Rentnerheim: Bingoabende in Hannover verboten

Das letzte bisschen Glück wird den Rentnern im Altersheim auch nicht mehr gegönnt. Während das staatliche Glücksspiel Milliarden mit Lotto, Keno oder Bingo verdient, werden Bingoabende im Altersheim wegen 2 Euro Einsatz denunziert. Das Ordnungsamt pocht auf seinen vermeintlichen Glücksspielstaatsvertrag:

Residenzleiter Robert Dabrowski: „Es hieß, dass wir uns solche Veranstaltungen genehmigen lassen müssen.“ Denn der Bingoabend sei illegales Glücksspiel! Tatsächlich zahlten die Senioren als kleinen Anreiz jeder zwei Euro in einem Jackpot. Damit fällt es unter den Glücksspielstaatsvertrag. Der Einsatz wurde auf 50 Cent reduziert, so gelte es offiziell nicht als Glücksspiel. Und die Senioren dürfen wieder Bingo spielen. derwesten.de

Schon zuletzt wurde Rentner-Bingo in NRW diesbezüglich bemängelt:
Der wöchentliche Bingo-Abend ist bei den Senioren der Riehler Heimstätten äußerst beliebt. Doch die Sozialbetriebe Köln (SBK) haben den Spielbetrieb kürzlich untersagt und eingestellt. Der Grund: Nach Einschätzung von Juristen handelt es sich bei den Spieleabenden im Seniorenheim um illegales Glücksspiel. Dabei geht es um Hauptgewinne wie eine Tafel Schokolade. Bevor die Senioren wieder Bingo rufen können, muss jetzt erstmal eine offizielle Glücksspielgenehmigung her. spielotheka.de berichtete bereits

Im Gegensatz zu anderen Lotterien ist Bingo mit einem Gemeinschaftseffekt verbunden, da die Teilnehmer in einem Saal sitzen. Kirchliche Gemeinden nutzen diese Art Spiel oft, um die Mitglieder der Pfarrei sowohl zu beschäftigen als auch um aus dem Erlös der Bingolotterie wohltätige Projekte zu finanzieren.