahrwasser gerät, ist keine neue Entwicklung, denn bereits im Jahre 2011 hatten die Ministerpräsidenten der Bundesländer Änderungen auf dem Weg gebracht, welche zum Ziel hatten, die Glücksspielsucht effektiver zu bekämpfen (…) [sz.de]

Löwen Play in Empelde 8098

By Gerd Fahrenhorst (Own work) [GFDL or CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Und während nun die Spieler zu Tausenden in das Internet und deren Online Casinos abwandern werden, schauen der Fiskus bzw. die Städte und die Gemeinden bei dieser unnützen politischen Entscheidung komplett in die Röhre! Denn die Spielsucht wird auf jeden Fall nicht ausgebremst. Vielmehr wird sie nun nur verlagert. Im Endeffekt aber nur eine weitere fatale Entscheidung von vielen, welche zur Zeit in Deutschland von Politikern gefällt werden…

Online Spielerschutz Casino Top

Spielerschutz in Online Casinos bestens

Während es bundesweit in Spielotheken und Spielhallen keinen effektiven Spielerschutz in Form einer Selbstsperre für suchtgefährdete Spieler gibt, ist das online in den Casinos mit nur wenigen Klicks möglich. Vor zirka einem Jahr hatten wir uns zu Testzwecken online in einem Casino registriert und anschließend auf unbestimmte Zeit gesperrt. Nun haben wir einen weiteren Test diesbezüglich durchgeführt und versucht uns erneut anzumelden.  No Chance, denn die Online Casinos halten sich an ihre harten Regeln unter EU Lizenz.

selbstsperre online casinos

(Screenshot: Quasargaming )

Test Selbstsperre Spielerschutz: Selbst via Facebook wurde der Account sofort zugeordnet und ebenfalls der Zugang zum Automaten Angebot verwehrt. Unser Fazit daher –  besser geht es einfach nicht!

Nun wird man sicherlich das Argument anführen, dass man sich unter falschen Daten mit neuer IP trotzdem wieder im Online Casino anmelden kann. Das stimmt zwar, doch spätestens bei der ersten Einzahlung wird über die Kontodaten der Schwindel auffliegen. Weder Einzahlung noch Auszahlung können somit getätigt werden.

Zur rechtlichen Situation in Deutschland:

Nur in staatlichen Spielbanken besteht die Möglichkeit der Selbstsperre via Formular. Durch Kontrollen am Einlass kann dies auch effektiv kontrolliert werden. Für die gewerblichen Spielhallen gelten in den Bundesländern unterschiedlichen Regelungen: Während Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden- Württemberg zentrale Sperrsysteme eingerichtet haben oder noch einrichten wollen, besteht in anderen Bundesländern nur die Möglichkeit, sich in einzelnen Spielhallen sperren zu lassen. In Bayern und wenigen anderen Bundesländern besteht überhaupt kein Rechtsanspruch auf eine Spielsperre und eine entsprechende Verpflichtung der Spielhallenbetreiber. Einige Anbieter vergeben auf Wunsch und mit der Begründung einer Glücksspielsucht jedoch freiwillige Hausverbote.

Vergleich Selbstsperre Online Casinos, Spielbanken und Spielotheken:

  1. Online Casinos – Top
  2. Spielbanken – Sehr gut
  3. Spielotheken – Ungenügend

Jahrbuch Sucht 2017

Aktuelle Zahlen aus dem Jahrbuch Sucht 2017

Sieht man sich das Jahrbuch Sucht 2017 an, ändert sich auch kaum was an den Zahlen, nur die Zahl stationärer Fälle hat sich erhöht. Bleibt also fraglich, ob striktere Regeln wirklich eine so große Wirkung haben…andererseits, was will man anderes tun? schwieriges Thema das Ganze. Und nebenbei ein kleiner Einwurf zum Namen des Threads – „Spielsucht, ein Thema, das uns alle betrifft“. Sehr gewagt. Mir ist klar, was gemeint ist, jeder kann in Gefahr geraten etc., aber trotzdem auch anders interpretierbar, es müsste jeder, der sich mal an einen Automaten gesetzt hat, in die Klinik. (Spielautomaten Forum)

Auszug aus dem Jahrbuch Sucht 2017:

Pathologisches Glücksspiel
Die Lebenszeit- und 12-Monats-Prävalenz der Teilnahme an Glücksspielen ist in der Bevölkerung seit 2009 von 87,1 % bzw. 53,8 % auf 77,6 % bzw. 37,3 % im Jahr 2015 zurückgegangen. Nach aktueller Studienlage ist in 2015 bei 0,42 % der bundesdeutschen Bevölkerung (241.000 Personen) ein problematisches Spielverhalten und bei 0,37 % (215.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten erkennbar.

Die ambulante Beratungsnachfrage von süchtigen Spieler/-innen hat sich wenig geändert. Ihr Anteil in den Suchtberatungsstellen lag, bezogen auf Einzeldiagnosen, bei 7,8 % (2014: 7,7 %), der Anteil der Hauptdiagnosen betrug unverändert 6,8 %. Eine Hochrechnung auf die Gesamtzahl der betreuten Spieler/-innen in ambulanten Suchtberatungsstellen verweist auf rund 23.600 Fälle mit der Einzeldiagnose „Pathologisches Spielen“ (Hauptdiagnose: 20.800), nach 24.000 im Jahr 2014. Spieler/- innen an Geldspielautomaten bilden mit 72,2 % nach wie vor mit Abstand die größte Gruppe. In stationären Einrichtungen ist nach den Einzel und Hauptdiagnosen der Anteil pathologischer Spieler/-innen an der Gesamtzahl der Patienten im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 % auf 5,3 % bzw. von 2,0 % auf 2,6 % gestiegen.

Die Umsätze auf dem legalen deutschen Glücksspiel-Markt sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % auf 40,3 Mrd. Euro gestiegen. Einen erneuten Anstieg des Umsatzes und Bruttospielertrags um 2,7 % auf 25,3 Mrd. Euro bzw. 5,8 Mrd. Euro verzeichneten die 267.000 aufgestellten gewerblichen Geldspielautomaten in Spielhallen und gastronomischen Betrieben. Seit der Novellierung der Spielverordnung im Jahr 2006, der Erhöhung der Spielanreize durch die Umgehung gesetzlicher Vorgaben und der Expansion des Angebots hat sich der Ertrag um 147 % erhöht.

alles lesen: dhs.de

Fazit: Zumindest der Umsatz hat sich gesteigert, was für höhere Gewinne für die Betreiber und natürlich auch für mehr Einnahmen bei den Steuern sorgt. Seit 2006 gar um stattliche 147% !!! Na dann, wirklich alles richtig beim staatlichem Spieler-Schutz gemacht…

Casino Junkies Dokumentation

Doku: Casino Junkies

Laut diesem Bericht sind angeblich Automatenspiele die gefährlichsten aller Glücksspiele. 60% der Casino Einnahmen kommen von spiel-süchtigen Menschen. Schuld an der Misere ist die staatliche Politik der vergangenen Jahre. Genau jene Leute, welche sich gerne als Moralapostel unserer Gesellschaft aufspielen und am fetten Topf dieser Einnahmen hängen.

*Casino Junkies – Spielsucht in Deutschland – Doku 2017 (NEU in HD)

Fazit: Ganz gute und auch sehr kritische Doku über die ausufernde Spielsucht in Deutschland. Über 600.000 Menschen sollen aktuell davon hierzulande betroffen sein. Ein Zustand, welcher dem Fiskus und Betreibern (Aufsteller und Hersteller) satte Millionen-Einkünfte sichert und dabei tausende Familien leider in den Ruin befördert hat.

So ticken pathologische Spieler

Studie über pathologische Spieler veröffentlicht

Pathologische Spieler sitzen am liebsten an Spielautomaten, rauchen mindestens 1-2 Schachteln Zigaretten pro Tag und trinken gerne Bier oder anderen Alkohol. Meist leiden sie unter Depressionen und denken zuweilen auch mal über Selbstmord nach. So in etwa lautet fas ernüchterne Fazit einer Studie zum Thema pathologische Spieler –

Auszug aus der Pressemitteilung der Studie über pathologische Spieler:

(…) Ergebnisse der klinischen Untersuchungen
Zusammengefasst weist die Untersuchung an 515 Patienten die Automatenspiele mit 87 Prozent als die eindeutig präferierte Spielform auf, gleichzeitig fand sich eine hohe Belastung an substanzbezogenen Abhängigkeiten (Nikotin 80 Prozent, Alkohol 28 Prozent). Ebenfalls häufiger als in der „Normalbevölkerung“ waren Depressionen (16 Prozent) sowie Persönlichkeitsstörungen. Darüber hinaus berichteten 16 Prozent der Spieler von mindestens einem Suizidversuch. Auch bei erstgradigen Verwandten fand sich – verglichen mit den Verwandten der Kontrollgruppe – ein überraschend hohes Vorkommen an Alkoholabhängigkeit (27,0 Prozent vs. 7,4 Prozent) und pathologischem Glücksspiel (8,3 Prozent vs. 0,7 Prozent). Dies stützt die Annahme ähnlicher Ursachen, möglicherweise auch einer erhöhten genetischen Belastung, zwischen beiden Störungsbildern und spricht für die Einordnung der Diagnose in das Kapitel der Suchtkrankheiten. Je jünger die Patienten beim ersten Glücksspiel waren, desto ausgeprägter war der spätere Schweregrad der Erkrankung. Vor allem dieser Befund erscheint im Hinblick auf präventive Maßnahmen von hoher Bedeutung (…) [zi-mannheim.de]

Durchgeführt wurde die Studie in Kooperation mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, dem Therapiezentrum Münzesheim im Kraichgau, der AHG Klinik Münchwies im Saarland und 22 Beratungsstellen in Baden-Württemberg.

pathologische spieler

By Alexander Blum ([1]) (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Ein Satz hat uns dann doch angeregt, noch ein paar Zeilen dazu zu kommentieren:

„Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages 2008 sind die Bedingungen für die Erforschung und Therapie des pathologischen Spielens deutlich verbessert worden.“

Natürlich sind sie das, denn die Zahl der pathologischen Spieler hat sich ja in Deutschland auch seit dem Jahre 2008 kräftig erhöht. Über 600.000 Menschen sollen angeblich deutschlandweit von Spielsucht in staatlichen Spielbanken und Spielhallen betroffen sein. Beste Voraussetzungen also, um hierzulande bei diesem Thema maximal zu forschen bzw. zu therapieren.

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