Alles über Social Casinos

Immer öfter liest man von so genannten Social Casinos, doch was steckt eigentlich dahinter?

„Soziale Casinos“ (Übersetzt) – das sind im Prinzip zwei Wörter, welche so überhaupt nicht zusammen passen! Denn wie kann eigentlich etwas sozial sein, was auf Geldeinsatz beim Glücksspiel beruht? Nicht ganz richtig, denn die Casino Spiele in Social Casinos werden kostenlos angeboten. Virtuelle Währungen, so genannte Goodies bzw. Lootboxen sorgen für die Einnahmen – ein Milliarden Geschäft!

Soziales Glücksspiel spielt in den sozialen Medien. In letzter Zeit haben immer mehr Glücksspielbetreiber Social-Media-Spiele auf Facebook, Google+, Bebo und sogar MySpace gestartet, um mehr Spieler zu erreichen. Bis der Social-Media-Gaming-Riese Zynga Anfang 2014 bei seinen britischen Spielern Echtgeld-Poker auf Facebook startete, waren alle Social-Gaming-Apps in den sozialen Medien kostenlos.

Social Gaming ist eine 2,7 Milliarden US-Dollar teure Industrie, die viel sagt, weil eine überwältigende Mehrheit der auf Facebook verfügbaren Casinospiele kostenlose Casinospiele sind , die kein echtes Bargeld zum Spielen benötigen. Die Glücksspielbetreiber verdienen ihr Geld, indem sie ihren Spielern In-Game-Vorteile, Währungen und virtuelle Waren anbieten, die mit echtem Geld oder Facebook-Guthaben gekauft werden können, die ebenfalls mit kaltem Bargeld erworben werden.

(Screenshot: veravegas.de)

Große Portale wie Slotmania, Zynga, Double Down Casino oder Big Fish Casino bestimmen die internationale Szenerie. Aber auch hierzulande haben Portale wie Veravegas via Facebook ordentlich Zulauf. Dort können Slots, Casino Spiele oder diverse Tisch Casino Games durch zusätzliche Chips Käufe aufgewertet werden. Ständig wird man für dieses kostenlose Spiel mit Angebotsflyern förmlich bombardiert. Und diese Portale wurden so konzipiert, dass man eben auch ständig Pleite ist, um schnell in Versuchung zu kommen, die virtuelle Währung Chips nachzubestellen.

Jeden Tag gibt es weitere Aufgaben und Vorgaben, welche eben den Einsatz von Chips erfordert. Vielleicht sollte man dies dann Soziale Spielsucht nennen. Sozial deswegen, weil man eben keine tausende Euros verspielen kann, aber getreu der Losung: “ Kleinvieh macht auch Mist“. Wann kommen dann eigentlich endlich die asozialen Casinos – oder sind die etwa schon da?