Rekordgewinn für das Finanzamt – Abzocke der Spieler
Es ist schon erstaunlich, wie man auf Kosten der Spielsucht die Einnahmen für das Finanzamt so deutlich erhöhen kann. In Berlin wurde Anfang des Jahres die Vergnügungssteuer von 11 auf 20 Prozent erhöht, im Gegenzug wurden alle Spielautomaten geupdatet und zahlen seitdem immer weniger an die Spielergemeinde aus.
In diesem Jahr rechnet der Senat mit der Rekordsumme von 25 Millionen Euro, wie Wirtschaftsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt (Linke) mitteilte. Rot-Rot hat die Vergnügungssteuer zum Jahreswechsel deutlich erhöht, um angeblich die Spielhallenflut einzudämmen, nicht um zu verdienen. 2008 lagen die Steuereinnahmen aus dem Automatenspiel noch bei gut neun Millionen Euro. Ende 2010 zählte der Senat 523 Spielhallen – 1995 waren es noch 311. Parallel schnellte die Zahl der Spielautomaten in die Höhe, nach Zahlen für 2010 sind es insgesamt knapp 12 000 – sei es in Spielhallen, Spielbanken oder Kneipen. Für die Aufsteller von Spielautomaten wird es langfristig ein immer schlechteres Geschäft, für die Spieler wirds immer unattraktiver.

Mai 2nd, 2011 at 12:29
[...] Mehr als drei Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr an Glücksspielautomaten verspielt. Es ist schon erstaunlich, wie man auf Kosten der Spielsucht die Einnahmen für das Finanzamt so deutlich erhöhen kann. In Berlin wurde Anfang des Jahres die Vergnügungssteuer von 11 auf 20 Prozent erhöht, im Gegenzug wurden alle Spielautomaten geupdatet und zahlen seitdem immer weniger an die Spielergemeinde aus. In diesem Jahr rechnet der Senat mit der Rekordsumme von 25 Millionen Euro, wie Wirtschaftsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt (Linke) mitteilte. Rot-Rot hat die Vergnügungssteuer zum Jahreswechsel deutlich erhöht, um angeblich die Spielhallenflut einzudämmen, nicht um zu verdienen. 2008 lagen die Steuereinnahmen aus dem Automatenspiel noch bei gut neun Millionen Euro. Ende 2010 zählte der Senat 523 Spielhallen – 1995 waren es noch 311. [spielotheka.de] [...]