ARD Doku – Wettbetrug im Fußball

Ein Milliardengeschäft für die Mafia

Der Fußball ist restlos versaut – diverse Verbände korrupt, Spieler von der Mafia gekauft, Verantwortliche und Funktionäre unterliegen dem großen Geld. Doch die Konsumenten (Zuschauer) laufen immer noch wie Lemminge dieser Lügen-Show in Massen hinterher.  Die ARD hat sich nun diesem Thema angenommen und eine Doku gedreht.

Video Wettbetrug im Fußball, ein Milliardengeschäft für die Mafia

Info unter dem Video:

(…) Die Bilder sind dramatisch. Sie flackern, wechseln die Farbe. Wir hören, dass ein Frankfurter Wettbüro-Inhaber von einem flüchtigen serbischen Geschäftspartner erschossen wird. Ein Sprecher sagt: „Der Krimi ist Realität.“ Wettbetrug sei lukrativer als Drogenhandel und Wetten ein gutes Vehikel für die Geldwäsche, heißt es. Dann bekommt noch italienischer Staatsanwalt eine Kugel im Briefumschlag zugeschickt. Als Drohung der Mafia. Die Fälle wenigstens teilweise sind frisch, die Machart ist hypermodern. Nur: Neu ist so gut wie nichts. Das ist schade, weil das Thema wichtig ist. Experten schätzen den weltweiten Umsatz im Sportwettenmarkt auf 500 Milliarden Euro im Jahr. Allein auf deutsche Spiele werden 30 Milliarden Euro gesetzt, auf deutsche Jugendspiele immerhin noch 300 Millionen. Für die organisierte KriminalitätGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! winkt ein lohendes Geschäft. Schiedsrichter und Spieler sind gekauft, manipulieren Spiele und bei der internationalen Wettmafia klingeln die Kassen. Gerade bei Fußballspielen ohne die ganz große Öffentlichkeit werden die Wettbetrüger gerne aktiv. Denn die Einsätze können dort trotzdem hoch sein. Mit bis zu sechsstelligen Wettbeträgen wird vor allem in China, Malaysia und Hongkong gespielt. Das ist gruselig, aber seit Jahren bekanntes Zeug. Juristisch befindet sich der Markt in Deutschland noch immer in einem Graubereich. Das Wetten wird seit Jahren nicht kontrolliert und ist zunehmend schwerer zu überwachen. Das ist der eigentliche Skandal. Darauf hätte der Film stärker eingehen müssen. Die Bundesligavereine selbst wissen natürlich von den Mechanismen, wollen aber auf die lukrativen Sponsorenverträge mit den Wettanbietern nicht verzichten. Die meisten Erstligisten lassen sich von Wettanbietern finanzieren. Die wiederum polieren auf diese Art ihr zweifelhaftes Image auf. Auch darauf hätte der Film stärker eingehen müssen, hätte VereineGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! zu Stellungnahmen bewegen sollen (…)

Leider werden in dem Video lediglich die wenigen schwarzen Schafe beleuchtet. Denn der Großteil der Wettanbieter arbeitet jedoch seriös. Schade, dass immer nur wenige kriminelle Menschen einen ganzen Sektor in den Schmutz ziehen können. Gerne wird auch immer das Argument Manipulation oder Geldwäsche von staatlichen Behörden genutzt, um für das eigene Angebot zu werben.  Doch mit Betrügern und Spielern und Schiedsrichtern hat dieser vermeintliche Vorwurf rein gar nichts zu tun.

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