Lotto zahlt sich aus – nur nicht für die Spieler

Lotto ist auch hierzulande das Glücksspiel mit dem größten Umsatz und den meisten Spielern. Wahrscheinlich aber auch mit dem größten Anteil bei der Spielsucht. Und die tatsächliche Auszahlungsquote ist mies, in etwa bei 40 %. Im Nachbarland Österreich ist das nicht anders. Dennoch gibt es echte Gewinner beim Lotto, allerdings sind die nur selten bei den Mitspielern zu finden.

EUROMILLIONEN

Dazu haben wir einen interessanten Artikel gefunden:

(…) Doch weil die Hoffnung zuletzt stirbt, investierten die Österreicher seither satte 48,3 Milliarden Euro an „Deppensteuer“, wie es der Kabarettist Lukas Resetarits spitz formulierte, in das ebenfalls 1986 gegründete Unternehmen Österreichische Lotterien, eine Tochter von Casinos Austria und der Lotto-Toto Holding. 30,9 Milliarden Euro wurden wieder an die Spieler ausgeschüttet. Im Schnitt wurden also für jeden im Lotto gewonnenen Euro 1,56 Euro ausgegeben.

Der stets größte Lottosieger war mit rund 10,6 Milliarden Euro in 30 Jahren aber ohnehin das Finanzamt. Weitere 2,4 Milliarden Euro wurden als Provisionen an die rund 5.000 Vertriebspartner, vor allem Annahmestellen wie Trafiken und Tankstellen, ausbezahlt. Vergleichsweise kleinere Posten entfielen auf Sponsoring und Spenden, etwa die Sportförderung (1,4 Milliarden Euro) und Unterstützungen an Licht ins Dunkel oder die Kinderhilfe (185 Millionen Euro).

Der 144 mal 108 Millimeter große Lottoschein hat sich in all den Jahren kaum verändert. Seit 1988 kann man durch das Kreuz beim „Joker“ noch mehr Geld ausgeben, 1997 wurden die Ziehungsintervalle mit einer zusätzlichen Gewinnermittlung an Mittwochen halbiert, und aus den sechs Schilling Spieleinsatz sind 1,20 Euro pro Tipp geworden. Unglaubliche 26,5 dieser Tipps werden heute rund um die Uhr jede Sekunde abgegeben. Laut Werbeslogan ist Lottosiegern alles möglich. Lottobetreibern aber noch viel mehr (…) [derstandart.at]

Was in dieser Rechnung allerdings fehlt, sind die saftigen Bezüge der staatlichen Lottofürsten. Die Bandbreite bewegt sich zwischen 110.000 und 323.000 Euro Jahressalär. Spitzenverdiener war im vergangenen Jahr Theo Goßner, damals noch Geschäftsführer von Westlotto (NRW). Er bezog laut „WamS“-Recherchen besagtes Jahresgehalt von 323.000 Euro – und schied jüngst aus dem Amt aus.