Einfluss von Auszahlungsquote und Gewinnquote auf die Spieler

Zu diesem Thema haben wir einen interessanten Artikel im Forum für Spielautomaten gefunden, welchen wir an dieser Stelle dokumentieren möchten. Was ist die Auszahlungsquote und was eigentlich der Unterschied zur Gewinnquote? Und warum gewinnen eigentlich Spieler an Spielautomaten immer weniger, obwohl die Auszahlungsquote angeblich höher als noch vor Jahren liegen soll?

Artikel aus dem Automaten Forum:

(…) Eine Mindestauszahlquote gibt es ja seit längerem nicht mehr. Diese Quote besagte früher, das der Automat mindestens 60% der Einsätze (durchschnittlich solange die Kiste in Betrieb ist) als „Gewinn“ wieder ausschütten musste. Laut den verantwortlichen Abgeordneten hat die Abschaffung dieser Regelung den positiven Effekt, dass der Spieler nicht mehr in die Hallen geht, wenn er nichts mehr „gewinnt“. Na ja, die rosarote Brille und auch die Spenden der Automatenindustrie waren wohl doch etwas zu groß, um die Realität zu sehen…

Die Auszahlquote war ja noch etwas zu verstehen – was die Berechnung anbelangt. Wenn auf den Automaten (Novoline) auf Seite drei der Info steht, dass es keine vorgeschriebene Auszahlquote mmehr gibt, diese jetzt aber weit über den früher vorgeschriebenen 60% liegt, fällt mir dazu eigentlich nichts mehr ein – außer, dass eben der „normale“ Spieler davon nicht profitiert. Das ist hier im Forum an anderer Stelle schon deutlich erklärt worden.

Viel interessanter als die Auszahlquote ist doch die Gewinnquote. Vor allem, wenn man die unterschiedlich hohen Einsätze zugrunde legt. In jeder Lotterie oder bei Verlosungen hat man bei höherem Einsatz zu jeder Zeit eine höhere Gewinnchance. Bei den Gelddruckmaschinen nicht! Da ist die Programmierung von Haus aus so, dass höhere Einsätze eine geringere Gewinnchance bedeuten. Okay, wenn mal eine „Gewinnlinie“ kommt, dann schon mal eine „Höherwertige“. Da Einsatz und „Gewinn“ allerdings immer korrelieren besteht keine erhöhte Gewinnchance – im Gegenteil. Höhere „Gewinnlinien“ kommen sowieso seltener. Sollte z.B. bei einem Einsatz mal ein Hunderter „gewonnen“ werden, sind mindestens 400 Nullrunden oder Runden mit 1 – 4 Euro „Gewinn“ gelaufen. Bei Einsätzen von 10 Cent sieht es ganz anders aus. Hier sind die Kisten etwas „großzügiger“ programmiert. Es besteht ja auch kaum die Gefahr, das sich jemand diese „Gewinne“ auszahlen lässt. Wer 10 Euro einwirft und auf 15 Euro hoch kommt, der spielt weiter. Und dann meist mit höherem Einsatz und – wie oben beschrieben – niedrigeren Gewinnchance. Bis alles wieder weg ist und der nächste Schein in den Automaten geht. Das ist ein Psychotrick, den ein Spieler weder erkennen noch umgehen kann. Das es keinerlei Hinweis in den Hallen oder an den Automaten gibt, dass höhere Einsätze einzige eine geringere Gewinchance bedeuten, ist in meinen Augen schon ein Betrug – zumindest eine gezielte Abzocke. Und hier werden Auszahlquote und Gewinnquote verwechselt.

Ich persönlich habe es schon gesehen, dass ein Spieler bis auf 200 Euro kam (durch nachwerfen von Geld und diverse „Gewinnlinien“. Anstatt sich das Geld auszahlen zu lassen, spielte er 2 Euro Einsatz. Es kam allerdings nicht eine einzige Gewinnlinie mehr, dafür aber die Polizei. Die Kiste war die nächsten 2 Tage „Warte auf Techniker“ gesperrt. Wie die Sache letztendlich ausging weis ich nicht. Nur, das ca. 2 Monate später die Halle den Besitzer gewechselt hat. Kann natürlich Zufall sein (…)

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