[…] Großrazzia in Wolfsburg und Helmstedt: In 36 Spielhallen suchte die Polizei nach manipulierten Glücksspiel-Automaten. Vor jeder der 17 Spielhallen in Wolfsburg das gleiche Bild: Ab 10 Uhr morgens standen Polizeiwagen vor der Tür, Uniformierte vor und in den Zockertempeln. Im Visier der Ermittler waren mit Computersoftware manipulierte Automaten. […]

„Warnungen über mögliche Manipulation an den fraglichen Novoline-Geräten beim Spiel ‚Joker‘s Wild‘ habe ich schon im Oktober in einem Gewerberechtsforum gelesen. Ich finde die Aktion gut, aber ich hätte es gut gefunden, wenn auch die ehemals staatlichen Spielbanken und Gaststätten, in denen Automaten stehen, überprüft worden wären“

Nachdem sich Spieler direkt bei der Polizei meldeten, wurde  am 19. Oktober eine Ermittlungsgruppe „EG Spiel“ eingerichtet, der fünf Beamte angehören. Bei der Untersuchung von 100 Automaten durch fünf Fachleute der Herstellerfirma Löwen-Entertainment in Bingen wurden die Spielautomaten ausgelesen und anch nach manipulierter Software gesucht. Mit Hilfe von manipulierter Software kann die Ausschüttung so verringert werden, dass sich der Gewinn des Spielhallenbetreibers über das Doppelte steigern lässt. Die Ergebnisse der Kontrolle werden für Anfang nächster Woche erwartet. Für die Betreiber der Spielotheken gibt es nun eine Bestrafung in Form von  Geldstrafen oder Freiheitsstrafen zwischen 2 und 5 Jahren.

Jeder Spieler, der einen begründeten Tatverdacht hat, sollte sofort eine Anzeige bei der Polizei starten um solchen “Aufstehlern” das Handwerk zu legen.

» by admin on 11/11/2009