Lustreisen-Spielerschutz : Westspiel vorbildlich

Der Spielerschutz hat oberste Priorität bei staatlichen Glücksspielangeboten

Und dazu gehören eben auch gelegentliche „Lustreisen“ an den Ort des eigentlichen Übel – nämlich nach Las Vegas. Genau dort wo das Glücksspiel diese schrecklichen Nebenwirkungen hervor bringt – gemeint sind die abertausenden Spielsüchtigen. Auch hierzulande sollen über 600.000 Menschen unter der Obhut der staatlichen Glücksspieler mittlerweile betroffen sein. 

So berichtet DerWesten:

(…) Die finanziell angeschlagene landeseigene Casino-Gesellschaft Westspiel soll mit teuren „Lustreisen“ öffentliche Gelder verschwendet haben. Nach Informationen unserer Zeitung haben Recherchen des NRW-Finanzministeriums ergeben, dass allein zwischen 2010 und 2015 knapp 100 000 Euro für Messe-Besuche ausgegeben wurden.

Teilweise sind über 20 Mitarbeiter zusammen nach London geflogen. Teuerste Tour war 2015 ein achttägiger Besuch von sechs Westspiel-Mitarbeitern bei der „Global Gaming Expo“ in Las Vegas, der allein mit über 17  000 Euro zu Buche schlug (…)

Fazit: Klasse, dass es die staatlichen Glücksspielanbieter so ernst mit dem Spielerschutz nehmen. Private Anbieter werden dazu seit Jahren mit staatlicher Willkür gehemmt und ausgebremst. Denn nur so kann auch zukünftig dieser vorbildliche Spielerschutz in Deutschland gewährleistet werden. Oberstes Gebot lautet – EU-Gesetze ignorieren, um das staatliche Monopol zu schützen.

Und auch die niedrigen Auszahlungsquoten an die Spieler von lediglich 35-40 Prozent bei Lotto, Glücksspierale oder Aktion Mensch sind ein wichtiger Garant, dass die staatlichen Glücksspiel-Konzerne auch in den kommenden Jahren noch so genannte Lustreisen in derartige Problemzonen durchführen können. Wie sollen sonst diese so wichtigen Bildungsreisen finanziert werden?

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