Oberster Gerichtshof kippt Wettverbot

Ausgerechnet im Land der vermeintlich größten Freiheit der Welt wurden deren Bürger mit Verboten zum Glücksspiel genötigt! Zu Unrecht, wie nun der Supreme Court feststellte:

Die wichtigste Zahl vorneweg: 150 Milliarden Dollar. So viel wetten die Amerikaner einer Schätzung der American Gaming Association zufolge pro Jahr auf den Ausgang von Sportereignissen. Die zweitwichtigste Zahl: 95 Prozent. Das ist, glaubt man den Berechnungen der Vereinigung amerikanischer Wettanbieter, der Anteil illegal abgeschlossener Sportwetten. Die erste Zahl soll nun möglichst groß bleiben, die zweite so klein wie möglich werden: Der Oberste Gerichtshof hat am Montag das seit 1992 bestehende staatliche Wettverbot für verfassungswidrig erklärt und damit für ein immenses Beben in zahlreichen Branchen gesorgt, die nun von diesem Urteil profitieren wollen. sueddeutsche.de

Gut so! Denn wenn Amerika wirklich freiheitlich bzw. libertär sein möchte, darf es keine Verbote oder Einschränkungen für seine Bürger geben. Jeder sollte wirklich frei darüber entscheiden können, ob man spielen möchte oder nicht. Und natürlich muss es dafür auch strenge Regulierung und einen Schutz der Spieler geben. Unabhängige Institutionen sollten den gesamten Ablauf beim Glücksspiel streng überwachen. Etwas, was auch hierzulande endlich notwendig wäre, aber von der staatlichen Connection aus eigenen Monopol-gründen immer noch vehement unterbunden wird. Ein Zustand, welcher uns Millionen-Verluste an Steuereinnahmen jährlich einbringt.