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Gesichtskontrolle in Spielhallen – Face Check

Fotoabgleich direkt nach Eintritt in die Spielothek

Datenschützern wird diese Meldung wohl die Haare zu Berge stehen lassen. Und gerade in Zeiten, wo wirklich alles irgendwie gehackt wird, machen solche Meldungen wirklich Angst. Mit einem so genanntem Facecheck sollen spiel-süchtige und zu junge Spieler unter 18 Jahren gefiltert werden.

(…) Beim Jugend- und Spielerschutz wollen deutsche Spielhallen zunehmend auf elektronische Gesichtskontrollen am Eingang setzen. Beim „Face-Check“ sollen zu junge Spieler und gesperrte Spielsüchtige erkannt und dem Personal gemeldet werden, hieß es beim Start eines Pilotprojekts in einer Spielothek in Stuttgart. Die Daten würden nach 30 Sekunden gelöscht, versicherten die Entwickler (…)

Face detection

Gut bei manchen Leute wäre es sicherlich von Vorteil, wenn sie schon zu Hause die Türe öffnen,  sofort einen automatischen Riegel vorzuschieben. Doch um diese Leute soll es ja überhaupt nicht gehen. Vielmehr um die Spielsüchtigen gleich am Eingang zur Spielhalle herauszufinden – immerhin 600.000 sollen es ja schon nach letzten Schätzungen in Deutschland mittlerweile sein.

Fazit: Eine wirklich tolle Idee, denn sollte es funktionieren, wären wohl die zahlreichen Zockerbuden hierzulande plötzlich wie ausgefegt und der letzte Rest der Kundschaft auch noch ins Internet verschwunden. Und da soll ja bekanntlich vor 2018 erstmal gar nichts mehr in Sachen Regulierung passieren. Zumindest dort gibt es aber echten Spieler, – und Altersschutz in den eu-lizenzierten Online Casinos. Jeder muss mit Pass und Kreditkarte einen Alternachweis erbringen. Und eine Selbstsperrung dauert meist auch nur einen Klick.

Auszahlungsquote versus Gewinnquote

Einfluss von Auszahlungsquote und Gewinnquote auf die Spieler

Zu diesem Thema haben wir einen interessanten Artikel im Forum für Spielautomaten gefunden, welchen wir an dieser Stelle dokumentieren möchten. Was ist die Auszahlungsquote und was eigentlich der Unterschied zur Gewinnquote? Und warum gewinnen eigentlich Spieler an Spielautomaten immer weniger, obwohl die Auszahlungsquote angeblich höher als noch vor Jahren liegen soll?

Artikel aus dem Automaten Forum:

(…) Eine Mindestauszahlquote gibt es ja seit längerem nicht mehr. Diese Quote besagte früher, das der Automat mindestens 60% der Einsätze (durchschnittlich solange die Kiste in Betrieb ist) als „Gewinn“ wieder ausschütten musste. Laut den verantwortlichen Abgeordneten hat die Abschaffung dieser Regelung den positiven Effekt, dass der Spieler nicht mehr in die Hallen geht, wenn er nichts mehr „gewinnt“. Na ja, die rosarote Brille und auch die Spenden der Automatenindustrie waren wohl doch etwas zu groß, um die Realität zu sehen…

Die Auszahlquote war ja noch etwas zu verstehen – was die Berechnung anbelangt. Wenn auf den Automaten (Novoline) auf Seite drei der Info steht, dass es keine vorgeschriebene Auszahlquote mmehr gibt, diese jetzt aber weit über den früher vorgeschriebenen 60% liegt, fällt mir dazu eigentlich nichts mehr ein – außer, dass eben der „normale“ Spieler davon nicht profitiert. Das ist hier im Forum an anderer Stelle schon deutlich erklärt worden.

Viel interessanter als die Auszahlquote ist doch die Gewinnquote. Vor allem, wenn man die unterschiedlich hohen Einsätze zugrunde legt. In jeder Lotterie oder bei Verlosungen hat man bei höherem Einsatz zu jeder Zeit eine höhere Gewinnchance. Bei den Gelddruckmaschinen nicht! Da ist die Programmierung von Haus aus so, dass höhere Einsätze eine geringere Gewinnchance bedeuten. Okay, wenn mal eine „Gewinnlinie“ kommt, dann schon mal eine „Höherwertige“. Da Einsatz und „Gewinn“ allerdings immer korrelieren besteht keine erhöhte Gewinnchance – im Gegenteil. Höhere „Gewinnlinien“ kommen sowieso seltener. Sollte z.B. bei einem Einsatz mal ein Hunderter „gewonnen“ werden, sind mindestens 400 Nullrunden oder Runden mit 1 – 4 Euro „Gewinn“ gelaufen. Bei Einsätzen von 10 Cent sieht es ganz anders aus. Hier sind die Kisten etwas „großzügiger“ programmiert. Es besteht ja auch kaum die Gefahr, das sich jemand diese „Gewinne“ auszahlen lässt. Wer 10 Euro einwirft und auf 15 Euro hoch kommt, der spielt weiter. Und dann meist mit höherem Einsatz und – wie oben beschrieben – niedrigeren Gewinnchance. Bis alles wieder weg ist und der nächste Schein in den Automaten geht. Das ist ein Psychotrick, den ein Spieler weder erkennen noch umgehen kann. Das es keinerlei Hinweis in den Hallen oder an den Automaten gibt, dass höhere Einsätze einzige eine geringere Gewinchance bedeuten, ist in meinen Augen schon ein Betrug – zumindest eine gezielte Abzocke. Und hier werden Auszahlquote und Gewinnquote verwechselt.

Ich persönlich habe es schon gesehen, dass ein Spieler bis auf 200 Euro kam (durch nachwerfen von Geld und diverse „Gewinnlinien“. Anstatt sich das Geld auszahlen zu lassen, spielte er 2 Euro Einsatz. Es kam allerdings nicht eine einzige Gewinnlinie mehr, dafür aber die Polizei. Die Kiste war die nächsten 2 Tage „Warte auf Techniker“ gesperrt. Wie die Sache letztendlich ausging weis ich nicht. Nur, das ca. 2 Monate später die Halle den Besitzer gewechselt hat. Kann natürlich Zufall sein (…)

Hier gehts zum Beitrag im Spielautomatenforum

Offenbarungseid der Politik in Sachen Glücksspiel

Deutschland bei Glücksspiel außer Kontrolle

Das staatliche Monopol hatte jahrelang versucht, privates Glücksspiel unter dem Vorwand des Spielerschutzes einzuschränken, zu denunzieren oder gar als illegal einzustufen. Der EuGH hatte dem im Februar 2016 bereits zum dritten Mal einen Riegel vorgeschoben. Nun ist man damit offiziell gescheitert, was eine Aussage eines Innenminister als Offenbarungseid erkennen lässt:

Zur heutigen Ankündigung des hessischen Innenministers Peter Beuth, bislang illegale Sportwetten künftig zu dulden, hat der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph am Samstag Folgendes erklärt:

„Innenminister Beuth kapituliert nach einer Reihe von gerichtlichen Niederlagen vor den Anbietern illegaler Sportwetten. Dass er diese Kapitulation nach jahrelanger Debatte ausgerechnet an einem Samstagvormittag verkündet, ist ein Anzeichen dafür, dass er eine öffentliche Diskussion scheut. Hessen hat die Aufgabe, für alle Bundesländer die Konzessionierung zu übernehmen. Herr Beuth hat sich damit offenkundig übernommen.

MJK00741 Peter Beuth

Beuth will den hessischen Sonderweg weitergehen und scheint keine bundesweite Lösung anzustreben. Das unzureichende Vorgehen Hessens gegen illegale Sportwetten in der Vergangenheit war ein Fehler. Dieser Fehler wird mit der Quasi-Legalisierung bislang illegaler Sportwetten durch Duldungen nicht korrigiert, sondern verschlimmert. Das mit dem Behauptung zu schmücken, die Spieler sollten geschützt werden, ist eine dreiste Täuschung.“ (Quelle)

Fazit: Das unkontrollierte Glücksspiel hat alleine das staatliche Glücksspiel samt seinen Schergen in Politik und den Behörden zu verantworten. Nun sollte schnellstens eine Lösung nach europäischen Recht gefunden werden, um die Spieler tatsächlich vor der Spielsucht im Internet zu schützen. EU-lizenzierte Glücksspielportale müssen hierzulande uneingeschränkt akzeptiert werden, andere Anbieter, uneingeschränkt unterbunden werden.

Retroartikel: Weniger Gewinne – mehr Spielsucht

16
APR 2013
Weiterer Anstieg bei den Zahlen: Spielautomaten und Spielsucht auf Rekordhöhe

So berichtet AFP ganz aktuell:

In Deutschland waren im vergangenen Jahr rund 265.000 Geldspielautomaten – und damit so viel wie noch nie, aufgestellt. Die Aufsteller erzielten einen Rekord-Umsatz von über 4,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es nur 262.000 Automaten, in 2005 noch 183.000. Die ermittelten Daten gehen aus einem Gutachten hervor, das das Münchner ifo-Institut im Auftrag der deutschen Automatenwirtschaft hat.
Nach einer aktuellen Auflistung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen haben 2011 rund 16.800 Spielsüchtige Hilfe in ambulanten Beratungsstellen gesucht. Der Großteil war von Automatenspielsucht betroffen. Im Vergleich zum Jahr 2005 haben sich diese Zahlen verdreifacht.
Eigentlich sollten die politischen Maßnahmen (TR 4.1) seit Januar 2011 zu einer Eindämmung der Zahlen bei Neuaufstellungen von Spielautomaten sowie Spielsucht führen. Erreicht hat man aber mit dieser Fail-Aktion leider nur eins, nicht nur die Umsätze sondern auch die Gewinne der Betreiber sind auf Rekordniveau im vergangenen Jahr gestiegen – ergo daraus resultierend auch höhere Steuereinnahmen für den Fiskus. Der aufmerksame Beobachter wird dabei sehr schnell eine geplante Vorsätzlichkeit in Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik erkennen! Diese Scheinheiligkeit stinkt noch schlimmer als ein Fass fauler Fische!

Bezahlt haben die Zeche natürlich wieder einmal mehr die Spieler, denn mit der Einführung des Gewinn von maximal 1000 Euro bei gleichbleibenden Maximaleinsatz ist das geschäftliche Risiko für Betreiber deutlich reduziert wurden. Der Anreiz für neue Spielhallen und mehr Automaten wurde mit dieser Regelung natürlich angehoben und nicht reduziert. Aber auch die Auszahlungsbeschränkung von maximal 500 Euro pro Stunde ist mehr als fraglich. Und was soll eigentlich in puncto Spielsuchtbekämpfung erreicht werden, wenn ein spielsüchtiger Zocker weitere zwei Stunden bei der Auszahlung in der Spielhalle gehalten werden soll – richtig geraten?!

Abzockerei in Spielhallen? Warum greift die Politik nicht ein

Spieler in Spielhallen haben immer öfter das Gefühl massiv abgezockt zu werden

Neue Beschränkungen, neue Einschränkungen, mehr Abgaben, mehr Steuern –  am Ende bleibt immer weniger für den Spieler in den Spielotheken. Viele Spieler haben die Spielhallen längst in Richtung Internet verlassen, doch der Stamm an spiel süchtigem Klientel sitzt immer noch vor den Automaten. Dazu haben wir wieder einmal einen interessanten Thread im Forum für Spielautomaten gefunden: 

(…) Wie man nicht nur hier im Forum lesen kann, ist es mit dem Vertrauen der Spieler in die Hallen nicht allzu weit her. Viele glauben an ein „manuelles Eingreifen“ der Hallenbetreiber – besser gesagt vieler Hallenbetreiber – in die Spielabläufe. Ob online, per getürkter Software oder wie auch immer. Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Gedanke sicherlich nicht. Auch viele Politiker haben einige Bedenken. Ich frage mich nur: Wie ist es angesichts dieser Tatsache überhaupt möglich, dass eine Spielerkarte in den Hallen noch immer nicht Pflicht ist. Angesichts der enormen Umsätze und dem mit Sicherheit nicht immer ganz ehrlichem Umgang mit Spielern und dem FA – Der Spieler ist – wenn ein Betrug mal auffliegen sollte – einmal mehr der Dumme. In jedem Laden bekommt er eine Quittung über seinen Kauf. In der Halle kann er nicht einmal beweisen, dass und in welcher Höhe er geschädigt wurde – wenn’s denn mal soweit ist.

Es wird von den Herstellern und Betreibern behauptet, dass eine Umrüstung nicht so schnell durchzuführen sei. Ich halte dagegen: Wenn mal jemand auf den Gedanken kommen würde, eine „einstweilige Verfügung“ gegen den Betrieb der Daddelhallen zu erwirken (weil es z.B. keine Belege für den Kunden gibt), wären innerhalb weniger Tage sämtliche Automaten umgerüstet. Neue Softwareupdates (zu Gunsten der Betreiber) sind auch innerhalb weniger Stunden überall aufgespielt. Wenn es zu Gunsten der Spieler wäre, würde es sicherlich einige Monate in Anspruch nehmen. Auch wenn der Vergleich ein wenig hinkt – das Prinzip ist das Gleiche und nicht unbedingt der Förderung des Vertrauens dienlich. Ganz im Gegenteil. Hier werden eine ganze menge Menschen vereimert – freundlich ausgedrückt (…) [spielautomatenforum.de]

Aluhut: Bezahlte Spieler in den Spielotheken?

Wird in den Spielhallen manipuliert? Ja!

Schon oft haben wir hier auf unserer Webseite über Manipulationen in Spielhallen an den Automaten berichten. Ob mit Systemfehlern oder mit manipulierter Software – die Liste ist lang. Doch gibt es auch bezahlte Spieler im Auftrag der Spielhallen, um dort abzukassieren? Vorteil wäre dabei für den Betreiber Steuern durch Verluste zu senken bzw. sogar steuerfrei durch Gewinne des bezahlten Spieler zu kassieren.

Aus dem Forum:

(…) Mir ist aufgefallen, dass in den meisten Spielhallen bei uns immer kurz vorm 1. und 15. eines Monats immer die gleichen Spieler „gewinnen“. Wenn man an bestimmten Automaten spielen will und diese frei sind und die Halle leer ist, kommt sofort die Aufsicht und sagt, dass der Automat reserviert ist. Dann wir der mit 20 bis 50 Euro aufgetankt. Kurz danach kommt der bestimmte Spieler, spielt 2 Euro Einsatz und gewinnt jedesmal und an jedem Automaten zwischen 800 und 2000 Euro. Geht das noch mit rechten Dingen zu?

Genauso oft habe ich schon erlebt, das auf einem Gerät ein Zettel liegt „warte auf Techniker“ oder so. Plötzlich wird der Zettel für einen bestimmten Spieler entfernt. Einsatz pro Spiel 2 €uro… Gewinn immer um die 1500 €….

Der „normale“ Spieler kann um den 1. und 15. eines Monats (wenn er Geld bekommen hat und höhere Einsätze tätigt) nicht gewinnen. Gewinnlinien nur auf Minimaleinsätzen. Nach einigen Tagen (Kohle ist verzockt, nur noch kleine Einsätze möglich…) ist es genau andersherum. Gewinnlinien nur auf hohen Einsätzen, niedrige Einsätze gehen leer aus.

Ist das alles normal so?

Warum sind in jeder Spielhalle – sei sie noch so klein – wenigstens 5 Kameras?

In früheren Zeiten gab es bei den Daddelautomaten 2 Modi, Kneipenmodus (geringere Gewinne) und Spielhallenmodus (etwas höhere Gewinne). Die Gewinnausschüttung konnte in gewissem Maße (60% Auszahlquote mussten durchschnittlich eingehalten werden) vom Aufsteller eingestellt werden. Wie das bei den neuen Geräten ist, weis ich leider nicht, denke aber, das sich das nicht geändert hat. Und da es ja keine Mindestauszahlquote mehr gibt, drängen sich da ja die o.g. Möglichkeiten förmlich auf.
Angeblich soll ja ein online – Zugriff nicht möglich sein. Wie weit ist das an der Realität dran?

Allem Anschein nach sind die Automaten auch untereinander vernetzt. Sollte ein Automat mal einen höheren Gewinn geben, scheinen sich die anderen mehr oder weniger abzuschalten – was Gewinnlinien angeht. Macht jedenfalls den Eindruck.

Leider gibt es noch immer keine Spielerkarte. Hier sollten Einsätze und „Gewinne“ für den Spieler ersichtlich sein. So manch einem würde wahrscheinlich übel werden, wenn er die Zahlen sieht…
Aber nicht nur das – er hätte auch einen Beleg in der Hand, wenn ein Hallenbetreiber mit miesen Tricks arbeiten und überführt werden sollte. Er könnte so Schadensersatz geltend machen. Derzeit ja nicht möglich. Ist übrigens ein Unding, das es bei den Umsätzen keinerlei Quittung für den Spieler gibt! Ein Kioskbetreiber wäre schon lange im Knast…(…) [spielautomatenforum.de]

Retroartikel: Roulette Trick

Roulette im Online Casino: Angeblicher Trick

Achtung dieser angebliche Trick funktioniert niemals in einem Online-Casino oder an einem Automaten. Damit verliert man hundertprozentig gegen jede Software.

Aber auch am echten Tisch ist es keine Garantie, also Vorsicht!

Die Martingale in ihrer einfachsten Form besteht darin, zuerst eine Einheit zu setzen und dann den Einsatz nach jedem Verlust bis zum ersten Gewinncoup zu verdoppeln. Die Einsätze betragen also nacheinander:
1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1024 Stücke, dann ist das bei uns gültige Maximum erreicht.
Wenn die Chance bis zum elften Wurf nicht erscheint, hat man verloren:
1 + 2 + 4 + 8 + 16 + 32 + 64 + 128 + 256 + 512 + 1024 = 2047 Stücke.

In den meisten Kasinos ist für das Martingale System beim elften Dreh Schluß, aber selbt die Aufhebung dieses Limits würde keine Gewinngarantie für den Spieler darstellen. Wir raten daher von solchen ominösen Tricks unbedingt ab, das gezeigte Video ist daher auch absolut wertlos. Roulette ist ein reines Glücksspiel, welches ausschließlich am echten Tisch in der Spielbank oder beim Livedealer im Online-Casino gespielt werden sollte. Und nur dort kann man es auch als reines Glücksspiel bezeichnen…
» by admin on 12/05/2012

Retroartikel: Spielhalle Gewinne an einem Tag

Es ist euch doch bestimmt auch schon aufgefallen, dass es Tage gibt an denen an keinem Automat etwas geht, während an manchen wenigen Tagen an meheren Spielautomaten gleichzeitig gewonnen wird. Das ist natürlich kein reiner Zufall, sondern so vom Programmierer eingestellt. Wir hatten dazu bereits vor rund zwei Jahren eine so genannte Tagesstatistik zu Spielautomaten (25.-27. eines Monats) erstellt, welche im Prinzip auch heute noch ihre absolute Gültigkeit besitzt. Kombiniert man also die drei guten Tage mit der besten Tageszeit (ca. 22.00 Uhr), so kann man seine Gewinnchancen durchaus steigern. Grund genug für uns gestern wieder mal einen aktuellen Test am besten Tag zur besten Zeit im besten Monat des Jahres durchzuführen.

22.00 Uhr – Ich betrete die Spielothek und erkundige mich kurz nach dem Tagesumsatz an der Theke. Mir wird freundlicherweise Auskunft erteilt, dass heute bereits 1800,- Euro ausgezahlt wurden. Ein Spieler hatte alleine 1500,- Euro auf 2 Euro Einsatz gewonnen. Mit dieser Info vermute ich die Automaten-Grundeinstellung “Große Gewinne – Aufsteller verdient nichts”, was auf jeden Fall noch zusätzlich auf einen anstehenden “größeren” Gewinn hinweisen sollte. Ich schaue mich noch kurz in der Spielothek um und sehe, dass an einem Merkur bei über 500 Freispielen bei einem Spiel mit Eisenbahnen, Bullen usw. gerade rund 700,- Euro rübergebucht werden. Keine Ahnung wie das Spiel heisst, aber so eine lange Serie habe ich noch nie gesehen.

Ich begebe mich als an einen Action Star und beginne mit 8 Euro Aufbuchung und fange schnell an agressiv zu spielen. Schnell steigere ich bei den ersten Kleingewinnen auf 1 Euro-Einsatz – leider ohne Erfolg. Novoline-Spielautomaten meide ich schon länger und begebe mich nun an ein Merkur-Gerät und beginne beim Spiel Extraliner wieder mit schneller und agressiver Taktik. Während es neben mir bei bereits mit Münzen bei der Auszahlung klimpert, komme ich schnell in Fahrt. Nach wenigen Drehs schlate ich auf 1, 1,50 und dann Maximaleinsatz von 2 Euro hoch. Der Automat meint es gut mit mir und gibt kräftig Bilder, öfters auch mit gleich zweimal Tresor und dem Multiplikator 7 x. Innerhalb von knapp 15 Minuten habe ich nun 380,- Euro auf dem Punktezähler. Ich beginne mit dem rüberbuchen und spiele auf Höchsteinsatz weiter. Am Ende bleiben 320,- Euro bei der Auszahlung auf der linken Seite stehen – man bedenke ich habe hier heute nur 20 Euro gewechselt.

Fazit: “Wenn nicht jetzt, wann dann?” Sicherlich kann man mit dem Beachten von einigen Spielregeln im Bezug auf Tage und Zeit auch im Jahr 2012 immer noch den Gewinn maximieren. Das ist natürlich keine 100 % Garantie, aber zumindest immer noch besser als tagtägliches-hirnloses Zocken an den Spielautomaten. Diese Spielothek hatte also gestern rund 2800,- Euro Auszahlung, was sich natürlich bis Freitag (Zahlung Arbeitsamt + Arge) wieder unter allen Spielern rumgesprochen hat. Und bekanntlich sind die ersten drei Tage eher als schlecht einzuschätzen, was die Gewinne betrifft…

» by admin on 11/27/2012

Jugendschutz in Online Casinos

Online Casino Portale sind ab 18 Jahre

Und sie bedürfen daher einem besonderen Schutz für Kinder und Jugendliche. Das ist auch gut so, denn wer will schon, dass Minderjährige schon recht zeitig mit dem Glücksspiel konfrontiert wird.

So muss in Online Casinos vor dem Echtgeldspiel zunächst ein Alternsnachweis in Form einer Kopie des Pass oder Personalausweis digital beim Glücksspielanbieter vorgelegt werden. Zudem wird vom Spieler ein weiteres aktuelles Dokument, wie zum Beispiel eine Telefonrechnung, vor der ersten Auszahlung verlangt. Neben dem Spielerschutz wird so auch der Geldwäsche in Online Casinos entgegen gewirkt. Nach unserer Meinung ist dieser Schutz sehr wirkungsvoll und hält Kinder und Jugendliche vom unerlaubten Spiel ab.

Schlechter sieht es da bei Automaten in Kneipen, Tankstellen oder Cafes aus. Nicht nur, dass Minderjährige unbehindert Zugang erhalten, an solchen Geräten in dunklen Ecken kann auch von Minderjährigen an Spielautomaten gespielt werden. Aber auch Lotto oder Toto in den Annahmestellen in Supermärkten oder großen Einkaufspassagen bringen für die junge Generation bereits den ersten Kontakt mit dem Glücksspiel.

Spielsucht

Thema Spielsucht  – Fiskus verdient kräftig mit

(…) Verantwortlich sind zu einem großen Teil die 269.000 gewerblichen Geldspielautomaten in Spielhallen, Gaststätten und Imbissbetrieben (2.000 Geräte mehr als 2013), die 2014 allein 20,5 Mrd. Euro Umsatz erzielten und damit für ein Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sorgten. Die Geräte sind der mit Abstand größte Umsatzträger legaler Spielangebote in Deutschland. Ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug 59,2%. Den Aufstellern der Geldspielgeräte verblieb im Jahr 2014 ein Bruttospielertrag (Spieleinsätze abzüglich Gewinnauszahlungen, ohne Kostenanrechnung) von 4,7 Mrd. Euro, das sind 3,3% mehr als im Vorjahr (…) [psychologie-aktuell.de]

…und während man sich in vielen Bundesländern noch nicht mal für Spielotheken und Spielhallen sperren lassen kann, ist dies im Internet schon mit nur wenigen Klicks möglich. In puncto Jugendschutz, Alterschutz und Spielerschutz haben die privaten Online Casino Anbieter im Internet also deutlich die Nase vorn.

Retroartikel: Zocken Karriere Beginn

Was hättest Du nicht von mir gedacht? Zwecks der Spielsucht?
Ich habe es selber nie bewusst in Kauf genommen. Da immer Geld verfügbar war durch Arbeit und nebenbei durch´s Feuerwerk. Ich hatte es einfach und habe das Leben genossen. Irgendwann kam dann der Abend nach Arbeit, an dem Ich in die Kneipe meines Vertrauens gegangen bin. Ich saß so da und habe die Automaten angestarrt. Weil Ich genau wusste, dass tagsüber viele Leute an diesen Dingern gespielt hatten. Es handelte sich um die alten Kneipen-Automaten. Noch nix mit Computer-Platinen, wie Sie heute aufgestellt werden.
Ich zahlte meine Rechnung und hatte noch knapp 6€ über. Da dachte Ich mir, die schmeißt Du da nun auch mal rein. Kaum hatte Ich mich hingesetzt blinkte der komplette Automat. Hatte Ich doch tatsächlich an einem der zwei Automaten 6 Sonnen erhalten. Was quasi das beste Bild war. 150 Sonderspiele. Gesamtgewinn knapp 240€. Ich konnte mein Glück nicht fassen und zahlte aus. Am nächsten Tag nach Arbeit, schaute Ich wieder dort vorbei und spielte mit 10€ Einsatz am anderen Automaten. Ich war natürlich risikofreudig, wusste Ich ja, dass Ich gestern schon einiges gewonnen hatte. Es reichte ” nur ” für 40 Sonderspiele, welche mir knapp 80€ bescherten. Wieder gewonnen bei wenig Einsatz. Ich ging abermals nach Hause und am nächsten Tag wieder zur Arbeit. Um 23 Uhr hatte Ich Feierabend und Ich beschloss diesmal, woanders spielen zu gehen. Neue Automaten zu entdecken. Ich fand auch einige schöne Spielgeräte wo Ich mich durchtasten musste. Diese gefielen mir auch weitaus besser. Ich hatte knapp 70€ in der Tasche und fing an zu spielen. Irgendwann nach 4 Std. waren diese 70€ alle, und Ich war sehr enttäuscht. Hatte Ich doch die 2 Tage davor nur gewonnen gehabt. Am nächsten Tag hatte Ich frei und Ich beschloss noch mal mein Glück an dem Automaten zu probieren, an dem Ich die Nacht zu vor vergeigt hatte. Dieses Mal auch am helllichten Tag. Die Automaten wurden alle bespielt in diesem Imbiss und Ich beschloss mir einen anderen Standort zu suchen. Gab es ja einige davon in Berlin…
Ich fand auch eine ruhige Ecke, mitten im Wohngebiet. Es war ca. 14 Uhr. Ich spielte und spielte. Bemerkte ganz und gar nicht die Zeit. Schaute auf die Nachbarautomaten wenn Sie etwas Zählbares gaben und spielte meine neuen Lieblingsspiele, die Ich gefunden hatte. Mein Geldspeicher bewegte sich mal auf und mal ab. So das Ich mich die ganze Zeit mit nur einem 20€ Schein über Wasser hielt. Irgendwann war dieser dann aufgebraucht und Ich schaute auf die Uhr. Es war tatsächlich schon 19 Uhr gewesen. Ich saß bereits 5 Std. in diesem Imbiss und stank sicherlich wie eine Frittenbude. Für mich was dies aber kein Grund zu gehen, Ich wechselte einen 50€ Schein und schob noch mal 20€ in den Automaten. Auch hier ging es wieder bergauf und bergab. Ich wurde irgendwann müde und habe dann 20€ ausgezahlt. Immerhin, nur 20€ Verlust an diesem Tag + Getränke und Essen, was Ich zwischendurch käuflich erwarb. Ich schaute auf die Uhr und es war kurz vor 23 Uhr.
Ich saß tatsächlich 9 Std. in einem Imbiss um am Automaten zu spielen.
Am nächsten Tag musste Ich wieder arbeiten und bin nach dem Feierabend wieder in der Nähe meiner Arbeitsstelle spielen gegangen. Der Automat der dort angeschlossen war, war mir komplett neu. Ich probierte mein Glück, und scheiterte kläglich. 60€ innerhalb von 1 Std.
Ich war sauer. Sauer auf den Automaten. Sauer auf den Inhaber. Einfach nur sauer. Ab nach Hause und ins Bett. Am nächsten Morgen war Ich immer noch stinkig. Ich stellte mir Fragen. Fragen, ob es Sinn macht, noch einmal dort vorbeizuschauen oder es lieber sein zu lassen.
Da Wochenende war, und Ich erst gegen 2 Uhr Feierabend machte, war mir klar, dort nicht mehr vorbeizuschauen. Musste Ich ja gegen 11 Uhr wieder auf Arbeit sein.
Und so ging es dann die nächsten Tag weiter. Man holte sich am Abend noch etwas zu trinken und schmiss sein Restgeld an Münzen in die Automaten. Man war unterwegs, trank etwas, sah Automaten und schmiss auch dort etwas rein. Wenn auch nicht immer viel. Es landete ja dennoch im Inneren des Automaten.
Es gab zwischendurch natürlich auch Tage, an denen Ich nix verspielte. Keine Lust, Müdigkeit und Stress waren anfangs noch stärker wie der Drang zum Spielen.
Irgendwann rief mich ein guter Kumpel an und fragte, ob Ich nicht Lust hätte mit ihm in ein Casino zu gehen. Ich willigte ein und fuhr zu Ihm. Er war Chef einer Cocktail-Bar und Geld spielte in seinen Augen eine eher kleinere Rolle.
Ich nahm 100€ mit. Wir saßen dort ziemlich lange und er saß am Pokertisch. Ich schaute mich um. Viele neue Automaten. Alles blinkte, verschiedenste Töne drangen aus den Automaten.
Im hinteren Bereich gewann einer den Jackpot. Knapp 2500€. Der Höchstgewinn an dieser Maschine. Auf die Frage, wie viel er an diesem Abend einsetzte, antworte er: „ Etwas mehr als 700€ „! Ich war in diesem Moment ziemlich baff. Wie konnte man nur 700€ in einen Automaten stecken? Das war ein halbes Monatsgehalt von mir. Ich verspielte knapp 50€ an diesem Abend. Interessanter war es, anderen Leuten beim Spielen zuzuschauen. Wie Sie spielten, ob Sie etwas anders machten. Was Sie spielten. Im Endeffekt kam Ich zu dem Entschluss, dass Sie nur auf höheren Einsätzen spielten, wie Ich es tat.
Fortan nach diesem Besuch, beschlossen der Chef, andere Spielerfreunde und Ich, uns jeden Monat 1x zu treffen um ins Casino zu gehen.
Natürlich legte man sich einiges an Geld zur Seite. Damit man an jenem besagten Tag nicht nach 1 Std. den Heimweg antreten musste. Der nächste Monat war angebrochen und der Tag stand an. Ich nahm 500€ mit. Die anderen Spielerfreunde in etwa die gleiche Summe. Nur der Chef verriet uns nicht, was er an Geld mit sich trug. Es war aber definitiv mehr, als bei uns.
Wir setzten uns an verschieden Automaten und begannen eifrig zu spielen. Jeder hatte sein eigenes Schema an den Automaten. Der eine spielte erst hoch, dann wieder niedrig, wiederum ein Anderer spielte gleich Risiko. Ich hielt mich mittig auf. 0,50€ pro Runde waren in meinen Augen schon viel. Nach knapp 2 Std. und etwa 150€ Ausgaben, läutete mein Automat den Gewinn ein. 1100€ auf einen Schlag. Ich konnte es nicht fassen.
Die Gewinnsumme wurde direkt ausgezahlt und der Automat wieder auf 0 gestellt.
Ich spielte an einem anderen Automaten noch einmal für 100€ weiter. Da dieser aber nix brachte, lud Ich die Kollegen anschließend auf ein paar Biere und Schnäpse ein. Sie gingen entweder mit + – 0 nach Hause oder verspielten Ihr Geld.
3 Tage später nach Arbeit, suchte Ich erneut ein ruhiges Plätzchen um zu spielen. Da aber fast alle Automaten belegt waren wo Ich spielen wollte, erinnerte Ich mich an eine Spielhalle, die Ich sonst nur durch das vorbeifahren mit der Straßenbahn sah.
Dort müsste doch wenigstens 1 Automaten frei sein. Ich fuhr also dorthin. Draußen stand groß dran „ 23 Std. geöffnet „ Ich zog an der Tür, doch Sie ging nicht auf. War Ich nun in dieser 1 Std. Pause dort erschienen? In diesem Moment machte ein Spieler, der die Spielhalle verlies, die Tür auf. Ich fragte am Tresen, wieso dir Tür verschlossen sei. Du musst draußen klingeln. Das ist eine Art Absicherung für uns Angestellte. Ich wusste nun also bescheid.
Ich suchte mir einen Automaten aus und spielte. Natürlich wieder meine Lieblingsspiele und mit einem höheren Einsatz. Ich stockte zwischenzeitlich meinen Gewinn auf 200€ auf. Dies war aber lange kein Grund auszuzahlen. Ich wollte mehr. Erstens, setzte Ich nur knapp 30€ ein, zweitens, im Casino gewann Ich 1100€. Wieso also auch nicht hier in der Spielhalle.
Welch fataler Spielzug. Ich erhöhte meinen Einsatz auf 1€ die Runde und das Geld auf der Geldskala verschwand in kürzester Zeit bis auf 80€ runter. Ich wechselte das Spiel und konnte mich noch einmal auf 150€ hocharbeiten. Also wieder zum anderen Spiel zurück und weiter auf 1€ die Runde gespielt. Und wieder zockte mich dieser Automat ab. Wieder bei 80€ angekommen, dachte Ich mir dann „ Irgendwann muss der doch mal was gescheites geben „
Doch er tat es nicht. Ich war frustriert. Noch einmal ging Ich zum Tresen und wechselte mir einen 50€ Schein. Dieser war 1 Std. dann auch futsch. Ich lief nach Hause. Keine Lust auf 2 Stationen Straßenbahn fahren in der Nacht. Es wollte einfach nicht in meinen Kopf hinein, dass Ich 200€ sicher hatte und Sie innerhalb von Minuten verspielte. Der Automat hatte den Kampf gegen mich an diesem Abend gewonnen. Völlig mühelos.
1 Woche später schaute Ich nach Arbeit mal wieder in der Kneipe meines Vertrauens vorbei.
Und siehe da, es stand ein neuer Automat drin. Natürlich musste Ich ihn ausprobieren. Es waren nicht viele Spiele drauf, aber dennoch war er recht amüsant.
Ohne Verlust und ohne Plus verlies Ich die Kneipe nach 3 Std.
Die Wochen und Monaten verrinnen und Ich spielte hier und da.
Mal mehr, und mal weniger.
Knapp 10 Monate nach der Erstbespielung dem neuen Automaten in meiner Stammkneipe, setzte Ich mich nach einem stressigen Arbeitstag wieder an Ihn heran.
Die ersten 20€ fraß er, wie Ich auf Arbeit mein Essen in Stress-Situationen.
Er zeigte aber reizende Bilder. Irgendwie hatte Ich im Gefühl, dass da etwas Großes kommt.
Dann rief eine Freundin an, und fragte, ob Ich nicht Lust hätte mit Ihr ein wenig tanzen zu gehen. Ich ging mit. Nach 2 Std. verging uns aber irgendwie die Lust. War nicht das Publikum vor Ort, welches Wir eigentlich erwarteten. Ich brachte Sie nach Hause und ging auf dem Rückweg noch einmal in die Kneipe. Dort war der Automat besetzt. Ich sah, dass die Person exakt das Spiel spielte, welches Ich die ganze Zeit 2 Std. zuvor spielte. Ich wartete ab und schaute ungeduldig zu Ihm rüber. Er fühlte sich genervt und sagte irgendwann, dass auch noch 2 andere Automaten zur Verfügung standen. Ich wollte aber an diesem spielen wo er dran saß. Also wartete Ich. Zwischendurch riss Ich einen 50€ Schein an, den Ich noch übrig hatte. Steckte jeweils 5€ in die anderen beiden Automaten.
Endlich ging er und Ich konnte an den Automaten gehen, wo Ich ursprünglich ran wollte.
Die ersten 20€ fraß er abermals in einem schnellen Tempo. Ich war am Überlegen, ob es Sinn macht, die anderen 20€ auch noch reinzuschieben. Ich tat es, und es war keine falsche Entscheidung. Ein komplettes Vollbild Schatztruhen erschien nach knapp 8 Umdrehungen auf dem Bildschirm. 5 Walzen a 200€ gewinn. 1000€. Ich sagte zur Tresenkraft „Siehst Du, Ich hab dir gesagt, da kommt noch etwas hohes„
Der Automat spuckte knapp 300€ aus. Das restliche Geld konnte Ich mir am nächsten Tag abholen. War es ja die bekannte Kneipe in der Ich immer saß. Anderswo hätte Ich wohl die Polizei gerufen. Bei Geld hört die Freundschaft auf.
Am nächsten Tag hatte Ich frei und wollte mein Geld gegen 16 Uhr abholen. Welch Fehler.
An jenem Tag hatte der Chef seine Freunde und Bekannte eingeladen. Er zahlte zwar aus, aber Ich versprach auch eine Runde zu an Getränken auszugeben. Ein großer Fehler.
Sein Besuch, 12 Leute, tranken nur Whiskey. Und der kostete 4€. Ich trank natürlich mit und es blieb nicht nur bei dieser einen Runde. Nach 4 Runden und etlichen Schnäpsen, betrug meine Rechnung knapp 250€. Ich zahlte und ging nach Hause. Am nächsten Tag quälte Ich mich mit Kopfschmerzen, Übelkeit und 250€ weniger von meinem Gewinn, zur Arbeit.
Wiederum am nächsten Tag packte Ich das Geld aus, welches Ich immer noch mit mir rumschleppte. Es waren nur noch 450€ von den ehemals 700€ die Ich an jenem Abend bekam.
Mir schossen Fragen durch den Kopf. Wieso gab Ich mehr als 1 Runde aus? Wieso an den Chef und seine Leute? Er zahlt mir doch auch nicht meinen Einsatz am Automaten.
Ich probierte diese Gedanken zu begraben. Es klappte zum Glück auch, doch Ich schwor mir, wenn Ich 1 Runde gebe, dann kleine Schnäpse und nicht teuren Whiskey für Leute die Ich nicht kannte.
Ich spielte nun fast jeden Tag an irgendwelchen Automaten. Mal mehr und mal weniger. Ich probierte Limits zu setzen. Klappte aber nicht immer, dass Ich diese auch einhielt.
Irgendwann war dann der Punkt gekommen, als Ich mir sagte „ Es reicht nun mit dem Spielen“ Die Ausgaben kann man auch sinnvoller gestalten. Ich ignorierte am nächsten Wochenende die Spielautomaten in den jeweiligen Lokalitäten. Und es gelang mir tatsächlich.
6 Monate hielt Ich durch. Dann traf Ich einen Kumpel wieder, mit dem Ich anfangs noch oft zusammenspielte. Bei Ihm haperte es oft am Geld. Doch er schien aus welchen Gründen auch immer, reichlich Geld in der Tasche zu haben und wollte mit mir zusammenspielen.
Ich verneinte. Er fragte bestimmt 15x in 3 Std. Jeder einen fünfer, hab Dich nicht so. Los jetzt. Ich verneinte immer und immer wieder und war schon kurz davor ihm ein paar zu scheuern für seine Fragerei.
Irgendwann reichte es mir, und Ich drückte Ihm 5€ in die Hand und sagte „ Hier, nimm meine und deine 5€, stopfe Sie in den Automaten und lass mich in Ruhe“ Doch er meinte zu mir „Es ist auch dein Geld, also kommst Du schön mit zum Automaten“
Also ging Ich mit. Wir spielten Pokern, was Ich sehr gerne spielte. Es dauerte keine 3 Minuten und Ich drückte nach einem Vierling auf 50€ hoch. Nun wollte Ich natürlich mehr.
Ich wählte ein anderes Kartenspiel. Magic Card. Zwischendurch ein paar Vierlinge und aus dem Nix auf einmal 4x die 5 + Joker. Quasi ein Fünfling. 160€ dazu. Er wollte dann auszahlen und Ich willigte ein. Während des Auszahlens spielten auf 0,50€ die Runde, Sizzling Hot. 200€ waren bereits rübergezogen und 4€ Restgeld waren noch drauf, als plötzlich 4 Siebenen kamen. Noch einmal 100€ dazu. Die mussten natürlich auch rübergezogen werden. Zwischendurch spielten wir noch einige andere Spiele. Am Ende sprangen genau 300€ raus. 150€ für jeden.
Ich war wieder mittendrin. Ich verabschiedete mich und verschwand in der nahegelegenen Spielhalle. Dort vermisste man mich schon. Ich erzählte Ihnen, dass Ich seit einem halben Jahr nicht mehr gespielt hatte und heute durch Zufall und Genörgel meines Kumpels wieder angefangen habe.
In der Spielhalle ging meine Glückssträhne weiter. Bei 50€ Einsatz gewann Ich knapp 800€.
Und somit ging die Geschichte wieder da weiter, wo Ich vor Monaten schon einmal stand.
Spielen, spielen, spielen.
Egal zu welcher Uhrzeit. Egal wo. Hauptsache spielen.
Durch meinen Zweitberuf, dem Feuerwerk, lernte Ich jemanden kennen, der für eine Aufstellerfirma arbeitete. Ich wollte unbedingt für zu Hause einen Automaten haben.
1 Monat später stand dann ein Merkur Mega Zack in meiner Wohnung.
An jenem Automat, fing Ich an zu spielen und gewann in meiner vertrauten Kneipe.
Der Automat wurde viel von mir und meinem Besuch bespielt, doch irgendwann reizte er nicht mehr. Er diente lediglich als Spardose.
Ich spielte natürlich trotzdem noch in Spielhallen und nun auch wieder 1x im Monat im Casino. Meine Kollegen nahmen es mir im Übrigen nie übel, dass Ich 6 Monate pausierte.
Die Monate verrinnen abermals und mal gewann man, und mal verlor man. Es war ein auf und ab, jedoch mit mehr Ausgaben als Einnahmen.
Ich besuchte eine Cocktail-Bar eines guten Freundes und lernte dort meine Ex-Freundin kennen. Natürlich saß Ich nicht am Tresen, sondern am Automaten als wir uns kennenlernten.
Sie arbeite hinterm Tresen. Zwischendurch kam Sie mal gucken und sah das Ich 230€ auf dem Tacho hatte. Sie sagte nur „Verspiele nicht unser Hochzeitsgeld und zwinkerte mir zu“
Man traf sich die nächsten Tage und wurde ein Paar. In der Zeit spielte Ich nur, wenn Ich in der Bar zu Besuch war, und Sie arbeitete.
Wir fuhren gemeinsam zu mir oder zu ihr. Man führte quasi ein geregeltes Leben. Nach Arbeit wollte Ich lieber nach Hause anstatt an den Automaten.
Man war halt verliebt. Und die Liebe war zu diesem Zeitpunkt stärker als am Automaten zu sitzen und zu zocken.
Wenn Sie arbeiten musste, begleite Ich Sie natürlich in die Bar. Da Sie eh arbeiten musste schlürfte Ich Getränke und zockte am Automaten.
Nach Feierabend wollte Sie dann auch mal 5€ von Ihrem Trinkgeld in solch Kiste stecken.
Ich zeigte Ihr was Sie spielen kann, und wie Sie vorgehen muss, im Fall eines Gewinns.
Ich stelle Ihr Sizzling Hot ein und stellte auf 0,20€ Einsatz.
Als Sie noch 2,20€ auf dem Tacho hatte, bekam Sie 5 Siebenden. Ich war völlig entsetzt.
Hatte Sie doch tatsächlich das gleiche Glück, wie Ich es am Anfang hatte, als Ich anfing zu spielen. Die 200€ zahlte Sie sofort aus und war glücklicher denn je.
Und so nahm die Geschichte seinen Lauf. Sie spielte nun nach jedem Feierabend am Automaten. Mal mit mir zusammen in der Bar, mal in der Spielhalle die gegenüber der Arbeitsstelle war.
Immer wenn es nicht lief, und sie alles verloren hatte, gab Sie mir die Schuld für ihre Misere.
Ich schmunzelte nur und meinte, dass dies jedem selbst überlassen ist zu spielen.
Ob Sie es in dem Moment verstand, war mir egal. Ich wollte weiterspielen und so kam es manchmal vor, dass Ich Ihr noch etwas von mir gab, oder Sie wütend nach Hause ging, wenn Ich noch da bleiben wollte.
Mir waren also die Automaten manchmal wichtiger wie Sex oder Zuneigung von der eigenen Freundin.
Zu Hause angekommen, war es ruhig und wir beschlossen oftmals, dass Zocken einfach sein zu lassen. Aber irgendwie belog man sich selbst. Sie steckte Ihr Trinkgeld in den Automaten der Bar, und wenn dies alle war, auch Ihren Verdienst vom Abend.
Ich zog es vor, Sie nicht mehr zur Arbeit zu begleiten und ging in die Spielhalle. Wobei sie zwischendurch via SMS schrieb, und mir eine gute Nacht wünschte. Da Ich zu Ihr sagte „Ich gehe nun ins Bett“ Ich ging also in die Spielhalle und spielte meist bis um 6 Uhr. Da Sie um 7 Uhr Feierabend hatte und Ich in der Woche ab 15 Uhr auf Arbeit erscheinen musste. Ich kam natürlich total übermüdet auf Arbeit an und begründete dies oftmals mit der Ausrede „Ich habe eine neue Freundin, und Sie verlangt einiges von mir“ Irgendwann kam es dann soweit, dass Ich mir einen Krankenschein holte, um auszuschlafen. Ich versank also nach und nach in der Spielsucht.
Dies kam zwar nicht oft vor, jedoch war dies schon der erste Schritt in Richtung Spiel-Wahn.
Ich merkte, dass Ich auf Arbeit durchhing und kaum noch Lust zeigte. War es nun die Doppelbelastung durch´s Feuerwerk, oder war es einfach nur Müdigkeit die vom Zocken hervorging? Natürlich schob Ich es auf die Doppelbelastung. Ich kündigte den Job in der Küche und konzentrierte mich nur noch auf´s Feuerwerk und dem Automatenspielen.
Meiner Freundin erzählte Ich, dass Ich keine Lust mehr auf die Leute in der Küche hatte.
Eines Tages schlief meine Freundin bei sich und Ich bei mir. Am nächsten Tag sollte Sie arbeiten, hatte aber tagsüber Termine. Am Abend schrieb Sie mir ob Ich in der Bar vorbeischaue? Ich meinte zu Ihr, dass es mir nicht gut ging und ins Bett gehe. Was natürlich eine Ausrede war. Ich ging noch eine Runde mit dem Hund, den Wir uns angeschafft hatten und anschließend verschwand Ich in der Spielhalle. Wir blieben via SMS in Kontakt und Sie fragte mich, ob Ich nicht schlafen kann, weil Ich immer noch antwortete. Natürlich konnte Ich nicht schlafen, musste Ich doch alle 20 Minuten auf die Toilette um mich zu übergeben. Sie fragte mich in einer SMS die gegen 4 Uhr kam, sprich 3 Std. vor Ihrem Feierabend, ob der Hund schon schläft. Ich meinte Ja, der schläft tief und fest. Sie schrieb dann, ob Ich nicht noch ein wenig an die frische Lust möchte um Sie abzuholen. Den Hund könnte Ich ja mitbringen. Ich willigte ein und bin nach Hause gelaufen. Der Automat lief nur teilweise gut und demnach war dies keine falsche Entscheidung. Als Ich die Wohnungstür öffnete, bemerkte Ich Zigarettengeruch und Licht in der Küche. Und wer stand dort in der Küche? Richtig, es war meine Freundin. Sie war gar nicht arbeiten, denn sie hatte frei. Entschloss sich aber kurzerhand zu mir zu fahren um mich aufzumuntern, weil es mir ja schlecht ging. Wir guckten uns an, und Sie nahm den Hund und verschwand. Ich schämte mich für meine Lügerei. Ich legte mich ins Bett und starrte die Decke an. Mir schossen Tränen ins Gesicht, aufgrund der Tatsache, weil Ich Sie belogen hatte. Liebte Ich doch diese Frau, die Ich nun eiskalt belog um am Automaten zu spielen.
Irgendwann schlief Ich ein. Ich wurde wach gegen Mittag und bemerkte, dass Sie noch immer nicht wieder da war. Der Hund aber auch nicht. Ich rief Sie, doch Sie drückte mich weg.
Zu Recht. Am Abend rief Sie dann auf dem Haustelefon an, und meinte, dass es besser sei wenn wir uns trennen. Ich legte regungslos auf. Und ja, Ich heulte. Wie sich das für einen richtigen Mann gehört. Sie schrieb 2 Std. später eine SMS in dem Sie darum bat, dass Ich keinerlei Mist bauen sollte und einfach mal nachdenken sollte, was Ich falsch gemacht habe.
Ich hatte ja eine Antwort parat, nur leider konnte Ich einfach nicht Telefonieren in diesem Moment. Ich bin irgendwann ins Bett und meldete mich erst am nächsten Tag telefonisch bei Ihr. Sie musste arbeiten und Ich sollte den Hund an der Bar abholen kommen. Ich fragte kleinlaut, ob Sie nach Feierabend zu mir kommt und bekam als Antwort ein saftiges „Nein“
Ich schrieb Ihr eine Mail, entschuldigte mich zig Mal für mein Fehlverhalten und die Lügerei. Es ist nicht meine Art, jemanden zu belügen. Weiterhin erklärte Ich Ihr aber auch das das Spielen am Automaten zur Sucht geworden ist. Es verging 1 Monat und Ich konnte Sie zurückerobern. Ich spielte in dieser Zeit nur gelegentlich. Waren doch meine Gedanken ganz woanders.
Ich meinte zu Ihr, dass Ich nicht einfach so aufhören kann mit dem Spielen. Wenn dann nur langsam. Ich spielte fortan auf den kleinsten Einsätzen, doch irgendwann gewann man wieder etwas mehr und man spielte wieder auf höherem Niveau.
Nach weiteren 2 Jahren und unendlichen Querelen trennten Wir uns endgültig. Es lag nicht nur am Zocken, dies möchte Ich hier extra betonen.
Da es absehbar war, dass Wir uns trennen, verkraftete Ich es ziemlich schnell. Ich war wieder im Tross des Spielens drin und ging wieder meinen eigenen Weg.
Bemerkte aber schnell, dass die Ausgaben die Ich tätigte ins unermessliche stiegen.
Die Auftragslage war in manchen Monaten enorm schlecht und man ging sogar an das ersparte Geld. Und man tat es wieder und wieder. Natürlich kamen auch wieder umsatzstarke Monate und das Geld floss in strömen. Nach der Einzahlung auf dem Sparkonto, konnte Ich problemlos weiterspielen und tat dies auch. Doch auch diese Monate gingen bald wieder vorbei. Der Jahreswechsel war geschafft und es kamen wieder die Monate, mit weniger Auftragslagen.
Ich schaffte es aber oftmals auf dem letzten Zentimeter, um dem Gesparten fernzubleiben.
Wie oft schwor Ich mir in jenem Moment aufzuhören mit dem Spielen. Wie oft hatte Ich schlechte Laune, nach dem die Automaten mit mir spielten, anstatt Ich an Ihnen.
Ich könnte ganze Lagerhallen damit tapezieren mit diesen Sätzen.
Nun, wo die neuen Updates auf den Automaten sind und Sie meiner Meinung nach weitaus weniger Gewinn ausschütten als damals. Nun wo Ich ein Gespräch mit einer Journalistin hatte, die u.a auch schon Herrn Gauselmann, dem König von den Merkur-Geräten, interviewte, und selbst ein totaler Laie auf diesem Gebiet ist. Nun wo die Automaten die in meiner Wohnung standen im Auktionshaus drin stehen, da setze Ich diesem ein Ende. Sämtliche Internetseiten die unter Favoriten gespeichert waren, sind gelöscht.
Ein Neuanfang wird gestartet. Den Sinn des Lebens zu finden, dass ist meine Aufgabe. Und dieser Sinn ist nicht das Automatenspielen.
Es wird gewiss keine leichte Zeit, denn die Automatensucht ist vergleichbar mit der Sucht eines alkoholkranken Menschen.
Ich hoffe dennoch und bin voll Zuversicht, dass Ich dies packen werde.
Liebe Grüße aus der Hauptstadt.
Euer Andi
» by admin on 02/23/2011