Glücksspielwerbung im Internet verboten

So zumindest sieht das die Landesdirektion Sachsen und stellt gleichzeitig Sponsorenverträge zwischen großen Portalen wie Tipico, Mybet, Bwin oder Betfair und Fußballvereinen der 1.-3. Bundesliga in Frage. Die Auswirkungen eines Urteils im kommenden Monat vor dem Verwaltungsgericht Leipzig könnten somit für Millionenverluste im gesamten Fußball-Profigeschäft sorgen. Aber auch große Verlage wie Axel Springer oder TV-Sender wie Sport1 würden Probleme bekommen. Denn sie alle werben mit Glücksspiel.

Dazu haben wir folgende Info gefunden:

(…) Die Landesdirektion Sachsen untersagt die Werbung für Sportwetten, Casinospiele und Poker

Nun soll es am 28.4. 2016 vor dem Verwaltungsgericht Leipzig nach fast einem Jahr Untersagung der Werbung eines Freiberufler zu Glücksspielportalen im Internet wie zum Beispiel Mybet, Tipico oder auch Stargames endlich zu einem Urteil kommen. Selbst News und Artikel mit externen Links sollen demnach im Freistaat schon verboten sein. So wurde seitens der LDS eine deftige Strafe in Höhe von 5000,- Euro nebst 1000,- Euro Bearbeitungsgebühren gegen den Freien Journalisten samt seinen zwei kleinen Google-News-Webseiten erlassen.

HK Central Statue Square Legislative Council Building n Themis s
By ChvhLR10 (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or FAL], via Wikimedia Commons

Inwiefern nun die bereits dritte Rüge aus Brüssel zum deutschen Glücksspielstaatsvertrag sowie die Einleitung eines Pilotverfahren gegen Deutschland auf den Ausgang des aktuellen Gerichtsverfahren hat, bleibt auf jeden Fall spannend. Demnach hatte der EuGH im Februar 2016 zum wiederholten Male festgestellt – der deutsche Glücksspielstaatsvertrag sei rechts, – und verfassungswidrig. Die deutsche Glücksspielregulierung verstoße somit gegen EU-Recht, weil das von zahlreichen Gerichten gekippte staatliche Glücksspiel-Monopol faktisch fortbestehe (ostfussball.com berichtete bereits mehrfach).

Quelle: ostfussball.com

So fließen bsw. 8 Millionen Euro pro Jahr von Bwin ( Sportwetten, Casinsospiele und Poker) in Richtung FC Bayern München. Ähnlich in den Finanzbüchern sieht es zum Beispiel auch bei Hertha BSC und  Bet-at-home ( Sportwetten, Casinsospiele und Poker) aus. Nur um mal die größten Nutznießer in Sachen Sponsoring von Glücksspiel an dieser Stelle zu nennen. Bisher wurden allerdings eben nur zwei kleine Webseiten diesbezüglich willkürlich ins Visier genommen, während große Verdiener ungestraft blieben. Das könnte sich nach dem Urteil nun ändern!