Schlagwort-Archive: Spielerschutz

Selbstsperre – eigener Spielerschutz

Selbstsperre vor Spielsucht

Ein aktuelles Urteil zeigt, dass eine echte Selbstsperre zum eigenen Spielerschutz hierzulande in Spielhallen und Spielothek nicht möglich ist. So berichtet der Spiegel:

(…) Zwei Spielsüchtige sind vor Gericht damit gescheitert, zum Selbstschutz Sperren in Spielotheken zu erzwingen. Das Landgericht Bielefeld hat eine Klage der Männer gegen die Merkur-Spielotheken abgewiesen.Der Fachverband Glücksspielsucht (FAGS) hatte die Klage im Namen der beiden Spieler aus Bielefeld und Paderborn eingereicht. Merkur, das zum Gauselmann-Konzern gehört, lehnte die Hausverbote mit der Begründung ab, in Nordrhein-Westfalen fehle dafür die gesetzliche Grundlage. Das Unternehmen führte zudem an, der Datenschutz hindere die Spielhallen an einer lückenlosen Überwachung. Man könne sich nicht von jedem Spieler den Personalausweis zeigen lassen (…) [spiegel.de]

selbstsperre

Sicherlich ein weitere Grund den hervorragenden Spielerschutz inklusive Selbstsperre in Online Casinos an dieser Stelle zu erwähnen. So kann nämlich in allen europäisch-lizenzierten Casinos im Internet innerhalb von wenigen Klicks eine Selbstsperre erstellt werden, welche dann über eine bestimmte Zeit bzw. für immer erwirkt werden kann. So stellt man sich echten Spielerschutz vor! Und gerade in NRW hätte man sich doch zumindest auch etwas in diese Richtung gewünscht:

Etwa 40 000 Glücksspielsüchtige gibt es in NRW, schätzt Ilona Füchtenschnieder-Petry, Leiterin der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW. „Weitere 40 000 haben Probleme mit dem Glücksspiel und dazu kommen die Angehörigen, die erheblich leiden.“ Etwa 150 Patienten mit diesem Krankheitsbild behandelt die Johannesbad-Fachklinik als NRW-Schwerpunkt Einrichtung im Jahr. Dabei sei die Automaten-Sucht mit 70 bis 80 Prozent der Abhängigen weiterhin das größte Problem. (spielotheka.de)

Insgesamt sollen es nach Schätzungen über 600.000 Spielsüchtige hierzulande sein. Eine erschreckende Zahl, wenn man bedenkt, dass wir ja angeblich den allerbesten Spielerschutz durch eine hiesige staatliche Überwachung haben. Zumindest schreibt man sich das aus Monopol-gründen ganz fett auf die Fahnen. Eine Selbstsperre für Spielsüchtige wäre da zumindest ein Anfang gewesen. Doch auch diese Chance wurde einmal mehr wieder verpasst. Oder vielleicht gar nicht gewollt?

Gesichtskontrolle in Spielhallen – Face Check

Fotoabgleich direkt nach Eintritt in die Spielothek

Datenschützern wird diese Meldung wohl die Haare zu Berge stehen lassen. Und gerade in Zeiten, wo wirklich alles irgendwie gehackt wird, machen solche Meldungen wirklich Angst. Mit einem so genanntem Facecheck sollen spiel-süchtige und zu junge Spieler unter 18 Jahren gefiltert werden.

(…) Beim Jugend- und Spielerschutz wollen deutsche Spielhallen zunehmend auf elektronische Gesichtskontrollen am Eingang setzen. Beim „Face-Check“ sollen zu junge Spieler und gesperrte Spielsüchtige erkannt und dem Personal gemeldet werden, hieß es beim Start eines Pilotprojekts in einer Spielothek in Stuttgart. Die Daten würden nach 30 Sekunden gelöscht, versicherten die Entwickler (…)

Face detection

Gut bei manchen Leute wäre es sicherlich von Vorteil, wenn sie schon zu Hause die Türe öffnen,  sofort einen automatischen Riegel vorzuschieben. Doch um diese Leute soll es ja überhaupt nicht gehen. Vielmehr um die Spielsüchtigen gleich am Eingang zur Spielhalle herauszufinden – immerhin 600.000 sollen es ja schon nach letzten Schätzungen in Deutschland mittlerweile sein.

Fazit: Eine wirklich tolle Idee, denn sollte es funktionieren, wären wohl die zahlreichen Zockerbuden hierzulande plötzlich wie ausgefegt und der letzte Rest der Kundschaft auch noch ins Internet verschwunden. Und da soll ja bekanntlich vor 2018 erstmal gar nichts mehr in Sachen Regulierung passieren. Zumindest dort gibt es aber echten Spieler, – und Altersschutz in den eu-lizenzierten Online Casinos. Jeder muss mit Pass und Kreditkarte einen Alternachweis erbringen. Und eine Selbstsperrung dauert meist auch nur einen Klick.

Beste Online Casinos – Test & Vergleich

Übersicht der besten Online Casinos

Viel wird geschrieben, doch nicht alles sollte man auch für voll nehmen! Gerade im Zusammenhang mit Online Casinos schreiben viele Online-Magazine oder Webseiten zum Thema befangen. Dabei ist dieses Thema eigentlich äußerst sensibel zu behandeln in puncto Spielsucht. Denn neben hundert-tausenden Spielsüchtigen hierzulande durch staatliches Glücksspiel sowie privaten Spielhallen, ist es eben online ohne geltenden Glücksspielstaatsvertrag völlig außer Kontrolle!  

Wir haben daher einige wichtige Punkte in Sachen Glücksspiel in Online Casinos herausgesucht und nach diversen Gesichtspunkten in Verbindung mit so genannter Glücksspielverhinderung bewertet:

Wo kann man kostenlos spielen?

Während man bei staatlichen Glücksspielangeboten oder privaten Spielhallen keine Möglichkeit findet um kostenlos zu spielen, ist dies in Online Casinos jedoch möglich. So können Merkur, Novoline und Bally Wulff Spiele in folgenden Online Casinos gespielt werden:

Sunmaker (ohne Anmeldung)
Sunnyplayer (ohne Anmeldung)
Stake7 (ohne Anmeldung)

Ovocasino (mit Anmeldung)
Quasargaming (mit Anmeldung)
Stargames ( mit Einschränkung)

Wo kann ich mich schnell und unkompliziert sperren lassen?

Eine bundesweite Sperrung durch Spieler ist derzeit nur flächendeckend in staatlichen Spielbanken möglich. Diese Prozedure ist allerdings aufwendig.  In Spielhallen ist es allerdings derzeit nicht flächendeckend möglich. Ohne Einschränkung und mit wenigen Klicks ist dies bisher nur online möglich:

Sunmaker 
Sunnyplayer 
Stake7 

Ovocasino 
Quasargaming 
Stargames 

Wie ist es um den Spielerschutz bzw. Altersschutz bestellt?

Offiziell gibt es für staatliche Spielbanken und Spielotheken einen gesetzlichen Altersschutz (Ab 18 Jahre). Ausweiskontrollen sind allerdings nur in den Spielbanken Vorschrift. In Spielotheken ist dies keine Pflicht und auch in Kneipen werden Kinder uneingeschränkt mit Spielautomaten konfrontiert. Nur in Online Casinos ist eine echter Altersüberprüfung durch ein digitales Kontrollverfahren bei der Registrierung möglich:

Sunmaker 
Sunnyplayer 
Stake7 

Ovocasino 
Quasargaming 
Stargames 

Fazit: Online Casinos sind in puncto Spielerschutz auf jeden Fall die bessere Alternative zu den staatlichen Angeboten oder privaten Spielhallen. Oben genannte Online Casinos wurden durch uns in diesem Zusammenhang überprüft und für gut befunden. Auch bei den Auszahlungsquoten von durchschnittlichen 96% sind die Online Casinos gegenüber schwachen <30% (gefühlt) in Spielhallen die bessere Adresse.

Offenbarungseid der Politik in Sachen Glücksspiel

Deutschland bei Glücksspiel außer Kontrolle

Das staatliche Monopol hatte jahrelang versucht, privates Glücksspiel unter dem Vorwand des Spielerschutzes einzuschränken, zu denunzieren oder gar als illegal einzustufen. Der EuGH hatte dem im Februar 2016 bereits zum dritten Mal einen Riegel vorgeschoben. Nun ist man damit offiziell gescheitert, was eine Aussage eines Innenminister als Offenbarungseid erkennen lässt:

Zur heutigen Ankündigung des hessischen Innenministers Peter Beuth, bislang illegale Sportwetten künftig zu dulden, hat der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph am Samstag Folgendes erklärt:

„Innenminister Beuth kapituliert nach einer Reihe von gerichtlichen Niederlagen vor den Anbietern illegaler Sportwetten. Dass er diese Kapitulation nach jahrelanger Debatte ausgerechnet an einem Samstagvormittag verkündet, ist ein Anzeichen dafür, dass er eine öffentliche Diskussion scheut. Hessen hat die Aufgabe, für alle Bundesländer die Konzessionierung zu übernehmen. Herr Beuth hat sich damit offenkundig übernommen.

MJK00741 Peter Beuth

Beuth will den hessischen Sonderweg weitergehen und scheint keine bundesweite Lösung anzustreben. Das unzureichende Vorgehen Hessens gegen illegale Sportwetten in der Vergangenheit war ein Fehler. Dieser Fehler wird mit der Quasi-Legalisierung bislang illegaler Sportwetten durch Duldungen nicht korrigiert, sondern verschlimmert. Das mit dem Behauptung zu schmücken, die Spieler sollten geschützt werden, ist eine dreiste Täuschung.“ (Quelle)

Fazit: Das unkontrollierte Glücksspiel hat alleine das staatliche Glücksspiel samt seinen Schergen in Politik und den Behörden zu verantworten. Nun sollte schnellstens eine Lösung nach europäischen Recht gefunden werden, um die Spieler tatsächlich vor der Spielsucht im Internet zu schützen. EU-lizenzierte Glücksspielportale müssen hierzulande uneingeschränkt akzeptiert werden, andere Anbieter, uneingeschränkt unterbunden werden.

Lustreisen-Spielerschutz : Westspiel vorbildlich

Der Spielerschutz hat oberste Priorität bei staatlichen Glücksspielangeboten

Und dazu gehören eben auch gelegentliche „Lustreisen“ an den Ort des eigentlichen Übel – nämlich nach Las Vegas. Genau dort wo das Glücksspiel diese schrecklichen Nebenwirkungen hervor bringt – gemeint sind die abertausenden Spielsüchtigen. Auch hierzulande sollen über 600.000 Menschen unter der Obhut der staatlichen Glücksspieler mittlerweile betroffen sein. 

So berichtet DerWesten:

(…) Die finanziell angeschlagene landeseigene Casino-Gesellschaft Westspiel soll mit teuren „Lustreisen“ öffentliche Gelder verschwendet haben. Nach Informationen unserer Zeitung haben Recherchen des NRW-Finanzministeriums ergeben, dass allein zwischen 2010 und 2015 knapp 100 000 Euro für Messe-Besuche ausgegeben wurden.

Teilweise sind über 20 Mitarbeiter zusammen nach London geflogen. Teuerste Tour war 2015 ein achttägiger Besuch von sechs Westspiel-Mitarbeitern bei der „Global Gaming Expo“ in Las Vegas, der allein mit über 17  000 Euro zu Buche schlug (…)

Fazit: Klasse, dass es die staatlichen Glücksspielanbieter so ernst mit dem Spielerschutz nehmen. Private Anbieter werden dazu seit Jahren mit staatlicher Willkür gehemmt und ausgebremst. Denn nur so kann auch zukünftig dieser vorbildliche Spielerschutz in Deutschland gewährleistet werden. Oberstes Gebot lautet – EU-Gesetze ignorieren, um das staatliche Monopol zu schützen.

Und auch die niedrigen Auszahlungsquoten an die Spieler von lediglich 35-40 Prozent bei Lotto, Glücksspierale oder Aktion Mensch sind ein wichtiger Garant, dass die staatlichen Glücksspiel-Konzerne auch in den kommenden Jahren noch so genannte Lustreisen in derartige Problemzonen durchführen können. Wie sollen sonst diese so wichtigen Bildungsreisen finanziert werden?

Retroartikel: Glücksprofile

Gewerbliches Glücksspiel vs. Glücksprofile

Da das Thema Offline und Online Casinos, Spielhallen und Spielotheken sich doch wie ein roter Faden durch unsere Diskussionen zieht, möchte ich dazu einen Kommentar sowie einen Beitrag der Webseite Novomat.de an dieser Stelle veröffentlichen.

So schreibt Karl zu Offline-Spielotheken:

(…) Junge das ist eben kein Glücksspiel. Das ist gewerbliches Glücksspiel. Dabei darf der Betreiber natürlich eingreifen. Das Gerät rechnet immer ganz exakt wann gewonnen werden kann. Das ganze richtet sich nach dem KAssenstand des Geräts und hat nix mit Glück zu tun. Es gibt einen bestimmten Betrag der pro Stunde durchschnittlich einbehalten werden muß, alles andere wird zufällig ausgespielt. Die Zahlen die Du setzt sind sowas von egal. DAS HAT NICHTS MIT ROULETTE ZU TUN!!! Es heißt dreister Weise nur so, das sollte man sowieso verbieten. Das einzige was man den Gauselmännern vorwerfen kann ist das sie so tun als wäre es Glücksspiel. Stell Dir einfach ne Liste mit 1000 Spielen vor. an bestimmten einträgen in der Liste ist ein Gewinn freigegeben. Wenn Du zufällig spielst und kommst an eine Stelle in der Liste mit freigegebenem Gewinn und dann setzt wirst Du eben gewinnen. Der Zufall besteht nur darin zur richtigen Zeit an der Kiste zu sitzen und sonst nichts. Wenn Dir das klar ist wirst Du Deine Zeit sicher nicht mehr damit verbringen mit der Verarsche deine Zeit zu verschwenden (…) [spielotheka.de]

Novomat.de vergleicht beide Möglichkeiten und kommt letztendlich zu diesem Fazit:

(…) So genannte Glücksprofile können die Online-casinos aufgrund der Registrierung bei der Anmeldung ganz leicht erstellen. Während man in der Offline-Spielothek im Prinzip immer nur zur richtigen Zeit am richtigen Automat sitzen muss, wird man Online jedoch gesteuert. Weil jeder Spieler genau analysiert wird, können die Gewinne und Verluste gleichzeitig reguliert werden – sprich jeder Account wird gleich fair behandelt und darf sich tatsächlich über eine Auszahlungsquote von zirka 90 Prozent langfristig freuen. Wer schon online spielt, wird feststellen dass die Auszahlung deutlich höher liegt und die Gewinne zu regelmässigen Abständen eintrudeln. Beispiel: Spieler zahlt monatlich 100 Euro ein, wird über einen längeren Zeitraum die 90 Euro immer wieder zurück gewinnen. Fazit: Mehr Spass, mehr Gewinn, weniger Verlust – mit echtem Glücksspiel hat das aber alles nicht mehr viel zu tun! (…) [novomat.de]

Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass online sogar ein gewisser sozialer Aspekt in diesem Bereich zum tragen kommt, nämlich Verantwortung und gewisser Unterhaltungswert. Der Spielerschutz, Geldwäscheschutz und unabhängige Kontrollstellen des Spielablaufs ist vorbildlich, da kann keine Schmuddel-Spielhalle mithalten!

» by admin on 08/30/2012

Jugendschutz in Online Casinos

Online Casino Portale sind ab 18 Jahre

Und sie bedürfen daher einem besonderen Schutz für Kinder und Jugendliche. Das ist auch gut so, denn wer will schon, dass Minderjährige schon recht zeitig mit dem Glücksspiel konfrontiert wird.

So muss in Online Casinos vor dem Echtgeldspiel zunächst ein Alternsnachweis in Form einer Kopie des Pass oder Personalausweis digital beim Glücksspielanbieter vorgelegt werden. Zudem wird vom Spieler ein weiteres aktuelles Dokument, wie zum Beispiel eine Telefonrechnung, vor der ersten Auszahlung verlangt. Neben dem Spielerschutz wird so auch der Geldwäsche in Online Casinos entgegen gewirkt. Nach unserer Meinung ist dieser Schutz sehr wirkungsvoll und hält Kinder und Jugendliche vom unerlaubten Spiel ab.

Schlechter sieht es da bei Automaten in Kneipen, Tankstellen oder Cafes aus. Nicht nur, dass Minderjährige unbehindert Zugang erhalten, an solchen Geräten in dunklen Ecken kann auch von Minderjährigen an Spielautomaten gespielt werden. Aber auch Lotto oder Toto in den Annahmestellen in Supermärkten oder großen Einkaufspassagen bringen für die junge Generation bereits den ersten Kontakt mit dem Glücksspiel.

Spielsucht

Thema Spielsucht  – Fiskus verdient kräftig mit

(…) Verantwortlich sind zu einem großen Teil die 269.000 gewerblichen Geldspielautomaten in Spielhallen, Gaststätten und Imbissbetrieben (2.000 Geräte mehr als 2013), die 2014 allein 20,5 Mrd. Euro Umsatz erzielten und damit für ein Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sorgten. Die Geräte sind der mit Abstand größte Umsatzträger legaler Spielangebote in Deutschland. Ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug 59,2%. Den Aufstellern der Geldspielgeräte verblieb im Jahr 2014 ein Bruttospielertrag (Spieleinsätze abzüglich Gewinnauszahlungen, ohne Kostenanrechnung) von 4,7 Mrd. Euro, das sind 3,3% mehr als im Vorjahr (…) [psychologie-aktuell.de]

…und während man sich in vielen Bundesländern noch nicht mal für Spielotheken und Spielhallen sperren lassen kann, ist dies im Internet schon mit nur wenigen Klicks möglich. In puncto Jugendschutz, Alterschutz und Spielerschutz haben die privaten Online Casino Anbieter im Internet also deutlich die Nase vorn.

Staatliche Spielbank Pleite – Bester Spielerschutz?

Können nur staatliche Glücksspielanbieter Spielerschutz gewährleisten?

Zumindest behaupten dies jetzt die Behörden des Landes NRW in Bezug auf die starken Verluste bei „Westspiel“.  Zuletzt hatte es diesbezüglich Aufregung über den Verkauf zweier wertvoller Warhol-Bilder gegeben.

(…) Walter-Borjans erinnerte daran, dass das Land per Staatsvertrag den Auftrag habe, etwas gegen Spielsucht zu tun. Die landeseigenen Casinos seien in dieser Hinsicht erfolgreich. Bei einem Verkauf würde dem Land der gesellschaftliche Auftrag „aus der Hand genommen“. Die NRW-Bank, formell Eigentümer von Westspiel, teilte dem WDR mit, es sei der ordnungspolitische Auftrag von Westspiel, ein verantwortungsvolles, den Zielsetzungen des Glücksspielstaatsvertrags entsprechendes Angebot bereitzustellen. „Es ist fraglich, ob ein privater Anbieter das gewährleisten könnte.“ (…) [wdr.de]

Auf die Frage ob nur staatliche Anbieter den wichtigen Spielerschutz gewährleisten können, sollte man zunächst erstmal hinterfragen, ob bei rund 600.000 Spielsüchtigen in Deutschland bisher überhaupt von staatlicher Seite genügend gegen die wachsende Spielsucht unternommen wurde? Und auch staatliche Anbieter arbeiten ja fiskalisch gesehen als GmbH, wo Geld verdienen im Vordergrund steht. Dieses fadenscheinige Argument sollte man also schnell vergessen. Aber auch sonst scheint diese staatliche „Firma“ alles andere als seriös zu arbeiten, wie man bei Wikipedia nachlesen kann.

Westspiel immer wieder in der Kritik

1998 wurden Manipulationen beim Zählen des Geldes in der Spielbank Bad Oeynhausen aufgedeckt. Neben Mitarbeitern der Spielbank sollen auch Finanzbeamte involviert gewesen sein. In dem Zusammenhang forderte die WestSpiel von den Beschuldigten 1,9 Millionen DM als Schadensersatz. nfang der 2000er Jahre wurde WestSpiel von spielsüchtigen Besuchern auf Schadensersatz verklagt, weil das Unternehmen seiner Zugangskontrollpflichten nicht nachgekommen sei. Die Besucher hatten zu ihrem eigenen Schutz eine Selbstsperre für Spielbanken beantragt. Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung von WestSpiel im Jahr 2010 sollen Betriebsräte von WestSpiel „gekauft“ worden sein. Zuletzt hatte es diesbezüglich Aufregung über den Verkauf zweier wertvoller Warhol-Bilder gegeben.

Retroartikel: Mit dem Spielen aufhören

Wochenendbericht…

Das erste Wochenende nach dem Aufhören mit dem Spielen war angebrochen.

Es war gewiss nicht leicht, war man doch an beiden Tagen stets bis in die Puppen unterwegs und sah quasi alle 10m irgendwelche Läden mit Spielautomaten. So ging es am Freitag zu recht später Stunde in meinen Lieblinskiez nach Friedrichshain. Diverse Cocktailbars, Cafes, Imbisse usw. Als erstes besuchte Ich einen Kollegen in einer Bar und wir quatschen ein wenig über das Thema Spielsucht. Er selbst war damals oft mit mir in einer anderen Bar anzutreffen.

Ich als Spieler, und er um sein Feierabendbier zu genießen. Er hielt sich jedoch immer dezent raus und lies einen auch in Ruhe, wenn man am Automaten saß. Er war recht erstaunt, dass Ich nun diesem ein Ende setzen wollte. Leider musste er zeitgleich auch arbeiten, und wir fanden ein schnelles Ende des Gesprächs. Also zog Ich weiter zur nächsten Bar, in der auch einige von meinen Freunden saßen.

Als ich hineinkam rief ein Kumpel „Macht die Automaten frei, Andi ist da“. Ich musste lachen. Als Ich mich mit in die Runde setzte, fing Ich an zu erklären, dass dieses Thema passé für mich sei. Sie lachten, und es war eher auslachen anstatt gute Laune lachen.
Erst als Ich nach knapp 2 Std. noch immer keinen Cent in einen der Automaten warf, war Ihnen wohl klar, dass Ich es durchziehen werde. Ich ging zwar hin und wieder schauen, was die anderen Leute so spielten aber investiert habe Ich nix. Außer vielleicht die ein oder andere Frage.

Nach 3 Std. verlies Ich die Bar und verabschiedete mich nach Hause. Die Müdigkeit brach bereits an. Auf dem Weg nach Hause ging es wieder an diversen Bars, Imbissen und Spielhallen vorbei. Dort wo letzte Woche noch eine kleine Bäckerei war, fand man nun ein Schild „Hier eröffnet demnächst ein Internetcafe“. Mit Sicherheit findet man in diesem dann auch wieder Spielautomaten.

Der Samstagabend hingegen war etwas furioser, aber nicht viel spektakulärer als der Freitagabend. Man war unterwegs und ignorierte quasi jedes Hinweisschild auf die Möglichkeit zum Spielen. Letzten Endes landete man in einer Diskothek und genoss die Stunden bis zum Morgengrauen um sich dezent abzulenken. Auch der Imbiss der direkt daneben ist, wurde prompt ignoriert. So kann es weitergehen.

In diesem Sinne wünsche Ich Euch einen stressfreien Start in die Woche.

Es grüßt aus der Hauptstadt

Der Andi

» by admin on 02/28/2011