Schlagwort-Archive: Gericht

Westlotto muss an privaten Anbieter Mybet Millionen zahlen

Mybet erhält vom staatlichen Lotto 11,5 Millionen gezahlt

Für das staatliche Glücksspiel wird es hierzulande immer enger. In einem Vergleich vor Gericht wurde nun zugestimmt, dass das private Glücksspielportal Mybet vom staatlichen Lotto eine Millionenzahlung wegen illegaler Untersagungen erhält. So berichtet ganz aktuell ostfussball.com zur Vergleichszahlung:

(…) Was lange währt wird am Ende gut. Denn seit 2008 streitete sich Mybet vor diversen Gerichten um eine Entscheidung wegen einer illegalen kartellrechtliche Entscheidung des staatlichen Lotto. Der Online-Wettanbieter sah die von der damals noch unter „JAXX“ firmierenden mybet-Tochter FLUXX geplante Vermittlung von Lotto-Produkten in Tankstellen und Supermärkten durch die staatlichen Lottogesellschaften behindert. Schon vor drei Jahren wurde Westlotto deshalb auf Schadenersatz nebst Zinsen verdonnert.

(…) Die SWS Service GmbH (SWS), eine Konzerngesellschaft der mybet Gruppe, hat sich heute mit der Westdeutschen Lotterie GmbH & Co. OHG (Westlotto) auf einen Vergleich geeinigt, um den laufenden Kartellschadenersatzprozess zu beenden. Durch die Zahlung von 11,8 Mio. Euro durch Westlotto an die SWS wird nun ein Rechtsstreit beendet, der insgesamt rund zehn Jahre gedauert hatte. Die Zahlung wird noch innerhalb des 2. Quartals 2017 geleistet werden.

„Wir freuen uns, dass wir mit Westlotto nun zu einer Einigung gekommen sind, die dieses langjährige Verfahren in beiderseitigem Interesse beendet. Die uns nun zufließenden Mittel verbessern entsprechend unsere Finanzierungssituation und bilden die neue Basis unserer finanziellen Planungen für das Jahr 2017“, sagte Markus Peuler, Vorstand der mybet Holding (…)

Quelle: Mybet.com

myBet - Casino

Gute Nachrichten gibt es daher auch für die Anleger. Die Mybet Aktie erreichte alleine im letzten Monat 50 % an Zuwachs und steht nun bei einem Kurs von 1,20 Euro. Und mit allerhand frischem Geld im Rücken kann man sich nun endlich wieder auf das Kerngeschäft beim Glücksspiel Portal konzentrieren. Mybet bietet neben Casino und Live Casino auch Sportwetten erfolgreich in Deutschland an (…)

(Text & Foto: ostfussball.com )

EuGH: Regelung für Online Casinos nicht tragfähig

Na wer hätte da etwas anderes erwartet? Die EU-Kommission bezeichnet die geplante Reform für Online-Kasinos als nicht tragfähig, so berichtet die Süddeutsche. Online Casinos gelten bei staatlichen Behörden trotz geltender EU-Lizenz immer noch als rotes Tuch – zu Unrecht!

(…) Denn auch die geplante Reform der Regulierung fällt bei der EU-Kommission durch. Im Oktober hatten die Bundesländer eine Neufassung des Glücksspielstaatsvertrags beschlossen und der Brüsseler Behörde zur Prüfung vorgelegt. Sie soll ab 2018 gelten. In einem vertraulichen Antwortschreiben lässt die Kommission keinen Zweifel daran, dass sie die Gesetzesnovelle für unzureichend hält. In Bezug auf die Sportwetten schreibt die Kommission in dem Brief von „eventuellen Widersprüchen“, mit Blick auf illegale Online-Kasinos gar von „keiner tragfähigen Lösung“. Damit erneuern die Beamten ihre Kritik an den deutschen Glücksspielregeln. Weil diese aus Brüsseler Sicht gegen Europäisches Recht verstoßen, hat sie ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik vorbereitet. Bislang ist allerdings offen, ob und wann es eröffnet wird (…) [süddeutsche.de]

So werben Online Casinos im Internet für ihr Angebot:

Aber im Prinzip ist das auch alles nichts Neues aus Brüssel. Denn der deutsche Glücksspielstaatsvertrag wurde ja Anfang 2016 vom obersten europäischen Gericht bereits als rechtswidrig eingestuft und somit ausreichend gerügt. Hat also hierzulande auch keine gesetzliche Wirkung mehr – auch in Sachen Online Casinos!

Reine Online Casinos gibt es ohnehin kaum noch. Alle so genannten Sportwettenanbieter verdienen ihr Geld auch schon jetzt mit Online Casinos, Live Casino oder Poker. Und an das Märchen vom guten staatlichem und schlechten privatem Glücksspiel glaubt hierzulande schon lange keine mehr. Während es zum Beispiel in Spielhallen im Jahre 2017 immer noch keine Selbstsperre als Suchtschutz gibt, kann man dies online mit wenigen Klicks erledigen.

Retroartikel: Manipulationsmöglichkeit Spielautomat

Manipulation: Spielautomat zahlt alles aus

Nach der Leerspielung holten sich die Gauner das restliche Geld noch am Tresen ab und verschwanden aus der Spielstätte.

(…) Zwei Männer und eine Frau haben am Montagmittag gegen 12.30 Uhr in einer Ehinger Gaststätte in der Pfisterstraße mehrere hundert Euro aus einem Spielautomaten erbeutet. Wie die Polizei berichtet, gelang es ihnen, das Gerät so zu manipulieren, dass es sein ganzes Geld auswarf. Anschließend zeigte es noch immer ein Guthaben an, das sich die drei vom Personal der Gaststätte auszahlen ließen.Die Mitarbeiter überprüften anschließend den Automaten und erkannten den Betrug. Das Trio war da allerdings schon über alle Berge. Nach Beschreibung der Beschäftigten sind die Männer etwa 35 bis 40 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, haben einen dunklen Teint und schwarze Haare. Zur Tatzeit trugen sie dunkle Kleidung. Die Frau ist etwa 30 bis 35 Jahre alt und etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß. Sie hat schulterlange, blond gefärbte Haare und ist offenbar hochschwanger. Auch sie war dunkel gekleidet. Die Polizei hofft nun auf Hinweise von Zeugen. Wer die Tat beobachtet hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich an das Polizeirevier Ulm unter der Telefonnummer (0731) 188-1111 zu wenden (…) [swp.de]

Tipp: Also sucht euch am besten für den nächsten Manipulationsgang eine hochschwangere Mutter, natürlich in Schwarz gekleidet, dann klappts auch bei eventuellen Erwischen ganz bestimmt mit dem Freispruch vor Gericht…

» by admin on 02/15/2013