Raus aus den Spielhallen – rein in die Spielcafes

Das neue Glücksspielgesetz in Deutschland macht es möglich. Spielhallen und Spielotheken werden seit 2017 extrem beschränkt – windige Aufsteller schnuppern das Geschäft mit den Spielcafes. Je nach Bundesland können so in kleinen Räumen mit Gastronomie 2-3 Spielautomaten angeboten werden. Wenn also zwei bis drei Bistros nebeneinander eröffnet werden, sind das bis zu 9 Automaten. Bei rund 1200 Euro Kasseninhalt pro Monat je Spielautomat ein durchaus lohnendes Geschäft.

Obwohl rund 7000 Kneipen schließen mussten stieg die Aufstellung von Geräten um über 6500 auf aktuell fast 54 Tsd. Geräte an (plus 14,2%). Spielcafés und sog. Sport-Bistros zielen auf die Klientel ab. Die Kasseninhalte der Geräte steigt stetig, von 2011 bis 2014 um 54% auf über 1.200 Euro in der Gastronomie, während Spielhallen mit etwa 2.400 Euro konstant blieben.

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Wer allerdings die Nase von immer neuen Beschränkungen sowie horrenden Steuern und Abgaben gestrichen voll hat, wandert ohnehin ins Internet aus. Einen Glücksspielstaatsvertrag nach EU-Recht gibt es dort nämlich  nicht. Und diese „Grauzone“ soll auch noch weitere 2 Jahre nicht verschwinden, wenn es nach unserer Politik geht.