Novoline, Merkur und Bally Wulff

ONLINE SLOTS, CASINOSPIELE UND SPIELAUTOMATEN

Schlagwort: Regulierung (Seite 1 von 2)

Im Sommer kommen die Online Casinos nach Deutschland

Online Casinos mit Lizenz

 

So zumindest spricht der Lotto Chef Wacker in der Morgenpost:

Im Sommer wollen die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer einen neuen Glücksspielstaatsvertrag aushandeln. Als früherer CDU-Landtagsabgeordneter kennt Wacker das politische Geschäft. „Meine Sorge ist, dass man einen Schritt zur Legalisierung der Online-Casinos geht“, fürchtet er. Dann könnten die staatlichen Gesellschaften zwar auch Lizenzen beantragen. Aber das Spiel würde mit unterschiedlichen Waffen ausgetragen.

morgenpost

Es wäre endlich ein Schritt in die richtige Richtung, denn der deutsche Glücksspielstaatsvertrag ist nach EU-Recht bereits zum dritten Mal seit 2012 als rechtswidrig eingestuft. Auch wenn zuletzt das Bundesverwaltungsgericht weiterhin im Auftrag des staatlichen Lotto am staatlichen Monopol festgehalten hatte. Demnach sind Online Casino Spiele und Poker angeblich in DE nicht erlaubt. Im Jahre 2018 sind solche Urteile einfach nur noch zu belächeln und nicht mehr zeitgemäß. Denn das Internet hört bekanntlich nicht an der Grenze zu unserem Land auf. Zumal ja Grenzen ohnehin längst von unserer großen Führerin abgeschafft wurden.

FlashPoker
By Bwinimage (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Und schon kommen die ersten Gerüchte auf, dass Merkur-  und Novoline Spiele wieder zurück in die hiesigen deutschen Online Casinos kehren. Zuletzt hatten diese nach dem ominösen Urteil in Leipzig den Online Markt in Deutschland (vorerst) aufgegeben. Stargames, Quasargaming und Ovocasino haben dadurch massive Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Auch die wichtigen Steuereinnahmen durch die deutschen Spieler in den ausländischen Online Casinos an unseren Fiskus sind dadurch weggefallen. Ein Zustand den man so einfach nur als haltlos bezeichnen kann. Eine echte Regulierung nach europäischen Recht mit gleichen Chancen für alle Anbieter gehört zur freien Marktwirtschaft. Klar, mit Lotto als Produkt wird das staatliche Glücksspiel nichts den privaten Portalen entgegen zu setzen haben. da wurde einfach zu lange die Zeit verschlafen und nun ist das Kind in den Brunnen gefallen.

“Wer zu spät kommt, dem bestraft das Leben” M. Gorbatschow

Sunmaker Spieleauswahl

Jede Menge Spiele-Hersteller geben sich die Ehre bei Sunmaker

War es einst nur das Merkur Online Casino Nummer 1, so ist aus dem Internet Spiele Portal nach der Übernahme durch Cherry Ltd. ( Schweden), längst der absolute Platzhirsch hierzulande geworden. Gut auch, dass man sich nicht nur auf Merkur aka Gauselmann konzentriert hatte, sonst wäre wohl nach dem Rückzug vom deutschen Markt, das gleiche Schicksal wie Stake7 wieder-fahren.

Die Mischung machts:

– Yggdrasil
– Oryx
– Gamomat
– Microgaming
– Netent
– Play`n go
– Nyx
– BTG
– Kalamba
– Betsoft
– 2by2
– Nextgen Gaming
– Elk Studios
– Gamevy
– Amaya
– Blue print
– Bally

Quelle: sunmaker.com

Wichtigstes Spielelement für den deutschen Markt ist nun nach dem Wegfall von Merkur bei Sunmaker der Hersteller Gamomat ( Bally Wulff Berlin). Die Games sind bekannt aus den Spielhallen des Landes und kommen gut bei den Spielern an. Das jetzige Konzept von Sunmaker lehnt sich an den Erfolg von Mr. Green an. Es war das erste Online Casino, welches auf eine große Streuung unterschiedlicher Anbieter via White Label Server Lösungen gesetzt hatte. Dafür kassierte man nicht nur viel Lob und Auszeichnung, sondern auch ordentlich Kohle in die Taschen.

Bitte beachten: Das Online Casino Sunmaker besitzt keine deutsche Lizenz und ist daher nicht für Spieler in Schleswig-Holstein nutzbar. Da es dort als einziges Bundesland eine echte Regulierung nach EU-Recht gibt, müssen die Spieler auf das Cherry Casino umsteigen. Dieses Cherry Casino besitzt eine SH-Lizenz für das nördlichste Bundesland und hat das gleiche Spiele-Angebot. Alle anderen Mitspieler dürfen sich auf die EU-Lizenz in Malta berufen. Klingt jetzt vielleicht etwas komisch, ist aber so…

LIEBER SUNMAKER FREUND,
du befindest dich gerade im Bundesland Schleswig Holstein. Aktuell ist es leider nicht möglich, unsere Seite aus diesem Bundesland zu nutzen. Gerne möchten wir dich auf unser Partner-Casino CherryCasino.de hinweisen: Registriere dich jetzt und nutze das Casino- und Bonusangebot!

Quelle: sunmaker.com

Europäischen Gerichtshof: Schutz von Online-Spielern

Regulierung und Schutz der Online Spieler rechtens

Die belgische Regierung hatte geklagt, dass die EK ihre vertraglich zustehenden Kompetenzen mit der Ausgabe der Richtlinien überschritten habe und dass diese Richtlinien die Souveränität der Mitgliedsstaaten bei der Regulierung des Online-Spiels unterhöhlen würde. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat geurteilt, dass die Entscheidung der Europäischen Kommission (EK), Mitgliedsstaaten Richtlinien zum Schutz von Online-Spielern auszugeben, rechtens war. gamesandbusiness.de

Empfehlung von 2014:

Für Glücksspiel-Websites sollen Basisinformationen vorgeschrieben werden, insbesondere um die Verbraucher ausreichend über die einschlägigen Risiken aufzuklären. Ferner soll für eine verantwortungsvolle kommerzielle Kommunikation (Werbung und Sponsoring) gesorgt werden.

Die Mitgliedstaaten sollten sicherstellen, dass Minderjährige keinen Zugang zu Online-Glücksspielen haben und dass die entsprechenden Vorschriften gewährleisten, dass Minderjährige so wenig wie möglich mit Glücksspielen – beispielsweise durch Glücksspielwerbung oder -reklame in Form von Anzeigen oder Rundfunkbeiträgen – in Kontakt kommen.

Es sollte ein Registrierungsverfahren zur Einrichtung von Spielerkonten geben, so dass Verbraucher Alter und Identität angeben und Betreiber diese Angaben überprüfen müssen. Dies sollte es den Betreibern auch ermöglichen, das Spielerverhalten zu verfolgen und, wenn nötig, einzuschreiten.

Glücksspieler sollten präventiv Kontrollmechanismen an die Hand bekommen, beispielsweise die Möglichkeit, bereits bei der Registrierung Ausgabenlimits für das Glücksspiel festzusetzen, während des Spiels Informationen über Gewinne und Verluste zu erhalten und das Spiel zeitlich zu beschränken.

Die Spieler sollten Zugang zu Beratungsstellen haben, die sie im Hinblick auf ihr Spielverhalten unterstützen. Auch sollten sie sich problemlos selbst den Zugang zu Glücksspiel-Websites sperren können.

Werbung und Sponsoring für Online-Glücksspieldienste sollten transparenter sein und mehr soziale Verantwortung zeigen. So sollten keine falschen Versprechungen über Gewinnchancen gemacht und Verbraucher nicht zu Online-Glücksspielen gedrängt werden. Auch sollte nicht suggeriert werden, dass sich durch das Spiel soziale, berufliche, persönliche oder finanzielle Probleme lösen lassen.

Die Mitgliedstaaten sollten dafür sorgen, dass Mitarbeiter von Online-Glücksspielbetreibern, die in Kontakt zu den Spielern stehen, im Hinblick auf das Erkennen von problematischem Spielverhalten und den geeigneten Umgang mit den Spielern geschult werden. europa.eu

In Deutschland ist seit 2012 allerdings leider überhaupt nichts passiert. Weder wird Online Spiel reguliert, noch werden irgendwelche Empfehlungen für die Spieler ausgegeben. Ganz im Gegenteil, es wird weiterhin am rechtswidrigem Glücksspielstaatsvertrag festgehalten, um das staatliche Glücksspiel (Lotto, Bingo, Keno, Oddset, diverse Jackpots) zu fördern. Einzig im Bundesland Schleswig-Holstein werden Online Spieler von Glücksspielen wie Sportwetten, Poker und Online Casinos tatsächlich reguliert bzw. geschützt. Nur dort wurden bisher Lizenzen mit strengen Auflagen an private Glücksspiel-Anbieter vergeben.

Insgesamt ist die Situation im Jahre 2018 aber ein absolutes Trauerspiel. Klar, wenn selbst die große “Mutti-Führerin” in ihrem abgeschotteten Kanzleramt immer noch vom mysteriösem Internet-Neuland spricht. Ob sie wohl weiß, dass bereits 1994 die ersten Online Casinos eröffnet hatten – also vor knapp einem Viertel-Jahrhundert schon?! Doch solche Aussagen sind beispielhaft für die ganze digitale Entwicklung hierzulande. Denn während selbst Entwicklungsländer wie Vietnam uns diesbezüglich längst überholen, wird hier in der Politik sprichwörtlich über den virtuellen Abstand von Online Casinos diskutiert – oder eben gar Losverfahren als eine Gesetzesgrundlage vor Gerichten eingesetzt. LOL 😆  Wer soll denn das alles eigentlich noch ernst nehmen?

Verbot fördert Online Glücksspiel

Glücksspiel im Internet legt kräftig zu

Und das trotz dem letztem Urteil des Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Demnach sollen hierzulande nur Online Lotterien und Sportwetten erlaubt sein. Doch nur ein paar Tage später dann dies hier: “Das Verwaltungsgericht München kommt in seinem von der Kanzlei ARENDTS ANWÄLTE erstrittenen Urteil zu dem Schluss, dass das deutsche Lotteriemonopol in seiner derzeitigen Ausgestaltung sowohl gegen die unionsrechtlich garantierte Dienstleistungsfreiheit gem. Art. 56 ff AEUV als auch gegen die verfassungsrechtlich garantierte Berufswahlfreiheit gem. Art. 12 GG verstößt.” (ostfussball.com) Noch Fragen warum das Online Glücksspiel boomt?

Der weltweite Markt für Online Glücksspiel ist von 15 auf 40 Milliarden Euro angewachsen, was einem jährlichen Wachstum von über 10 % entspricht. Gut 50 % des internationalen Marktes entfallen auf Europa, dabei besonders auf stark liberalisierte Märkte wie Dänemark und Großbritannien. Gemessen am Gesamtmarkt für Glücksspiel macht das Online Segment mittlerweile durchschnittlich 10,6 % aus, in Deutschland sogar 16 %.

Wie geht es hierzulande weiter?

Chaotisch. Der Änderungsvertrag zum Glücksspielstaatsvertrag im Januar 2018 wird durch das Bundesland Schleswig-Holstein gekippt. Grund ist die nach EU-Recht gesetzwidrige Rechtslage in Sachen Online Glücksspiel hierzulande. Ergo, auf lange Sicht wird demnach der Fiskus weiterhin bei den Steuereinnahmen leer ausgehen. Und diese Grauzone wird somit weiterhin den starken Wachstum von ausländischen Glücksspielportalen fördern.

Ähnlich typische Beispiele sind Belgien, Kanada, Schweden und Finnland. Diese Länder haben staatliche Monopole auf das Glücksspiel und vergeben keine Lizenzen an ausländische Spielbankenbetreiber. Ihrer Gesetzgebung folgend sind also Spielbanken, die lizenziert sind auf ihrem Staatsgebiet zu agieren als legal anzusehen. Gleichzeitig können sie ausländische Casinobetreiber nicht strafrechtlich verfolgen.

Reform des Glücksspielstaatsvertrag gefordert

Studie kommt zum eindeutigem Ergebnis

Namhafte Professoren entlarven mit einer Studie die mangelhafte Regulierung im Bereich Glücksspiel in staatlicher Hand.

(…) Hamburg – In einer gestern in Berlin vorgestellten Studie kommen gleich drei namhafte Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die aktuelle Glücksspielregulierung in Deutschland dringend und umfassend reformiert werden muss. Der renommierte Wettbewerbsökonom Prof. Dr. Justus Haucap, der Sportrechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Nolte und der Suchtforscher Prof. Dr. Heino Stöver kommen nach gemeinschaftlicher Evaluierung des geltenden Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV) zu dem Schluss, dass das aktuelle Regelwerk nicht geeignet ist, einen wirksamen Spieler- und Verbraucherschutz sowie eine effektive Suchtbekämpfung zu erreichen. Auch von den Länderchefs geplanten Änderungen würden diesen Umstand nicht verbessern (…) [isa-guide.de]

Na, wer hätte das gedacht?

Und nun mal Klartext: Bei der ganzen Sachlage überhaupt noch von Spieler, – und Verbraucherschutz der staatlichen Behörden zu sprechen, halte ich schon für sehr bedenklich. Von Suchtbekämpfung möchte ich bei der hohen Zahl an Suchtspielern (über 600.000 ) hierzulande gleich gar nicht erst sprechen. Ganz zu schweigen von den Milliardenverlusten für den deutschen Fiskus! Hier wurde auf ganzer Ebene voll versagt. Es muss zwingend eine echte Regulierung nach dem erfolgreichen Modell in Schleswig-Holstein her. Und alles andere wäre ohnehin nicht EU-konform! Punkt.

Der Staat muss die Kontrolle über das Online-Glücksspiel zurückgewinnen

Na da stimmen wir doch zu 100 Prozent zu! Doch hat der Staat überhaupt jemals schon Kontrolle über das Online Glücksspiel besessen? Wir können uns gerade nicht daran erinnern. Trotzdem sind die aktuellen Worte von Hans Jörg Arp und Wolfgang Kubicki ein wichtiger Ansatz – 

2013-08-23 - Wolfgang Kubicki - 8689

Foto: Sven Teschke / , via Wikimedia Commons

(…) Zur Branchenanalyse des „Handelsblatt Research Institute“ zum illegalen Online-Glücksspiel erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jörn Arp: „Es ist erschreckend, wie schnell das illegale Glücksspiel hierzulande wächst. Noch erschreckender ist aber, dass der Staat es zulässt, dass sich direkt unter seiner Nase der Online-Schwarzmarkt immer weiter ausbreitet. Die Zahlen machen mehr als deutlich, wie überfällig eine Regulierung ist. Genau das hatte die schwarz-gelbe Vorgängerregierung mit dem Glückspielgesetz getan. Darum ist es bis heute nicht nachvollziehbar, warum die rot-grüne Landesregierung diesen Weg beendet hat und dem Glücksspielstaatsvertrag beigetreten ist.“

Arp verwies darauf, dass die Nicht-Regulierung auch einen finanziellen Schaden in Milliardenhöhe für die Länder bedeute. Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki, erklärt: „Jedes Jahr lässt sich Schleswig-Holstein viele Millionen Euro entgehen, weil Rot-Grün sich weigert, den Online-Glücksspielmarkt zu regulieren und unter eine staatliche Aufsicht zu stellen. Wir werden diesen falschen Weg beenden und dafür sorgen, dass der Staat beim Online-Glücksspiel wieder die Kontrolle erhält“, unterstrich Kubicki (…)

*CDU / FDP Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein

Leider ist die neuerliche Glücksspiel Reform der Bundesländer auch nur Makulatur und bringt keiner Partei absolute Rechtssicherheit, sondern fördert lediglich auch weiterhin den grauen Markt. Das hatte die EU Kommission bereits direkt nach Erscheinen der Vorlage der Änderung des Glücksspielstaatsvertrag bekannt gegeben.

Illegales Glücksspiel

Was ist eigentlich illegales Glücksspiel?

So genau kann das eigentlich niemand hierzulande definieren, was illegales Glücksspiel bedeutet. Und noch nicht mal die Kriminalpolizei kann dazu ordentlich Auskunft geben. Woher wir das wissen – wir haben da einfach mal nachgefragt! Umso erstaunlicher – so stehen denn sogar harte Strafen der Staatsanwaltschaft in dieser Frage zur Debatte. So findet man im Strafgesetzbuch folgenden Paragraphen – 

§ 284
Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels
(1) Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Als öffentlich veranstaltet gelten auch Glücksspiele in Vereinen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.
(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1
1. gewerbsmäßig oder
2. als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(4) Wer für ein öffentliches Glücksspiel (Absätze 1 und 2) wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

illegales glücksspiel

By Alexander Blum ([1]) (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Ohne behördliche Erlaubnis spielen doch aber in Deutschland erstmal alle. Denn es wurde bisher noch nicht eine einzige deutsche Lizenz an Glücksspiel Anbieter vergeben. Und sogar das staatliche Glücksspiel kann so etwas nicht vorweisen. Demnach wären nach deutschem Recht also alle irgendwie strafbar? Nein!

Denn zum Glück gibt es aber das europäische Recht, welches über der deutschen Rechtssprechung liegt. Demnach dürfen private Anbieter mit europäischer Lizenz laut der Dienstleistungsfreiheit überall in der EU ihre Glücksspiel anbieten. Das bedeutet eben auch in Deutschland, da wir bekanntlich ja ein Mitglied der EU sind.

Fasst man nun zusammen, was illegales Glücksspiel bedeutet, kommt man im Endeffekt zu dem Ergebnis, dass private Anbieter mit Sitz zum Beispiel in Malta ( EU) eine Erlaubnis durch die europäische Lizenz besitzen. Staatliche Angebote in Deutschland wie Oddset oder Lotto zwar Legitimation nach dem aktuellen Glücksspielstaatsvertrag besitzen, dieser jedoch von der EU-Kommission im Februar 2016 bereits zum dritten Male als rechtswidrig deklariert wurde.

Fazit: Entweder wird Glücksspiel für ALLE erlaubt oder eben für ALLE verboten! Letzteres geht in einer liberalen Staatengemeinschaft der EU aufgrund der Dienstleistungsfreiheit (Grundrecht) ohnehin nicht, deshalb muss es zwingend für alle, nach gemeinsamen Regularien erlaubt sein. Auch gehen dadurch unserem Finanzamt Millioneneinnahmen sprichwörtlich durch die Lappen. Ergo – das staatliche Glücksspiel Monopol muss dringend abgeschafft werden. Punkt.

 

Glücksspielstaatsvertrag ohne Mehrheit

Neuer Glücksspielstaatsvertrag beschlossen

Aber auch der neue Glücksspielstaatsvertrag wird leider wieder nichts an der aktuellen Misere bei der Regulierung des Glücksspiels in Deutschland ändern. Mit den “punktuellen Änderungen” des alten rechtswidrigen Glücksspielstaatsvertrages wollen die Länder auch weiterhin ihr staatliches Lottomonopol sichern.

Und schon jetzt scheint sicher, dass die EU- Kommision auch das neue Papier wieder kritisieren wird. Einige Bundesländer wie Schleswig-Holstein oder auch Hessen wollen deshalb auch nicht mehr wie gehabt mitspielen.

Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki, und der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jörn Arp, erklären zur heutigen (16. März 2017) Einigung der Ministerpräsidenten zur Reform des Glücksspielstaatsvertrages „Seit fünf Jahren sind wir in Bezug auf eine vernünftige Regelung des Glücksspiels in Deutschland nicht weitergekommen. Der jetzt von den Ministerpräsidenten der Länder vereinbarte Staatsvertrag wird im schleswig-holsteinischen Landtag keine Mehrheit finden, weil mittlerweile auch die Grünen und der SSW verstanden haben, dass wir den Spieler- und Jugendschutz nur gewährleisten und gleichzeitig Steuereinnahmen generieren können, wenn wir den grauen Markt mit vernünftigen Regelungen austrocknen“, unterstreicht Wolfgang Kubicki. Hans-Jörn Arp betont: „Eigentlich wäre die Lösung des Problems sehr einfach: Der von der schwarz-gelben Koalition eingeführte schleswig-holsteinische Weg ist praxistauglich, entspricht internationalen Standards und wurde von der EU notifiziert.“ (cdu.de)

glücksspielstaatsvertrag

By Ewkaa (Own work (Photo taken by Ewkaa) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Zuletzt hatte die EU-Kommission bereits daraufhin gewiesen, dass auch der neuerliche Ansatz als unzureichend eingestuft wird und auch weiterhin nicht für rechtliche Sicherheit garantieren wird.  In Bezug auf die Sportwetten schreibt die Kommission in dem Brief von „eventuellen Widersprüchen“, mit Blick auf illegale Online-Kasinos gar von „keiner tragfähigen Lösung“. (spielotheka.de berichtete bereits)

Daraus resultiert:

  • keine Steuereinnahmen für den deutschen Fiskus
  • keine einheitliche Regulierung des Spielerschutzes
  • keine rechtliche Sicherheit für deutsche Gerichte
  • keine neuen Online-Arbeitsplätze in Deutschland
  • Eingriff in die europäische Dienstleistungsfreiheit
  • Diskriminierung privater Glücksspiel-Anbieter

Ergo – alles läuft so weiter wie bisher! Auch der neue geänderte Glücksspielstaatsvertrag ist das (Klo)Papier nicht wert, wo es drauf steht. Eine Frage bleibt trotzdem – wann wird es endlich aus ein deutliches Zeichen aus Brüssel geben?

Spielhalle Out – Online Casino In?

Politik setzt sich für Erweiterung des Online Casino Spiel ein

Während man im kommenden Jahr die Jagd auf die bösen Spielhallen durch die staatlichen Behörden eröffnen möchte, darf man sich beim Online Casino Spiel weiter über Unterstützung aus der Politik freuen. Die Innenminister der Länder hatten nämlich zuletzt beschlossen, …bis 2018 erstmal gar nichts in Sachen Regulierung des Online Markt zu unternehmen. Und erst dann wolle man  eventuell über den physikalischen Abstand zwischen zwei Casinos im Internet diskutieren. 

Doch nun werden die Spielhallen erstmal ins Visier der Ermittlungen genommen, um den Mindestabstand zwischen den Spielhallen, keine Vergabe von Mehrfachkonzessionen, Verbot von Geldautomaten zur Abhebung von Bargeld in oder an Spielhallen, Verbot des Begriffes „Casino“ im Namen des Betreibers, Mindestabstand von 100 Metern (in Berlin 200 Meter) zu Berufs- und Oberschulen, zu “regulieren”. So sollen die staatlichen Spielbanken wieder auf Vordermann gebracht werden, wobei man gerne einen Wegfall von Arbeitsplätzen sowie Einnahmen für Kommunen bzw. Finanzamt billigend in Kauf nimmt.

extra wild merkur

Prognose: Der Schinken rollt auch 2017 weiter.

Härtefall Regelung oder Umzug?

In Berlins Rot, Rot, Grüner Regierung wird es keine Härtefall Regelung für betroffene Spielhallen geben. Auch in Bremen ist dies nicht vorgesehen. Warum auch – diese beiden Bundesländer haben es doch nicht nötig?! Auch wenn es sich um die zwei ärmsten Stadtstaaten in Deutschland handelt, der Länderfinanzausgleich wird es schon wieder richten. Klingt komisch, ist aber so.

In allen anderen Bundesländern besteht somit zumindest theoretisch die Möglichkeit eines Rechtsstreites mit nicht schlechten Chancen. Zudem dauern solche gerichtlichen Entscheidungen auf den Verwaltungsgerichten sehr, sehr lange. Mehrere Jahre können sich solche Termine ziehen und anschließend gibt es eine Verlängerung durch Revision. Sollte das alles nicht in Frage kommen, sollte über einen Umzug nach den neuen Regelungen eventuell nachgedacht werden. Die Städte und Gemeinden sind notorisch klamm und werden gerne bei der Vergabe über neue Konzessionen mit sich reden lassen.

Fazit: Viel heiße Luft wie immer – Popcorn bereit stellen und die Situation ab 2017 ganz entspannt weiter beobachten…

Deutschland ein Mekka für unreguliertes Glücksspiel

Glücksspiel in Deutschland nicht reguliert

Nirgendwo in Europa geht es chaotischer auf dem Glücksspiel-markt zu, wie hierzulande. Schuld hat dabei ganz klar das staatliche Monopol samt ihren Vasallen in den Behörden. Diese hatten nämlich versucht, europäisches Recht auszuhebeln und sind damit nicht nur sprichwörtlich “auf die Schnauze gefallen”. 

“Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Februar 2016 ist eine strafrechtliche oder ordnungswidrigkeitenrechtliche Ahndung von glücksspielrechtlichen Verstößen auf der Grundlage des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrages nicht mehr möglich.”

Einarmbandit
By Alexander Blum ([1]) (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

(…) Online Casinos, Poker, Bingo, Lotto und Sportwetten von privaten Anbietern im Internet sind immer öfter Sponsor von ostdeutschen Teams aller Ligen. Grund ist der nicht vorhandene Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland. Zwar wurde von staatlicher Stelle ein so genannter „Vertrag der Bundesländer“ (außer Schleswig-Holstein) erlassen, dieser wurde jedoch Anfang 2016 bereits zum dritten Mal durch den EuGH gekippt.

Somit gibt es hierzulande weder staatliche Regulierung noch sonstige Beschränkungen in diesem stetig wachsendem Markt. Ein absolutes Trauerspiel deutscher Politik, was man momentan leider auch in vielen anderen Bereichen unser völlig unfähigen Regierung bemängeln muss. (…) [ostfussball.com]

Ausbaden müssen dies nun die Spieler, welche im Prinzip völlig ungeschützt illegalen Glückspiel-angeboten oder “schwarzen Schafen” im Internet ausgeliefert sind. Deshalb empfehlen wir an dieser Stelle ausschließlich bei großen bekannten, eu-lizenzierten  Portalen zu spielen. Dort gibt es nämlich hervorragenden Spielerschutz nach europäischen Standart. Ganz im Gegenteil zu deutschen Spielhallen, wo die Spielsucht bereits bis zu 600.000 Opfer und Kontrolle der staatlichen Behörden in Deutschland gefordert hat. Auch rechtlich gibt es mit Online Casinos keine Probleme, da eine europäische Lizenz überall in Europa Bestand haben muss –  auch in Deutschland.

Wer ganz sicher gehen möchte, sollte lediglich das kostenlose Casinospiel in den jeweiligen Online Casinos nutzen. Auch dabei kann man durchaus Spaß haben. Für echten Nervenkitzel kann dies allerdings nicht sorgen. Wir empfehlen als Schutz vor Spielsucht grundsätzlich nur kostenloses Spiel in derartigen Portalen durchzuführen. Setzt man nämlich kein Geld ein, kann man zwar nichts gewinnen – aber auch nichts verlieren. Und am Ende verliert man rein rechnerisch immer als Spieler…

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