Wochenendbericht…

Das erste Wochenende nach dem Aufhören mit dem Spielen war angebrochen.

Es war gewiss nicht leicht, war man doch an beiden Tagen stets bis in die Puppen unterwegs und sah quasi alle 10m irgendwelche Läden mit Spielautomaten. So ging es am Freitag zu recht später Stunde in meinen Lieblinskiez nach Friedrichshain. Diverse Cocktailbars, Cafes, Imbisse usw. Als erstes besuchte Ich einen Kollegen in einer Bar und wir quatschen ein wenig über das Thema Spielsucht. Er selbst war damals oft mit mir in einer anderen Bar anzutreffen.

Ich als Spieler, und er um sein Feierabendbier zu genießen. Er hielt sich jedoch immer dezent raus und lies einen auch in Ruhe, wenn man am Automaten saß. Er war recht erstaunt, dass Ich nun diesem ein Ende setzen wollte. Leider musste er zeitgleich auch arbeiten, und wir fanden ein schnelles Ende des Gesprächs. Also zog Ich weiter zur nächsten Bar, in der auch einige von meinen Freunden saßen.

Als ich hineinkam rief ein Kumpel „Macht die Automaten frei, Andi ist da“. Ich musste lachen. Als Ich mich mit in die Runde setzte, fing Ich an zu erklären, dass dieses Thema passé für mich sei. Sie lachten, und es war eher auslachen anstatt gute Laune lachen.
Erst als Ich nach knapp 2 Std. noch immer keinen Cent in einen der Automaten warf, war Ihnen wohl klar, dass Ich es durchziehen werde. Ich ging zwar hin und wieder schauen, was die anderen Leute so spielten aber investiert habe Ich nix. Außer vielleicht die ein oder andere Frage.

Nach 3 Std. verlies Ich die Bar und verabschiedete mich nach Hause. Die Müdigkeit brach bereits an. Auf dem Weg nach Hause ging es wieder an diversen Bars, Imbissen und Spielhallen vorbei. Dort wo letzte Woche noch eine kleine Bäckerei war, fand man nun ein Schild „Hier eröffnet demnächst ein Internetcafe“. Mit Sicherheit findet man in diesem dann auch wieder Spielautomaten.

Der Samstagabend hingegen war etwas furioser, aber nicht viel spektakulärer als der Freitagabend. Man war unterwegs und ignorierte quasi jedes Hinweisschild auf die Möglichkeit zum Spielen. Letzten Endes landete man in einer Diskothek und genoss die Stunden bis zum Morgengrauen um sich dezent abzulenken. Auch der Imbiss der direkt daneben ist, wurde prompt ignoriert. So kann es weitergehen.

In diesem Sinne wünsche Ich Euch einen stressfreien Start in die Woche.

Es grüßt aus der Hauptstadt

Der Andi

» by admin on 02/28/2011